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WTCC

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BeitragVerfasst am: 08.03.2009, 19:19 Antworten mit ZitatNach oben

Curitiba: SEAT feiert Vierfach-Triumph im ersten Rennen

8. März 2009

Titelverteidiger Yvan Muller siegte im turbulenten ersten Saisonlauf in Brasilien -
Jörg Müller früh aus dem Rennen - Viele Duelle und Ausrutscher


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Jubel bei Yvan Muller: Der Weltmeister siegte auch zum Auftakt der neuen Saison© xpb.cc

SEAT hat die Dominanz aus der Qualifikation auch im ersten Saisonrennen bestätigt. Weltmeister Yvan Muller raste im TDI zum ungefährdeten Sieg vor seinen Teamkollegen Jordi Gené, Rickard Rydell und Gabriele Tarquini. In einem von vielen Zwischenfällen geprägten Rennen sicherte sich Chevrolet-Fahrer Nicola Larini im neuen Cruze auf Anhieb den fünften Rang. BMW musste hingegen bereits in der Anfangsphase Federn lassen, brachte aber Augusto Farfus auf Rang sechs ins Ziel.

Mit einem aufregenden Rennen kehrte die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) aus der Winterpause zurück - und sämtliche Befürchtungen sind wahr geworden: SEAT ließ im gesamten Rennverlauf nichts anbrennen und feierte einen souveränen Vierfachsieg in Curitiba. Titelverteidiger Yvan Muller wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht und fuhr fehlerfrei zum ersten Rennerfolg in der neuen Saison. Jordi Gené und Rickard Rydell stiegen ebenfalls mit auf das Podium.

Startcrash wirft Müller aus dem Rennen

Während die Spitze also ein relativ einsames Rennen absolvierte, kam es dahinter schon nach wenigen Metern zu den ersten Berührungen. Die Leidtragenden in der ersten Schikane waren unter anderem die beiden BMW Piloten Jörg Müller und Andy Priaulx, die sich nach der gestrigen Qualifikation noch einiges ausgerechnet hatten. Gemeinsam mit Chevrolet-Fahrer Alain Menu rodelten die beiden quer durch das Kiesbett - für Müller und Menu war das Rennen damit gelaufen.

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BMW Pilot Andy Priaulx erlebte einen schwierigen Saisonauftakt in Curitiba...© xpb.cc

Priaulx konnte den Fahrbetrieb mit einem deutlich ramponierten Auto wieder aufnehmen und verpasste letztendlich nur knapp eine Sensation - der Brite überquerte die Ziellinie als Neunter, sollte aber im weiteren Rennverlauf nur eine Nebenrolle spielen. Da vorne die Positionen schon sehr bald vergeben zu sein schienen, konzentrierten sich die großen Scharmützel um den Brennpunkt P8 und um die Führung bei den Privatfahrern, die Félix Porteiro (BMW) am Start verteidigt hatte.

Überhaupt geigte der Spanier im ersten Lauf prima auf und schnappte sich in Runde drei gar Chevrolet-Pilot Rob Huff, der sich aber umgehend wieder an ihm vorbeidrückte. Dieses Manöver schien das gesamte Starterfeld wachzurütteln, denn auf einmal flogen an allen Ecken und Enden die Fahrzeugfetzen. Während sich BMW Pilot Sergio Hernández mit Cruze-Fahrer Nicola Larini anlegte, feuerte Stefano D'Aste seinen Wiechers BMW in Runde fünf spektakulär ins Aus.

Muller kontrolliert das Renngeschehen

Der Italiener hatte die Kontrolle über seinen Rennwagen verloren, als er mit seinen Rädern etwas vom Kurs abgekommen war. Dies rief wiederum das Safety-Car auf den Plan, hatte D'Aste bei seinem Einschlag nicht nur sein Auto heftig demoliert sondern auch die Reifenstapel erheblich in Mitleidenschaft gezogen. So staute sich das Feld nach nur fünf absolvierten Umläufen in Curitiba wieder hinter Muller - für Huff kam das freilich zu spät: Der Brite musste seinen neuen Cruze augenscheinlich mit Defekt abstellen.

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Der SEAT-Express war schnell wie eh und je: Muller vor Gené, Rydell und Tarquini © xpb.cc

In der Reihenfolge Muller, Gené, Rydell, Tarquini, Farfus, Tiago Monteiro (SEAT), Larini, Hernández, Alessandro Zanardi (BMW) und Porteiro zuckelte das Starterfeld um die 3,695 Kilometer lange Schleife, ehe die Rennleitung den Fahrbetrieb in Runde neun wieder freigab. An der Spitze kontrollierte Muller den Neustart ohne Probleme und kehrte als Führender aus der Safety-Car-Phase zurück. Dahinter sollte sich allerdings einiges zusammenbrauen.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand aber nicht etwa Tarquini, der als einziger der SEAT-Piloten etwas Druck auf seine Vordermänner ausübte, sondern vielmehr Farfus. Der BMW Pilot erwischte einen denkbar schlechten Restart und wurde sofort von Monteiro kassiert. Damit freilich nicht genug, denn auch Cruze-Fahrer Larini drückte sich noch auf der Zielgerade am Publikumsliebling vorbei - wobei einmal mehr kräftiger Lackaustausch stattfand.

