Renault Freunde Hohe Acht Hier Spricht die Welt
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14.02.2009, 17:48 |
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Loeb auch nach Tag zwei vorn
14. Februar 2009
Sébastien Loeb konnte seinen Vorsprung am zweiten Tag der Rallye Norwegen ausbauen -
Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala auf den Plätzen
Sébastien Loeb hat die Konkurrenz inzwischen auch im Schnee im Griff
© Citroen
Dass Sébastien Loeb auf Asphalt der klare Dominator ist, ist keine Frage. Doch nun hat er die Konkurrenz auch auf Schnee und Eis im Griff. Der Citroën-Star konnte am zweiten Tag der Rallye Norwegen seinen Vorsprung ausbauen, obwohl er wieder als Erster auf die tief verschneiten und eisigen Pisten musste. Der Franzose holte am Vormittag vier Bestzeiten in Serie, am Nachmittag war er zwar nicht mehr der Schnellste, seinen Verfolger Mikko Hirvonen hielt er aber in Schach. Nach dem zweiten Tag hat Loeb als Spitzenreiter 15 Sekunden Vorsprung auf Hirvonen.
Auf dem dritten Platz ist weiter Hirvonens Ford-Teamkollege Jari-Matti Latvala. Der junge Finne drehte am Nachmittag richtig auf und holte zwei Bestzeiten. Doch Loeb und Hirvonen "flogen" zuvor wie in einer eigenen Liga durch die norwegische Winterlandschaft, so dass Latvala die beiden aus eigern Kraft nur noch schwer einholen kann. Sein Rückstand auf Hirvonen beträgt rund 28 Sekunden, auf Loeb sind es 43,2 Sekunden.
"Es war ein guter Tag", bilanzierte Loeb. "Am Ende der langen vorletzten Prüfung habe ich noch zwei kleine Fehler gemacht und bin auch kurz durch den Straßengraben gefahren, aber das hat vielleicht ein oder zwei Sekunden gekostet, mehr nicht." Zudem hatte auch Rivale Hirvonen in der vorletzten Prüfung seine Probleme: "Ich habe am Schluss ein paar kleine Fehler gemacht", berichtete er und fügte kämpferisch hinzu: "Aber noch ist es nicht vorbei, wir haben morgen noch einen langen Tag vor uns."
"Noch ist es nicht vorbei, wir haben morgen noch einen langen Tag vor uns."
Mikko Hirvonen
Latvala kämpfte eineinhalb Tage und schaffte es einfach nicht, die Pace der Beiden vor ihm mitzugehen. Doch dann fanden er und das Team ir richtige Lösung. "Jetzt läuft es gut", sagte er nach seinen Bestzeiten am Nachmittag. "Aber wir haben das richtige Setup leider zu spät gefunden. Im Mittagsservice haben wir weichere Federn eingebaut, damit kann ich später bremsen. Was morgen angeht: Man weiß nie, was noch passiert. Auf alle Fälle habe ich jetzt wieder Grund, mich zu freuen."
Hinter den Top 3 tut sich eine große Lücke auf. Auf Gesamtrang vier liegt nach dem zweiten Tag Lokalmatador Henning Solberg. Der Stobart-Pilot konnte am Nachmittag ebenfalls eine Bestzeit holen und sich damit an Citroën-Pilot Daniel Sordo vorbeischieben. Zwar hatte auch er seine Schrecksekunden, doch er konnte seinen Vorsprung auf den Spanier auf zwölf Sekunden ausbauen. "Ich bin in der vorletzten Prüfung in einem Abzweig gerade aus geschossen, musste zurücksetzen und habe auch noch meinen Motor abgewürgt. Aber so lange ich trotzdem vor Dani bin, ist das okay", berichtete Henning Solberg wie immer gut gelaunt.
"Auf den letzten Prüfungen hatte ich dauernd Fehlzündungen. Das war echt schlimm."
Petter Solberg
Auf Rang sechs hinter dem Gesamtfünften Sordo beendete Petter Solberg den Samstag - mit fast zwei Minuten Rückstand auf den Spanier. Er hatte weniger Grund zur Freude als sein Bruder. Petter war als Fünfter in den Tag gestartet. Am Morgen verlor er auf den schnellen Prüfungen Zeit, am Nachmittag begann sein fast drei Jahre alter Citroën Xsara WRC zu zicken: "Auf den letzten Prüfungen hatte ich dauernd Fehlzündungen. Das war echt schlimm. Auch das Getriebe hat Probleme gemacht. Wir müssen das jetzt alles mal durchchecken", so Petter Solberg im Ziel. Zweimal war er auf den siebten Rang zurückgefallen. Einmal machte er durch einen Ausfall vor sich wieder einen Platz gut, einmal verbesserte er sich wieder aus eigener Kraft.
Doch Solberg hat nicht viel Polster nach hinten, nur 2,3 Sekunden hinter ihm ist Stobart-Youngster Matthew Wilson Siebter. Sein Teamkollege Urmo Aava liegt als Achter auf dem letzten Punkterang. Mads Östeberg ist im Adapta-Subaru Neunter, Sébastien Ogier ist Zehnter. Der Citroën-Junior hatte am Vormittag mit massiven Motorproblemen am C4 zu kämpfen. Ein vorzeitiges Ende fand der Samstag für Per-Gunnar Andersson, der vor allem gestern im Skoda Fabia WRC geglänzt hatte und sich im Dreikampf mit den Solberg-Brüdern befand. Der Schwede musste mit Kupplungsproblemen aufgeben. Zudem gehen ihm die Ersatzteile aus: Zwei Stoßstangen hat er schon verloren.
Entschieden ist in Norwegen aber noch gar nichts. Am morgigen Abschlusstag stehen noch einmal sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 344,86 Kilometern an - da kann noch alles passieren.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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15.02.2009, 15:40 |
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Loeb ist der neue "Schneekönig"
15. Februar 2009
Sébastien Loeb hat es geschafft und die Rallye Norwegen knapp gewonnen:
Der Citroën-Star musste auch mental ans Limit, um seinen 49. WRC.Sieg zu holen
Nun auch auf Schnee nicht zu schlagen: Sébastien Loeb hat Norwegen gewonnen
© Citroen
Nun hat sich Superstar Sébastien Loeb auch noch zum neuen "Schneekönig" gekrönt. Der Rekordweltmeister konnte die Rallye Norwegen knapp gewinnen und damit seinen insgesamt 49. WRC-Sieg einfachen. Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der eigentlich als Favorit auf die tief verschneiten norwegischen Pisten gegangen ist, hatte am Ende als Zweiter einen Rückstand von 9,8 Sekunden auf seinen Rivalen. Dritter wurde Jari-Matti Latvala im zweiten Werksford, er hatte jedoch schon einen Rückstand von 1:21.8 Minuten auf Loeb. In der Weltmeisterschaft konnte Loeb seinen Vorsprung auf Hirvonen auf sechs Punkte ausbauen.
Loeb und Hirvonen haben sich bei arktischen Temperaturen das ganze Wochenende über ein heißes Sekundenduell geliefert. Dabei musste der Citroën-Pilot an allen drei Tagen als Erster auf die Piste gehen. Hirvonen hatte zwar am Freitag die Führung übernommen, ließ sich aber am Freitagabend taktisch wieder hinter Loeb zurückfallen. Dieser Plan ging allerdings nicht auf - der Finne konnte den Weltmeister zwar an den nächsten beiden Tagen permanent unter Druck setzen, an ihm vorbei kam er aber nicht mehr. Die Entscheidung über den Sieg viel erst in der letzten Prüfung.
Als Loeb als Sieger ins Ziel kam, war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen. Er kletterte mit C-Pilot Daniel Elena auf das Dach seines C4 WRC und jubelte ausgelassen. "Das war eine sehr schwierige Rallye, Mikko Hirvonen ist wirklich ein tolles Rennen gefahren", sagte Loeb. "Ich musste die ganze Zeit ans Limit gehen. Es war auch mental sehr schwierig, denn ich wusste die ganze Zeit, dass ich in der letzten Kurve noch alles verlieren kann. Ich musste bis zum Schluss pushen. Ich wollte hier unbedingt gewinnen und die Finnen hier schlagen. Es war eine tolle Rallye, die Prüfungen waren einfach großartig und ich freue mich riesig, dass wir gewonnen haben."
"Ich wusste die ganze Zeit, dass ich in der letzten Kurve noch alles verlieren kann."
Sébastien Loeb
Hirvonen zeigte sich als fairer Verlierer und gehörte zu den Ersten, die Loeb gratulierten. "Ich bin natürlich traurig, dass es nur zu Rang zwei gereicht hat, aber ich bin froh, dass es vorbei ist", gab der Ford-Finne zu Protokoll. "Es war ein enger Fight, aber es lief nicht immer gut für mich. Seb war gestern einfach schneller als ich, das war's. Heute war ich schneller und ich konnte ihn unter Druck setzen. Mit meinem heutigen Speed bin ich zufrieden. Das ist gut für die nächste Rallye."
Latvala bezeichnete das Wochenende als "ein bisschen frustrierend", weil er in den Zweikampf vor sich nicht eingreifen konnte. "Es war nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber der dritte Platz ist auch okay", sagte er. Latvala war am Schluss kein Risiko mehr eingegangen, als er merkte, dass er keine Chance mehr hat, Hirvonen oder Loeb noch unter Druck zu setzen.
