Renault Freunde Hohe Acht Hier Spricht die Welt
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17.02.2009, 17:54 |
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Renault: Sparzwang führt zu Stellenabbau
17. Februar 2009
Renault-Team muss massiv Kosten einsparen
Das französische Renault-Team muss angesichts der massiven Kosteneinsparungen in der Formel 1 einige seiner Mitarbeiter entlassen. Davon betroffen sind wohl in erster Linie Angestellte der Aerodynamik-Abteilung sowie die Mitglieder des Testteams.
"Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen in diesem Bereich ist diese 'Umstrukturierung' innerhalb des Teams keine direkte Folge der Wirtschaftskrise, sondern hängt viel eher mit den Regeländerungen in der Formel 1 zusammen. Die möglicherweise bald überflüssigen Arbeitsplätze befinden sich im Testteam und im Aerodynamikbereich. Diese beiden Sparten sind von den neuen Regeln unmittelbar betroffen", heißt es von Seiten des Teams.
Welche personellen Auswirkungen dies schlussendlich haben wird, ist noch nicht bekannt. Aufgrund des Testverbots während der Saison werden die Testabteilungen der Rennställe allerdings kollektiv überflüssig.
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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22.02.2009, 14:32 |
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Renault: Neuer Hauptsponsor aus Indien?
22. Februar 2009
Medienberichten zufolge sollen bereits Verhandlungen mit einem potenziellen ING-Nachfolger laufen
© xpb.cc
Das Renault-Engagement in der Formel 1 hängt seit der Bekanntgabe des Rückzugs von Hauptsponsor ING per Jahresende an einem seidenen Faden. Doch Medienberichten zufolge sollen bereits Verhandlungen mit einem potenziellen ING-Nachfolger laufen.
Angeblich handelt es sich dabei um einen internationalen Konzern aus Indien, wie ein hochrangiger indischer Renault-Mitarbeiter gegen der 'Hindustan Times' bestätigt hat. Möglicherweise ist von der Tata-Gruppe die Rede, die seinerzeit schon Narain Karthikeyan in die Formel 1 gebracht hat. Der Mischkonzern beschäftigt weltweit 350.000 Mitarbeiter.
Im Rahmen der Bemühungen um den indischen Markt wird Renault übrigens auch dieses Jahr wieder eine Roadshow in Indien abhalten. 2008 kam nur Nelson Piquet nach Delhi, 2009 wird wohl auch Superstar Fernando Alonso anwesend sein.
Quelle: Motorsport-Total.com / Christian Nimmervoll |
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27.02.2009, 12:29 |
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Superlizenzen: Fahrer zahlen zähneknirschend
27. Februar 2009
Um einen heftigen Disput vor dem Saisonstart in Melbourne zu vermeiden,
zahlen die Piloten ihre Lizenzgebühren - Immer noch Gesprächsbedarf
Zwei führende Köpfe der Fahrergewerkschaft: Pedro de la Rosa und Mark Webber © xpb.cc
Der Streit um die erneute Erhöhung der Gebühren für die Superlizenzen ist zum Großteil beigelegt. Als Gewinner der Auseinandersetzung geht einmal mehr FIA-Chef Max Mosley hervor. Der Brite hatte auf eine erneute Erhöhung bestanden und war von seiner Forderung nicht einen Millimeter abgewichen. Letztlich werden die Piloten jetzt zähneknirschend bezahlen, berichten die Kollegen von 'autosport.com'.
Ursprünglich hatte die Fahrergewerkschaft GPDA alle Piloten aufgefordert, die Gebühren für die Superlizenz vorerst nicht zu zahlen. Doch werden im Hintergrund einige Teams auf ihre gut bezahlten Chauffeure gemacht haben, denn eine solche Diskussion und einen möglichen Streik kann zu Zeiten wirtschaftlicher Probleme niemand gebrauchen. Die Fahrerfront bröckelte, letztlich werden wohl alle ihr Geld überweisen.
Doch ganz beendet ist die Auseinandersetzung damit noch nicht. Angeblich soll es noch vor dem Grand Prix in Melbourne ein Treffen zwischen Mosley und Vertretern der GPDA geben, um das Thema aus der Welt zu schaffen. Ob der FIA-Präsident von einem solchen Meeting schon etwas weiß, ist bisher nicht bekannt. "Man sollte nicht die Macht der Piloten unterschätzen, wenn wir uns alle zusammentun", mahnte Williams-Fahrer Nico Rosberg.
"Der Sport braucht uns. Und zwar uns alle", sagte Rosberg weiter. Der Deutsche reagierte damit auf die Aufforderung von Mosley, die Piloten könnten gern in anderen Serien anheuern, wo die Gebühren nicht so hoch seien. "Man sollte uns nicht unterschätzen", fügte Rosberg noch einmal an. Williams-Geschäftsführer macht bei dem Thema kurzen Prozess: "Wir haben die Gebühren bezahlt. Das war alles. Sie sind bezahlt." Die Fahrer wollen die jährliche Gebührenerhöhung künftig wieder an die Inflationsrate gekoppelt wissen.
Quelle: Motorsport-Total.com / Roman Wittemeier |
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03.03.2009, 11:03 |
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Briatore stellt Piquet die Rute ins Fenster
3. März 2009
"Der Name allein macht nicht schnell": Flavio Briatore erwartet von Nelson Piquet
in dessen zweiter Formel-1-Saison eine deutliche Steigerung
Flavio Briatore mit seinen beiden Fahrern für die kommende Formel-1-Saison © Renault
Mit 19:61 Punkten hat Nelson Piquet das Stallduell gegen Fernando Alonso im vergangenen Jahr klar verloren. Als einziges Highlight erreichte er einen zweiten Platz in Hockenheim - begünstigt durch ein für ihn glückliches Timing des Safety-Cars. Doch 2009 muss sich der Weltmeistersohn steigern, ansonsten könnte ihn Renault vor die Tür setzen.
Teamchef Flavio Briatore stachelt seinen Nachwuchspiloten vor dessen zweiter Saison jedenfalls mit provokanten Kommentaren an: "Piquet wird die Weltmeisterschaft weder mit Renault, noch mit Ferrari gewinnen. Er ist eher noch eine Unbekannte - der Name allein macht eben nicht schnell", sagte er gegenüber italienischen Medien. "Ich habe ihm eine weitere Chance gegeben, um ihn neben einem gestandenen Piloten wachsen zu sehen. Das wird uns dann Aufschluss darüber geben, ob wir auf das richtige Duo gesetzt haben."