Larini mit Rang fünf beim Cruze-Debüt

Nur wenige Meter später rodelten die ehemaligen Teamkollegen Porteiro und Zanardi gemeinsam durch die üppigen Grünflächen am Streckenrand des "Autódromo Internacional de Curitiba", was beide im Kampf um P8 letztendlich entscheidend zurückwarf. In der Folge entbrannte ein wilder Fight zwischen Hernández, Teamkollege Zanardi und BMW Team UK Havarist Priaulx, der sich nach seinem Ausrutscher zu Beginn wieder weit nach vorne gearbeitet hatte.

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Real Cars, Real Racing: Farfus in der Klemme zwischen Monteiro und Larini © xpb.cc

Dann erst tat sich wieder etwas in der Spitzengruppe: Monteiro übertrieb es beim Versuch, seine Verfolger abzuschütteln, gleich mehrfach - und leistete sich in Runde 14 eingangs der Zielgeraden einen folgenschweren Fehler, der den Portugiesen bis auf Rang acht zurückwarf. Larini, Farfus und Hernández schlüpften durch, womit auch vorne die Positionen bezogen waren. Und wie von Geisterhand stand plötzlich auch für Lauf zwei ein SEAT-Pilot auf der Pole...

In Runde 15 - die Distanz war aufgrund der Safety-Car-Phase von 14 auf 16 Runden erhöht worden - mündete das Gerangel im Hinterfeld schließlich im Parallelabflug von Marin Colak (SEAT) und Engstler-Teamkollege Kristian Poulsen (BMW). Unglücklich ineinander verhakt, rutschte das Privatier-Duo in der letzten Kurve ins Kiesbett und rief einmal mehr Gelbe Flaggen hervor - den Sieg von Weltmeister Muller brachten die beiden damit aber nicht mehr in Gefahr.

SEAT gewinnt überlegen in Brasilien
Der Titelverteidiger brachte seinen SEAT Leon TDI nach knapp einer halben Stunde Fahrzeit als Sieger über die Ziellinie. Gené, Rydell und Tarquini machten den SEAT-Vierfach-Erfolg komplett, wohingegen Larini als Fünfter für ein hervorragendes Cruze-Debüt verantwortlich zeichnete. Farfus und Hernándes landeten abschließend auf den Rängen sechs und sieben, Monteiro holte sich den begehrten achten Platz vor Pechvogel Priaulx und Neu-Privatier Porteiro.

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Am Ende strahlten Jaime Puig, seine Piloten und Félix Porteiro vom Podium © xpb.cc

Letzterer setzte sich - wie erwartet - trotz einiger Wiesenbesuche bei den Privatfahrern durch und staubte zum Saisonauftakt gleich die volle Punktzahl ab. Routinier Tom Coronel (SEAT) wurde nach einem couragierten Rennen als Zweiter abgewinkt und hielt seinen Teamkollegen Tom Boardman (SEAT) erfolgreich auf Distanz. Nach einigen Rempeleien kam der Deutsche Franz Engstler (BMW) als Vierter über die Linie, Porteiro-Teamkollege George Tanev (BMW) wurde starker Fünfter.

Und die Ladas? Das vierte Werksteam der WTCC leistete sich ein zumeist unauffälliges aber dennoch gelungenes Rennen und brachte alle drei 110-Fahrzeuge sicher ins Ziel. Jaap van Lagen (15.) konnte sich zwar nur mit einigen Privatiers messen, landete aber dennoch solide im Mittelfeld. Viktor Shapovalov (17.) und Kirill Ladygin (18.) folgten dichtauf, bildeten allerdings auch schon die Schlusslichter des Feldes, das bei Weitem nicht komplett im Ziel angekommen war...


Brasilien/Curitiba
FIA WTCC
Rennen 1


Pos. Nr. Fahrer- Auto- Typ
1--- 1-- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
2--- 4-- J. Gené- SEAT- Leon TDI
3--- 3-- R. Rydell- SEAT- Leon TDI
4--- 2-- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
5--- 14- N. Larini- Chevrolet- Cruze
6--- 8-- A. Farfus- BMW- 320si
7--- 16- S. Hernandez- BMW- 320si
8--- 5-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
9--- 6-- A. Priaulx- BMW- 320si
10-- 16- F. Porteiro- BMW- 320si
11-- 21- T. Coronel- SEAT- Leon
12-- 9-- A. Zanardi- BMW- 320si
13-- 22- T. Boardman- SEAT- Leon
14-- 25- F. Engstler- BMW- 320si
15-- 18- J. van Lagen- Lada- 110
16-- 24- G. Tanev- BMW- 320si
17-- 20- V. Shapovalov- Lada- 110
18-- 19- K. Ladygin- Lada- 110
19-- 28- M. Colak- SEAT- Leon
20-- 26- K. Poulsen- BMW- 320si
DNF- 7-- J. Müller- BMW- 320si
DNF- 11- R. Huff- Chevrolet- Cruze
DNF- 27- S. D'Aste- BMW- 320si
DNF- 12- A. Menu- Chevrolet- Cruze


Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 08.03.2009, 22:43 Antworten mit ZitatNach oben

Tarquini gewinnt Regenschlacht von Curitiba!