Auf Rang vier beendete Lokalmatador Henning Solberg die Rallye Norwegen. Der Stobart-Pilot hatte am Freitag verhalten angefangen, konnte sich am Samstag aber auf Platz vier verbessern und diesen bis ins Ziel halten. "Yeah, ich bin sehr happy", freute er sich. "Vor mir sind nur die Besten. Es war eine perfekte Rallye, perfekt organisiert. Das einzige was fehlt, ist ein Norweger auf dem Podium. Aber ich bin happy und bei der nächsten Rallye in Zypern werde ich richtig schnell sein."
"Es ist ein Traum!"
Petter Solberg
Hinter Henning Solberg wurde Daniel Sordo im zweiten Werks-Citroën Fünfter. Petter Solberg, der die Rallye mit der Bestzeit in der Zuschauerprüfung am Donnerstagabend begonnen hatte, wurde am Ende Sechster. Doch das Wichtigste für ihn war, dass er wieder dabei war - im eigenen Team mit einem fast drei Jahre alten Citroën Xsara. "Es ist ein Traum! Ich dachte nie, dass das alles in drei Wochen machbar ist", begeisterte er sich. "Aber mit guten Leuten, guten Mechanikern, der Familie und Freunden ist alles möglich. Danke an alle und an die Fans. Ich bin ins Ziel gekommen und der sechste Platz ist super. Jetzt schauen wir, was wir am Auto noch machen können, damit es noch schneller wird."
Die letzten beiden Punkteränge sieben und acht gingen an das Stobart-Duo Matthew Wilson und Urmo Aava. Herstellerpunkte gab es auch noch für die beiden Citroën-Junioren Conrad Rautenbach und Evgeny Novikov, die die Plätze elf und zwölf belegten. Die nächste Rallye ist die Rallye Zypern vom 13. bis 15. März.
Rallye Norwegen
Rallye-Weltmeisterschaft
Endergebnis dritter Tag
Pos. Nr. Fahrer Auto Typ
1... 1... S. Loeb--------- Citroen C4 WRC
2... 3... M. Hirvonen----- Ford Focus RS WRC 08
3... 4... J. Latvala------- Ford Focus RS WRC 08
4... 6... H. Solberg------ Ford Focus RS WRC 08
5... 2... D. Sordo-------- Citroen C4 WRC
6... 11.. P. Solberg------ Citroen Xsara WRC
7... 16.. M. Wilson------- Ford Focus RS WRC 08
8... 5... U. Aava--------- Ford Focus RS WRC 08
9... 18.. M. Østberg------ Subaru Impreza
10.. 12.. S. Ogier-------- Citroen C4 WRC
11.. 8... C. Rautenbach-- Citroen C4 WRC
12.. 7... E. Novikov------ Citroen C4 WRC
13.. 46.. P. Sandell------ Skoda Fabia S2000
14.. 49.. E. Brynildsen--- Mitsubishi Lancer Evo IX
16.. 31.. M. Prokop------- Mitsubishi Lancer Evo IX
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
23.02.2009, 20:06 |
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WRC-Comeback: Grönholm im Subaru in Portugal!
23. Februar 2009
"Bosse" kehrt zurück: Marcus Grönholm gibt Anfang April bei der Rallye Portugal
sein WRC-Comeback in einem Subaru Impreza WRC von Prodrive
"Bosse" kommt wieder: Marcus Grönholm gibt bei in Portugal sein WRC-Comeback
Zoom © xpb.cc
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, und nun ist es soweit: Marcus Grönholm gibt sein Comeback in der WRC, "Bosse" kehrt zurück! Der frühere Rallye-Weltmeister, der sich eigentlich nach der Saison 2007 in den "Ruhestand" verabschiedet hatte, wird bei der Rallye Portugal (2. bis 5. April) in einem Subaru Impreza WRC 2008 von Prodrive an den Start gehen. Das haben die Organisatoren des WM-Laufs heute bekanntgebenen.
Nach seinem Rücktritt aus der WRC war immer wieder über ein Comeback des "fliegenden Finnen" spekuliert worden. Ende 2008 war er als prominenter Neuzugang im von Prodrive betreuten Subaru-Team im Gespräch. Diese Pläne zerschlugen sich mit dem Rückzug von Subaru im Dezember erst einmal. Doch nun tun sich Grönholm und Prodrive doch noch zusammen und starten sozusagen privat in der WRC.
Zwar ist Grönholm noch nie mit einem Impreza bei einer Rallye angetreten, die Freude auf das Comeback trübt das aber nicht. "Es wird großen Spaß machen, wieder zurück im WRC-Wettkampf zu sein, nach einem Jahr, in dem ich Rallycross gefahren bin", erklärte "Bosse" Grönholm. "Das ist aber nur ein sporadischer Auftritt und das auch noch in einem Auto, das ich überhaupt nicht kenne." Er bestätigte, dass er bereits geplant hatte, für Subaru zu fahren, bevor die Marke sich aus der WRC zurückzog.
"Mein Comeback in der WRC gebe ich vor allem aus Spaß."
Marcus Grönholm
Was seine Chancen in Portugal angeht, ist Grönholm Realist: "Es ist ganz klar, dass ich mir nicht einbilde, dass ich dort um den Sieg kämpfen kann. Ich möchte einfach wieder in meinen Rhythmus finden und mich mit den 'Youngstern' vergleichen, die jetzt in der WRC fahren. Das Wichtisgte ist für mich, bei meinem Comeback bei einer Rallye, die ich gut kenne, Spaß zu haben."
Sein Beifahrer wird wie bewährt Timo Rautiainen sein. Vor dem Start in Portugal wird das frühere Weltmeister-Duo noch testen gehen. "Das ist wichtig, nicht nur um das Auto kennenzulernen, sondern auch, um es meinem Fahrstil anzupassen", erklärte Grönholm. "Aber mein Comeback in der WRC gebe ich vor allem aus Spaß."
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
10.03.2009, 17:30 |
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Zypern: Besonderes Comeback einer berüchtigten Rallye
10. März 2009
Fakten zur Rallye Zypern: Erstmals seit 2006 gastiert die WRC wieder auf Zypern,
erstmals seit langem wird auf Asphalt und Schotter gefahren, 14 lange Prüfungen
Sébastien Loeb hat die Rallye Zypern bisher schon dreimal gewonnen © xpb.cc
Die Rallye Zypern gehörte in den Jahren 2000 bis 2006 zum WM-Kalender. Die Siegerliste liest sich dabei wie das Who is Who der jüngeren Rallyegeschichte: Carlos Sainz (2000), Colin McRae (2001), Marcus Grönholm (2002), Petter Solberg (2003) und Sébastien Loeb (2004 bis 2006). Die Zypern-Rallye war bekannt als extrem anspruchvolle Schotterrallye, die kurvenreichen und felsigen Pisten brachten ihr den Ruf ein, die langsamste Rallye im Kalender zu sein.
Beim WRC-Comeback in diesem Jahr wartet die Rallye Zypern mit einer Besonderheit auf. Zum ersten Mal seit der Rallye San Remo 1996 wird ein WM-Lauf sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter ausgetragen. Der Shakedown am kommenden Donnerstag (12. März) sowie die erste Etappe am Freitag (13. März) werden auf Asphalt gefahren, am Samstag und Sonntag (14. und 15. März) geht es dann auf den berüchtigten zypriotischen Schotterpisten weiter. Allerdings muss die gesamte Rallye mit Schotterreifen absolviert werden - auch die Asphaltprüfungen. Davon sind nicht alle Beteiligten begeistert, hoher Reifenverschleiß und unfreiwillige Drifts werden befürchtet.
Die Rallyeorganisatoren haben damit das neue FIA-Reglement genutzt, das einen Untergrund-Mix bei WM-Läufen erlaubt. Sie hoffen, dass dieses einmalige Format die Teams vor "aufregende neue Herausforderungen" stellt. Zudem gehen die Verantwortlichen der Rallye Zypern davon aus, dass ihre Kollegen aus der ganzen Welt interessiert verfolgen werden, ob und wie sich der Mix bewährt. Denn möglicherweise gibt es künftig mehr solche Läufe im Kalender.
Zypern liegt im östlichen Mittelmeer. Die Basis der Rallye befindet sich in Limassol, dort ist auch direkt am Meer der neue Servicepark untergebracht, der den Teams mehr Platz und besseren Zugang bieten soll. Die 2009er-Rallye Zypern führt in drei Tagesetappen über insgesamt 1.198 Kilometer, davon 332,07 Kilometer in den 14 Wertungsprüfungen. Nur eine WP wird mehr als einmal befahren. Im Vergleich zu den 23 Prüfungen in Norwegen erscheint das wenig, doch diese 14 Prüfungen gehören zu den längsten im diesjährigen WRC-Kalender. Die Piloten werden wegen der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit rund viereinhalb Stunden hinter dem Lenkrad verbringen. Und die vielen Kurven verlangen ihrer Fitness alles ab.
Alles offen bis zum Sonntag
Eröffnet wird die Rallye Zypern, zu der 34 Crews gemeldet haben, mit dem Ceremonial Start in Limassol am Donnerstagabend. Dabei gibt es zudem ein Popkonzert, das zusätzliche Fan-Massen anlocken soll. Die richtige Action startet dann am Freitag auf Asphalt. Schon die erste Prüfung, die in Pano Panagia beginnt, ist mit 30 Kilometern herausfordernd lang. Am Samstag geht es in den Norden von Limassol und in die Troodos-Berge, am Sonntag kehrt der Tross zurück nach Pano Panagia. Und dieser Tag hat es noch einmal in sich. Zwar stehen nur drei Prüfungen an, eine davon ist aber 30 Kilometer, die Anadiou-Prüfung sogar über 40 Kilometer lang. Die Entscheidung im Rallyeklassement könnte damit erst relativ spät fallen.