Piquets Vertrag ist Ende 2008 ausgelaufen, Renault hat sich aber mangels wirklich verlockender Alternativen dazu durchgerungen, dem Brasilianer noch einmal eine Chance zu geben. Großer Vorteil: Mit dieser Fahrerpaarung sind die Fronten intern geklärt und man kann Alonso als Nummer eins behandeln - für das Ego des Ex-Weltmeisters Gold wert, wie man seit seiner McLaren-Mercedes-Saison 2007 weiß.
Bei Renault ist Alonso unumstritten: "In der zweiten Saisonhälfte hat Fernando mehr Punkte geholt als jeder andere", so Briatore über seinen Superstar. "Wir müssen ihm einfach ein konkurrenzfähiges Auto hinstellen." Auch für das Trainingsprogramm des 27-Jährigen fand er lobende Worte: "Er ist täglich 200 Kilometer mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, hat fünf Kilogramm verloren und legt ein beeindruckendes Engagement an den Tag."
Trotz der ernüchternden Wintertests erwartet sich Briatore viel von der kommenden Saison: "Wir wollen uns in der Startaufstellung sicher in den Top 6 bewegen und auch eine Chance auf den Sieg oder das Podium haben." Gleichzeitig räumte er neuerlich mit Spekulationen auf, Renault werde Alonso früher oder später an Ferrari verlieren: "Diese Alonso/Ferrari-Geschichte ist doch eine Seifenoper, die niemals zu enden scheint..."
Quelle: Motorsport-Total.com / Christian Nimmervoll |
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Verfasst am:
03.03.2009, 20:38 |
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Fast 700 Kilometer für Renault in Jerez
3. März 2009
Fernando Alonso bescherte seinem neuen Renault R29 in Jerez stolze
152 Runden und konzentrierte sich auf das Setup und die neuen Slicks
Fernando Alonso legte in Jerez über zwei Renndistanzen im Renault R29 zurück © xpb.cc
Mit einem großen Arbeitspensum stieg Doppelweltmeister Fernando Alonso in die Testwoche im spanischen Jerez ein. Der Spanier in Renault-Diensten umrundete den Kurs insgesamt 152 Mal und legte somit mehr als 670 Kilometer zurück. Mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:20.296 Minuten war der 27-Jährige nur minimal langsamer unterwegs als Rivale Felipe Massa im Ferrari. Renault konnte aufgrund der guten Wetterbedingungen am Nachmittag viele Dinge ausgiebig ausprobieren.
"Heute war ein richtig produktiver Tag, denn ich konnte 152 Runden drehen, die uns viele nützliche Daten beschert haben. Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es wichtig, so viel Zeit wie möglich im Rennwagen zu verbringen, um sich an die neuen Regeln um die beweglichen Frontflügel und das KER-System zu gewöhnen", sagte ein zufriedener Alonso am Ende der Testsession.
"Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich heute so viel fahren konnte. Wir lernen täglich neue Dinge und ich fühle mich im Wagen immer wohler", gab der Spanier zu Protokoll. "Hoffentlich ist es auch morgen trocken, sodass wir auf die heute geleistete Arbeit aufbauen können." Auch am Mittwoch wird Alonso zum Einsatz kommen und die Testwoche für Renault beschließen.
Chef-Testingenieur Christian Silk zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Die Strecke war zunächst noch feucht, weshalb wir einfach nur einige Kilometer abgespult haben. Zum Glück trocknete der Kurs zur Mittagszeit ab, wodurch wir etwas von dem Boden gutmachen konnten, den wir am Montag eingebüßt hatten. Das Auto hat sich prima verhalten und wir haben unsere Tagesziele erreicht."
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
04.03.2009, 22:51 |
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Problemloser Testabschluss für Renault in Jerez
4. März 2009
Fernando Alonso und das Renault-Team markierten zum Abschluss der kollektiven
Testfahrten in Jerez eine Tagesbestzeit - 130 Runden für Alonso
Fernando Alonso bescherte Renault zum Testabschluss eine Tagesbestzeit in Jerez © xpb.cc
575 Kilometer spulte Doppelweltmeister Fernando Alonso im Rahmen des letzten offiziellen Testtages in dieser Woche ab. Der Spanier in Renault-Diensten umrundete den Kurs in Jerez insgesamt 130 Mal und knallte dabei in 1:19.945 Minuten den Tagesbestwert auf den Asphalt. Auch an seinem zweiten Tag im Cockpit hatte Alonso keinen Defekt zu beklagen und konnte die Testarbeit mit seiner Crew ungehindert fortsetzen. Entsprechend glücklich zeigte sich der Renault-Fahrer.
"Ich bin mit den Ergebnissen dieser Testfahrten sehr zufrieden, denn wir haben zwei problemlose Tage erlebt", fasste Alonso seinen Einsatz in Jerez zusammen. "Der Wagen hat sich als konstant erwiesen und wir konnten jede Menge nützlicher Arbeiten verrichten. Heute war es sehr windig, was das Verstehen der Setupänderungen erschwert hat."
"Unterm Strich saßen aber alle Teams diesbezüglich im selben Boot und wir konnten viele wichtige Dinge über den Rennwagen lernen. Ich möchte mich beim Team für die harte Arbeit in dieser Woche bedanken. Ich weiß, dass sie sich sehr ins Zeug gelegt haben, damit wir alles auf die Reihe bekommen haben", meinte der ehemalige Silberpfeil-Pilot abschließend.
Renaults Chef-Renningenieur Christian Silk zeigte sich ebenfalls sehr angetan von der Leistung des R29: "Wir hatten einen guten Tag und der Test endete für uns sehr positiv. Für die Mechaniker war das eine anstrengende Woche, denn sie mussten richtig hart schuften - genau wie die Jungs in der Fabrik, damit wir bei diesem Test alles ausprobieren konnten."
"Wir haben eine exzellente Zuverlässigkeit an den Tag gelegt, konnten viele Runden drehen und haben wichtige Setuparbeiten verrichtet", bilanzierte Silk nach vier Testtagen in Spanien. "Das sollte uns für die Testfahrten in der kommenden Woche mit einer soliden Basis versorgen." Dort werden sowohl Alonso als auch Nelson Piquet wieder im Rennauto sitzen.
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
07.03.2009, 11:08 |
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Bell-Interview: Renault will Rennen gewinnen
7. März 2009
Renault-Technikchef Bob Bell über die Testfahrten in Jerez, die Fortschritte mit neuen Teilen
und die ehrgeizigen Saisonziele mit dem R29
Technikchef Bob Bell glaubt, dass Renault auch 2009 Rennen gewinnen kann © Renault
Bisher hat Renault bei den Wintertestfahrten noch nicht den Stein der Weisen entdeckt, der R29 ist eines der defektanfälligeren Autos.