8. März 2009

Auch im zweiten Rennen des Tages landete SEAT einen Volltreffer:
Tarquini führt zweiten Vierfach-Erfolg an - Müller mit sensationeller Aufholjagd


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Vize-Weltmeister Gabriele Tarquini pflügte im zweiten WM-Lauf zum Sieg © xpb.cc

Die Wetterbedingungen hatten sich zwar verändert, doch an der Spitze bot sich auch im zweiten Sprintrennen in Curitiba ein nur marginal anderes Bild: SEAT hatte die Konkurrenz auch bei starkem Regen und anschließend bei abtrocknender Strecke absolut im Griff. Gabriele Tarquini rang seine Gegner in den Startrunden nieder und kreuzte nach 16 Umläufen als Sieger die inzwischen wieder vollkommen trockene Ziellinie. Eine große Show lieferte allerdings auch BMW Team Germany Pilot Jörg Müller.

Der Deutsche war der heimliche Held des Tages, hatte Müller doch schon in der Qualifikation als einziger Benziner einigermaßen mit der TDI-Fraktion mithalten können. In Rennen eins war für den BMW Team Germany Fahrer dann schon in Runde eins alles vorbei, als er in eine Kollision verwickelt wurde. Dafür lief Müller in Lauf zwei zu wahrer Hochform auf und deklassierte seine Mitstreiter in schwierigsten Verhältnissen: Binnen 16 Runden war der 39-Jährige von Rang 22 auf P5 nach vorne gefahren.

Porteiro behauptet sich an der Spitze

Auch wenn Müller damit einen regelrechten Husarenritt auf den lange feuchten Asphalt zauberte - mehr als Ergebniskosmetik bedeutete sein fünfter Rang letztendlich nicht. Die SEAT-Piloten waren zwar nicht von ganz vorne ins Rennen gegangen, machten aber schon unmittelbar nach den beiden Einführungsrunden hinter dem Safety-Car erstmals Druck und kurz darauf ernst. Doch zunächst hatte Überraschungs-Pole-Sitter Félix Porteiro (BMW) das Heft sehr fest in der Hand und wehrte sämtliche Angriffe routiniert ab.

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Vom Regen in die Traufe: Soviel Freude hat man als Gridgirl nicht alle Tage © xpb.cc

Breit aufgefächert und von einer riesigen Gischtwolke eingehüllt fegte das Feld in Runde drei erstmals ohne Führungsfahrzeug über Start und Ziel, wobei schon in Kurve eins die ersten Wiesenbesuche anstanden. An der Spitze gab Porteiro das Tempo vor und zog Andy Priaulx (BMW), Sergio Hernández (BMW), Gabriele Tarquini (SEAT), Augusto Farfus (BMW), Rickard Rydell (SEAT), Jordi Gené (SEAT), Tom Coronel (SEAT) und Alessandro Zanardi (BMW) um den 3,695 Kilometer langen Kurs.

Kaum einen Umlauf später zündete Tarquini seine Performance-Rakete und schnappte sich auf der kurzen Gegengerade sowohl Priaulx als auch Hernández auf einen Streich - selbst im Regen hatten die BMW Piloten keine Chance gegen die geballte SEAT-Power. Für Priaulx sollte das bis dato durchwachsene Wochenende damit aber noch lange nicht vorbei sein. Der ehemalige Weltmeister fiel in der Folge kontinuierlich zurück und musste seine Konkurrenten nach und nach ziehen lassen.

Tarquini geht in Führung und saust davon

In Runde fünf lag der Fokus einmal mehr auf SEAT-Fahrer Tarquini, der Porteiro glatt im nicht mehr fallenden Regen stehen ließ und seinerseits die Führungsposition einnahm. Damit war das Rennen entschieden, denn die SEAT-Fahrzeuge sollten sich in Curitiba als unantastbar erweisen. Zwar hielten sich mit Porteiro, Hernández und Farfus noch drei BMW Fahrer in der Spitzengruppe auf, doch im Hintergrund machte bereits das SEAT-Rudel mobil und rüstete sich zum Angriff.

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Jordi Gené und seine SEAT-Kollegen düpierten wieder einmal das ganze Feld © xpb.cc

Dieser erfolgte prompt und innerhalb von wenigen Runden waren die Gelben komplett durch das Feld gepflügt und hatten einmal mehr die vier Spitzenpositionen inne. So lautete die neue Reihenfolge auf den Toppositionen schon in Runde sieben: Tarquini, Rydell, Gené und Muller - daran sollte sich bis zum Rennende neun Runden später auch nichts mehr ändern. Auf den Plätzen kam es dagegen sehr wohl noch zu großen Verschiebungen, was vor allem den Verhältnissen geschuldet werden musste.