Ein wichtiger Faktor auf Zypern ist auch immer das Wetter. Zwar ist die Mittelmeerinsel berühmt für ihr mildes Klima, doch die Gefahr von Regen und Sturm besteht immer. 2002 wurde die Rallye Zypern zuletzt im Frühjahr ausgetragen und damals sorgte sintflutartiger Regen für extrem tückische Bedingungen.
Rallye Zypern Zeitplan:
Freitag, 13. März:
09:23 Uhr SS1 Panagia 1 - 30,33km
10:21 Uhr SS2 Mylikouri 1 - 7,37km
10:46 Uhr SS3 Gerakies 1 - 29,40km
Service Limassol
14:34 Uhr SS4 Panagia 2 - 30,33km
15:32 Uhr SS5 Mylikouri 2 - 7,37km
15:57 Uhr SS6 Gerakies 2 - 29,40km
Service Limassol
Samstag, 14. März:
08:43 Uhr SS7 Anadiou Dam 1 - 11,70km
09:11 Uhr SS8 Pano Panagaia - 28,17km
11:19 Uhr SS9 Orkontas - 18,54km
Service Limassol
15:17 Uhr SS10 Xyliatos - 30,94km
16:20 Uhr SS11 Kourdali - 26,25km
Service Limassol
Sonntag, 15. März:
09:18 Uhr SS12 Foini - 30,03km
Remote Service (Anadiou Dam)
10:49 Uhr SS13 Anadiou - 40,54km
1202 SS14 Anadiou Dam 2 - 11,70km
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
12.03.2009, 18:57 |
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Zypern-Shakedown: Bestzeit für Sordo
12. März 2009
Daniel Sordo sichert sich beim Shakedown der Rallye Zypern die Bestzeit
vor dem überraschend starken Petter Solberg - Sébastien Loeb auf Platz vier
Daniel Sordo fuhr der Konkurrenz
beim Shakedown auf Zypern davon
© xpb.cc
Auf den ersten vier Plätzen vier Citroën - ein erstklassiges Ergebnis für die Franzosen zum Auftakt des Zypern-Wochenendes der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Dass sich Daniel Sordo in 3:33,0 Minuten am Donnerstag die Bestzeit beim Shakedown holen konnte, war angesichts seines Werkswagens nur wenig überraschend. Für viel mehr Staunen sorgte Petter Solberg (3:33,3 Minuten) im alten Citroën Xsara auf Platz zwei.
Der Norweger machte wieder einmal beste Werbung in eigener Sache, denn immerhin schielt Solberg auf einen neuen Werksvertrag für 2010. "Es macht unheimlich viel Spaß", freute sich der Ex-Subaru-Pilot. "Ich bin vor allem stolz, weil ich die Zeit ganz am Ende der Session markiert habe, als schon viel Schotter auf der Strecke lag." Der Shakedown fand auf Asphalt statt, allerdings mussten alle Teilnehmer die Schotterreifen verwenden.
"Meine Zeit war super", bilanzierte der Tagesbeste Dani Sordo auf 'wrc.com'. "Es ist zwar nicht gerade ideal, auf dem Asphalt mit den Schotterreifen zu fahren, aber man gewöhnt sich an das Gefühl und außerdem kann man das Setup anpassen. Jetzt fühle ich mich richtig wohl." Der Spanier ließ sogleich eine Kampfansage für die erste Etappe folgen: "Die erste Sonderprüfung ist genauso wie bei mir zuhause in Katalonien - das ist unglaublich!"
Als Dritter konnte heute Citroën-Junior Sébastien Ogier (3:34.0) überzeugen, ihm folgte der unumstrittene Superstar Sébastien Loeb (4./3:34.5). Der Franzose kann an diesem Wochenende auf Zypern zu seinem 50. Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft fahren. Und Ford? Jari-Matti Latvala (5./3:34.7) war heute auf dem 4,5 Kilometer langen Parcours schneller als sein Teamkollege Mikko Hirvonen (7./3:35.3).
Ergebnis Shakedown (Top 10):
01. Daniel Sordo (Citroën C4) - 3:33.0 Minuten
02. Petter Solberg (Citroën Xsara) - 3:33.3
03. Sébastien Ogier (Citroën C4) - 3:34.0
04. Sébastien Loeb (Citroën C4) - 3:34.3
05. Jari-Matti Latvala (Ford Focus) - 3:34.7
06. Evgeny Novikov (Citroën C4) - 3:35.1
07. Mikko Hirvonen (Ford Focus) - 3:35.3
08. Conrad Rautenbach (Citroën C4) - 3:35.8
09. Henning Solberg (Ford Focus) - 3:37.3
10. Matthew Wilson (Ford Focus) - 3:37.3
Quelle: Motorsport-Total.com - Roman Wittemeier |
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Verfasst am:
13.03.2009, 17:34 |
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SS5/6: Loeb dominiert ersten Zypern-Tag
13. März 2009
Sébastien Loeb holte fünf von sechs Bestzeiten am Freitag der Rallye Zypern:
41,8 Sekunden Vorsprung auf Daniel Sordo, Mikko Hirvonen eine Minute zurück
Sébastien Loeb dominiert auf Zypern: Fünf Bestzeiten in sechs Prüfungen
© Citroen/Red Bull/McKlein
Schotterreifen auf Asphalt: Diese besondere Mischung am Freitag der Rallye Zypern schien Weltmeister Sébastien Loeb zu liegen. Der Citroën-Star dominierte den ersten Tag und holte in den sechs Wertungsprüfungen sechs Bestzeiten. Dabei fuhr er sich einen komfortablen Vorsprung heraus: Loebs Teamkollege Daniel Sordo hat als Gesamtzweiter 41,8 Sekunden Rückstand. Sordo holte die Bestzeit in der sechsten und abschließenden Prüfung. In dieser Prüfung sorgte Regen für eine zusätzliche Herausforderung.
Bei Ford konnte man nichts gegen Citroën ausrichten. Mikko Hirvonen liegt nach dem ersten Tag auf dem dritten Rang, sein Rückstand auf Spitzenreiter Loeb beträgt schon 1:00.2 Minuten. Weitere 8,1 Sekunden dahinter belegt sein Teamkollege Jari-Matti Latvala den vierten Rang. Bester Nicht-Werkspilot ist Petter Solberg in seinem alten Citroën Xsara. Der Norweger begann den Tag als Sechster, schob sich aber am Mittag auf Rang fünf. Hinter ihm folgt das Citroën-Junioren-Duo Sébastien Ogier und Evgeny Novikov auf den Plätzen sechs und sieben, Stobart-Youngster Matthew Wilson liegt als Achter auf dem letzten Punkterang.
Loeb hatte das richtige Rezept für die ungewöhnliche und von den meisten Piloten ungeliebte Aufgabe, mit Schotterpneus auf Ashpalt zu fahren. Er zog benutzte Reifen auf seinen C4 auf und hatte damit besseren Grip. Am Nachmittag hatte er zwar hinten neue Reifen drauf, kämpfte dann aber mit Übersteuern. Das sorgte zwar dafür, dass Loeb etwas langsamer fuhr, er konnte der Konkurrenz mit weiteren Bestzeiten aber weiter enteilen.
"Ich war im Regen ein bisschen zu vorsichtig.
Sébastien Loeb
Es war okay", bilanzierte Loeb im Ziel der ersten Etappe. "Ich war im Regen ein bisschen zu vorsichtig, denn es war die letzte Prüfung und ich wollte nicht zu viel riskieren. Morgen muss ich als Erster auf die Piste und damit den Straßenkehrer spielen. Sollte es regnen, könnte das aber gar nicht so schlecht sein. Warten wir es ab, ich hoffe ich kann so weitermachen."
Rivale Hirvonen beendete den ersten Zyperntag mit gemischten Gefühlen: "Der Nachmittag lief ganz gut, da war mein Zeitverlust auf Loeb okay. Aber am Vormittag wusste ich überhaupt nicht, wie ich fahren sollte. Es war sehr schwierig, mit den Schotterreifen auf Asphalt zu fahren. Schauen wir, wie es weitergeht. Wenn es morgen regnen sollte, hat Seb natürlich eine gute Ausgangsposition."
"Am Vormittag wusste ich überhaupt nicht, wie ich fahren sollte."
Mikko Hirvonen
Morgen wechselt der Untergrund, die Piloten rasen dann über den zypriotischen Schotter. Bleibt es trocken, könnte Loeb wegen seiner Startposition im Nachteil sein. Zumal keine der fünf morgigen Prüfungen zweimal durchfahren wird und der Franzose immer die Spur freifegen muss. Kommt der angekündigte Regen, könnte er als Erster auf der Piste noch die besten Straßenverhältnisse haben.
Noch unklar ist, ob Stobart-Pilot Henning Solberg morgen an den Start geht. Für den Norweger war der erste Tag schon beendet, bevor er begonnen hat. Denn er krachte auf dem Weg zur ersten Prüfung in einen Kleinlaster, der vor ihm unerwartet abbog und ihm den Weg abschnitt. Solberg konnte an keiner der heutigen Prüfungen teilnehmen. Wenn er morgen unter SupeRally-Bedingungen wieder fährt, müsste er mit einem Zeitrückstand von 30 Minuten an den Start gehen. Sein einziges Ziel wäre dann, Punkte für die Herstellerwertung zu sammeln.