Interessant: Während Fernando Alonso recht gut zurechtkommt, funktioniert das Auto in den Händen von Nelson Piquet noch überhaupt nicht.
Bob Bell klärte nach den Testfahrten in Jerez über den aktuellen Stand der Dinge auf.
Frage: "Bob, die drittletzte Testsession liegt hinter euch. Was hat das Team in Jerez gelernt?"
Bob Bell: "Zu Beginn der Woche behinderte uns das schlechte Wetter, aber an den beiden Schlusstagen kam die Sonne raus und wir kamen viel zum Fahren. So konnten wir doch noch alle Entwicklungsteile, die wir beim ersten Saisonrennen in Melbourne einsetzen möchten, auf ihre Performance und ihre Zuverlässigkeit testen. Deshalb würde ich die vier Tage in Jerez als sehr produktiv bezeichnen."
Frage: "Beide Fahrer äußerten sich recht zufrieden mit dem Auto. Welches Feedback haben sie dir gegeben, etwa zur Fahrbarkeit?"
Bell: "Über die Fahrbarkeit haben wir uns tatsächlich etwas Sorgen gemacht, besonders weil die neuen Aerodynamikregeln nicht gerade zu leichter fahrbaren Autos führen. Durch die Schilderungen von Fernando Alonso und Nelson Piquet konnten wir die Aerodynamikentwicklungen des Autos aber in eine Richtung steuern, die die Performance verbessert, ohne Fahrbarkeit und Konstanz einzubüßen."
Frage: "Das Team probierte diese Woche einige neue Komponenten aus. Wie lief es damit?"
Bell: "Als wichtigste Entwicklungsteile hatten wir einen neuen Frontflügel und einen neuen Diffusor dabei. Die Testergebnisse sehen ermutigend aus: Beide Teile machen das Auto in dem Maße schneller, das wir vorher berechnet hatten. Damit haben wir eine gute Basis für die weitere Entwicklung gelegt - und wir ziehen daraus die Gewissheit, dass wir uns auf die Systeme in Enstone verlassen können. Die dort entworfenen und produzierten Komponenten funktionieren offenbar so, wie wir uns das vorstellen."
Frage: "Ihr arbeitet immer noch an der Feinabstimmung des Frontflügels. Vor welche Probleme stellt euch dieser Bereich und wie weit seid ihr damit gekommen?"
Bell: "Dieser Prozess lief nicht ohne Schwierigkeiten, aber die Herausforderung war sicherlich kleiner als die Entwicklung und Integration von KERS. Bewegliche aerodynamische Anbauten bedeuten für jedes Team Neuland. Aber wir haben das mechanisch absolut im Griff, das System arbeitet zuverlässig - und das ist im Moment die Hauptsache. Es beschleunigt sogar die Testarbeit, weil die Fahrer den Flügel auf der Strecke verstellen können, wenn sie eine andere Abstimmung ausprobieren möchten. Sonst mussten sie für jede Änderung an die Box kommen."
Frage: "In Jerez hat das Team sehr viele Kilometer abgespult, was bei den vorhergehenden Tests wegen des üblen Wetters unmöglich war. Hast du das Gefühl, bei der Zuverlässigkeit schon dort zu sein, wo ihr hinwollt?"
Bell: "Du weißt nie hundertprozentig, ob und wann ein technischer Defekt zuschlägt. Du kannst zwei problemlose Tage erleben und am dritten steht das Auto nach fünf Runden. Aber insgesamt haben wir jenen Stand an Zuverlässigkeit erzielt, den wir für den Australien-Grand-Prix erreichen wollten. Trotzdem musst du immer wachsam bleiben und ständig vorhersehen, was vielleicht schief gehen könnte, damit es dazu erst gar nicht kommt."
Frage: "Die Tests lassen zwar kaum Rückschlüsse über die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams zu, dennoch die Frage: Bist du mit der aktuellen Performance des Renault R29 im Vergleich zu den direkten Gegnern zufrieden?"
Bell: "Wir fühlen uns mit dem Erreichten schon ganz gut und haben die Basis für eine gute Saison gelegt, für Podestplätze und Siege. Und wenn das eintritt, bedeutet dies auch, dass wir mit um den Titel kämpfen. Wir haben immer gesagt, dass das unser ultimatives Ziel bleiben muss. Wir sind nicht hier, um das Feld aufzufüllen, sondern um zu gewinnen. Allerdings bleibt es dabei, dass kein Team genau weiß, wo es steht. Erst in Melbourne, wenn alle mit ausgereiften Autos unter den gleichen Bedingungen antreten, wird sich das wahre Bild zeigen."
Frage: "Es bleiben nun noch zwei Testsessions vor dem Saisonstart in Australien. Worauf wird das Team dabei den Schwerpunkt legen?"
Bell: "Die Priorität lautet, alle neuen Entwicklungsteile rechtzeitig vor Melbourne zu testen und zu bewerten. Parallel werden wir natürlich die allgemeine Zuverlässigkeit des R29 weiter im Blick behalten. Diese Phase wird für das Team an der Strecke und die Kollegen in den Workshops extrem anstrengend, aber wir alle sind fest entschlossen, unsere Ziele zu erreichen. Wenn wir in Melbourne ankommen, werden wir die Leistung zeigen, die von uns erwartet wird."
Quelle: Motorsport-Total.com |
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Verfasst am:
11.03.2009, 19:49 |
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Alonso: "Es wird ein enger Fight"
11. März 2009
Renault-Star Fernando Alonso über die Fortschritte mit dem R29,
die Aussichten auf die neue Formel-1-Saison: "Du darfst dich nicht ausruhen"
Fernando Alonso sieht sich mit Renault noch nicht auf Spitzenniveau © xpb.cc
Renault hat nach einem verkorksten Start mit dem neuen R29 offenbar die Kurve gekriegt. Vor allem mit Fernando Alonso am Steuer präsentierte sich der neue Bolide bei den zurückliegenden Testfahrten in Jerez und auch jüngst in Barcelona konkurrenzfähig. Dennoch rechnet der Spanier nicht mit einem Sieg in Melbourne.
Am Rande der Testfahrten in Barcelona beschrieb der Doppelweltmeister seine Eindrücke vom aktuellen Kräfteverhältnis.
Frage: "Fernando, wird die Hackordnung ähnlich sein wie 2008, also mit den Topteams erneut vorne?"
