Renault Freunde Hohe Acht Hier Spricht die Welt
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13.01.2009, 19:29 |
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Rallye Irland: Nur 43 Crews, Aava bei Stobart
Die Nennliste für den WRC-Saisonauftakt in Irland ist offiziell: Nach dem Rückzug von Subaru und Suzuki und wegen der Krise ist das Starterfeld ausgedünnt
Matthew Wilson ist einer von 43 Startern bei der Rallye Irland 2009
© xpb.cc
In gut drei Wochen startet die WRC mit der Rallye Irland (29. Januar bis 01. Februar) in die Saison 2009. Und das, was sich aufgrund der weltweiten Finanzkrise und nach dem Rückzug von Subaru und Suzuki schon angedeutet hatte, bewahrheitet sich. Das Starterfeld ist ausgedünnt, nur 43 Crews haben für den Saisonauftakt auf der grünen Insel gemeldet. Die offizielle Nennliste wurde nun veröffentlicht.
Von den Werksteams sind noch Citroën und Ford dabei. Dabei gibt es keine Überraschungen: Citroën schickt wie gehabt Sébastien Loeb und Dani Sordo ins Rennen. Bei Ford sind Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala für Punkte nominiert, den dritten Focus RS WRC des Teams pilotiert wieder Khalid Al Qassimi aus Abu Dhabi.
Ein Überraschung gibt es allerdings beim Stobart-Team. Dort hat der Este Urmo Aava angeheuert, der bisher in einem Citroën C4 WRC von PH Sport am Start war. Er soll 2009 acht Läufe in einem Ford Focus von Stobart bestreiten, nach Irland auch Norwegen, Portugal, Italien, Polen, Frankreich, Spanien und Wales. In irland ist Aava neben Teamyoungster Matthew Wilson für Punkte nominiert. Den dritten Focus des Teams wird Henning Solberg fahren.
Drei Crews hat das nagelneue Citroën-Juniorteam gemeldet. Für Punkte nominiert wurden der amtierende Sébastien Ogier sowie der bisherige Subaru-Pilot Chris Atkinson. Im dritten C4 WRC des Juniorteams geht Conrad Rautenbach in Irland an den Start. Zur Vorbereitung auf die irischen Straßen wird Rautenbach übrigens vorher noch in einem Citroën Xsara WRC bei der Galway-Rallye teilnehmen.
Neben den großen Teams haben neun weitere WRC-Crews für Irland gemeldet, die meisten davon sind lokale Starter. Stephen Murphy, Tim McNulty, Eamonn Boland und Gareth Jones fahren in Subaru Imprezas. In Ford Focus gehen Michael Barrable, Ray Breen sowie Austin, Gareth und Aaaron McHale an den Start.
Zudem beginnt in Irland die Saison in der Junioren-Weltmeisterschaft J-WRC. Hier haben acht Crews gemeldet, angeführt von Vize-Weltmeister Aaron Burkhart in einem Suzuki Swift S1600 und Martin Prokop in einem Citroën C2 S1600.
Quelle: Motorsport-Total.com ; Autor : Britta Weddige |
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Verfasst am:
13.01.2009, 19:30 |
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WRC: FIA vergibt die offiziellen Startnummern
Weltmeister Loeb mit der Nummer 1: Die FIA hat nun zumindest für acht Fahrzeuge
die Startnummern für die WRC-Saison 2009 festgelegt
Sébastien Loeb geht auch 2009
mit der Startnummer 1 ins Rennen
© xpb.cc
Die FIA hat nun die offiziellen Startnummern für die Ende Januar beginnende WRC-Saison 2009 vergeben. Dabei handelt es sich um die Nummern für die Fahrzeuge, die bei den jeweiligen Läufen für Punkte nominiert sind. Citroën bekommt als amtierender Marken-Weltmeister die Nummern 1 und 2, die Werksfords gehen mit den Nummern 3 und 4 ins Rennen.
Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Teams nur jeweils einen Fahrer benennen, der alle zwölf Läufe der Saison bestreitet. Citroën hat Sébastien Loeb benannt, der Weltmeister geht mit der Startnummer 1 in die Saison. Bei Ford wurde Mikko Hirvonen gemeldet, der die Startnummer 3 haben wird. Die Fahrer für die zweiten Autos der Hersteller müssen nur für die jeweiligen Einzelläufe benannt werden. Das ermöglicht Fahrerwechsel unter der Saison. Beim Saisonstart in Irland hat Citroën-Pilot Daniel Sordo die Nummer 2, Ford-Mann Jari-Matti Latvala die Nummer 4.
In der Hersteller-Team-Wertung (früher M2), die über acht Saisonläufe geht, wurden die Nummer nur teilweise vergeben. Stobart bekommt die Startnummern 5 und 6, das neue Citroën-Junior-Team bekam die Nummern 7 und 8 zugewiesen. Noch keine Nummern wurden für das schwedische Adapta- und das argentinische Munchi's-Team vergeben. Sie - und andere Teams - können sich noch bis zum 1. März für die Hersteller-Team-Wertung registrieren lassen.
Die Startnummern WRC 2009:
1 - Citroën Total World Rally Team - Sébastien Loeb
2 - Citroën Total World Rally Team - TBA
3 - BP Ford Abu Dhabi World Rally Team - Mikko Hirvonen
4 - BP Ford Abu Dhabi World Rally Team - TBA
5 - Stobart VK M-Sport Ford Rally Team - TBA
6 - Stobart VK M-Sport Ford Rally Team - TBA
7 - Citroën Junior-Team - TBA
8 - Citroën Junior-Team - TBA
Quelle: Motorsport-Total.com ; Autor : Britta Weddige |
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Verfasst am:
15.01.2009, 11:30 |
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Rallye Norwegen vermeldet knapp 50 Teilnehmer
Mitte Februar führen die Norweger zum zweiten Mal einen WM-Lauf durch:
Mit dabei ist auch Lokalheld Petter Solberg - Weniger Teilnehmer als 2007
Henning Solberg gehört zu den Lokalhelden bei der Rallye Norwegen
© xpb.cc
Die Nennliste für die Rallye Norwegen (12. bis 15. Februar) steht:
Wie die Organisatoren jetzt mitgeteilt haben, haben knapp 50 Teilnehmer für die zweite Runde der WRC-Saison 2009 gemeldet. Zum zweiten Mal nach 2007 hat Norwegen WM-Status - damals waren alle Beteiligten begeistert von der Veranstaltung. Dennoch konnte die damalige Teilnehmerzahl in diesem Jahr nicht erreicht werden.
Mit dabei ist neben den festen WRC-Piloten 2009 auch Petter Solberg. Der Norweger hat für seinen Heimlauf gemeldet, weiß aber noch nicht, in welchem Auto er antreten wird. Gerüchteweise soll er einen Citroën Xsara WRC gekauft haben - das dementierte Solberg auf seiner Internetseite: "Es gibt viele Gerüchte dazu im Internet. Doch sie sind nicht wahr. Was das Rallyeauto angeht, ist noch nichts entschieden." Fix ist dagegen, dass er mit seinem langjährigen Co-Piloten Phil Mills antritt. Die FIA hat Solberg erlaubt, sein Fahrzeug erst später zu benennen.
Ebenfalls dabei ist sein Bruder Henning Solberg, der weiter fest bei Stobart fährt. Norwegen wird außerdem in der WRC von Mads Østberg und Anders Grøndal vertreten. Gemeldet hat zudem der norwegische Rallye-Youngster Andreas Mikkelsen, der im vergangenen Jahr mit seinem fünften Platz in Schweden der jüngste Pilot der WRC-Geschichte war, der WM-Punkte holen konnte. Bei seinem Heimlauf tritt Mikkelsen in diesem Jahr allerdings mit einem Subaru Impreza in der P-WRC an.
"Es ist keine große Überraschung, dass wir weniger Teilnehmer als 2007 haben, aber wir haben in diesem Jahr mehr Allradler mit dabei", sagte der Rennleiter der Rallye Norwegen, Stig Rune Kjernsli. "Wir haben ein hochklassiges Starterfeld und es ist ein gutes Zeichen, dass wir mehr Teilnehmer haben als der Saisonauftakt in Irland." Dort werden Ende Januar nur 43 Crews an den Start gehen.
Quelle: (Motorsport-Total.com ; Autor : Btitta Weddige |
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Laguna95
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Verfasst am:
15.01.2009, 19:21 |
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darauf freue ich mich schon! |
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Verfasst am:
22.01.2009, 18:22 |
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WRC-Reglement 2009: Was ist neu?