Rallye Zypern
Rallye-Weltmeisterschaft
Erster Tag
Pos. Fahrer Auto Typ
1-- S. Loeb- Citroen- C4 WRC
2-- D. Sordo- Citroen- C4 WRC
3-- M. Hirvonen- Ford- Focus RS WRC 08
4-- J. Latvala- Ford- Focus RS WRC 08
5-- P. Solberg- Citroen- Xsara WRC
6-- S. Ogier- Citroen- C4 WRC
7-- E. Novikov- Citroen- C4 WRC
8-- M. Wilson- Ford- Focus RS WRC 08
9-- C. Rautenbach- Citroen -C4 WRC
10- F. Villagra- Ford- Focus RS WRC 07
11- K. Al Qassimi- Ford- Focus RS WRC 08
12- A. Araujo- Mitsubishi- Lancer Evo IX
13- M. Prokop- Mitsubishi- Lancer Evo IX
14- P. Sandell- Skoda- Fabia S2000
15- S. Campedelli- Mitsubishi- Lancer Evo IX
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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14.03.2009, 18:17 |
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SS11: Tag 2 endet problematisch für Leader Loeb
14. März 2009
Sébastien Loeb liegt nach dem zweiten Tag auf Zypern weiter deutlich vorn,
doch rund lief es nicht - Petter Solberg dreht am Nachmittag richtig auf
© Citroen/Red Bull/McKlein
Sébastien Loeb hat auch den zweiten Tag der Rallye Zypern als klarer Spitzenreiter beendet. Doch der Citroën-Pilot hatte am Nachmittag Probleme und sein Vorsprung, der zwischenzeitlich auf über eine Minute angewachsen ist, beträgt nun nur noch 49,8 Sekunden. Gesamtzweiter ist nach dem zweiten Tag Mikko Hirvonen. Der Ford-Pilot hatte am Vormittag mit einer Bestzeit den zweiten Platz von Daniel Sordo übernommen. Der spanische Citroën-Pilot ist Dritter. Er hatte zunächst noch versucht, Hirvonen wieder einzuholen, doch inzwischen beträgt sein Rückstand auf den Finnen 46,2 Sekunden.
Statt sich nach vorn zu konzentrieren, muss Sordo seinen Podiumsplatz mit dem Messer zwischen den Zähnen verteidigen. Denn von hinten macht Petter Solberg im alten Citroën Xsara massiv Druck. Der Norweger scheint sich bei den Bedingungen richtig wohl zu fühlen: Am Morgen war es nach nächtlichem Regen noch nass, am Nachmittag wurden die Schotterpisten trocken und staubig. Und das nutzte Solberg, um zwei deutliche Bestzeiten hinzulegen. Damit verkürzte er seinen Rückstand auf die Top 3 von knapp eineinhalb Minuten auf 15,9 Sekunden.
Gesamtzweiter nach dem zweiten Tag: Mikko Hirvonen © Ford
Während Solberg am Nachmittag richtig aufdrehen konnte, bekam Spitzenreiter Loeb im tiefen trockenen Schotter und dem Staub Probleme. Der Franzose musste den Straßenkehrer spielen und sammelte dabei so viel Schotter auf seinen Bremsen an, dass diese teilweise kilometerlang ausfielen. Die Bremsen überhitzen, dazu würgte Loeb in der letzten Prüfung auch noch den Motor ab. "Es war ein schwieriger Nachmittag, zwei sehr schwierige Prüfungen", seufzte Loeb. "Wir haben Zeit verloren, aber wir führen immer noch und das ich das Wichtigste."
"Es war ein schwieriger Nachmittag, zwei sehr schwierige Prüfungen."
Sébastien Loeb
Hirvonen profitierte von Loebs Problemen und konnte seinem Rivalen in der letzten Prüfung des Samstags noch einmal 14,8 Sekunden abnehmen. "Ja, ich scheine gelernt zu haben, wie man fährt - endlich", sagte der Ford-Pilot. "Am Morgen konnte ich nicht gut fahren, weil es so nass war. Jetzt geht es viel besser. Morgen haben wir noch einen langen Tag vor uns, hoffentlich kann ich Druck auf Seb machen. Auch wenn sein Vorsprung immer noch groß ist."
Der spanische Citroën-Pilot Daniel Sordo ist Dritter © Citroen/Red Bull
Für seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala geht es morgen nur noch darum, für Ford einen Herstellerpunkt zu holen. Der junge Finne war mit einer Bestzeit in den Samstag gestartet, doch schon in der zweiten Prüfung erlebte er ein neues Drama. Er blieb im Schlamm stecken, weil er eine Kurvenkombination im Aufschrieb falsch notiert hatte und zu schnell gefahren war. Latvala verlor über 20 Minuten, weil er erst rund einen Kilometer weit laufen musste, um Zuschauer zu finden, die ihn wieder herausschieben. Am Nachmittag konnte er dann wieder mit guten Zeiten überzeugen: "Es war jetzt gut, die letzte WP war okay, auch wenn ich kurz den Motor abgewürgt habe. Aber der Fehler vom Morgen schmerzt natürlich."
"Oi oi oi, es lief echt super!"
Petter Solberg
Solberg strahlte über seine Leistung. "Oi oi oi, es lief echt super", sagte er nach seiner sensationellen Aufholjagd. "Es ist toll für mich, wenn es so trocken ist. Wir haben uns gesteigert, es ist noch nicht perfekt, aber es ist gut. Ich habe riesigen Spaß. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich in den vergangenen Jahren jemals so ein Spitzenfeeling hatte", erklärte der Norweger lachend. Und einen Podiumsplatz würde ihm wohl jeder gönnen - vor allem weil dieser die Suche nach dem noch fehlenden Sponsor erleichtern könnte.
Hinter Petter Solbergs viertem Platz tut sich eine große Lücke von fast dreieinhalb Minuten auf. Stobart-Youngster Matthew Wilson ist Fünfter vor dem Citroën-Junior-Trio Sébastien Ogier, Evgeny Novikov und Conrad Rautenbach. Munchi's-Pilot Federico Villagra ist Neunter.
Morgen stehen noch drei Wertungsprüfungen auf dem Programm der Rallye Zypern. Das sind zwar nicht viele, doch sie haben es in sich. Insgesamt geht der Sonntag über mehr als 80 Kilometer. Unter anderem wartet noch "Anadiou" auf die Piloten, mit über 40 Kilometern die längste Prüfung der Rallye. Da können sich noch Dramen ereignen.
Rallye Zypern
Rallye-Weltmeisterschaft
Zweiter Tag
Pos. Fahrer Auto Typ
1-- S. Loeb- Citroen- C4 WRC
2-- M. Hirvonen- Ford- Focus RS WRC 08
3-- D. Sordo- Citroen- C4 WRC
4-- P. Solberg- Citroen- Xsara WRC
5-- M. Wilson- Ford- Focus RS WRC 08
6-- S. Ogier- Citroen- C4 WRC
7-- E. Novikov- Citroen- C4 WRC
8-- C. Rautenbach- Citroen- C4 WRC
9-- F. Villagra- Ford- Focus RS WRC 07
10- K. Al Qassimi- Ford- Focus RS WRC 08
11- A. Araujo- Mitsubishi- Lancer Evo IX
12- P. Sandell- Skoda- Fabia S2000
13- N. Al-Attiyah- Subaru- Impreza
14- T. Arai- Subaru- Impreza
15- M. Prokop- Mitsubishi- Lancer Evo IX
19- J. Latvala- Ford- Focus RS WRC 08
23- H. Solberg- Ford- Focus RS WRC 08
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
15.03.2009, 13:46 |
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SS14: "Super-Seb" Loebs 50. WRC-Sieg!
15. März 2009
Rekordweltmeister Sébastien Loeb setzte auf Zypern einen weiteren Meilenstein -
Mikko Hirvonen Zweiter, Petter Solberg sorgte als Dritter für die Sensation
Ein weiterer Meilenstein: Sébastien Loeb holte auf Zypern seinen 50. WRC-Sieg © xpb.cc
"Super-Seb" hat einen weiteren Meilenstein gesetzt: Sébastien Loeb holte sich bei der Rallye Zypern seinen insgesamt 50. WRC-Sieg. Nach 14 Wertungsprüfungen kam der Citroën-Star mit einem Vorsprung von 27,2 Sekunden auf den Gesamtzweiten Mikko Hirvonen (Ford) ins Ziel. Den Grundstein zum Sieg legte Loeb bereits am Freitag, als mit Schotterreifen auf Asphalt gefahren wurde. Dort ging er mit einer Serie von fünf Bestzeiten in Führung und ging mit komfortablem Vorsprung in die beiden Schottertage Samstag und Sonntag. Hirvonen, der am Samstagvormittag Citroën-Pilot Daniel Sordo vom zweiten Platz verdrängen konnte, versuchte noch, den Franzosen einzuholen, doch dessen Polster war zu groß.
Für die wahre Sensation sorgte allerdings Petter Solberg. Der Norweger ist der unbestrittene Held der Rallye Zypern. Im Winter stellte der frühere Subaru-Pilot in Rekordzeit sein eigenes Team auf die Beine und kaufte sich einen alten Citroën Xsara. Vor vier Wochen gab er bei der Rallye Norwegen sein WRC-Comeback, bei seinem zweiten Lauf als Privatier schaffte er als Dritter den Sprung aufs Podium. Nach WRC-Informationen ist Solberg der erste Privatier mit eigenem fährt, der aufs Podest fahren konnte, seit 16 Jahren. Zuletzt ist das Malcolm Wilson 1993 bei der RAC-Rallye gelungen. Solberg hatte sich seit gestern Nachmittag mit einer Serie von Topzeiten nach vorn geschoben, obwohl er mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.