Alonso: "Nein. Ich glaube, es wird sich etwas ändern. Es wird wohl nicht mehr auf die Dominanz von Ferrari und McLaren-Mercedes hinauslaufen. Es gibt einige Teams, die ein erstaunliches Tempo zeigen, wie zum Beispiel BMW, Toyota oder Brawn. Wir werden sehen. Ich denke, es wird eine sehr offene und interessante Meisterschaft. Das gut für die Zuschauer und auch hoffentlich gut für den gesamten Sport."
Frage: "Wie findest du die jüngsten Sparmaßnahmen in der Formel 1?"
Alonso: "Sie waren einfach notwendig, wir mussten die Budgets etwas zurückfahren. In den vergangenen zehn Jahren hat man es in der Formel 1 wirklich übertrieben. Jetzt kommt alles wieder etwas in einen normalen Bereich, und das ist gut. Die Formel 1 startet fast wieder bei Null, es gibt eine Art Neubeginn. Die Teams sind sich auf dem Weg dorthin einig. Das ist gut für die Zukunft des Sports."
Gute Fortschritte mit dem Renault R29
Frage: "Du hast schon mehrfach eine Saisonvorbereitung mitgemacht. Fühlt es sich in diesem Jahr trotz der vielen Änderungen ähnlich an?"
Alonso: "Ja, es ist schon mehr oder weniger ähnlich. Die Wintertests laufen im Grunde immer gleich ab. Du kommst mit einem neuen Auto und dann zeigt sich nach und nach, wie schnell du bist. Das Gefühl ist eigentlich in diesem Jahr genauso wie in den Jahren zuvor."
"Wenn du mal eine Woche nichts tust, dann kannst du ganz schnell auf Platz 14 sein."
Fernando Alonso
Frage: "Wie geht es mit eurem Auto voran?"
Alonso: "Wir haben in Jerez in der vergangenen Woche deutlich Fortschritte gemacht. Wir haben dort einige neue Teile ans Auto gebaut und die haben sich sofort bewährt. Hier in Barcelona arbeiten wir eher an Setup-Varianten. Ein Teil der Arbeit zielt auch schon auf den Grand Prix an gleicher Stelle im Mai ab. Wir sortieren da schonmal das Setup aus."
"Wir sind glücklich - mit unserem Auto und mit unserer Leistung. Wir wissen aber, dass wir nicht nachlassen dürfen. Die Rundenzeiten liegen sehr eng beieinander, es wird ein enger Kampf. Du darfst dich nicht zurücklehnen. Wenn du mal eine Woche nichts tust, dann kannst du ganz schnell auf Platz 14 sein. Wenn du aber hart arbeitest und ein bisschen mehr findest, dann kannst du ganz schnell Erster sein."
Frage: "Wie wichtig wird die Entwicklung an Freitagen am Rennwochenende sein?"
Alonso: "Natürlich wird das wichtig, weil du dann neue Teile auf der Strecke ausprobieren kannst. Gleichzeitig muss man aber sehen, dass man ja den Rennmotor im Heck haben wird. Wir haben nur acht Triebwerke für das Jahr. Du kannst also gar nicht allzu viele Runden drehen. Es wird von Fall zu Fall ein Kompromiss sein."
Keine Siegchancen in Melbourne?
Frage: "Wie groß sind die Chancen, dass du schon in Melbourne um den Sieg fahren kannst?"
Alonso: "Das wird schwierig. Auch wenn das Team viel geleistet hat, so erwarte ich doch, dass im Moment zumindest einige andere Teams einen kleinen Vorsprung haben. Zum Beispiel hatte BMW schon im November ein fast komplettes Auto auf der Strecke und KERS lief bei denen auch schon. Sie sind uns um zwei bis zweieinhalb Monate voraus. Wir werden aber kämpfen. Es ist wichtig, nach dem allerletzten Rennen der Saison einen Punkt mehr als die Konkurrenz zu haben. Das muss nicht sofort der Fall sein. Wir gehen zuversichtlich nach Melbourne, aber auch im Wissen, dass der Sieg für uns wohl schwierig wird."
Frage: "Wie gut seid ihr denn wirklich?"
Alonso: "Wir werden von Tag zu Tag besser. Jeden Tag finden wir ein paar Kleinigkeiten, die uns besser machen. Gleichzeitig sehen wir aber auch, was die anderen erreichen. Die Ferrari-Zeiten vom Dienstag konnten wir zum Beispiel nicht mitgehen. Auch die Brawn-Zeiten von heute können wir wohl nicht erreichen. Es gibt eben Teams, die einen sehr guten Job machen. Bei uns läuft es gut, aber wir bleiben realistisch."
Frage: "Sind die aktuellen Autos mit den neuen Einstellmöglichkeiten am Lenkrad komplizierter zu fahren?"
Alonso: "Ja, man muss sich schon überlegen, was man gerade machen will. Manchmal kann man gar nicht alles auf einmal bewerkstelligen. Nehmen wir mal zum Beispiel den verstellbaren Frontflügel. Da suchst du dir am besten eine gute Einstellung und dann rührst du das Teil nicht mehr oft an. Man hat einfach nicht die Zeit, sich um all diese Dinge gleichzeitig zu kümmern."
Frage: "Wie schätzt du die aktuelle Lage von McLaren-Mercedes ein?"
Alonso: "Ich habe dazu keine Meinung. Andere Teams interessieren mich nicht."
Quelle: Motorsport-Total.com - aufgezeichnet von Bianca Garloff |
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Verfasst am:
11.03.2009, 20:51 |
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Renault: Auch schon Arbeit für den Spanien-GP
11. März 2009 - 20:14 Uhr
Fernando Alonso setzte heute die Arbeit an Setup, Aerodynamik und KERS fort -
Vorbereitung nicht nur auf Melbourne, sondern auch auf das Barcelona-Rennen
Fernando Alonso spulte in Barcelona ein intensives Programm ab © xpb.cc
Die Stimmung bei Renault ist auch nach dem dritten Testtag in Barcelona gut. Wie bereits gestern saß Fernando Alonso im Cockpit des R29-01. Der Spanier fuhr insgesamt 107 Runden. Mit seiner Zeit von 1:20.863 Minuten reihte er sich als Fünfter im Mittelfeld ein. Das Team nutzte die trockenen Bedingungen, um das umfangreiche Testprogramm fortzusetzen.
Alonso arbeitete wieder am Setup, Aerodynamik und KERS-Entwicklung. Am späten Nachmittag absolvierte er zudem Startübungen. Renault nutzte den Test nicht nur, um sich auf den Saisonstart in Melbourne vorzubereiten. Man arbeitete vorausschauend und evaluierte auch die Optionen für den Spanien-Grand-Prix, der im Mai in Barcelona ausgetragen wird. Morgen wird erneut Alonso im Cockpit sitzen, danach reist das Team nach Jerez, wo die Saisonvorbereitung kommende Woche abgeschlossen wird.