Hernández verschätzte sich am Ende der Zielgeraden, Farfus rutschte durch und Porteiro lag auf einmal neben seinem Rivalen vom BMW Team Italy-Spain, dessen Cockpit der Spanier noch in der vergangenen Saison eingenommen hatte. Und als hätte man's verschrien - es kam zur Berührung zwischen den Autos, wodurch Hernández einen zauberhaft schönen Kreisel auf den feuchten Asphalt legte und sich auf dem letzten Platz der Top 10 wieder einordnete.

Müller mit Sensations-Performance

Ab Runde zehn war die Strecke größtenteils wieder trocken und die Regenreifen der Akteure ließen deutlich sichtbar an Grip vermissen. Dies nutzte Müller, der sich in der Zwischenzeit schon bis in die Top 10 verbessert und Markenkollege Priaulx vor der Haube hatte. Der Brite konnte dem Deutschen nur bedingt Widerstand leisten und so lag Müller wenige Umläufe später erstmals an diesem Wochenende in den Punkterängen. Doch damit wollte es der 39-Jährige nicht bewenden lassen.

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Jörg Müller krönte ein durchwachsenes Wochenende mit der Fahrt des Tages © xpb.cc

In einem absolut beeindruckenden Schlussspurt schnupfte der BMW Team Germany Pilot seine Gegner der Reihe nach auf und machte auch vor Teamkollege Farfus nicht Halt. Auf P5 kam die fantastische Aufholjagd, die auf dem 22. Platz begonnen hatte, aber zum erliegen - der SEAT-Express war für Müller nicht mehr zu knacken. Der Vizeweltmeister von 2006 hatte sich allerdings als einer der wenigen Fahrer in diesem zweiten Rennen komplett fehlerlos präsentiert.

Anders die Konkurrenz: Gleich reihenweise segelten die Autos vor allem in der Anfangsphase in der ersten Schikane geradeaus. Aufgrund ihrer besonders sehenswerten Abflüge seien hier stellvertretend Gené und Coronel erwähnt, die durch ihre Wiesenabenteuer aber nur wenig bis gar keinen Boden einbüßten. Nur Marin Colak (SEAT) war zu diesem Zeitpunkt schon fein raus - buchstäblich. Der Kroate hatte seinen Dienstwagen schon in der Einführungsrunde abgestellt.

Porteiro wieder Privatier-Sieger

So feierte Vizeweltmeister Tarquini im zweiten Rennen des Jahres seinen ersten Saisonerfolg - womit die Sieger in Curitiba genau denen des Vorjahres entsprachen. Schon 2008 hatten Muller und Tarquini beim Saisonauftakt triumphiert. Rydell kam dieses Mal als Zweiter über die Linie, Gené hielt den Angriffen von Champion Muller stand und wurde Dritter. Hinter Muller klassierte sich ein großartig agierender aber glückloser Müller auf Rang fünf vor Teamkollege Farfus, Porteiro und Coronel.

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Siegertyp: Félix Porteiro durfte sich in Curitiba zwei große Pokale abholen © xpb.cc

Letztere machten im Übrigen auch den Sieg in der Privatfahrer-Wertung unter sich aus und waren im Ziel gerade einmal durch 0,5 Sekunden getrennt. Weil beide außerdem in die Top 8 gefahren waren, erhielten sie sechs (Porteiro) und drei (Coronel) Punkte für die Independents' Trophy obendrauf - müßig zu erwähnen, dass Porteiro nach den ersten beiden Saisonläufen souverän an der Tabellenspitze der Privatiers liegt. Franz Engstler (BMW) sammelte als Dritter ebenfalls Trophy-Punkte.

Kristian Poulsen (BMW), in Lauf eins noch ausgefallen, wurde Vierter vor Tom Boardman (SEAT), Stefano D'Aste (BMW) und George Tanev (BMW). Erneut hielt sich das neue Lada-Werksteam schadlos und brachte wiederum alle drei Fahrzeuge über die Ziellinie. Jaap van Lagen (17.), Kirill Ladygin (22.) und Viktor Shapovalov (23.) konnten aus den schwierigen Bedingungen allerdings kein Kapital schlagen und rangierten wieder am Ende des Feldes - brachten aber immerhin beide Renndistanzen erfolgreich hinter sich. Das muss schon als Teilerfolg für Lada gelten.

Muller und Tarquini wieder an der WM-Spitze

Wie schon in der vergangenen Saison, so verlassen Yvan Muller und Gabriele Tarquini Curitiba wieder als Tabellenführer. Mit jeweils 15 WM-Punkten teilen sich die beiden SEAT-Akteure die Tabellenspitze vor ihren beiden - ebenfalls gleichauf liegenden - Teamkollegen Jordi Gené und Rickard Rydell mit jeweils 14 Zählern. Am Ende der großen Lücke liegt BMW Pilot Augusto Farfus mit sieben Punkten auf Rang fünf. Jörg Müller bekleidet dank P5 im zweiten Rennen WM-Platz sechs. Bei den Herstellern belegt SEAT mit 36 von 36 möglichen Punkten logischerweise Rang eins.