Der große Umbruch kommt zwar erst 2010, doch auch für 2009 wurde am Reglement
für die WRC gearbeitet - Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Im Reglement der WRC für 2009 gibt es einige Änderungen - auch um zu sparen
Zoom
© xpb.cc
Kommende Woche beginnt mit der Rallye Irland die WRC-Saison 2009. Zwar wird der große Umbruch im WRC-Reglement erst 2010 kommen (mit dem Umstieg von WRC- auf Super2000-Autos), doch auch das über 90 Seiten dicke Regelwerk für die Saison 2009 enthält einige Änderungen. So gibt es nur noch zwölf Saisonläufe und neben der Hersteller- wurde auch eine Hersteller-Team-Meisterschaft ins Leben gerufen. Um Kosten zu sparen, dürfen weniger Mechaniker am Auto arbeiten.
Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Kalender:
Mit dem Jahr 2009 führt die FIA das Rotationsprinzip ein. Insgesamt gibt es 24 Veranstaltungsorte, die sich im Zweijahresrhythmus abwechseln. Im Jahr 2009 sind die ersten zwölf Läufe an der Reihe, im Jahr 2010 folgen die anderen zwölf. 2011 kehrt die WRC dann wieder an ihre Schauplätze von 2009 zurück. Neu im Kalender oder nach Abwesenheit wieder aufgenommen sind in diesem Jahr Irland, Norwegen, Zypern, Portugal (die ersten vier Saisonläufe) sowie Polen und Australien.
Rahmenmeisterschaften:
Auch in diesem Jahr finden neben der WRC die Produktionswagenmeisterschaft P-WRC sowie die Junioren-Meisterschaft J-WRC statt. In beiden Serien werden 2009 acht Läufe gefahren, aus denen sich die Teilnehmer sechs aussuchen müssen, bei denen sie punkten wollen. In Portugal, Argentinien, Sardinien und Griechenland sind sowohl die P-WRC als auch die J-WRC dabei.
Herstellerwertung:
2009 gibt es zwei verschiedene Herstellermeisterschaften. Zum einen die bekannte Marken-WM, die sich über alle zwölf Läufe der Saison erstreckt. Nach dem Ausstieg von Subaru und Suzuki haben nur noch zwei Marken für diese Wertung gemeldet: Citroën und Ford. Der Meldeschluss war bereits am 15. Dezember 2008. Neu ist in diesem Jahr die Hersteller-Teamwertung, in der die bisherigen M2-Mannschaften antreten. Sie erstreckt sich über acht Saisonläufe. Mit Stobart und dem Citroën-Juniorteam haben bisher zwei Teams gemeldet, der Meldeschluss ist aber erst am 1. März. Wahrscheinlich werden Munchi's und Adapta noch dazustoßen.
Meisterschaftspunkte:
Ab sofort gibt es am Ende eines WM-Laufs immer die volle Anzahl der der Platzierung entsprechenden Punkte. Das gilt auch dann, wenn der Lauf drastisch verkürzt werden musste. Bisher wurden weniger Punkte vergeben, wenn nicht ein gewisser Prozentsatz der Distanz gefahren werden konnte. Diese Änderung soll vor allem den Teilnehmern der P-WRC und J-WRC entgegenkommen, die ohnehin nur bei sechs Läufen Punkte sammeln können. Für sie wäre es fatal, wenn sie bei einem oder mehreren davon auch noch weniger Zähler bekommen würden.
Kraftstoff:
Statt Shell ist nun Carless der Kraftstofflieferant für die WRC. Zudem soll der Kraftstoff von seiner Zusammensetzung her umweltfreundlicher sein.
Reifen:
Pirelli bleibt weiter Exklusivausrüster der WRC und wird wie schon 2008 für Asphalt den PZero, für Schotter den Scorpion und für Schnee den SottoZero liefern. Allerdings wurde für 2009 ein neuer breiterer Schnee-Spike-Reifen entwickelt, der auf die Standard-Schotterfelgen mit einer Größe von 15 Zoll passt. Damit müssen die Teams nun für Schneerallyes keine speziellen 16-Zoll-Felgen mehr kaufen.
Die Reifen für alle zwölf Läufe wurden von der FIA im Vorfeld festgelegt. Bei neun Läufen steht nur ein Reifentyp zur Verfügung. In Irland steht neben dem Standardreifen ein Winterreifen ohne Spikes zur Auswahl. Damit soll vermieden werden, dass es zu chaotischen Verhältnisse wie in Wales 2008 kam, wo die Standradreifen für die winterlichen Verhältnisse alles andere als geeignet waren. In Spanien können die Teams zwischen einer harten und einer weichen Reifenmischung wählen. Für die gemischten Untergründe bei der Rallye Zypern steht sowohl der Asphalt- als auch der Schotterreifen zur Wahl.
Die Anzahl der Reifen, die einem Team pro Lauf zur Verfügung gestellt werden, hängt von der Anzahl der Reifenwechsel-Services und von der Wettbewerbskategorie ab. Teilnehmer der Kategorie P1 und P2 bekommen pro Reifenwechsel sechs Reifen (inclusive der beiden Ersatzreifen, die in jedem Auto mitgeführt werden dürfen. Dazu kommen sechs Reifen für den Shakedown. Die Fahrer der P-WRC und alle Teilnehmer, die außerhalb der P1 oder P2 mit Allradantrieb starten, bekommen vier Reifen pro Wechsel und fünf für den Shakedown. In der J-WRC gibt es für jeden Teilnehmer 24 Reifen pro Lauf.
Service:
Auch in der WRC müssen Kosten gespart werden. Deshalb wurde die Zahl der Mechaniker, die im Servicepark gleichzeitig an einem Auto arbeiten dürfen von sechs auf vier reduziert. Allerdings zählen dazu nicht der Fahrer und der Co-Pilot, die ebenfalls Hand anlegen dürfen.
Sicherheitscrews:
Bei einigen Läufen dürfen Sicherheitscrews, bestehend aus einem Fahrer und einem Beifahrer eingesetzt werden, die vor den Teilnehmern die Prüfung abfahren und kurzfristig vor etwaigen Gefahren warnen können. In der Vergangenheit war eine Sicherheitscrew pro Teilnehmer zugelassen, künftig darf jedes Team nur noch eine solche Crew einsetzen.
Motorlebensdauer:
Um Kosten zu sparen, müssen Motoren, Chassis, Getriebe und einige Ersatzteile schon seit Längerem bei mehreren Läufen eingesetzt werden. Welche das sind, wird vorher festgelegt. Beispiel: Die Teile A werden in Zypern und Portugal eingesetzt, während die Teile B schon unterwegs sind nach Argentinien und später in Australien eingesetzt werden. Um es an den auf zwölf Läufe reduzierten Kalender anzupassen, wurde das sogenannte "Linking" für 2009 geändert. Ein "Link" besteht aus mindestens zwei Rallyes, bei denen derselbe Motor eingesetzt werden muss. Die Teams müssen eine Liste mit ihren geplanten "Links" bei der FIA vorlegen. Teams, die zehn bis zwölf Läufe bestreiten, müssen vier Motorenlinks pro Auto angeben. Teams, die acht oder neun Rallyes fahren, müssen drei Motorenlinks angeben.
Chassis:
Die Anzahl der Chassis, die Hersteller und Herstellerteams für Testfahrten und WM-Läufe benutzen dürfen, wurde limitiert. Jeder Hersteller hat acht Chassis zur Verfügung. Gleiches gilt für jene Herstellerteams (frühere M2), die an zehn bis zwölf Läufen teilnehmen. Herstellerteams, die an acht oder neun Läufen teilnehmen, haben sieben Chassis zur Verfügung. Wer diese Anzahl überschreitet (zum Beispiel wegen zu vieler Unfälle), bekommt eine Fünf-Minuten-Strafe.
Übersetzung und Ersatzteile:
Vor dem ersten WM-Lauf, an dem sie teilnehmen, müssen alle Teams eine Liste vorlegen, bei welchen Rallyes sie dieselben Getriebe und Differenziale sowie dieselben Ersatzteile einsetzen. Für die Hersteller Citroën und Ford sind dabei vier Links pro Auto vorgeschrieben, ebenso für die Herstellerteams, die bei zehn bis zwölf Läufen fahren. Bei jenen Teams, die bei acht oder neun Rallyes fahren, sind drei Links vorgeschrieben.
Pro Auto werden vor der ersten Rallye eines solchen Links zwei Getriebe- und zwei Differenzialeinheiten versiegelt. Bei den verlinkten Rallyes dürfen nur diese Einheiten eingesetzt werden. Eine Ausnahme darf einmal pro Saison gemacht werden: Wenn beide Getriebe- und Differenzialeinheiten schon bei der ersten Rallye des Links eingesetzt wurden, steht es den Teams einmal frei, für die zweite Rallye straffrei zwei weitere Getriebe- und Differenzialeinheiten versiegeln zu lassen.