Auf Platz vier beendete Sordo die Rallye Zypern. Er hatte sich entschieden, Solberg nicht mehr zu attackieren, sondern lieber auf Sicherheit zu fahren und fünf Punkte für die Fahrer- sowie sechs Punkte für die Herstellerwertung zu holen. Sordo hatte am Ende 36,9 Sekunden Rückstand auf Solberg. Citroën-Junior Sébastien Ogier, der auf Platz fünf gelegen hatte, schied 200 Meter vor dem Ziel noch aus. Damit kam Stobart-Youngster Matthew Wilson als Fünfter ins Ziel. Citroën-Junior Conrad Rautenbach wurde Sechster vor Federico Villagra (Munchi's). Ford-Pilot Khalid Al Qassimi holte als Achter den letzten Fahrerpunkt.
Jari-Matti Latvala nach seinem Ausrutscher im waidwunden Ford Focus © Ford
Jari-Matti Latvala und Henning Solberg erlebten eine dramatische Rallye und konnten keine Fahrerpunkte, aber Herstellerpunkte holen. Ford-Pilot Latvala lag auf Rang vier, als er am Samstagvormittag 20 Minuten verlor, weil er nach einem Fahrfehler im Schlamm stecken blieb. Latvala wurde Elfter und holte zwei Herstellerpunkte. Stobart-Pilot Solberg musste den gesamten Freitag auslassen, weil er auf dem Weg zur ersten Prüfung mit einem Kleinlaster kolldierte und sein Ford massiv beschädigt wurde. Der Norweger startete am Samstag mit einem Rückstand von 30 Minuten in die Rallye, wurde am Ende 18. und holte einen Herstellerpunkt.
"Ich höre ja jetzt nicht auf - das nächste Ziel ist Sieg Nummer 51!"
Sébastien Loeb
Sieger Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena kletterten nach ihrem 50.WRC-Sieg auf das Dach ihres Citroën C4 WRC und ließen sich feiern. "Es ist unglaublich, ich weiß noch, wie ich meine erste Recce angegangen bin, das scheint noch gar nicht so lang her zu sein. 50 ist eine tolle Zahl, es ist wie ein Traum", jubelte Loeb. "Es ist toll, was wir bisher erreicht haben, aber das ist noch lang nicht alles! Ich höre ja jetzt nicht auf - das nächste Ziel ist Sieg Nummer 51!" Mit seinem dritten Saisonsieg hat Loeb in der WM seinen Vorsprung auf Verfolger Hirvonen auf acht Punkte ausgebaut.
Ford-Pilot Hirvonen räumte ein: "Ich glaube, ich habe die Rallye am Freitag verloren. Danach konnte ich zwar Zeit aufholen, ich habe Vollgas gegeben. Aber es hat nicht sollen sein. Ich hoffe auf einen neuen Fight in Portugal. Da ist dann auch Marcus Grönholm dabei, das wird super, alle wieder zusammen!"
Zypern-Held Solberg fiel im Ziel erst einmal allen Umstehenden um den Hals vor lauter Freude. Es dauerte Minuten, bis er einen klaren Satz formulieren konnte. "Was soll ich sagen? Nach der ersten Bestzeit bei der Rallye Norwegen war ich richtig happy, aber das ist einfach wunderbar! Meine Jungs haben so hart gearbeitet, damit das Auto rechtzeitig fertig wird. Sie haben tagelang durchgearbeitet, denn wir hatten so wenig Zeit, es ist der Verdienst aller Mechaniker. Ich weiß, dass es ein altes Auto ist, aber wir haben es aufs Podium geschafft, deshalb bin ich so happy", sagte Solberg und stieß einen weiteren Freudenschrei aus.
"Nach der ersten Bestzeit bei der Rallye Norwegen war ich richtig happy, aber das ist einfach wunderbar!"
Petter Solberg
Sein Co-Pilot Phil Mills pflichtete bei: "Es ist sehr befriedigend. Dass wir das in einem alten Auto geschafft haben, macht mich sehr glücklich. Nach all dem, was wir durchgemacht haben, glaube ich, dass es jetzt richtig los geht."
In der P-WRC, die auf Zypern ihren zweiten Saisonlauf absolviert hatte, ging der Sieg erneut an Red-Bull-Pilot Patrik Sandell im Skoda Fabia S2000. In Führung hatte bis kurz vor dem Ziel der Portugiese Armindo Araujo gelegen, doch er bekam dann technische Probleme und fiel zurück. In der J-WRC ging der Sieg an Martin Prokop vor Michal Kosciuszko. Aaron Burkhart wurde Dritter der nur drei Starter.
Der nächste WRC-Lauf steht in drei Wochen an: Vom 3. bis 5. April wird die Rallye Portugal gefahren. Dort gibt Marcus Grönholm im Subaru Impreza von Prodrive sein WRC-Comeback.
Rallye Zypern
Rallye-Weltmeisterschaft
Endergebnis dritter Tag
Pos. Fahrer Auto Typ
1-- S. Loeb- Citroen- C4 WRC
2-- M. Hirvonen- Ford- Focus RS WRC 08
3-- P. Solberg- Citroen-Xsara WRC
4-- D. Sordo- Citroen- C4 WRC
5-- M. Wilson- Ford- Focus RS WRC 08
6-- C. Rautenbach- Citroen-C4 WRC
7-- F. Villagra- Ford- Focus RS WRC 07
8-- K. Al Qassimi- Ford- Focus RS WRC 08
9-- P. Sandell- Skoda- Fabia S2000
10- A. Araujo- Mitsubishi- Lancer Evo IX
11- N. Al-Attiyah- Subaru- Impreza
12- J. Latvala- Ford- Focus RS WRC 08
13- T. Arai- Subaru- Impreza
14- M. Prokop- Mitsubishi- Lancer Evo IX
18- H. Solberg- Ford- Focus RS WRC 08
WM-Stand
Rallye-Weltmeisterschaft 2008
Fahrerwertung
P. Fahrer Pkt.
1.-- S. Loeb- 30
2.-- M. Hirvonen- 22
3.-- D. Sordo- 17
4.-- H. Solberg- 10
5.-- P. Solberg- 9
6.-- M. Wilson- 8
7.-- J. Latvala- 6
8.-- C. Atkinson- 4
9.-- S. Ogier- 3
9.-- C. Rautenbach- 3
11.- F. Villagra- 2
12.- K. Al Qassimi- 2
13.- U. Aava- 1
Herstellerwertung
P. Team Pkt.
1. Citroen- 48
2. Ford---- 32
3. Stobart- 22
4. Citroen- Junior Team- 11
5. Munchi's- Ford- 3
Quelle: Motorsport-Total.com - Britte Weddige |
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Verfasst am:
15.03.2009, 17:34 |
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Umfrage: WRC bleibt "erste Liga"
15. März 2009
Was interessiert mehr - die WRC oder die IRC? In einer Umfrage hat die
Weltmeisterschaft noch die Nase vorn, doch auch die IRC hat viele Fans
Die Weltmeisterschaft WRC ist bei den Rallyefans nach wie vor die erste Liga
© Citroen/Red Bull/McKlein
Die Rallyeweltmeisterschaft WRC hat seit der Saison 2008 Konkurrenz bekommen, die Intercontinental Rally Challenge IRC. Während der WRC die Hersteller davon laufen, kann sich die IRC über immer mehr Automobilfirmen freuen, die sich in der Serie engagieren. Zudem gelten Formate wie bei der Rallye Monte Carlo als spektakulärer als die der WRC-Läufe. Beobachter rechnen damit, dass die IRC die WRC als "erste Liga" im Rallyesport ablösen könnte, wenn es der Weltmeisterschaft nicht gelingt, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.
Für viele Rallyefans ist die WRC aber weiterhin die Königsklasse. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von 'Motorsport-Total.com', an der sich über 1.000 Leser beteiligt haben. Die Frage lautete: "Wofür interessieren Sie sich mehr - die WRC oder die IRC?". 42,84 Prozent der Teilnehmer interessieren sich weiter mehr für die WRC, auch wenn dort nur noch zwei Hersteller fahren.
28,53 Prozent der Stimmen entfielen jedoch auf die Antwort "Die IRC ist inzwischen spannender als die WRC". Für beide Serien gleichermaßen interessiert sind rund ein Fünftel der Leser, die abgestimmt haben (20,80 Prozent). Auf die Antwort "Ich interesse mich für keine der beiden Serien besonders" entfielen 7,82 Prozent der Stimmen.
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
15.03.2009, 19:27 |
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50 Siege: Die Konkurrenz zieht vor Loeb den Hut
15. März 2009
Sébastien Loeb Superstar: Auf Zypern gelang ihm der 50. WRC-Sieg,
für seine Rivalen auf dem Podium eine unglaubliche Leistung
Erfolgsduo: Sébastien Loeb und Daniel Elena haben den 50. WRC-Sieg geholt
© Citroen/Red Bull/McKlein
Sébastien Loeb ist der Rallyestar der Superlative. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem fünften Titelgewinn Rekord-Weltmeister. In Sachen WRC-Siege führte er die Bestenliste ohnehin schon länger einsam an, doch auf Zypern gelang ihm ein weiterer Meilenstein. Der Citroën-Pilot holte seinen 50. WRC-Sieg. Den ersten feierte er 2002 bei der Rallye Deutschland - bei einem erst zehnten WM-Lauf. Schon damals war Co-Pilot Daniel Elena sein kongenialer Partner.