Brasilien/Curitiba
FIA WTCC
Rennen 2


Pos. Nr. Fahrer Auto Typ
1-- 2-- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
2-- 3-- R. Rydell- SEAT- Leon TDI
3-- 4-- J. Gené- SEAT- Leon TDI
4-- 1-- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
5-- 7-- J. Müller- BMW- 320si
6-- 8-- A. Farfus- BMW- 320si
7-- 16- F. Porteiro- BMW- 320si
8-- 21- T. Coronel- SEAT- Leon
9-- 6-- A. Priaulx- BMW- 320si
10- 16- S. Hernandez- BMW- 320si
11- 12- A. Menu- Chevrolet- Cruze
12- 5-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
13- 11- R. Huff- Chevrolet- Cruze
14- 9-- A. Zanardi- BMW- 320si
15- 14- N. Larini- Chevrolet- Cruze
16- 25- F. Engstler- BMW- 320si
17- 18- J. van Lagen- Lada- 110
18- 26 K. Poulsen- BMW- 320si
19- 22- T. Boardman- SEAT- Leon
20- 27- S. D'Aste- BMW- 320si
21- 24- G. Tanev- BMW- 320si
22- 19- K. Ladygin- Lada- 110
23- 20- V. Shapovalov- Lada- 110

WM-Stand
WTCC 2009

Fahrerwertung


P. Fahrer Pkt.
1. -- G. Tarquini- 15
1. -- Y. Muller- 15
3. -- J. Gené- 14
3. -- R. Rydell - 14
5. -- A. Farfus- 7
6. -- J. Müller - 4
7. -- S. Hernandez - 3
7. -- F. Porteiro - 3
9. -- A. Priaulx- 2
10. - T. Coronel- 1


Herstellerwertung

P. Hersteller Pkt.
1. - SEAT - 36
2. - BMW - 22
3. - Lada- 10
3. - Chevrolet - 9


Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 21:11 Antworten mit ZitatNach oben

WTCC-Autos in Mexiko eingetroffen

15. März 2009

Während ein Großteil der WTCC-Protagonisten nach dem ersten Saisonrennen im brasilianischen Curitiba die Heimreise nach Europa angetreten hat, sind die Rennautos der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf direktem Wege zum nächsten Veranstaltungsort gebracht worden. Per Lastflugzeug ging's von Südbrasilien via Miami nach Mexiko.

Bereits am Freitag trafen die 24 Rennwagen auf dem Hermanos-Serdán-Flughafen von Puebla ein. Trucks brachten die Fahrzeuge anschließend zur knapp 40 Kilometer entfernten Rennstrecke, wo am kommenden Wochenende das zweite Saisonrennen der WTCC ausgetragen wird. Fahrer und Teams werden zu Beginn der neuen Woche ihrerseits die Reise nach Mexiko antreten.

Quelle: Motorsport-Total.com - Steafan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 18.03.2009, 16:14 Antworten mit ZitatNach oben

Vorschau: WTCC in Puebla

18. März 2009

Ein Blickt voraus auf das zweite Rennwochenende in Mexiko und
die beiden Rennen in Puebla - SEAT wieder mit Favoritenrolle


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Vor malerischer Kulisse steigt in Mexiko das zweite Rennwochenende der Saison © xpb.cc

Nach dem spektakulären und vieldiskutierten Saisonauftakt im brasilianischen Curitiba schlägt die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ihre Zelte in Mexiko auf. Das "Autódromo Miguel E. Abed" in Puebla ist Gastgeber für die Saisonläufe drei und vier - und könnte den spanischen Titelverteidigern von SEAT einmal mehr perfekt in die Karten spielen. Bereits zum vierten Mal ist die WTCC in Mexiko unterwegs, doch BMW und Chevrolet warten noch immer auf einen Sieg.

Vor knapp zwei Wochen hat die WTCC ihr Jahresprogramm in der Millionenstadt Curitiba begonnen, jetzt folgt die zweite Episode im Titelkampf. Schauplatz ist wiederum eine Großstadt mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern, die ebenfalls eine spannende Geschichte aufweist. Die aus der Kolonialzeit stammende Architektur der Altstadt bildet das Herzstück von Puebla und wurde schon vor über 20 Jahren zum Weltkulturerbe ernannt.

32 Rennrunden für die WTCC in Mexiko

Malerisch ist auch die Kulisse des zweiten Rennwochenendes der Saison: Die beiden riesigen Vulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl mit jeweils über 5.000 Metern Höhe überragen die Region und die Stadt, die darüber hinaus von der herrlichen Sierra Nevada umgeben ist. Bereits 1531 wurden die ersten Grundsteine für die auch unter dem Namen Heroica Puebla de Zaragoza bekannte Stadt gelegt, die heute an vierter Stelle der größten Siedlungen Mexikos rangiert.