Bei den Ersatzteilen werden pro Auto vor der ersten Rallye eines Links folgende Teile versiegelt: Ein vorderer und ein hinterer Unterrahmen, die bereits am Auto befestigt sind, sowie jeweils zwei weitere Unterrahmen für vorn und hinten (bei Teams, die zwei Autos einsetzen). Außerdem: Eine Lenksäule, die bereits im Auto eingebaut ist und zwei Ersatz-Lenksäulen für Teams mit zwei Autos.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
25.01.2009, 11:53 |
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Irland: Loeb startet die Mission Titelverteidigung
"Super Sebs" im Doppelpack: Sébastien Loeb will für Citroën in Irland gleich den ersten Saisonerfolg holen,
im Juniorteam ist "Monte"-Sieger Sébastien Ogier dabei
Fünf WM-Titel hat Sébastien Loeb schon, der sechste soll 2009 folgen
© Citroen/RedBull/McKlein
Das Saisonziel 2009 von Rekordweltmeister Sébastien Loeb steht außer Frage. Der Citroën-Star will seinen sechsten Titel und für Citroën wieder die Krone in der Marken-WM holen. Der Grundstein dazu soll bereits am kommenden Wochenende beim Saisonauftakt in Irland (29. Januar bis 01. Februar) gelegt werden. Dass das dortige Terrain dem C4 WRC liegt, hat sich bereits beim irischen WM-Lauf 2007 gezeigt: Damals holten Loeb und Teamkollege Daniel Sordo einen Doppelsieg.
Nun kehrt die WRC zurück auf die grüne Insel und ein weiterer Triumph soll folgen. Doch bei den Franzosen weiß man, dass man nicht zu siegessicher nach Irland reisen sollte. "Vor allem müssen wir das Wetter im Auge behalten, das nass und wechselhaft werden kann", betonte Teamkoordinator Didier Clement. "Und da die Temperaturen sich um den Gefrierpunkt bewegen, können wir auch Schnee und Eis nicht ausschließen."
Für zu schlechtes Wetter sind die WRC-Teams vorbereitet: In diesem Jahr dürfen sie nicht nur den Asphaltreifen von Pirelli aufziehen, sondern auch einen speziellen Winterreifen. "Bei einem Test in Irland konnten wir die Feinabstimmung am C4 WRC vornehmen können und zudem beide Reifentypen bei verschiedenen Bedingungen ausprobieren. Wir sind gut vorbereitet, aber wo man wirklich steht, findet man erst im Rennen heraus", so Clement.
"Wo man wirklich steht, findet man erst im Rennen heraus."
Didier Clement
In der kurzen Winterpause wurden am C4 keine dramatischen Entwicklungen vorgenommen. Es gibt jedoch eine Neuerung, die für mehr Sicherheit der Crew sorgen soll: "Die Türen sind jetzt mit sehr dichtem Schaum gefüllt, der bei einem Unfall die Aufschlagenergie absorbieren soll", erklärte Clement. "Deshalb kann man die Seitenfenster nicht mehr öffnen, die nun aus Polykarbonat sind. Diesen Fortschritt konnten wir dank enger Zusammenarbeit mit der FIA und den Herstellern machen."
Loeb ist angriffslustig
Superstar Loeb freut sich darauf, dass die Saison wieder los geht - und dass er wieder nach Irland kommt: "Als wir hier zum ersten Mal gefahren sind, waren die Bedingungen recht heikel. Aber für uns lief alles bestens und unser Ergebnis war am Ende entscheidend, um unseren vierten Titel zu holen", erinnerte sich der Elsässer. "In diesem Jahr beginnt die Saison mit vier Läufen, die im vergangenen Jahr nicht im Kalender waren. Aber sie sind kein Neuland, weil wir dort 2007 schon gefahren sind. Und auch unser Ziel hat sich nicht geändert: Nachdem wir fünf Titel in Folge geholt haben, wollen wir jetzt ganz klar den sechsten Titel!"
"Nachdem wir fünf Titel in Folge geholt haben, wollen wir jetzt ganz klar den sechsten Titel!"
Sébastien Loeb
Die Saison 2009 werde interessant, fuhr Loeb fort: "Ich gehe davon aus, dass es sehr eng zugehen wird. Mikko Hirvonen verbessert sich kontinuierlich und auch Jari-Matti Latvala hat an die Spitze angeschlossen. Und dann gibt es auch noch die anderen C4-Fahrer, allen voran mein Teamkollege Daniel Sordo und auch Chris Atkinson."
47 WRC-Siege hat Loeb inzwischen auf seinem Konto, in Irland soll der 48. folgen. Doch er weiß, dass die Straßen auf der grünen Insel wieder zur Herausforderung werden können: "Der Lauf hat alles, was eine richtig heftige Rallye ausmacht. Bei den Testfahrten dort konnten wir die Stabilität unseres C4 optimieren. Dani denkt genauso, aber erst in den Prüfungen selbst werden wir sehen, wie effektiv wir gearbeitet haben."
Teamkollege Sordo ist ebenso heiß darauf, dass es wieder los geht. Mit täglichem Fitnesstraining und mit Testfahrten hat er sich auf die Rallye Irland und auf die Saison vorbereitet. Und seine Ziele 2009? "Ich will so viele Punkte wie möglich für Citroën holen. Im vergangenen Jahr wurde ich Dritter in der Fahrerwertung, das möchte ich mindestens wieder erreichen. Und warum nicht noch einen Schritt weiter gehen? Ich würde in diesem Jahr auch gern meinen ersten WRC-Sieg holen."
Die jungen und weniger jungen Wilden im Juniorteam
Sébastien Ogier: Als frischgebackener "Monte"-Sieger nach Irland
© IRC
Damit zum neuen Citroën-Juniorteam, das in Irland seine Premiere gibt. Nicht nur "Super Seb" Loeb ist in Irland dabei, sondern auch der "neue Super Seb" Ogier. Nur wenige Tage nach seinem sensationellen Sieg bei der Rallye Monte Carlo steigt der Juniorenweltmeister aus dem Peugeot 207 S2000 nun wieder um in den Citroën C4 WRC. Es ist seine erste Saison in der WRC.
Erfahrungen in Irland hat der junge Franzose im vergangenen Jahr bei der Ulster-Rallye gesammelt: "Ich denke, dass es ein sehr vielschichtiger Lauf wird. Um diese Jahreszeit müssen wir mit Schnee und Eis rechnen. Die Straßen sind eng und holprig und werden schnell dreckig", blickte Ogier voraus auf seine nächste Aufgabe. Mein Hauptziel ist, die Rallye zu beenden. Ich habe keinen Druck, was Ergebnisse angeht; ich muss nur Fortschritte machen und im Rallyeverlauf dazulernen."
"Mein einziges Ziel ist zu zeigen, wie stark wir im Vergleich zu anderen Crews sind."
Chris Atkinson
Die ersten Punkte für das Juniorteam sollen in Irland Chris Atkinson und Conrad Rautenbach holen. Atkinson, der bisher nur für diesen einen Lauf einen Vertrag beim Team hat, ist der einzige des Trios, der die Rallye Irland bereist gefahren ist. Bei einem Test Anfang Januar hat sich der frühere Subaru-Pilot mit dem C4 vertraut gemacht. Jetzt freut er sich auf das Wochenende.
"Die Stimmung dort ist klasse und es kommen viele Fans", so Atkinson. "Die Rallye selbst ist sehr tückisch. Die Straßen sind holprig und oft schmutzig. Zudem könnte es um diese Jahreszeit eisig werden. Wir werden mit der Abstimmung fahren, die das Team in der Vergangenheit erarbeitet hat. Dann werden wir sehen, wie es läuft. Mein einziges Ziel ist, Punkte für das Team zu holen und zu zeigen, wie stark wir im Vergleich zu anderen Crews sind."
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
25.01.2009, 20:33 |
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Schlamm und Eis: Der Reiz der grünen Insel
Vorschau: Die Rallye Irland wartet zum WRC-Saisonauftakt mit einem Härtetest auf - Tückischte Bedingungen vor atemberaubender Kulisse
Henning Solberg beim WRC-Debüt der Rallye Irland im November 2007
© xpb.cc
Im November 2007 gab die Rallye Irland ihr Debüt im WRC-Kalender - und es war ein Erfolg: Der gesamte WRC-Tross zeigte sich damals begeistert vom Lauf auf der "grünen Insel". Quer durch alle Teams war zu hören, dass Irland den WM-Status mehr als verdient habe. Und viele Teilnehmer bzeichneten den Lauf als die wohl forderndste Rallye der vergangenen Jahre. Jetzt kehrt die WRC zurück nach Irland. Am kommenden Wochenende (29. Januar bis 1. Februar) findet dort der Saisonauftakt 2009 statt.