Inzwischen ist der Elsässer zu einer lebenden Rallyelegende geworden. Er hat 20 Siege mehr auf dem Konto als seine Verfolger in der Bestenliste, Marcus Grönholm (30) und Carlos Sainz (26). Und allen Beobachtern ist klar - es kann noch sehr lange dauern, bis ein anderer Pilot diese Bestmarke knacken kann. Zumal Loeb noch lange nicht amtsmüde ist: Sein nächstes Ziel sei Sieg Nummer 51, kündigte er noch im Zypern-Ziel an.
Die Konkurrenz zieht den Hut vor Loeb. "Es ist faszinierend, dass er 50 Siege geholt hat", sagte Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der sich auf Zypern erneut mit Platz zwei hinter Loeb begnügen musste. "Wenn er so weiter macht, bedeutet das für mich wahrscheinlich 50 weitere zweite Plätze! Wenn ich daran denke, seit wie vielen Jahren er fährt, ist das unglaublich. Er hat meinen vollsten Respekt."
"Es gibt nicht viele Sportstars auf dieser Welt, die so etwas erreicht haben."Petter Solberg
Petter Solberg, der auf Zypern mit seinem alten Citroën Xsara sensationell den dritten Platz geholt hatte, verneigte sich ebenfalls vor seinem langjährigen Rivalen. Solberg, der 2003 der letzte Weltmeister vor Loeb wurde, stieg ein Jahr früher als der Franzose in die WRC ein. "Ich ziehe den Hut vor ihm", sagte auch Solberg.
"Es gibt nicht viele Sportstars auf dieser Welt, die so etwas erreicht haben und wir müssen das respektieren", fuhr der Norweger fort. "Er ist ein netter Kerl, hat ein gutes Team im Rücken und er bringt 110 Prozent Leidenschaft mit. Er hat sich in den Geschichtsbüchern verewigt und wird dort für eine sehr, sehr lange Zeit zu finden sein. Ich muss wahrscheinlich fahren, bis ich 50 oder 60 Jahre alt bin, bevor ich das überbieten kann!"
Rekordliste: Das sind Loebs 50 Siege
Die Bilanz ist mehr als beeindruckend: Sébastien Loeb feierte seinen ersten WRC-Sieg 2002 bei der Deutschland-Rallye. Nicht einmal sieben Jahre später hat er auf Zypern seinen 50. WRC-Sieg eingefahren. Loeb hält den Rekord bei Siegen (50), bei den meisten Siegen in einer Saison (elf) und bei Weltmeistertiteln (fünf). Immer an seiner Seite: Co-Pilot Daniel Elena. Was dem Duo jetzt noch fehlt, wäre die Leistung, alle Läufe einer Saison zu gewinnen. 2009 wäre das - zumindest theoretisch - noch möglich: Loeb/Elena haben bei allen drei bisherigen Rallyes der Saison den Sieg geholt.
Siege Sébastien Loeb:
2002 - Deutschland
2003 - Monte Carlo, Italien, Deutschland
2004 - Monte Carlo, Schweden, Deutschland, Zypern, Türkei, Australien
2005 - Monte Carlo, Argentinien, Italien, Griechenland, Deutschland, Neuseeland, Korsika, Spanien, Zypern, Türkei
2006 - Mexiko, Argentinien, Italien, Deutschland, Korsika, Spanien, Japan, Zyoern
2007 - Monte Carlo, Mexiko, Portugal, Argentinien, Deutschland, Korsika, Spanien, Irland
2008 - Monte Carlo, Mexiko, Argentinien, Italien, Griechenland, Finnland, Deutschland, Neuseeland, Korsika, Spanien, Großbritannien
2009 - Irland, Norwegen, Zypern
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
15.03.2009, 19:48 |
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Loeb zum 50.: "Nur eine Statistik"
15. März 2009
Sébastien Loeb ist nach seinem 50. WRC-Sieg noch lange nicht siegesmüde -
Citroën-Sportchef Olivier Quesnel: "Eine weitere atemberaubende Leistung"
Zwei Männer, 50 Siege: Daniel Elena und Sébastien Loeb auf Zypern
© Citroen/Red Bull/McKlein
Superstar Sébastien Loeb funktioniert weiter zuverlässig wie ein Schweizer Urlaub. Bei der Rallye Zypern, dem ersten WM-Lauf seit 1996, bei dem auf gemischtem Untergrund gefahren wurde, holte der Citroën-Pilot weitgehend ungefährdet seinen 50. WRC-Sieg. Teamkollege Daniel Sordo wurde Vierter, damit konnte Citroën in der Herstellerwertung den Vorsprung auf Rivale Ford auf 16 Punkte ausbauen.
Loeb lieferte einen weiteren Beweis seines Ausnahmekönnens bereits am Freitag ab. Die Piloten standen vor der Herausforderung, einen ganzen Tag lang mit Schotterreifen auf Asphalt zu fahren. Loeb entschied sich, angefahrene Reifen, die er schon im Shakedown benutzt hatte, aufzuziehen. Am Nachmittag hatte er vorne alte, hinten neue Reifen drauf. Damit hatte er mir Grip als seine Rivalen und legte den Grundstein für den Sieg. Loeb beendete den ersten Tag mit einem Vorsprung von knapp 42 Sekunden auf Sordo und einer Minute auf Ford-Pilot Mikko Hirvonen.
Mit diesem Polster konnte er beruhigt in die beiden Schottertage Samstag und Sonntag gehen, bei denen er den Straßenkehrer spielen musste. Im tiefen Matsch am Samstagmorgen konnte Loeb seinen Vorsprung noch etwas ausbauen, doch dann trockneten die Pisten ab und Hirvonen rückte näher. Loeb ging mit einem Vorsprung von 49 Sekunden auf den Finnen in den abschließenden Sonntag. Sordo war inzwischen Dritter.
Sébastien Loeb ist heil durch die Tücken der Rallye Zypern gekommen
© Citroen/Red Bull/McKlein
Doch in der ersten, 30 Kilometer langen Prüfung des Sonntags, konnte Loeb nicht vom Gas gehen. "Ich hatte Mikkos Splitzeiten nicht, deshalb musste ich pushen, damit er mir nicht zu nahe kommt", sagte Loeb beim Remoteservice nach der ersten Prüfung. "Es war viel Schlamm da draußen, aber wir sind heil durchgekommen."
Nach der zweiten, 40 Kilometer langen Sonntagsprüfung war sich Loeb jedoch sicher, dass er seinen historischen Sieg holen kann: "Ich habe versucht, auf der Straße zu bleiben, ohne ein Risiko einzugehen. Mikko hat uns recht viel Zeit abgenommen, aber alles ist unter Kontrolle." Das galt bei seinem Teamkollegen Sordo nicht: Er wurde von Petter Solberg noch vom Podium verdrängt: "Ich habe in einer Haarnadel den Motor abgewürgt und habe rund zehn Sekunden verloren. Danach wollte ich die Herstellerpunkte für Citroën sichern - an dieser Front hat sich nicht dadurch geändert, dass Petter vor mir war."
"Um ehrlich zu sein, denke ich jetzt schon an unseren 51. Sieg!"
Sébastien Loeb
Die letzten elf Kilometer konnte Loeb gewohnt souverän abspulen. Er fuhr im dritten Saisonlauf seinen dritten Saisonsieg ein. Eine weitere Statistik: Loeb und Elena sind nun zum 13. Mal in Folge aufs Podium gefahren. Die Serie begann mit der Rallye Sardinien 2008. "Es ist toll, dass wir die Hundert zur Hälfte voll haben", sagte Loeb. "Aber es ist nur eine weitere Statistik. Um ehrlich zu sein, denke ich jetzt schon an unseren 51. Sieg! Diese Rallye ist vom Start bis ins Ziel gut für uns gelaufen."
"Es war rundherum ein perfektes Wochenende für uns", bilanzierte Citroën-Sportchef Olivier Quesnel. "Sébastiens Leistung war in jeder Hinsicht atemberaubend. Wie immer ist er eine perfekte Pace gefahren und ist in jede Prüfung mit dem ultimativen Ziel, zu gewinnen gestartet. Gleichzeitig hat er bei diesen harten Bedingungen sein Auto geschont."
Dass Sordo nicht aufs Podium fahren konnte, kann Quesnel verschmerzen: "Ich habe ihn gebeten, uns sicher die Herstellerpunkte zu bringen. Die Tatsache, dass Petter Solberg aufs Podium gekommen ist, ändert an ihrer Anzahl nichts. Wir führen die Wertung nach drei Rallyes mit 16 Punkten Vorsprung an. Wie könnte ich mich darüber nicht freuen?"
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
25.03.2009, 20:31 |
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Portugal-Startliste: Grönholm-Comeback im Mittelpunkt
25. März 2009 - 16:51 Uhr
Die Startliste für die Rallye Portugal ist offiziell:
74 Crews gehen an den Start, darunter auch Marcus Grönholm -
Van Merksteijn ebenfalls wieder dabei
Marcus Grönholm steht bei seinem Comeback in Portugal im Mittelpunkt © xpb.cc
Die Organisatoren der Rallye Portugal haben nun die Starterliste für den WM-Lauf am ersten April-Wochenende veröffentlicht. Anders als in Irland, Norwegen und Zypern ist das Teilnehmerfeld in Portugal noch nicht so ausgedünnt. Mit 74 gemeldeten Crews können die Portugiesen ein recht großes Starterfeld vermelden. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei natürlich Marcus Grönholm. Der Doppelweltmeister kehrt nach seinem Rücktritt Ende 2007 in die WRC zurück.