Kann die Großstadt auf eine lange Tradition zurückblicken, so ist das "Autódromo Miguel E. Abed" in der Rennsport-Szene noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Unmittelbar nach seiner Fertigstellung im Jahre 2005 debütierte der 3,240 Kilometer kurze Kurs schon im Kalender der Tourenwagen-WM und war bis auf 2007 alljährlich im Programm der WTCC vertreten - doch die Meinungen über die kurvenreiche Hatz auf über 2.100 Höhenmetern gehen weit auseinander.

Während die dünne Höhenluft vor allem den Turbomotoren von SEAT entgegen kommt, klagen die anderen Hersteller um BMW, Chevrolet und Lada zumeist über akuten Leistungsverlust und daher ein Handicap im Vergleich zur Konkurrenz. Zudem fordert das winklige, 18 Kurven umfassende Infield den Fahrern und ihren Rennwagen alles ab - schließlich gilt es, auf dem in den Ovalkurs gelegten Parcours zweimal 16 Rennrunden auf engstem Raum zu absolvieren.

Kann SEAT an den starken Saisonauftakt anknüpfen?

Anders als in Curitiba, so wird die Rennstrecke in Puebla gegen den Uhrzeigersinn befahren, was die meisten Piloten vor eine besondere Herausforderung stellt. Gleichwohl spielt die Abstimmung der Autos für die beiden Sprintrennen in Mexiko eine besonders große Rolle: Nur wer im Infield genug Grip hat und möglichst früh am Gas sein kann, hat eine Chance darauf, die Konkurrenz über die Renndistanz von knapp 50 Kilometer hinter sich zu lassen.

Noch nie hat sich ein Fahrer in Puebla zweimal in die Siegerlisten eintragen können, doch drei Piloten aus dem in dieser Saison 24 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld konnten hier schon triumphieren. 2006 landete Augusto Farfus (BMW) für Alfa Romeo einen viel umjubelten Sieg im zweiten Lauf, wohingegen 2008 kein Kraut gegen die SEAT-TDI-Renner von Jordi Gené und Tiago Monteiro gewachsen war. Letzterer feierte in Puebla gar seinen Premierenerfolg.

War SEAT in der vergangenen Saison vor über 70.000 Zuschauern dank der überlegenen Motorenpower erfolgreich, so deutet vor dem zweiten Rennwochenende des Jahres einiges darauf hin, dass sich diese Geschichte wiederholen könnte. BMW, Chevrolet und Lada rechnen sich vorab keine Chancen auf den Sieg aus und erwarten einen Durchmarsch der spanischen Titelverteidiger, die schon im Vorjahr vier Siege in den ersten vier Saisonrennen verbucht hatten.

Chevrolet will Punkte mit dem Cruze

Wie schon in Brasilien, so dürfen sich die mexikanischen Fans auch bei ihrem WTCC-Gastspiel über ein gut gefülltes Starterfeld freuen - in Puebla werden einmal mehr 24 Piloten ins Lenkrad greifen. Während das SEAT-Quintett mit der Favoritenrolle in die beiden Sprintrennen geht, streiten sich BMW und Chevrolet um die Plätze - und kämpfen zugleich um den Anschluss im WM-Klassement. Dort steht BMW nach dem Saisonauftakt weitaus besser da als Chevrolet.

Die Münchener sammelten in Curitiba einige Punkte, wohingegen Chevrolet mit dem neuen Cruze bislang noch keine zählbaren Ergebnisse einfahren konnte. Das will die Mannschaft um Teammanager Eric Nève in Mexiko nachholen und dem Cruze einen verspäteten WTCC-Einstand nach Maß bescheren. Für Lada, den vierten Hersteller in der Tourenwagen-WM, gilt auch in Puebla: mitfahren, Erfahrungen sammeln und möglichst alle drei Autos ins Ziel bringen.

Anders in der Independents' Trophy: Neucomer Félix Porteiro (BMW) deklassierte seine routinierte Konkurrenz in Brasilien auf Anhieb und führt die Tabelle mit 31 Punkten souverän an. Tom Coronel (SEAT), Stefano D'Aste (BMW) und Franz Engstler (BMW) könnten dem Spanier in Mexiko einen Strich durch die Siegrechnung machen, bekommen ihrerseits allerdings auch kräftig Zunder von ihren Teamkollegen. Zumindest bei den Privatfahrern dürfte also Spannung geboten sein...