Dabei weist die Rallye Irland deutliche Parallelen mit der Rallye Monte Carlo auf, die in den vergangenen Jahren den Auftakt markiert hatte: So sind beide Veranstaltungen nicht nur die einzigen beiden im gesamten WM-Kalender, bei der Staatsgrenzen überschritten werden (Monaco/Frankreich, Republik Irland/Nordirland). Darüber hinaus dürften die Piloten am kommenden Wochenende ähnliche Straßenbedingungen vorfinden wie im Fürstentum.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist mit tückischem Eis und Schnee auf den Straßen zu rechnen. Doch auch wenn es taut, können sich die mal engen und holprigen, mal turboschnellen irischen Sträßchen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Teils ist der Asphalt griffig - doch durch das Kurvenschneiden wieder immer wieder Schlamm und Matsch auf die Fahrbahn geschleudert. Das hat schon beim Irland-Debüt 2007 manchen Teilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Die Folge waren unzählige Verbremser und Ausrutscher sowie eine beeindruckende Ausfallquote, die auch bei den Topstars keine Ausnahme machte. So landete Marcus Grönholm im Aus und musste seine Hoffnungen auf den WM-Titel im irischen Schlamm begraben.
Gemeine, "grüne Mittelsteifen"
Auch tückisch: Teilweise wächst in der Fahrbahnmitte das Gras aus dem Asphalt. Kommt man mit den Rädern auf den "grünen Mittelstreifen", dann ist man nur noch Passagier. Bei diesen Bedingungen ist also höchste Konzentration gefragt. Die Piloten dürften wohl kaum ein Auge für die atemberaubende Landschaft in Irlands Nordwesten haben, durch die sie fahren.
Zur Rallye Irland werden mehr als 250.000 Zuschauer erwartet. Damit ist es die größte Sportveranstaltung auf der Insel. Der Ceremonial Start erfolgt am Donnerstagabend vor dem Enniskillen Castle in Nordirland. Ab Freitagmorgen stehen 19 Prüfungen im britischen Nordirland und in der Republik Irland auf dem Programm. Zwei Prüfungen werden am Freitagabend im Dunkeln gefahren. Die insgesamt 366 Kilometer lange Route führt durch sieben Landkreise im Nordwesten der Insel: Cavan, Leitrim, Fermanagh, Tyrone, Sligo, Donegal und Roscommon. Der Servicepark ist im Techologieinstutut in Sligo untergebracht.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
30.01.2009, 19:27 |
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SS7/8 abgesagt, Loeb nach Tag eins in Irland spitze
Wegen Überflutungen mussten die beiden Abendprüfungen in Irland abgesagt werden:
Nach dem ersten Tag führt Sébastien Loeb überlegen vor Daniel Sordo
Es läuft gut: Sébastien Loeb liegt nach
dem ersten Tag komfortabel vorn
© McKlein/Citroen
Der erste Tag der Rallye Irland ist schneller zu Ende gegangen als erwartet: Wegen Überflutungen mussten die beiden Abendprüfungen, SS7 und SS8, abgesagt werden. Den ganzen Tag über hatte es geregnet, am Vormittag sogar sintflutartig mit peitschendem Wind. Aquaplaning hatte einige Piloten vor Probleme gestellt. Auf den Straßen der Abendprüfungen stand das Wasser so tief, dass dort nicht gefahren werden kann.
Damit steht das Ergebnis des ersten Tages schon nach der sechsten Wertungsprüfung fest: In Führung liegt souverän Rekordweltmeister Sébastien Loeb. Der Irland-Favorit hatte sich am Morgen mit Slicks für die falschen Reifen entschieden und begann den Tag auf Rang sieben. Danach legte er fünf Bestzeiten in Folge hin. Am Nachmittag zog der Franzose Winterreifen auf und übernahm die Führung. Nun kontrolliert er das Geschehen von der Spitze aus mit einem komfortablen Vorsprung von 44,4 Sekunden auf seinen Teamkollegen Daniel Sordo.
Sordo fing ebenfalls verhalten an, setzte am Nachmittag aber auch auf Winterreifen und verbesserte sich in der fünften Prüfung auf den zweiten Gesamtrang. Er hat selbst einen komfortablen Vorsprung von 20,4 Sekunden auf Ford-Pilot Mikko Hirvonen. Der Finne fährt seine bekannte Taktik: Bei den tückischen Bedingungen will er nicht zu viel riskieren, Punkte zu sammeln, ist ihm wichtiger.
Mikko Hirvonen denkt an die Punkte
und riskiert nicht zu viel © xpb.cc
Auf Gesamtrang vier liegt nach dem ersten Tag Stobart-Pilot Henning Solberg. Der Norweger scheint mit den Bedingungen bestens zurechtzukommen, erinnern sie ihn doch eher an eine Schotter- als an eine Asphaltrallye. Er profitierte jedoch auch von Ausfällen. Sein Rückstand auf die Top 3 beträgt mehr als zwei Minuten. 1:08 Minuten dahinter folgt Conrad Rautenbach, der sein Debüt im neuen Citroën-Junior-Team gibt, auf Rang fünf.
Sein Teamkollege, der Monte-Carlo-Überrasschungssieger Sébastien Ogier, konnte sich im Tagesverlauf ebenfalls nach vorn arbeiten und beendete den Freitag als Sechster, gefolgt von Chris Atkinson, der im Junior-Team von Citroën in Irland als Gaststarter fährt. Stobart-Youngster Matthew Wilson liegt als Achter auf dem letzten Punkterang. Komplettiert werden die Top 10 von den beiden Lokalhelden Gareth MacHale (Ford) und Eamonn Boland (Subaru Impreza).
Die Pechvögel des ersten Tages
Der erste Tag der Rallye Irland und damit der WRC-Saison 2009 hatte bereits einige Dramen im Angebot. Der Freitag begann mit einer sensationellen Bestzeit von Ford-Jungstar Jari-Matti Latvala. Doch bereits in der zweiten Prüfung verlor der Finne wegen zweier Reifenschäden zwei Minuten. In der dritten Prüfung musste er mit einer beschädigten Aufhängung und einer kaputten Antriebswelle ganz aufgeben.
Von Latvalas Pech profitierte zunächst Urmo Aava, der sein Debüt bei Stobart gibt. Der Este war in der ersten Prüfung Zweitschnellster und übernahm in der zweiten Prüfung sensationell die Führung. Die konnte er bis zur Mittagspause behalten, doch dann musste er sich dem Druck des überstarken Loeb beugen. Aava fiel zunächst zurück auf Rang zwei, dann auf Rang vier. In der sechsten und letzten Prüfung des Tages blieb er mit seinem Ford schließlich in einem Graben hängen und rutschte im Gesamtklassement ab auf Rang elf.
Pos. Fahrer Auto Typ
1 S. Loeb Citroen C4 WRC
2 D. Sordo Citroen C4 WRC
3 M. Hirvonen Ford Focus
4 H. Solberg Ford Focus RS WRC
5 C. Rautenbach Citroen C4 WRC
6 S. Ogier Citroen C4 WRC
7 C. Atkinson Citroen C4 WRC
8 M. Wilson Ford Focus RS WRC
9 G. MacHale Ford Focus
10 E. Boland Subaru Impreza
11 U. Aava Ford Ford Focus RS WRC 08
12 K. Al Qassimi Ford Focus RS WRC
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
31.01.2009, 18:25 |
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SS14: Citroën auf dem Weg zum Doppelsieg
Sébastien Loeb führt nach dem zweiten Tag in Irland mit deutlichem Vorsprung
auf Daniel Sordo, Mikko Hirvonen will nun die Punkte für Platz drei sichern
Sébastien Loeb ist in Irland auf dem
Weg zu seinem nächsten Sieg
© Citroen/Red Bull/McKLein
Citroën ist auf dem besten Weg, den Doppelsieg von letzten WM-Lauf in Irland 2007 zu wiederholen. Nach dem zweiten Tag führt Rekordweltmeister Sébastien Loeb mit dem deutlichen Vorsprung von 1:09.1 Minuten auf seinem Teamkollegen Daniel Sordo. Auf Platz drei liegt bereits abgeschlagen Ford-Pilot Mikko Hirvonen. Der Finne geht mit einem Rückstand von 1:21.8 Minuten auf Sordo und 2:30.9 Minuten auf Loeb in die fünf Sonntagsprüfungen.
Auch der zweite Tag in Irland war alles andere als gemütlich. Es regnete den ganzen Tag über und tückische Wasserpfützen mit Aquaplaning erforderten von den Piloten höchste Konzentration. Das bekam auch Citroën-Star Loeb in der zwölften Wertungsprüfung zu spüren, als er von der Strecke rutschte, durch das Gras rodelte und danach wegen Vibrationen im Auto kurzfristig vom Gas gehen musste. Ansonsten lief es bestens für den Franzosen: In den anderen fünf Wertungsprüfungen holte er die Bestzeit.