"Es war wieder ein arbeitsreicher Tag, wir haben am Setup gearbeitet und viele verschiedene Dinge ausprobiert, damit wir für das erste Rennen gerüstet sind", sagte Alonso. "Wir versuchen immer mehr Performance aus dem Auto zu holen und haben uns auch schon auf den Spanischen Grand Prix vorbereitet, der auf dieser Strecke gefahren wird. Wir sind mit unserer Performance happy, aber wir müssen weiter hart arbeiten, denn die Zeiten aller Teams liegen recht eng beieinander."
"Wir mussten heute ein intensives Programm absolvieren, aber das Auto lief sehr gut. Wir hatten keinerlei Zuverlässigkeitsprobleme und konnten unser Programm so voll durchziehen", bilanzierte Christian Silk, der Chefingenieur des Testteams. "Die Streckenbedingungen scheinen recht stabil zu sein und wegen der Bewölkung blieben die Temperaturen constant, das hilft beim Testen. Wir haben wie schon die ganze Woche am Setup gearbeitet und auch an der Aerodynamik. Insgesamt machen wir mit dem Auto konstant Fortschritte und wir sind mit dem Verlauf der Woche sehr zufrieden."
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
12.03.2009, 18:41 |
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Barcelona: Die Brawn-Show geht weiter
12. März 2009
Die Konkurrenz kommt aus dem Staunen nicht heraus: Zum Abschluss der Barcelona-Tests
setzte sich Rubens Barrichello deutlich an die Spitze
Rubens Barrichello konnte zum Abschluss noch einmal überzeugen © xpb.cc
Als der letzte Barcelona-Testtag am Vormittag freigegeben wurde, rümpften viele Formel-1-Verantwortliche zunächst einmal etwas missmutig die Nase. Dichter Nebel hing über der Strecke und machte frühe Fahrten nahezu unmöglich. Doch gegen halb zehn gewann die Sonne urplötzlich an Kraft, der Schleier verschwand und der Formel-1-Vorhang ging auf zur neuesten Folge der großen Brawn-Mercedes-Show.
Nach den beeindruckenden Leistungen von Jenson Button am Mittwoch war es heute an Rubens Barrichello, diese Fabelzeiten auf Longruns und im Qualifikationstrimm zu widerholen. Der Brasilianer enttäuschte nicht, im Gegenteil: Er konnte die Rundenzeiten seines Teamkollegen bei ähnlichen Streckenverhältnissen noch deutlich unterbieten. Am Ende stand in 1:18.926 Minuten die Tagesbestzeit von Barrichello fest - neuer 2009er-Rekord.
Dabei war die Runde keine Krawallrunde, wie man sie im Verlauf eines Tages nur einmal hinbekommt. Barrichello zauberte unter anderem auch eine 1:19.266 Minuten auf die Bahn, es folgten kurze Zeit später Runden in 1:19.196 Minuten und 1:19.044 Minuten. All diese Umläufe hätten locker ausgereicht, um die mit Abstand beste Zeit des Tages zu markieren. Auch auf mehreren Longruns zeigte der Brasilianer erneut, wo der Brawn-Hammer hängt. Man darf gespannt sein, ob die Honda-Nachfolgemannschaft diese Leistungen in der kommenden Woche auch in Jerez wieder bieten kann.
Nico Rosberg (2./1:19.774 Minuten/120 Runden) hatte im Rahmen der Simulation eines Rennwochenendes beim Qualifying-Run eine erste Bestmarke am Vormittag gesetzt, doch der Wiesbadener konnte diese Zeit später nicht mehr verbessern. Allerdings spulte er im Williams FW31 viele konstante Runden ab und schien dabei keinerlei Probleme zu haben. Auch Robert Kubica (7./1:20.740/134) fuhr einen konstanten Speed, richtig beeindruckende Rundenzeiten kamen dabei jedoch nicht heraus.
Neuer Heckflügel am Ferrari F60 © xpb.cc
Ferrari mit neuem Heckflügel am F60 © xpb.cc
Bei Ferrari hatte man es am Vormittag erst einmal gemütlich angehen lassen, wenigstens aus Fahrersicht. Die Boxenmannschaft kam dafür in der Morgensonne schon ziemlich ins Schwitzen, denn man absolvierte viele Probeläufe für Boxenstopps. Später fuhr Felipe Massa (6./1:20.677/92) mehrere Longruns und zeigte dabei einen neuen Heckflügel am F60. Man unternahm mehrere Vergleichsfahrten und rüstete zwischenzeitlich noch einmal auf das alte Modell um.
Timo Glock (3./1:20.091/128) setzte schon früh am Donnerstag zum nächsten Toyota-Marathon an. Der Wersauer fuhr das fast schon übliche starke Tempo im TF109 und probierte scheinbar einen leicht veränderten Diffusor aus. Vielleicht musste man bei Toyota nach dem überraschenden Besuch von FIA-Regelhüter Charlie Whiting notgedrungen leicht umbauen. Zwischendruch probte man auch beim japanischen Werksteam Boxenstopps.
Rauchfahne bei Renault
Bei herrlichem Sonnenschein hatten sich am Nachmittag die Tribünen recht gut gefüllt. Leider erlebte man das, was im vergangenen Jahr und auch gestern schon zu beobachten war: Die Fans pfiffen Lewis Hamilton gnadenlos aus. Als die Spanier gerade wieder zu einem solchen Konzert ansetzen wollten, blieben ihnen die Töne im Hals stecken, denn ihr Liebling Fernando Alonso (5./1:20.664/64) rollte mit scheinbarem Motorschaden am Streckenrand aus.
Doch offensichtlich handelte es sich nur um einen leichten Verlust von Hydrauliköl. Nachdem der Renault R29 zurück zur Box geschleppt worden war, dauerte die fällige Reparatur mal gerade rund eine Stunde. Danach konnte Alonso noch viele Testrunden drehen. Die Fans jubelten wieder. Große Freude blieb im Lager der Silbernen auch heute wieder aus. Lewis Hamilton (8./1:20.869/70) konnte sich im McLaren-Mercedes MP4-24 zwar etwas weiter vorn platzieren, beeindruckend war der Speed dennoch nicht.