Fakten zum Rennwochenende in Mexiko:

Die Sieger in Puebla 2005-2008:

2005: Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo), Peter Terting (SEAT)
2006: Salvatore Tavano (Alfa Romeo), Augusto Farfus (Alfa Romeo)
2007: nicht im Kalender
2008: Jordi Gené (SEAT), Tiago Monteiro (SEAT)

Rundenrekorde:

Qualifikation: 1:40.808 Minuten (Jordi Gené, SEAT, 2008)
Rennen: 1:41.067 Minuten (Tiago Monteiro, SEAT, 2008)

Der Zeitplan in der Übersicht (MEZ):

Freitag, 20. März 2009

22:00-22:30 Uhr - Testsession

Samstag, 21. März 2009

16:00-16:30 Uhr - 1. Freies Training
19:30-20:00 Uhr - 2. Freies Training
23:00-23:20 Uhr - Qualifikation Q1
23:25-23:35 Uhr - Qualifikation Q2

Sonntag, 22. März 2009

16:00-16:15 Uhr - Warmup
19:20-19:45 Uhr - Rennen 1
22:50-23:15 Uhr - Rennen 2

TV-Tipp:

Der Sportsender 'Eurosport' transportiert die Geschehnisse in Übersee live in die Wohnzimmer nach Europa. Die Qualifikation kann am Samstag ab 23 Uhr auf 'Eurosport' verfolgt werden, wohingegen 'Eurosport 2' das Warmup am Sonntag ab 16 Uhr überträgt. Die beiden Sprintrennen auf dem "Autódromo Miguel E. Abed" sind am Sonntag ab 18.45 Uhr (Rennen 1) und ab 22:30 Uhr (Rennen 2) live auf 'Eurosport' zu sehen. Darüber hinaus zeigt 'Eurosport' im WTCC Magazin am Mittwoch um 1 Uhr früh die Highlights aus Puebla.

Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler


Zuletzt bearbeitet von Opa am 31.03.2009, 20:14, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 21.03.2009, 19:00 Antworten mit ZitatNach oben

SEAT dominiert erstes Freies Training in Puebla

21. März 2009

Gleich vierfach setzte sich SEAT im ersten Freien Training in Mexiko an die Spitze -
16 Fahrer schneller als die Pole-Position des vergangenen Jahres!


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Rickard Rydell markierte im ersten Freien Training bereits die zweite SEAT-Bestzeit © SEAT

Hatte Weltmeister Yvan Muller in der gestrigen Testsession schon für eine kleine Sensation gesorgt, so legte SEAT-Teamkollege Rickard Rydell im ersten Freien Training noch einmal gewaltig nach: Der Schwede registrierte eine schnellste Rundenzeit von 1:38.138 Minuten und war damit fast eine Sekunde schneller als Muller am Freitag. Dass die Rennstrecke in Puebla immer schneller wurde, dokumentierten auch die anderen Piloten: Gleich 16 Fahrer waren schneller als die Pole-Zeit von 2008!

Bei erneut sonnigen und trockenen Bedingungen griffen wieder 24 Akteure ins Lenkrad, um im ersten Freien Training auf dem "Autódromo Miguel E. Abed" an ihrer Abstimmung zu feilen und weitere Erfahrungen auf dem nur 3,240 Kilometer kurzen Kurs zu sammeln. Test-Leader Yvan Muller (SEAT) setzte prompt als Erster zur Zeitenjagd an und führte seine 23 Konkurrenten um 9 Uhr Ortszeit erstmals am Samstag um die Rennstrecke in Mexiko.

BMW und SEAT im Bestzeit-Clinch

Schon in den ersten Minuten des Freien Trainings wurde deutlich: Die Rundenzeiten vom Vortag sollten nicht allzu lange Bestand haben. Während Muller mit einem Umlauf von 1:40.910 Minuten eine eher mittelprächtige erste schnelle Runde auf den Asphalt klatschte, gaben seine Rivalen um Jörg Müller und Andy Priaulx (beide BMW) gleich eine deutlich bessere Duftmarke ab. Der Brite drehte seine Runde in 1:40.235 Minuten und war damit knapp schneller als sein Markenkollege.

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BMW, SEAT, BMW - das erste Training bot einen munteren Schlagabtausch...© xpb.cc

In der Folge entwickelte sich eine Art Katz'-und-Maus-Spiel, denn BMW und SEAT stritten sich in der ersten Hälfte des 30-minütigen Trainings vehement um die Spitzenposition in Puebla: Muller legte vor, Priaulx konterte. Dann rauschten nacheinander Jordi Gené und Tiago Monteiro (beide SEAT) mit neuen Bestzeiten über die Ziellinie, ehe Müller und Priaulx dem munteren Treiben an der Spitze wieder Einhalt geboten und mit 1:39.147 Minuten das Niveau des Vortages erreichten.

Nach nur neun Minuten war es schließlich Gabriele Tarquini (SEAT) vorbehalten, als erster Fahrer die 99-Sekunden-Schallmauer in Mexiko zu durchbrechen. Der Italiener brannte eine Rundenzeit von 1:38.742 Minuten in den maroden und immer wieder kritisierten Asphalt und ging in Führung. Damit sollte das Trainingsduell zwischen Deutschland und Spanien entschieden sein - nach nur zehn Minuten hatte SEAT seine Gegner einmal mehr entscheidend distanziert.