An Grönholms Seite wird wie gehabt Co-Pilot Timo Rautiainen sitzen. Das finnische Duo startet mit einem 2008er Subaru Impreza WRC unter dem Banner von Prodrive. Eigentlich gehört das Auto dem Adapta-Team. Das hat den Impreza aber für Grönholm an Prodrive ausgeliehen. Adapta geht in Portugal ebenfalls an den Start: Mads Östberg wird einen weiteren 2008er Impreza WRC pilotieren.
Auch das niederländische Ford-Privatteam Van Merksteijn ist in Portugal wieder dabei. Peter van Merksteijn und sein Sohn Peter jun. werden einen 2006er- und einen 2007er-Ford-Focus pilotieren. In zwei Ford Fucos fahren auch Rene und Dennis Kuipers. Dank der vielen Privatiers gehen in Portugal insgesamt 18 WRC-Crews an den Start - so viele waren es in dieser Saison noch nie.
In der Produktionswagen-Weltmeisterschaft P-WRC sind 16 Crews dabei, in der J-WRC sieben.
Meldeliste Rallye Portugal:
WRC:
1. Sebastien Loeb (Citroën WRT) - Citroën C4 WRC
2. Daniel Sordo (Citroën WRT) - Citroën C4 WRC
3. Mikko Hirvonen (Ford) - Ford Focus RS WRC
4. Jari-Matti Latvala (Ford) - Ford Focus RS WRC
5. Matthew Wilson (Stobart) Ford Focus WRC
6. Henning Solberg (Stobart) - Ford Focus WRC
7. Evgeny Novikov (Citroën Junior) - Citroën C4 WRC
8. Conrad Rautenbach (Citroën Junior) - Citroën C4 WRC
9. Federico Villagra (Munchi's) - Ford Focus WRC
11. Petter Solberg (PS WRT) - Citroën Xsara WRC
12. Sebastien Ogier (Citroën Junior) - Citroën C4 WRC
14. Khalid Al Qassimi (Ford) - Ford Focus RS WRC
15. Marcus Grönholm (Prodrive) - Subaru Impreza WRC2008
16. Mads Östberg (Adapta) - Subaru Impreza WRC2008
17. Peter van Merksteijn Jun. - Ford Focus RS WRC 06
18. Peter van Merksteijn - Ford Focus RS WRC 07
66. Rene Kuipers - Ford Focus RS WRC 06
67. Dennis Kuipers - Ford Focus RS WRC 06
P-WRC:
132. Bernard Sousa - FIAT Abarth Grande Punto S2000
134. Gianluca Linari - Subaru Impreza STi
136. Eder Valdez - Subaru Impreza
137. Frederic Sauvan - Mitsubishi Lancer Evo IX
138. Gabor Mayer - Subaru Impreza
139. Thomas Prive - Mitsubishi Lancer Evo IX
140. Andis Neiksans - Mitsubishi Lancer Evo IX
144. Jaromir Tarabus - FIAT Abarth Grande Punto S2000
145. Patrik Flodin - Subaru Impreza N14
146. Patrik Sandell - Skoda Fabia S2000
147. Armindo Araujo - Mitsubishi Lancer Evo IX
148. Gaurav Singh Gill - Subaru Impreza N14
149. Eyvind Brynildsen - Mitsubishi Lancer Evo IX
150. Nasser Al-Attiyah - Subaru Impreza N14
159. Bruno Magalhaes - Peugeot 207 S2000
160. Ricardo Moura - Mitsubishi Lancer Evo IX
J-WRC:
32. Michal Kosciuszko - Suzuki Swift S1600
33. Simone Bertolotti - Suzuki Swift S1600
34. Luca Griotti - Renault Clio
35. Yoann Bonato - Suzuki Swift
36. Hans Weijs - Citroën C2 S1600
37. Kevin Abbring - Renault Clio RS
39. Alessandro Bettega - Renault Clio
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
31.03.2009, 20:02 |
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Vorschau Portugal: Im Land der Rallyeverrückten
31. März 2009
Portugal ist einer der Klassiker im WRC-Kalender: Die Pisten an der Algarve verlangen
von den Piloten viel Flexibiltät und die Fans sind eine Klasse für sich
Die portugiesischen Fans sind berühmt für ihre Rallye-Begeisterung © Ford
Die Rallye Portugal ist ein wichtiger Klassiker in der Geschichte der WRC. Die Veranstaltung im westlichsten Land Europas gehörte der Rallye-Weltmeisterschaft bereits im Gründungsjahr 1973 an und zählte bis 2001 zu den Highlights im Kalender. Wertungsprüfungen wie Arganil bleiben bei Zuschauern und Fahrern ebenso unvergessen wie der von Bildern bestens bekannte Sprung von Fafe, an dem jedes Jahr tausende Rallyefans ihren Sport zelebrierten. 2007 kehrte die WRC nach einigen Jahren Pause wieder zurück nach Portugal. Allerdings zog sie von der Region Porto um an die Algarve. Es folgte ein weiteres Jahr Pause, jetzt steht Portugal wieder im Kalender.
Auch wenn die legendären Prüfungen der früheren Jahre jetzt nicht mehr befahren werden, ist die Rallyebegeisterung der Portugiesen ungebrochen geblieben. Sie strömen weiter in Massen an die Pisten und feiern die Piloten, die ihrerseits immer wieder die Fachkenntnis der Fans hervorheben. Um den Zuschauern etwas Besonderes zu bieten, gibt es auch in diesem Jahr wieder Super-Special-Stages im Algarve-Stadion, das bei der Euro 2004 bereits den besten Fußballern Europas als Bühne diente.
Die grenzenlose Rallyebegeisterung in dem kleinen Land auf der iberischen Halbinsel kann aber leider auch ihre Schattenseiten haben. Beim WM-Lauf 2007 wurden fünf Zuschauer verletzt, als Lokalmatador Armindo Araujo im Mitsubishi von der Strecke abgekommen war. Der Veranstalter ACP Motorsport in Lissabon wurde danach von der FIA mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro bestraft. Den Organisatoren wurde vorgeworfen, dass die Fans in einer deklarierten Verbotszone standen, bei der aber die Absperrbänder fehlten.
Dünne Staubschicht auf dichtem Schotter: Das ist typisch für Portugal © Ford
Organisatorische Mängel und undisziplinierte Fans hatten bereits 2001 dazu geführt, dass die Rallye von 2002 bis 2006 aus dem WM-Kalender gestrichen wurde. Zu trauriger Berühmtheit gelangte die WM-Rallye 1986, als Ford-Pilot Joaquim Santos (Portugal) in eine Menschenmenge gerast war. Dabei wurden drei Zuschauer getötet und 33 weitere zum Teil schwer verletzt. Das tragische Unglück war der schwerste Zwischenfall in der WM-Geschichte. Er führte damals zu einem Fahrerstreik und letztendlich auch zum Verbot der über 500 PS starken so genannten Gruppe-B-Autos. Unter dem Eindruck dieses Ereignisses hatte sich Audi im Mai 1986 werksseitig aus dem Rallyesport zurückgezogen. Doch die Veranstalter haben ihre Lehren gezogen und versuchen nun alles, um solche Zwischenfälle künftig zu vermeiden.
Die Rallye Portugal ist in diesem Jahr der erste reine Schotterlauf. Insgesamt stehen 18 Wertungsprüfungen auf dem Programm, sie haben eine Gesamtlänge von 361,36 Kilometern. Die Pisten verlangen von den Piloten viel Flexibilität: Mal sind sie eng, dann wieder breit und schnell. Portugal ist vom Charakter her eine Mischung aus den Rallyes in Argentinien, Griechenland und Sardinien. Auf den Strecken befindet sich eine weiche Staubschicht und darunter harter, festgefahrener Schotter.
In den Hügeln der Algarve
Die Vorhersage prophezeit freundliches und mildes Wetter. Damit ist eine recht große Chancengleichheit gewährleistet und die Startpositionen sind nicht ganz so entscheiden. Doch Regenschauer kann man nie ausschließen. Und dann werden diese staubigen Schotterpisten zu unberechenbaren Rutschbahnen.
Mit 75 gemeldeten Crews ist das Starterfeld der Rallye Portugal das größte der bisherigen WRC-Saison. Ein Großteil der 18 Prüfungen wird in der hügeligen Region Baixo Alentejo im Hinterland der Küstenstadt Vilamoura gefahren. Die Rallyebasis und der Servicepark befinden sich am Algarve-Stadion, wo die Rallye Portugal am Donnerstagabend mit einer 2,2 Kilometer langen Zuschauerprüfung eröffnet wird. Allein zu diesem Spektakel werden über 20.000 Fans erwartet.
Am Freitagmorgen geht es dann nach Norden in die Hügel der Region Baixo Alentejo. Die 23,43 Kilometer lange SS2 "Ourique"-Prüfung ist die erste richtige WP der Rallye. Am zweiten Tag steht mit der 27,18 Kilometer langen "Almodovar"-Prüfung zweimal die längste WP des Wochenendes auf dem Programm. Dort warten loser Schotter und felsiger Untergrund auf die Piloten. Am abschließenden Sonntag erreicht die Route ihren höchsten Punkt: In der 14. Wertungsprüfung "Loule" fahren die Autos auf bis zu 350 Meter Meereshöhe. Danach geht es zurück ins Algarve-Stadion, wo die Rallye mit einer weiteren Zuschauerprüfung beendet wird.