Die hausinterne Hackordnung stimmt: Vettel vor Buemi © xpb.cc
Bei Red Bull hält man sich offenbar nach wie vor im unauffälligen Mittefeld auf. Sebastian Vettel (4./1:20.576/83) fuhr den RB5 samt großer Haifischflosse über mehrere lange Stints, verbrachte zwischendruch aber auch eine erheblich lange Phase an der Box. Sébastien Buemi (9./1:21.013/62) spulte im Schwesterauto von Toro Rosso auch heute wieder viele Runden ab, sein Teamkollege Sébastien Bourdais (11./1:21.629/27) durfte am Nachmittag auch wieder in den neuen STR4 klettern. Giancarlo Fisichella (10./1:21.045/141) legte eine problemlose Rennsimulation im Force-India-Mercedes hin.
Ein Teil des Formel-1-Starterfeldes hat die Saisonvorbereitung mit Abschluss des Barcelona-Tests nun beendet. Während Ferrari, Toyota, das BMW Sauber Team und Red Bull nun schon langsam für den Saisonstart in Melbourne zusammenpacken, gehen andere noch auf die Suche nach weiteren Zeitspänen. In der kommenden Woche werden Williams und McLaren-Mercedes in Jerez Grundlagenforschung betreiben, während Renault und Brawn vielleicht noch weiter zulegen können
Quelle: Motorsport-Total.com - Roman Wittemeier |
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Verfasst am:
12.03.2009, 21:49 |
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Renault weiter auf dem Weg der Besserung
12. März 2009
Nach dem Fehlstart in den Winter machte Fernando Alonsos Renault-Team
auch bei den Testfahrten in Barcelona wieder Fortschritte
Fernando Alonso im Renault R29 © xpb.cc
Der Renault R29 befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Nach dem Fehlstart in den Winter erzielte das Team sukzessive Fortschritte. Heute in Barcelona wurde Fernando Alonso nach 64 Runden mit 1,738 Sekunden Rückstand immerhin Fünfter.
"Wir hatten am Nachmittag ein Problem und büßten Streckenzeit ein, aber insgesamt war es ein interessanter Tag und wir haben unser Verständnis des Autos wieder verbessert", so Alonso. "Wir haben einige neue Entwicklungen ausprobiert, also ging es heute nicht um die Performance, sondern um das Erforschen von neuen Ideen für die Weiterentwicklung während der Saison. Wir haben noch einen Test, aber ich glaube, wir sind für Melbourne bereit."
Ab Sonntag wird Renault in Jerez de la Frontera testen. Dort sollen die neuen mechanischen Teile, die heute im Einsatz waren, gründlicher evaluiert werden. Außerdem steht ein letzter Check der Zuverlässigkeit auf dem Programm. Grundsätzlich scheint die Entwicklungskurve des R29 nach oben zu zeigen, denn trotz einer Menge Benzin an Bord konnte Alonso heute besser mithalten als zu Beginn des Winters.
"Wir haben diese Woche einiges erledigt", bilanzierte Cheftestingenieur Christian Silk. "Wir lernen das Auto immer besser kennen und erforschen nach und nach, welche Bereiche wir noch verbessern können. Das Auto lief die ganze Woche sehr gut und das Team arbeitet gut zusammen, schließlich hatten wir hier erstmals das komplette Rennteam im Einsatz. Nun steht noch ein Test an, bei dem wir letzte Entwicklungen vor Melbourne ausprobieren werden."
Quelle: Motorsport-Total.com - Christian Nimmervoll |
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13.03.2009, 19:02 |
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Analyse: Die Frontflügelkonzepte von Ferrari und Renault
13. März 2009
Wir nehmen die Frontflügel von Ferrari und Renault unter die Lupe
und beleuchten die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten
Renaults Nase gilt als die hässlichste des Jahres 2009 © Mafi/MST(Motorsport-Total.com)
Als nach dem Ende der vergangenen Saison testweise die ersten Autos mit 2008er-Aerodynamik ausrückten, sahen die nunmehr 180 statt 140 Zentimeter breiten Frontflügel noch aus wie banale Bretter ohne jedes Feintuning. Mit der Präsentation der ersten Autos gewannen die Flügel jedoch deutlich an Komplexität hinzu.
Interessanterweise scheint es zwei verschiedene Grundrichtungen zu geben: Die einen setzen wie Ferrari auf eine sehr schmale Nase, die anderen auf eine sehr breite. Letzteres Design ist bei Renault am stärksten ausgeprägt. Der "Mähdrescher" (Copyright: Niki Lauda), der Fernando Alonso nach zwei Jahren Pause wieder zum Weltmeister machen soll, ist deswegen in den Augen der Mehrheit unserer Leser das hässlichste aller aktuellen Formel-1-Autos.
Der Standardisierung entgegen
Ferrari setzt auf eine viel elegantere Lösung als Renault © Mafi/MST
Unabhängig davon kommt den Frontflügeln trotz der immer strengeren Regeln weiterhin eine große Bedeutung zu: "Durch die Standardisierung von Teilen des Frontflügels wird es für die Designer immer wichtiger, über die Nase und die Seitenplatten die Aerodynamik zu optimieren", erklärt unser CFD-Experte Milad Mafi. Der Jungforscher hat daher für 'Motorsport-Total.com' die unterschiedlichen Frontpartien von Ferrari und Renault genau unter die Lupe genommen.
"Der Frontflügel des Renault R29 fällt mit seiner abgestuften Hauptplatte und der breiten, sich nach hinten verjüngenden Nase auf", analysiert Mafi und verweist auf eine Besonderheit: "Die spezielle Form des Frontflügels führt zu einem so genannten Bernoulli-Effekt unter diesem: Der Querschnitt zwischen der Flügelaußenseite und dem Zentrum verjüngt sich und die Luft strömt schneller. Dies sorgt für einen sinkenden Druck unter dem Flügel und führt zu zusätzlichem Abtrieb."
'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer erkennt noch einen weiteren potenziellen Vorteil des Renault-Konzepts: "Die breite Nase hat durch den größeren Querschnitt den Vorteil, dass das Chassis stabiler ist und dass auch die Anlenkpunkte der Aufhängung stabiler sind. Das könnte sich positiv auswirken, wenn es darum geht, die Reifen zum Arbeiten zu kriegen und auf die Renndistanz ein konstanteres Auto zu haben."
Die in den Augen der meisten Fans formschönere Ferrari-Nase basiert im Gegensatz zur Renault-Variante nicht auf der Lehre von Daniel Bernoulli. Stattdessen hat sich Chefdesigner Aldo Costa eine konventionelle Konstruktion einfallen lassen, die seit den ersten Testfahrten praktisch unverändert geblieben ist. Gut möglich, dass einige Teams am Freitag in Melbourne plötzlich mit modifizierten Frontflügeln auftauchen werden.