"Ich habe einen schön großen Vorsprung, alles lief okay, ich habe keine Fehler gemacht", bilanzierte Loeb. Anders als am Auftakttag, wo er sich morgens mit Slicks einen Reifenfehlgriff leistete, war die Auswahl der Pneus heute für ihn auch kein Problem: "Das war keine Frage. Die Bedingungen sind sehr schwierig, es gibt viel Aquaplaning. Die Gravelcrews müssen hier wirklich einen guten Job leisten. Aber mit Winterreifen ist es gut, wir haben kein Problem am Auto, alles ist gut."
Mikko Hirvonen musste seine Jagd
auf Daniel Sordo aufgeben © Ford
Auch Teamkollege Sordo bezeichnete den zweiten Irland-Tag als "nicht so schlecht". Er würgte zwar in der zwölften Prüfung einmal seinen Motor ab, kam aber sonst auch problemlos durch: "Ich bin noch dabei, das ist bei diesen Bedingungen das Wichtigste. Es ist sehr schwierig zu fahren, das Aquaplaning und die vielen Pfützen sind wirklich tückisch", so der Spanier.
Ford-Pilot Hirvonen hatte sich eigentlich vorgenommen, Sordo von Platz zwei zu verdrängen. Doch seine Hoffnungen darauf musste er schon am Vormittag begraben, als seine Servolenkung streikte. Der Finne verlor massiv an Boden, zwar konnte er seinen dritten Platz halten, doch das Citroën-Duo geriet außer Reichweite. Immerhin konnte Hirvonen in der zwölften Prüfung von den Problemen seiner Rivalen profitieren und die Bestzeit holen.
"Leider hatten wir heute das Problem mit der Servolenkung", ärgerte sich Hirvonen. "Ich hatte mich heute Morgen wirklich auf den Fight mit Sordo gefreut. ich wollte demn Rückstand verkürzen und morgen mit ihm weiter fighten. Aber jetzt muss ich schauen, dass ich die Punkte für den dritten Platz mitnehme und sicher und heil ins Ziel komme."
Solberg versus Atkinson
Dreieinhalb Minuten hinter Hirvonen hat sich ein heißer Kampf um Platz vier entwickelt. Noch hält Stobart-Pilot Henning Solberg diesen vierten Platz. Doch der frühere Subaru-Pilot Chris Atkinson, der in Irland für das Junior-Team von Citroën fährt, konnte mit Topzeiten am Nachmittag bis auf 4,7 Sekunden aufschließen. Solberg hatte sich vorgenommen, in die Top 5 zu fahren. Insofern ist bei ihm alles im Plan, auch wenn ihm Atkinson gefährlich wird: "Ich bin sehr, sehr happy, ich kann richtig pushen", sagte der Norweger, der eigentlich auf Schotter spezialisiert ist.
"Das sind die tückischten Bedingungen, bei denen ich je gefahren bin."
Chris Atkinson
Auch Atkinson war mit seiner Aufholjagd zufrieden. Nachdem seine Teamkollegen Sébastien Ogier und Conrad Rautenbach am Morgen Probleme hatten, ist er nun der bestplatzierte Pilot aus dem Junior-Team - die beste Empfehlung, die der Arbeitssuchende geben kann. "Es war ein guter Tag. Gestern habe ich noch viel gelernt, heute konnte ich etwas mehr Gas geben", bilanzierte der Australier. "Das sind die tückischten Bedingungen, bei denen ich je gefahren bin. Und das in einem für mich ganz neuen Auto - das ist wirklich nicht einfach. Ich kann es kaum erwarten, bis ich das Auto mal im Trockenen fahren kann."
Burkhart auf J-WRC-Siegkurs
Hinter den beiden tut sich eine weitere große Lücke von über drei Minuten auf. Auf Gesamtplatz sechs hat sich Ogier wieder vorgearbeitet, der zwischenzeitlich auf den achten Platz zurückgefallen war. 37,9 Sekunden dahinter ist Stobart-Youngster Matthew Wilson Siebter, Ford-Pilot Khalid Al Qassimi hat sich bis auf den achten Platz und damit auf den letzten Punkterang verbessert.
In der Wertung der Juniorenweltmeisterschaft J-WRC ist der deutsche Suzuki-Pilot Aaron Burkhart auf Siegkurs. Er lieferte sich bisher ein enges Duell mit dem Niederländer Hans Weijs. Doch der Citroën-Pilot hatte in der letzten Prüfung einen Unfall und musste den Tag wenige Kilometer vor dem Ziel vorzeitig beenden. Zweitbester Junior ist nun Martin Prokop, der aber über vier Minuten Rückstand auf Burkhart hat.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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01.02.2009, 17:11 |
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SS19: Citroën triumphiert beim Saisonauftakt
Sébastien Loeb holte in Irland seinen 48. WRC-Sieg vor Daniel Sordo und Mikko Hirvonen -
Aaron Burkhart bejubelt seinen ersten Sieg in der J-WRC
Sébastien Loeb hatte die Konkurrenz
in Irland einmal mehr fest im Griff
© xpb.cc
Weltmeister Citroën hat beim Saisonauftakt 2009 einen deutlichen Triumph gefeiert. Sébastien Loeb holte sich bei der Rallye Irland seinen insgesamt 48. WRC-Sieg. Im Ziel hatte der Franzose 1:27.9 Sekunden Vorsprung auf seinen Citroën-Teamkollegen Daniel Sordo. Auf Rang drei beendete Ford-Pilot Mikko Hirvonen die Rallye Irland. Der Finne holte in der abschließenden Zuschauerprüfung "Donegal Town" noch einmal eine Bestzeit. Sein Rückstand auf Loeb betrug am Ende 2:07.8 Minuten, auf Sordo fehlten ihm 39,9 Sekunden.
Loeb, der als haushoher Favorit in die Rallye Irland gestartet war, hatte sich zunächst in der Reifenwahl vergriffen. Während viele Konkurrenten sich im sintflutartigen Regen des ersten Tages für Winterreifen entschieden hatten, zog der Franzose am Freitagmorgen Slicks auf. So startete er nur mit der siebtbesten Zeit in die Rallye Irland. Unterdessen lag zunächst Ford-Pilot Jari-Matti Latvala in Führung. Als er zwei Reifenschäden hatte, übernahm Stobart-Neuzugang Urmo Aava die Spitze.
Doch Loeb wechselte am Freitagnachmittag ebenfalls auf Winterreifen, übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung fortan mit einer ganzen Serie von Bestzeiten weiter aus. Zwar hatte der Franzose bei den extrem tückischen Straßenbedingungen mehrere Schrecksekunden, doch sein Sieg war eigentlich ungefährdet.
"Hoffentlich geht es jetzt so weiter."
Sébastien Loeb
"Das war eine wirklich heftige Rallye", bilanzierte Loeb im Ziel. "Ich bin sehr glücklich, dass ich die zehn Punkte mitnehmen kann. Es ist wichtig, auf Asphalt die maximale Punktzahl zu holen. Wir sind hier, wir haben gewonnen und das war der perfekte Start in die Saison. Hoffentlich geht es jetzt so weiter." Teamkollege Sordo, dem ein fehlerfreier Lauf gelungen war, stieß ins gleiche Horn: "Ich bin sehr zufrieden, denn es war eine schwierige Rallye mit sehr schlechten Bedingungen."
Kampfansage von Hirvonen
Hirvonen hatte sich am Freitag zunächst ebenfalls für Slicks entschieden und musste deshalb das Feld von hinten aufrollen. Er konnte jedoch aufholen und Druck auf den Gesamtzweiten Sordo machen. Seine Hoffungen musste er aber am Samstagvormittag aufgeben, als er in zwei Prüfungen wegen einer defekten Servolenkung viel Zeit verlor. Von da an musste sich der Ford-Pilot mit Platz drei begnügen.
"Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis wir nach Norwegen kommen. Da beginnt für mich der Titelkampf."
Mikko Hirvonen
"Wir hatten ein paar Probleme und teilweise die falschen Reifen, deshalb bin ich mit den sechs Punkten für den dritten Platz sehr zufrieden", gab Hirvonen zu Protokoll. "Ich hätte gern gegen Sordo um Platz zwei gefightet, aber das müssen wir dann eben ein anderes Mal tun. Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis wir nach Norwegen kommen. Da beginnt für mich der Titelkampf." Im tiefen Schnee Norwegens rechnet sich Hirvonen wesentlich mehr Chancen gegen die Citroëns aus als auf den irischen Straßen.
Solberg mit bestem Asphalt-Ergebnis
Mit einem Rückstand von fast viereinhalb Minuten auf die Top 3 beendete Henning Solberg die Rallye Irland als Vierter. Das ist das bisher beste Asphalt-Ergebnis für den Stobart-Piloten. Er war am Vormittag noch von Citroën-Junior-Gaststarter Chris Atkinson überholt worden, bekam den vierten Platz aber in der vorletzten Prüfung zurück, als Atkinson wegen eines Fehlers über eine Minute verlor.