Im Mittelpunkt: Das Grönholm-Comeback
Die Neuauflage 2007 der Rallye Portugal konnte Sébastien Loeb gewinnen. Die Ford-Piloten Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen standen zwar auch auf dem Podium. Sie bekamen aber nachträglich wie alle Fahrer eines M-Sport-Fords eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe, weil die Seitenscheiben ihrer Autos zu dünn waren. Der Franzose gehört auch in diesem Jahr zu den Topfavoriten, ist er doch in dieser Saison bisher ungeschlagen. Doch seine Ford-Rivalen Mikko Hirvonen und Jari-Matti-Latvala lauern auf ihre Chance, ihrem Ruf als Schotter-Spezialisten gerecht zu werden und Loeb zu schlagen.
Im Mittelpunkt steht aber ein anderer: Doppelweltmeister Grönholm gibt eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt in Portugal sein WRC-Comeback. Der Finne fährt in einem Subaru Impreza WRC 2008 von Prodrive. Seine Fights gegen die aktuellen Werkspiloten und gegen Petter Solberg, der wieder im alten Citroen Xsara fährt, dürften wohl am kommenden Wochenende für die größte Spannung sorgen.
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
02.04.2009, 19:18 |
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Shakedown: Bestzeit für Latvala, Crash von Sousa
02. April 2009 - 16:29 Uhr
Ford-Pilot Jari-Matti Latvala holte im Shakedown der Rallye Portugal
die Bestzeit vor Petter Solberg - Bernardo Sousas Beifahrer bei Unfall verletzt
Jari-Matti Latvala holte im Shakedown zur Rallye Portugal die Bestzeit © Ford
Jari-Matti Latvala holte die Bestzeit beim Shakedown der Rallye Portugal. der junge Ford-Pilot durchfuhr die 5,28 Kilometer lange Teststrecke in 3:08.1 Minuten. Nur eine Zehntelsekunde dahinter platzierte sich Petter Solberg im alten Citroën Xsara WRC auf dem zweiten Platz, gefolgt von Mikko Hirvonen im zweiten Werksford. Weltmeister Sébastien Loeb kam mit der neuen Evolutionsstufe des Citroën C4 WRC nur auf den siebten Platz mit einer Zeit von 3:13.1 Minuten. Allerdings hielten sich die Citroën-Piloten zurück und fuhren nicht oft durch den Testparcours. Rückkehrer Marcus Grönholm fuhr im Prodrive Subaru drei Runden, schaffte es mit einer Zeit von 3:17.0 Minuten aber nicht in die Top 10.
Überschattet wurde der Shakedown von einem schweren Unfall des Lokalmatadors Bernardo Sousa. Der Portugiese flog von der Strecke ab und beschädigte seinen Fiat Grand Punto Super 2000 dabei schwer. Sein Beifahrer Jorge Carvalho verletzte sich bei dem Crash an der Schulter. Um das Auto zu bergen, musste der Shakedown unterbrochen werden.
Die Rallye Portugal beginnt um 16:50 Uhr Ortszeit (17:50 Uhr MESZ) mit der Zuschauerprüfung im Algarve-Stadion.
Shakedown-Ergebnisse (Top 10):
01. Jari-Matti Latvala (Ford) - 3:08.1 Minuten
02. Petter Soberg (Citroën Xsara) - 3:08.2
03. Mikko Hirvonen (Ford) - 3 .5
04. Matthew Wilson (Stobart Ford) - 3:11.9
05. Evgeny Novikov (Citroën JT) - 3:12.2
06. Henning Solberg (Stobart Ford) - 3:12.4
07. Sébastien Loeb (Citroën) - 3:13.1
08. Daniel Sordo (Citroën) - 3:13.3
09. Federico Villagra (Munchi's Ford) - 3:13.7
10. Sébastien Ogier (Citroën JT) - 3:14.0
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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Verfasst am:
04.04.2009, 18:47 |
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SS13: Loeb der Mann des zweiten Tages
04. April 2009 - 19:06 Uhr
Sechs Prüfungen, sechs Bestzeiten: Sébastien Loeb führt nach dem zweiten
Tag der Rallye Portugal mit einem Vorsprung von 26,8 Sekunden auf Mikko Hirvonen
Wieder deutlicher Spitzenreiter: Sébastien Loeb hat gut lachen © Citroen/Red Bull/McKlein
Am gestrigen Freitag leistete sich Sébastien Loeb in Portugal noch einen seiner seltenen Fehler, am heutigen Samstag degradierte er die Konkurrenten wieder zu Nebendarstellern. Der Citroën-Pilot, der als Gesamtdritter in den zweiten Tag der Rallye Portugal gestartet war, holte in allen sechs Wertungsprüfungen die Bestzeit. In der zweiten Prüfung am Vormittag verdrängte er Ford-Pilot Mikko Hirvonen von der Spitze. Bis zum Abend konnte er seinen Vorsprung auf den Finnen auf 26,8 Sekunden ausbauen. Auf Platz drei folgt Daniel Sordo im zweiten Werks-Citroën, er hat jedoch schon fast eine halbe Minute Rückstand auf Hirvonen. Auf Loeb fehlen im 56,4 Sekunden.
"Es war ein sehr guter Tag für mich. Ich habe den ganzen Tag Vollgas gegeben", sagte Loeb im Ziel. "Problematisch war nur, dass die Straßen mal mehr und mal weniger sauber waren." Morgen wird auf ihn die ungeliebte Rolle des Straßenkehrers zukommen: "Deshalb war es wichtig, einen großen Vorsprung herauszufahren. Vielleicht ist er nicht groß genug, denn die Startposition wird morgen entscheidend sein. Aber ich bin zufrieden mit dem Tag.
Hirvonen hatte nach dem gestrigen Tag geführt und musste heute als Straßenkehrer auf die Piste. Vor allem bei den beiden Durchfahrten der "Almodovar"-Prüfungen verlor der Finne viel Zeit. Am Nachmittag musste er zudem vom Gas, um seine angegriffenen Reifen zu schonen. "Sie sind ziemlich hinüber", berichtete der Ford-Pilot. "Ich habe alles gegeben, wenn Seb schneller ist, ist er schneller."
"Die Startposition wird morgen entscheidend sein."
Sébastien Loeb
Jetzt hofft Hirvonen, dass er morgen als Zweiter auf der Straße keine Probleme mit dem Staub bekommt, den Loeb vor ihm aufwirbeln wird. Aber er gibt sich noch nicht geschlagen - er will seine Startposition nutzen und den Franzosen noch einmal angreifen: "Morgen ist noch ein langer Tag, ich werde es zumindest versuchen." Gelingt es ihm, dürfen sich die portugiesischen Fans über ein Sekundenduell um den Sieg freuen.
Auf Platz vier beendete Petter Solberg den zweiten Tag. Sein Ziel, noch aufs Podium zu fahren, kann er aus eigener Kraft aber fast nicht mehr erreichen. Sein Rückstand auf die Top 3 beträgt schon 1:03.2 Minuten. "Ich hatte am Ende nicht mehr so viel Grip und bin vorsichtig gefahren", erklärte Solberg. "Aber es ist nicht allzu schlecht, ich habe eine gute Position. Außer, dass ich heute Morgen in Marcus Grönholms Staub viel Zeit verloren habe, lief es gut."
Dahinter hat ein Stobart-internes Duell um Platz fünf begonnen. Noch hält Youngster Matthew Wilson diesen fünften Platz, doch sein Teamkollege Henning Solberg ist bis auf 0,9 Sekunden herangerückt. Solberg war gestern wegen Bremsproblemen auf den zehnten Platz zurückgefallen und konnte sich heut wieder bis auf Platz sechs nach vorn arbeiten. Eineinhalb Minuten hinter dem Norweger ist Citroën-Junior Evgeny Novikov Siebter, ihm hängt Mads Östberg (Adapta-Subaru) mit 0,8 Sekunden Rückstand im Nacken. Conrad Rautenbach (Citroën JT) und Federico Villagra (Munchi's) komplettieren die Top 10.
"Ich war vielleicht zu Beginn übermotiviert, um schnell eine gute Zeit hinzulegen."
Marcus Grönholm
Marcus Grönholms Sensations-Comeback hat heute schon früh ein Ende gefunden. Der Finne hatte gestern lange auf Rang zwei gelegen und beendete den ersten Tag als Vierter - obwohl er die ersten Prüfungen eigentlich nur zu einer Standortbestimmung mit dem Subaru Impreza von Prodrive genutzt hatte. Heute wollte "Bosse" dann richtig angreifen. Doch er kam nicht weit. Gleich in der ersten Prüfung des Tages flog er ab und musste mit heißem Motor und niedrigem Öldruck aufgeben. "Ich war vielleicht zu Beginn übermotiviert, um schnell eine gute Zeit hinzulegen", sagte Grönhölm nach seinem Aus. Ob er morgen wieder starten kann, ist noch unklar. Citroën-Junior Sébastien Ogier schied in der ersten Prüfung auf Rang sechs liegend mit gebrochener Spurstange aus.
Morgen stehen zum Abschluss der Rallye Portugal noch fünf Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 79,97 Kilometern an. Beendet wird der Lauf mit einer weiteren Zuschauerprüfung im Algarve-Stadion.
Quelle: Motorsport-Total.com - Britta Weddige |
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