"Der Ferrari setzt auf einen ebenen Hauptflügel und sticht vor allem mit seiner langgezogenen Nase hervor", so Mafi. "Durch diese hohe und schmale Nase wird die Luft sehr effizient in Richtung Unterboden befördert. An der Unterseite der Nase entsteht ein Unterdruck, der den Frontflügel ansaugt und damit den Abtrieb reduziert. Durch die lange und geradlinige Nase ist der Unterdruck, der unter der Nase an der Frontflügeloberseite entsteht, relativ gering."
Kein Nasenloch, dafür geneigte Stege
Am höchsten sind die Frontflügelstreben am Toyota TF109 ausgefallen © Toyota
Ganz anders als bei Renault ist am Ferrari F60 auch die Aufhängung des Frontflügels an der Nase gestaltet. Mafi führt aus: "Die Nase ist über Stege, die nach vorne geneigt sind, verbunden. Diese Lösung minimiert die Störung der Strömung durch diese. Auffallend ist auch der Flap an der Endplatte, der die Luft um die Räder leiten soll und damit den Luftwiderstand senkt." Auf das "Nasenloch" von 2008 hat Ferrari diesmal wegen der neuen Regeln zwangsweise verzichtet.
Soweit also die Theorie. Wie es am 29. März in der Praxis aussehen wird, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt Papier geschrieben. Derzeit gilt das neue Brawn-Team mit einer eher breiten Frontpartie als Topfavorit auf den Sieg im Melbourner Albert Park, doch auch der Ferrari mit dem schmaleren Design konnte bei den Wintertestfahrten überzeugen. Unterm Strich gilt wieder einmal: When the Flag drops, the Bullshit stops...
Quelle: Motorsport-Total.com - Christian Nimmervoll & Milad Mafi |
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Verfasst am:
15.03.2009, 11:01 |
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Verhaltener Optimismus bei Alonso
15. März 2009
Fernando Alonso sieht Renault derzeit an fünfter Stelle,
rechnet sich aber größere Chancen auf den WM-Kampf aus als vor einem Jahr
Fernando Alonso möchte nach zwei Jahren Pause wieder Weltmeister werden © xpb.cc
2005 und 2006 war Fernando Alonso Weltmeister, 2007 sammelte er trotz des "Kriegs der Sterne" bei McLaren-Mercedes nur um einen Punkt weniger als Champion Kimi Räikkönen und 2008, im Jahr eins nach der Rückkehr zu Renault, gewann er nach einer verpatzten ersten Saisonhälfte immerhin noch die Grands Prix von Singapur und Japan.
Aufgrund des Leistungsaufschwungs im letzten Saisondrittel machte sich der Spanier Hoffnungen, 2009 von Anfang an konkurrenzfähig zu sein, doch Renault legte mit dem neuen R29 einen klassischen Fehlstart in den Winter hin. Inzwischen konnte der Rückstand dank einiger Modifikationen zwar verringert werden, doch ganz vorne konnte Alonso bislang nicht mitmischen - und sein Teamkollege Nelson Piquet noch weniger.
Renault derzeit Nummer fünf?
"Drei oder vier Teams sind einen Schritt weiter als wir."
Fernando Alonso
Drei oder vier Teams sind einen Schritt weiter als wir", gesteht der Ex-Weltmeister. "Die Zeiten von Ferrari, Brawn oder auch BMW liegen außerhalb unserer Reichweite. Wenn wir fünftbestes Team sind, bedeutet das Platz zehn im Rennen. Aber es geht nicht nur darum, in Melbourne zu gewinnen, denn vor uns liegt eine lange Weltmeisterschaft. Es wird viele Veränderungen geben und es wird sicher kein exklusiver Zweikampf zwischen Ferrari und McLaren."
Sein Ex-Team um Titelverteidiger Lewis Hamilton hat Alonso im Moment nicht auf der Rechnung: "Sie haben an manchen Tagen gar keine Fortschritte gemacht und sind daher zurückgefallen", so der 27-Jährige gegenüber spanischen Medien. "Es läuft nicht besonders gut für sie, aber das muss im Moment noch nichts bedeuten." McLaren-Mercedes habe die Ressourcen, um während der Saison wieder zur Spitze aufzuschließen.
Respekt vor Brawn
"Dass sie bei den ersten Tests so schnell sind, ist nicht normal."
Fernando Alonso
Bei Brawn rechnet er eher mit einer umgekehrten Entwicklungskurve - bärenstark in den ersten Rennen, dann mit abfallender Tendenz: "Dass sie bei den ersten Tests so schnell sind, ist aber nicht normal", räumt Alonso ein. "Die Wahrheit ist, dass sie ein Auto haben, an dem Honda schon seit 2007 arbeitet. Das kann man am Design erkennen, denn es ist ein im Detail sehr ausgereiftes Auto, das anders aussieht als die anderen."
"Was uns angeht", fährt er fort, "bin ich optimistischer als im Vorjahr. 2008 dachte ich nach den ersten zwei oder drei Rennen, dass ich nur noch ein Tourist in den Städten sein würde, in denen die Rennen stattfinden. Die Wahrheit ist, dass wir gar nicht so weit weg sind. Es fehlen uns derzeit nur ein paar Zehntelsekunden. Das ist besser als vor einem Jahr." Seine Titelchancen beziffert er auf einer Skala von eins bis maximal zehn immerhin mit sieben.
Quelle: Motorsport-Total.com - Christian Nimmervoll |
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Verfasst am:
16.03.2009, 19:48 |
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Jerez: Alonso knackt die Brawn-Bastion!
16. März 2009
Wer hätte das gedacht? Nach drei Brawn-Bestzeiten en suite verbesserte
Fernando Alonso in Jerez den Rekord für 2009er-Fahrzeuge...
Packte auf den letzten Runden seines Winters den Hammer aus: Alonso © xpb.cc
Mit einer mittleren Sensation endete heute der zweite Tag der letzten Testfahrten dieses Winters im südspanischen Jerez de la Frontera: Denn nach den Fabelrunden des Brawn-Mercedes war es diesmal Fernando Alonso im anfangs unterschätzten Renault, der der Konkurrenz einen ordentlichen Schrecken einjagte und sogar den Streckenrekord für 2009er-Autos pulverisierte.