"Das ist spitze! Ich bin sehr, sehr glücklich!"
Henning Solberg
"Das ist spitze! Ich bin sehr, sehr glücklich", freute sich Solberg. "Jetzt bin ich wirklich bereit für Norwegen. Da werden wir versuchen, die Positionen von Citroën und Ford zu tauschen. Vielleicht gelingt uns dort ein Ford-Dreifachsieg." Und auf die Frage, ob er bei seinem Heimlauf in Norwegen auf Sieg fahren wird, antwortete Solberg mit einem entschiedenen "Ja!".
Atkinson auf Sponsorensuche
Atkinson war vor ein paar Wochen eigentlich noch davon ausgegangen, dass er in einem Subaru Impreza WRC bei der Rallye Irland antreten würde. Doch dann kam der überraschende Rückzug von Subaru und Atkinson konnte kurzfristig für diesen einen Lauf beim Citroën-Junior-Team anheuern. Er überzeugte mit der Leistung, bei schwierigsten Bedingungen in einem für ihn völlig neuen Auto beinahe Vierter zu werden. Doch sein Fehler in der vorletzten Prüfung warf ihn um einen Platz zurück auf Endrang fünf.
"Jetzt suche ich nach Sponsoren, damit ich bald wieder in der WRC an den Start gehen kann."
Chris Atkinson
"Wir sind wirklich zufrieden. Okay, am Ende habe ich einen Fehler gemacht, aber Platz fünf geht durchaus in Ordnung", bilanzierte der Australier. "Jetzt suche ich nach Sponsoren, damit ich bald wieder in der WRC an den Start gehen kann." Denn derzeit steht noch in den Sternen, wie die Zukunft von Atkinson aussieht. Der Australier zieht auch in Erwägung, in der IRC zu starten.
Sébastien Ogier, der vor einer Woche sensationell die Rallye Monte Carlo gewonnen hatte, beendete die Rallye Irland auf Rang sechs. Für den französischen Jungstar war es erst der zweite Lauf in einem WRC und der erste im neuen Citroën-Junior-Team. Auf Rang sieben kam Stobart-Youngster Matthew Wilson ins Ziel. Ford-Pilot Khalid Al Qassimi wurde Achter und holte sich damit den ersten WM-Punkt seiner Karriere. Urmo Aava wurde am Ende Zehnter, Jari-Matti Latvala startete nach einem Ausritt am Freitag eine Aufholjagd und belegte in der Endabrechnung Rang 14.
Burkhart siegt in der J-WRC
Aaron Burkhart in Irland: Neues Auto,
neues Team und erster J-WRC-Sieg
© xpb.cc
In der Juniorenweltmeisterschaft J-WRC durfte Deutschland jubeln. Der deutsche Suzuki-Pilot Aaron Burkhart holte sich seinen ersten J-WRC-Sieg. Burkhart, der 2008 hinter Ogier Vizeweltmeister wurde, ist in dieser Saison von einem Citroën C2 S1600 auf einen Suzuki Swift S1600 umgestiegen. Zunächst lieferte er sich in Irland einen engen Fight gegen Hans Weijs, der übrigens in Burkharts altem Auto am Start war. Doch der Niederländer schied gestern Abend nach einem Unfall aus. Von da an musste Burkhart seinen Vorsprung nur noch verwalten. Am Ende hatte er ein Polster von 47,3 Sekunden auf den Zweitplatzierten Martin Prokop.
"Was soll ich sagen? Es ist ein wunderbarer Start in die Saison", jubelte Burkhart im Ziel. "Ein neues Auto, ein neues Team, eine neue Rallye und wir haben gewonnen - das ist einfach fantastisch. Das war die härteste Rallye, die ich je gefahren bin und ich bin wirklich happy, dass ich sie gewinnen konnte!"
Der zweite Lauf der WRC-Saison steht in zwei Wochen, vom 12. bis 15. Februar in Norwegen an. Dort wartet tiefer Schnee auf die Teilnehmer.
Rallye Irland
Rallye-Weltmeisterschaft
Endergebnis dritter Tag
Pos. Fahrer Auto Typ Zeit
1 S. Loeb Citroen C4 WRC 2:48:25.7
2 D. Sordo Citroen C4 WRC 2:49:53.6
3 M. Hirvonen Ford Focus RS WRC 08 2:50:33.5
4 H. Solberg Ford Focus RS WRC 08 2:54:58.1
5 C. Atkinson Citroen C4 WRC 2:56:17.6
6 S. Ogier Citroen C4 WRC 2:59:09.7
7 M. Wilson Ford Focus RS WRC 08 2:59:49.5
8 K. Al Qassimi Ford Focus RS WRC 08 3:02:33.6
9 E. Boland Subaru Impreza 3:03:49.1
10 U. Aava Ford Focus RS WRC 08 3:04:01.1
11 A. MacHale Ford Focus WRC 3:04:35.4
14 J. Latvala Ford Focus RS WRC 08 3:11:58.2
16 A. Burkhart Suzuki Swift Super 1600 3:16:41.5
17 M. Prokop Citroen C2 S1600 3:17:28.2
18 C. Rautenbach Citroen C4 WRC 3:25:03.6
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
Zuletzt bearbeitet von Opa am 10.02.2009, 18:07, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
07.02.2009, 14:28 |
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Ford: Bereit für den Schneewalzer
Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala freuen sich auf Schnee in Norwegen
und hoffen erneut auf ein starkes Ergebnis in Skandinavien
Hirvonen freut sich auf den ersten Auftritt auf seinem Lieblingsterrain Schnee
© xpb.cc
Die beiden Fahrerpaarungen des Ford-Werksteams gehen mit großen Erwartungen an den Start der Rallye Norwegen, den zweiten von zwölf Saisonläufen zur Rallye-WM 2009. Mikko Hirvonen führte bei der bislang letzten Ausgabe der Veranstaltung vor zwei Jahren ein Ford-Trio auf dem Siegerpodest an. Im vergangenen Jahr triumphierte Jari-Matti Latvala auf den verschneiten Wertungsprüfungen der Rallye Schweden.
Als märchenhaftes Winterwunderland präsentiert sich derzeit die Gegend rund um das Rallyezentrum in Hamar. Auf dem losen Untergrund der 23 Wertungsprüfungen über 360,9 Kilometer liegt eine durchgehende zentimeterdicke Schneeschicht. Als Streckenbegrenzungen dienen zum Teil mannshohe Schneewälle, an denen die WRC-Piloten ihre nominell 300 PS starken Turbo-Allradler
"anlehnen" können, um sie bei Bedarf zu stabilisieren. Prognostizierte Temperaturen von bis zu minus acht Grad dürften die für das Rallyefahren idealen Bedingungen bis zum kommenden Wochenende konservieren.
Neue Pirelli-Reifen für Norwegen
Hirvonen und Latvala können sich bei der Zeitenjagd über Schnee und Eis auf die Qualitäten einer neuen Version des Pirelli-Sottozero-Winterreifens verlassen. Die sieben Millimeter langen Stahlnägel durchdringen die zu oberst liegende Schneeschicht und finden im darunter befindlichen Eis festen Halt. Das daraus resultierende Gripniveau ist vergleichbar mit dem auf Schotter. Im Vergleich zum Vorjahr weist der Pneu eine etwas breitere Lauffläche auf, die nochmals verbesserte Fahreigenschaften garantiert.
"Der Reifen fühlt sich sehr gut an, vor allem beim Bremsen verhält sich der Focus damit deutlich stabiler", fasst Mikko Hirvonen seine bei Testfahrten im vergangenen Dezember genommenen Erfahrungen zusammen. "Beim Saisonauftakt in Irland habe ich wertvolle Punkte gesammelt, auf meinem Lieblingsterrain möchte ich nun voll angreifen. Nicht nur ich werde mich in dem norwegischen Schnee wie zu Hause fühlen, auch dem Focus kommen diese Bedingungen sehr entgegen."
Latvala liebt Winterrallyes
Auch bei Hirvonens Teamkollege Latvala ist die Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben förmlich greifbar: "Eine richtige Winterrallye macht einfach unglaublich viel Spaß", sagt der 23-Jährige. "Als Fahrer kannst du auf diesem Untergrund viel aggressiver zu Werke gehen. Wir fahren viel mehr quer, weil wir dadurch den Wagen leichter für die Kurven positionieren können. Das viele Weiß lässt dich allerdings nicht immer exakt erkennen, wo die Straße verläuft. Deshalb trage ich auf den Prüfungen eine Brille mit gelb getönten Gläsern, die die Sicht deutlich verbessert."
Neben den beiden Fahrzeugen des Ford-Teams gehen in Norwegen weitere sechs Focus RS WRC an den Start. Stobart hat Henning Solberg und Urmo Aava für die Marken-WM nominiert und schickt außerdem Matthew Wilson ins Rennen. Vater Peter und Sohn Peter jun. van Merksteijn unternehmen einen Familienausflug auf WM-Niveau. Jouni Arolainen aus Finnland feiert sein WRC-Debüt am Steuer eines Focus RS WRC.
Quelle: Motorsport-Total.com |
Zuletzt bearbeitet von Opa am 13.02.2009, 21:21, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
08.02.2009, 14:24 |
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Petter Solberg WRC Team - "Ein Traum wird wahr"
08. Februar 2009 - 13:50 Uhr
Der ehemalige Rallye-Weltmeister Petter Solberg will die WRC-Saison 2009
mit seinem eigenen Rennstall bestreiten - Renndebüt in Norwegen
Kann's kaum glauben: Petter Solberg
startet bald erstmals im eigenen Team
© xpb.cc
Eigentlich hätte Petter Solberg 2009 für Subaru an den WM-Start rollen sollen, doch der japanische Automobilhersteller zog im Zuge der Wirtschaftsflaute noch im Winter den Stecker. Solberg, Weltmeister 2003, stand plötzlich ohne Drive für die neue Saison da. Der Norweger denkt aber nicht daran, künftig daheim zu sitzen und kaufte sich stattdessen einen Citroen Xsara der Generation 2006, den er ab sofort unter der Flagge seines eigenen "Petter Solberg WRC Teams" einsetzen wird.
"Damit ist ein Traum wahr geworden", sagte Solberg am Rande der Präsentation seines neuen Rennstalls vor der Rallye Norwegen. "Ich wollte schon seit geraumer Zeit mein eigenes WRC-Team zusammenstellen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich es so nicht geplant hatte und schon gar nicht unter diesen Umständen und in diesem Zeitfenster."
"Nichtsdestotrotz sind wir nun bereit und ich freue mich schon auf die Tests und die Rallye Norwegen", meinte der ehemalige Subaru-Fahrer. "Ich habe stets Vollgas gegeben in dieser Sache und bin richtig stolz darauf, mein neues Team vorstellen zu können. Um mich herum habe ich jede Menge brillanter Leute."
So hat Solberg auch den ehemaligen Subaru-Logistikchef Ken Reese um sich geschart und plant, gemeinsam mit seiner Mannschaft die komplette WRC-Saison 2009 zu bestreiten. "Meine Leute haben in den vergangenen Wochen zum Teil 24-Stunden-Schichten eingelegt. Ohne ihren Einsatz und meine Sponsoren wäre das niemals möglich gewesen."
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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09.02.2009, 12:17 |
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Schlingerkurs der WRC: IRC bald erste Liga?
In der WRC soll eine goldene Ära anbrechen, doch der Zick-Zack-Kurs weiter -
Vermarkter ISC wird es schwer haben und die IRC könnte profitieren
Im Drift: Die Rallye-Weltmeisterschaft biegt in eine ungewisse Zukunft ab...
© xpb.cc
In der WRC sollen tolle Zeiten anbrechen: Ein neues Reglement soll ab 2010 weitere Hersteller anlocken und mit der International Sportsworld Communicators ISC will man für zehn Jahre den lang geforderten zentralen Vermarkter unter Vertrag nehmen, der die angeschlagene Rallye-Weltmeisterschaft wieder auf Vordermann bringen soll. FIA-Präsident Max Mosley jedenfalls ist begeistert über die Zukunftsaussichten der WRC.
Der Vertrag mit der ISC sei enorm wichtig, sagte Mosley gegenüber 'autosport.com': "Die Hersteller werden nun realisieren, dass eine richtige und seriöse Organisation hinter der Meisterschaft steht. Das wird sie davon überzeugen, einzusteigen und mitzumachen, vor allem, wenn wir die Kosten unter Kontrolle halten können." Die ISC soll laut Mosley unter anderem dafür sorgen, dass im Fernsehen wieder mehr über die WRC berichtet wird. Vor allem aber soll sie die Serie ins Internet bringen: "Wir brauchen das Internet, es hat eine große Zukunft. Und mit der ISC können wir beide Bereiche abdecken", so Mosley.
Rallye-WM bald "zweite Liga"?
Bricht in der WRC also nun eine goldene Ära an? Wohl eher nicht, denn der Schlingerkurs, der in den vergangenen Jahren gefahren wurde und der selbst engagierte Hersteller zu Ausstiegsdrohungen provoziert hat, hält unvermittelt an. Mal hü, mal hott - so geht es nun auch weiter. Trotz aller großen Versprechen für die Zukunft: Wie die Rahmenbedingungen künftig aussehen sollen, weiß immer noch keiner genau. Und kaum gibt es einmal konkrete Pläne, werden diese auch schon wieder über den Haufen geworfen.
Kaum drei Stunden, nachdem die ISC als Vermarkter verkündet wurde und alle vom großen Durchbruch und einer fantastischen Zukunft sprachen, wartete Mosley gleich mit der nächsten Kursänderung auf. Im FIA-Weltrat wurde eigentlich beschlossen, dass die Fahrzeuge, die ab 2010 auf dem S2000-Reglement basieren, mit einem Zusatzkit aufgerüstet werden sollen. Das müsse man noch einmal überdenken, forderte Mosley jetzt. Er schlug vor, im Zuge der dringenden Einsparungen auf dieses Turbokit zu verzichten.
Nach Meinung von Experten war dies das Schlechteste, was Mosley tun konnte. Und das nicht nur, weil herkömmliche S2000-Autos in den Augen vieler für die Rallye-Königsklasse einfach zu unspektakulär sind. Die Hersteller diskutieren seit Monaten mit der FIA-Rallyekommission darüber, wie das neue Reglement aussehen könnte. Endlich hatte man sich auf einen Weg geeinigt, der allen das Gefühl einer gewissen Stabilität gegeben hatte. Wenn das nun wieder verworfen wird, bewegt sich die WRC weiter auf dünnem Eis, wie sie das in der Vergangenheit schon getan hat. An der allgemeinen Situation hat sich dann nichts geändert - dann weiß immer noch keiner, wohin der Weg führen soll.
Wird dieser Schlingerkurs weitergeführt, gehen viele Beobachter davon aus, dass die Intercontinental Rally Challenge IRC die WRC relativ schnell als erste Liga im Rallyesport ablösen könnte. In der IRC sind mehr Hersteller vertreten, das Format erlaubt spektakuläre Rallyes wie zuletzt die Rallye Monte Carlo, zudem wird viel live im Fernsehen übertragen. Und sollten bekannte Piloten wie Chris Atkinson oder starke Nachwuchspiloten, die im dünnen WRC-Feld keinen Platz bekommen, dann auch noch in der IRC anheuern, dürfte das Interesse zusätzlich steigen.
ISC: Wie ist es um die Zukunft der Rallye-WM bestellt?
Größter Leidtragender wäre bei diesem Szenario die ISC. Sie hätte dann bis 2020 Promotion- und TV-Rechte für eine Serie, die nur noch in der zweiten Liga spielt. Doch auch wenn sich die WRC als "Königsklasse" behaupten kann, hat es die ISC in den kommenden Jahren nicht leicht. Der Vertrag, den sie mit der FIA unterzeichnen soll, gibt solche Rahmenbedingungen vor, dass alle anderen Interessenten schon vorzeitig abgewinkt haben. Die ISC war am Ende ohnehin der einzige Bewerber für die Vermarkterrolle.
Die ISC steht nun erst einmal vor der großen Frage, wie die kommenden zehn Jahre überhaupt finanziert werden sollen. Der Plan, Rechte an TV-Sender zu verkaufen, geht in heutigen Zeiten nicht mehr auf. Denn die Sender verzichten lieber darauf, über die WRC zu berichten, als dafür auch noch Geld auf den Tisch zu legen. Die ISC muss also über andere Wege Geld verdienen, aber das ist mit einem Vertrag, der der ISC kaum Rechte einräumt, auch nicht so einfach.
Der nächste Schritt ist, mit den jeweiligen Veranstaltern zu verhandeln. Hat die ISC Glück, kann man sich auf einigermaßen lukrative Verträge einigen. Doch dass die ISC einen WM-Lauf selbst komplett verkauft und vermarktet, ist eher unwahrscheinlich. Denn Veranstalter wie zum Beispiel die Rallye Finnland haben ihr Geschäft so gut im Griff, dass sie keinen zusätzlichen Vermarkter brauchen, der auf Sponsorensuche geht und statt ihrer das Geld kassiert.