Diesen hatte Sebastian Vettel am 1. März mit dem Red-Bull-Renault RB5 in 1:19.055 Minuten aufgestellt. Rubens Barrichello machte damit schon in der ersten Stunde der heutigen Session kurzen Prozess, steigerte sich bis zur Übergabe des BGP 001 an seinen Teamkollegen Jenson Button auf 1:18.398 Minuten und sicherte der Ex-Honda-Truppe fast die vierte Testbestzeit hintereinander. Außerdem absolvierte "Rubinho" 62 Runden ohne das geringste technische Problem.
Später Konter von Alonso
Rubens Barrichello pulverisierte heute als Erster den 2009er-Streckenrekord.
Doch der Brawn-Mercedes-Pilot hatte seine Rechnung ohne Alonso (103 Runden) gemacht, denn der verbesserte sich mit den letzten Runden seines Testwinters ebenfalls mit wenig Benzin an Bord auf erstaunliche 1:18.343 Minuten und war damit um 55 Tausendstelsekunden schneller als Barrichello. Nach dem gestrigen Crash entzückte der spanische Ex-Weltmeister heute also seine Fans, auch wenn es diesmal nicht sagenhafte 15.000 waren wie am arbeitsfreien Sonntag.
Für Jenson Button lief es im gleichen Brawn-Mercedes nicht so klaglos wie für seinen Stallgefährten, denn der Brite musste sein Programm kurz nach 15:00 Uhr unfreiwillig abbrechen. Damit verursachte er die einzige rote Flagge des Tages - und er sorgte für eine beeindruckende Machtdemonstration: Denn wem schon zwölf Runden reichen, um eine Zeit von 1:18.892 Minuten zu fahren, der scheint für den Saisonauftakt zumindest vom Speed her bestens gerüstet zu sein.
Hamilton wieder mit Rückstand
Der Rest des Feldes fand nicht in der gleichen Sekunde wie Renault und Brawn statt: Weltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/87 Runden) wurde Vierter unter fünf Piloten, büßte 1,170 Sekunden auf die Spitze ein und fand auch bei seinem Longrun am Nachmittag keinen Weg aus der silbernen Krise. Dabei hatte er marginal modifizierte Streben der Frontflügelaufhängung ebenso montiert wie ein auffälliges Messgerät im Bereich des Diffusors.
Abgerundet wurde das Klassement vom fleißigsten Piloten des Tages, Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,440). Der Deutsche absolvierte 123 Runden. Beobachtet wurde das Quintett übrigens von den Testfahrern Nico Hülkenberg (Williams) und Romain Grosjean, die die andalusische Sonne genießen konnten. Letzterer ist eigentlich nicht für den Jerez-Test eingeteilt, denn morgen soll Nelson Piquet den finalen Shakedown für Renault absolvieren.
Quelle: Motorsport-Total.com - Christian Nimmervoll |
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Verfasst am:
17.03.2009, 19:40 |
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Fix: Fahrer mit den meisten Siegen wird Weltmeister!
17. März 2009
Vive la Révolution: Die FIA hat schon für 2009 ein neues Wertungssystem
verabschiedet - Budgetobergrenze kommt, aber nur unverbindlich
Die FIA hat Maßnahmen verabschiedet, die für viel Gesprächsstoff sorgen werden © xpb.cc
Schon im Vorfeld des Meetings des FIA-Weltrats in Paris war durchgesickert, dass der Formel 1 mit den heutigen Beschlüssen eine kleine Revolution blühen konnte, und so ist es schlussendlich auch gekommen. Vor allem das neue Wertungssystem, das schon in dieser Saison erstmals den Weltmeister ermitteln wird, stellt einiges auf den Kopf.
Denn nach dem letzten Grand Prix in Abu Dhabi am 1. November wird nicht zwingend der Fahrer mit den meisten Punkten Formel-1-Champion sein, sondern der mit den meisten Siegen! Damit hat die FIA den Vorschlag von Bernie Ecclestone angenommen, auch wenn es sich dabei nicht um ein klassisches Medaillensystem handelt. Aber: 2008 hätte nach neuer Regelung Felipe Massa und nicht
FOTA-Vorschlag wurde nicht akzeptiert
Wie sieht das neue Wertungssystem genau aus? Zunächst ganz einfach: Der Fahrer mit den meisten Siegen ist Weltmeister. Parallel existiert aber weiterhin das bisherige Punktesystem (10-8-6-5-4-3-2-1), um die weiteren WM-Positionen zu ermitteln und eventuelle Gleichstände aufzulösen. Außerdem wird die Konstrukteurswertung weiterhin wie in der Vergangenheit entschieden - dafür hat die Anzahl der Siege keinerlei Relevanz.
Interessant an dieser Entscheidung des Weltrats ist, dass man den Vorschlag der Teamvereinigung FOTA abgelehnt und sich für die radikale Variante entschieden hat. Die FOTA hatte sich ein Wertungssystem gewünscht, das Siege zwar stärker belohnt, aber weiterhin auf dem Addieren von gesammelten Punkten basiert. Statt 10-8-6-5-4-3-2-1 hätte das neue Schema gemäß diesen Vorstellungen 12-9-7-5-4-3-2-1 gelautet.
Neben dem Wertungssystem fasste der Weltrat noch einen weiteren Beschluss, der die Formel 1 in ihren Grundfesten erschüttert. Als Alternative dazu, sich an das aktuelle Reglement mit all seinen kostenbedingten Einschränkungen zu halten, steht es den Teams ab 2010 nämlich frei, im Rahmen einer Budgetobergrenze zu operieren. Diese schreibt maximale Ausgaben in der Höhe von lediglich 33 Millionen Euro pro Jahr vor, erlaubt aber größere technische Freiheiten.
Budgetobergrenze hebt Motorenhomologierung auf
Diese Freiheiten sind: ein aerodynamisch effizienterer, dafür aber standardisierter Unterboden, verstellbare Flügel und freie Motorenentwicklung ohne vorgeschriebenes Drehzahllimit (derzeit 18.000 Umdrehungen pro Minute). Sollte durch diese Maßnahmen jedoch ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen den Teams entstehen, dann darf die FIA jederzeit regulierend eingreifen. Wie die Teams auf diese Wahlfreiheit reagieren werden, ist derzeit noch unklar.
Weitere wichtige Entscheidungen des Weltrats beinhalten die Testbeschränkung, die speziell für Nachwuchsfahrer etwas gelockert wurde, die Bekanntmachung der Fahrzeuggewichte nach dem Qualifying und verschiedene Bestimmungen im Interesse einer offeneren Medienberichterstattung. Außerdem hat die FIA nun auch formal der Unbenennung des ehemaligen Honda-Teams in offiziell "Brawn GP Formula One Team" zugestimmt.
Quelle: Motorsport-Total.com - Christian Nimmervoll |
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