Wenigstens in Sachen Kalender soll die ISC weitgehend freie Hand haben, verspricht Mosley. Termine und Veranstaltungsorte müssten sich natürlich nach kommerziellen Interessen richten, so der FIA-Präsident, "doch wenn die ISC einen Kalender vorlegt, werden wir zögern, etwas davon abzulehnen, es sei denn, es gibt einen guten Grund." Die WRC auf dem Weg in die Zukunft - da gibt es noch viel zu tun.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
10.02.2009, 18:01 |
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Schneehatz durch die norwegischen "Bobbahnen"
10. Februar 2009 - 15:10 Uhr
Vorschau auf die Rallye Norwegen:
Die Bedingungen bei dem spektakulären Lauf sind perfekt,
die Jagd durch den tiefen Schnee kann beginnen
Norwegen ist 2009 die einzige Schneerallye im WRC-Kalender
© xpb.cc
Zum zweiten Mal nach dem Debüt im Jahr 2007 steht die Rallye Norwegen am kommenden Wochenende im WRC-Kalender. Es ist die einzige Schneerallye in diesem Jahr und alle sind sich einig: Norwegen ist eine der spektakulärsten Stationen im Kalender. Der WM-Lauf ist die zweitgrößte Sportveranstaltung in dem skandinavischen Land. Sie wird von den Zuschauerzahlen her nur von den Olympischen Spielen übertroffen, die 1994 in Lillehammer stattgefunden haben. Und die Zuschauer heißen den WM-Tross immer begeistert willkommen.
Die Schneemassen in Norwegen haben es ebenfalls in sich. Auf die Piloten wartet die einzige reine Schneerallye des Jahres. Und die weiße Pracht ist in solchen Mengen vorhanden, sodass beim Debüt 2009 selbst Lokalmatador Henning Solberg fasziniert war: "Wenn du mal von der Strecke abkommst, musst du dir genau notieren, wo dein Auto steht, ansonsten kann es dein Team vor dem Frühling nicht mehr finden."
Auch in diesem Jahr sind die Bedingungen nach Auskunft der Organisatoren "einfach perfekt". Die Schneewälle, die die Pisten in "Bobbahnen" verwandeln und an denen sich die Piloten bei der Hatz durch die Kurven richtiggehend anlehnen, sind bereits über einen Meter hoch. Die Pisten sind teilweise schnell, teilweise aber auch eng, kurvig und uneben. Befahren werden sie mit dem neuen Schneereifen von Pirelli, deren fast 400 Spikes den Crews auf Schnee und Eis maximale Traktion bieten.
Der Servicepark befindet sich im berühmten Wikingerschiff von Hamar, der Eisschnelllaufarena, die für Olympia gebaut wurde. Auf die Teilnehmer warten rund 375 Wertungskilometer auf insgesamt 23 Prüfungen. Gestartet wird die Rallye am Donnerstagabend um 20:00 Uhr mit einer Zuschauerprüfung mitten in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Danach wird nördlich und östlich von Hamar gefahren. Am Freitag gibt es einen Remote-Service in Kongsvinger. Die Prüfungen führen außerdem auch an Lillehammer vorbei, wo die Olympischen Sportstätten für einen besonderen Hintergrund sorgen.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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Verfasst am:
13.02.2009, 17:21 |
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Loeb übernachtet in Führung
13. Februar 2009 - 16:42 Uhr
Nach heißem Fight gegen Mikko Hirvonen beendete Sébastien Loeb den ersten Tag
der Rallye Norwegen als Gesamtleader - Petter Solberg starker Fünfter
Sébastien Loeb übernahm am Ende des ersten Tages noch die Führung
© Red Bull/McKlein
Eigentlich galten die Ford-Piloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala als klare Favoriten bei der Rallye Norwegen. Doch Weltmeister Sébastien Loeb konnte im tiefen Schnee bisher Paroli bieten. Der Citroën-Star lieferte sich bei bitterkalten minus 20 Grad Celsius ein heißes Duell mit Hirvonen. Am Ende setzte sich Loeb noch knapp durch und entschied den ersten Tag für sich. Der Franzose übernachtet als Gesamtführender mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden auf Hirvonen. Auf Rang drei folgt Latvala, der 26,2 Sekunden Rückstand auf Loeb hat.
Hirvonen legte mit Bestzeit in der ersten Prüfung des Freitags vor und übernahm die Führung. Doch gleich in der zweiten Prüfung konterte Loeb als Schnellster und setzte sich seinerseits knapp an die Spitze. In der nächsten WP holte sich Hirvonen die nächste Bestzeit und die Führung. Zum Mittagsservice kam er mit einem Vorsprung von 4,8 Sekunden auf Loeb.
Am Nachmittag setzten die beiden ihr Duell fort. Loeb hielt den Anschluss an den auf Schnee spezialisierten Finnen, größer als 7,3 Sekunden nach der vorletzten Prüfung wurde sein Rückstand nicht. In der letzten Prüfung dann bekam Hirvonen Probleme, verlor fast zehn Sekunden auf Loeb und musste die Führung, die er sich so hart erarbeitet hatte, wieder abgeben.
"Es macht Spaß, so zu fahren und zu fighten."
Sébastien Loeb
"Es wird morgen wieder sehr eng", prophezeite Loeb, der sich in der letzten Prüfung des Tages noch einmal die Bestzeit holte. "Es war ein toller Fight heute, es macht Spaß, so zu fahren und zu fighten", schwärmte der Franzose. "Jetzt habe ich eine gute Ausgangslage für morgen. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich morgen als Zweiter auf die Strecke gehe, aber es sollte keinen so großen Unterschied machen."
Reifenabrieb bei Hirvonen
Hirvonen hatte nicht taktisch zurückgesteckt - am ersten Tag würde dies auch nicht viel Sinn machen. Stattdessen trauerte er seinem kleinen Vorsprung nach, den er sich auf Loeb herausgefahren hatte: "Meine Hinterreifen sind völlig hinüber. Der Abrieb war viel größer als erwartet. Ich musste die Reifen wirklich schonen. Schade. Jetzt müssen wir morgen wieder angreifen, aber wir haben noch zwei Tage und es wird ein heißer Fight."
"Schade. Jetzt müssen wir morgen wieder angreifen."
Mikko Hirvonen
Teamkollege Latvala möchte aus dem Zweikampf vor sich gern einen Dreikampf machen. "Natürlich möchte ich die beiden morgen unter Druck setzen", sagte der finnische Jungstar, der die letzte Schneerallye 2008 in Schweden gewinnen konnte. "Nach dem heutigen Tag bin ich recht selbstbewusst." Gefahr von hinten muss Latvala derzeit nicht fürchten: Daniel Sordo (Citroën) liegt als Vierter rund 40 Sekunden hinter dem Ford-Piloten.
Petter Solberg "Best of the Rest"
Auf Rang fünf beendete der Nationalheld den ersten Tag. Petter Solberg, der die gestrige Zuschauerprüfung sensationell für sich entschieden hatte, musste die Werkspiloten heute ziehen lassen. Doch er ist in seinem drei Jahre alten Citroën Xsara "Best of the Rest" - und das, obwohl er unnötig Zeit verloren hat. Am Morgen bremste ihn ein Reifenschaden aus - ein Ersatzrad hatte der Norweger aber nicht dabei.
"Morgen fighte ich weiter!"
Petter Solberg
"Es lief morgens wirklich super, aber das war ein dummer Fehler. Ich habe Zeit verloren, das war sehr dumm", räumte Solberg ein. "Aber sonst ist es super, es macht riesigen Spaß und es sind so viele Fans da. Morgen fighte ich weiter!"
Zwei Bestzeiten für Andersson
Und das muss er auch, denn nur 0,1 Sekunden hinter ihm lauert Per-Gunnar Andersson, wie Solberg ein Pilot, der nach dem Ausstieg seines Arbeitgebers im Dezember plötzlich auf der Straße stand. Der frühere Suzuki-Pilot startet in Norwegen in einem Skoda Fabia WRC - und holte am Nachmittag sensationell zwei Bestzeiten. "Der Grip war da einfach fantastisch", berichtete Andersson, der den Tag als Sechster beendet.
"Der Grip war da einfach fantastisch."
Per-Gunnar Andersson
Morgen könnte er Jagd auf Solberg machen: "Diese Position ist eigentlich schon die beste, die wir erreichen können, aber ich werde morgen versuchen, mein Bestes zu geben." Der Schwede befindet sich übrigens im Solberg-Sandwich, denn nicht einmal acht Sekunden hinter ihm liegt Henning Solberg (Stobart) auf Gesamtrang sieben. Den Fans ist also ein heißer Dreikampf garantiert, zwischen zwei norwegischen Brüdern und einem Schweden.
Stobert-Youngster Matthew Wilson hat sich im Laufe des Nachmittags auf Rang acht und damit den letzten Punkterang verbessert. Citroën-Junior Sébastien Ogier und Urmo Aava im dritten Stobart komplettieren die Top 10, gefolgt von Ogiers Teamkollegen Evgeny Novikov und Conrad Rautenbach.
Quelle: Motorsport-Total.com / Britta Weddige |
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