Rydell setzt beeindruckende Bestzeit

Für die Iberer markierten Rydell und Tarquini die weiteren Bestmarken, wobei der Schwede letztendlich in 1:38.138 Minuten die Oberhand behielt. Mit dieser Fabelrunde war der 41-Jährige nicht nur über 2,5 Sekunden schneller unterwegs als Teamkollege Gené in der Qualifikation 2008, sondern blieb auch deutlich unter der Rekordrunde von 1:39.020 Minuten, die Weltmeister Muller in der Testsession am Freitag aufgestellt hatte. Für SEAT lief es wieder einmal komplett nach Plan.

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Tiago Monteiro konnte den SEAT-Speed wieder nicht ganz optimal umsetzen © xpb.cc

Während Rydell nach 30 Trainingsminuten unangefochten die Spitzenposition einnahm, musste sich Tarquini mit 0,335 Sekunden Rückstand mit Rang zwei zufrieden geben. Champion Muller landete weitere 0,123 Sekunden dahinter auf Platz drei, Gené folgte mit 0,479 Sekunden Abstand auf die Spitze auf der vierten Position. Einzig Monteiro tanzte in Puebla aus der Reihe: Der Portugiese kam abschließend nicht über 1:39.349 Minuten und den neunten Gesamtrang hinaus.

Abgeschlagen auf den Plätzen auch die BMW Flotte: Augusto Farfus hatte sich im ersten Freien Training mit 1:38.793 Minuten und Platz fünf noch am besten aus der Affäre gezogen. Seine Markenkollegen Priaulx und Müller reihten sich unmittelbar hinter ihm ein, wohingegen Alessandro Zanardi auf P10 (+ 1,487 Sekunden) und Sergio Hernández auf P12 (+ 1,565) - wie schon in der Testsession - im Endklassement wieder etwas deutlicher hinter ihren BMW Kameraden zurückblieben.

Chevrolet mit Ausfall, Lada mit Verbesserung

Aus dem Chevrolet-Trio war schon zu Beginn der Trainingseinheit ein Duo geworden, denn Rob Huff konnte in Puebla nicht einmal eine gezeitete Runde fahren. So pflügten Nicola Larini und Alain Menu im Parallelflug um den Kurs und erledigten die Abstimmungsarbeiten am Cruze im Duett. Larini hatte dabei in 1:39.962 Minuten das bessere Ende für sich und war wieder bester Chevrolet-Fahrer auf P13. Menu hatte als 15. knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen.

Während den beiden Chevrolet-Piloten mehr als 1,8 Sekunden auf die Spitze fehlten, traf es das Lada-Trio wie erwartet noch eine Spur härter. Anfangs schien es zwar noch, als könnten Jaap van Lagen, Kirill Ladygin und Viktor Shapovalov besser mithalten - doch erst dann drehten die Topfahrer so richtig auf. Van Lagen setzte in 1:41.538 Minuten die Lada-Bestzeit und schraubte die teaminterne Bestmarke um 1,3 Sekunden nach unten. Die Setupprobleme scheinen also behoben.

Teamkollege Ladygin kam nach 14 Runden knapp drei Zehntel und zwei Ränge hinter Van Lagen auf dem 22. Platz ins Ziel, Shapovalov klassierte sich als 23. und Vorletzter. Hinter dem Russen wurde lediglich Puebla-Pechvogel Huff noch aufgeführt. Wie schon in Curitiba, so scheint der Brite auch mit dem "Autódromo Miguel E. Abed" auf Kriegsfuß zu stehen. Aufgrund eines Öllecks war der 29-Jährige quasi die ganze Trainingszeit über zum Zuschauen verdammt.

Porteiro und Coronel bestimmen Privatier-Tempo
Keineswegs untätig waren hingegen die Privatiers der Independents' Trophy, die wieder einmal früh für schnelle Zeiten verantwortlich zeichneten. Félix Porteiro (BMW) war als Gesamtachter in 1:39.278 Minuten erneut das Maß aller Privatfahrer-Dinge und distanzierte seinen schärsten Verfolger Tom Coronel (SEAT) im ersten Freien Training um etwa 3,5 Zehntelsekunden. Der Niederländer bestätigte seine Testleistung ebenfalls und rangierte nach 30 Minuten auf P11.

Auch Franz Engstler (BMW) wusste wieder zu überzeugen und landete im eigenen Auto auf dem 14. Gesamtrang, womit er als drittbester Privatier das Chevrolet-Duo um Larini und Menu sprengte. Engstler scheiterte dabei nur knapp an der 100-Sekunden-Marke, hatte seine Rivalen in der Independents' Trophy aber doch recht gut im Griff. Wiechers-Pilot Stefano D'Aste (BMW) wurde 16., Engstler-Teamkollege Kristian Poulsen (BMW) raste abschließend auf P17.

Marin Colak (SEAT), George Tanev (BMW) und Tom Boardman (SEAT) komplettierten das Privatfahrerfeld und mussten einmal mehr ihrer Strecken-Unkenntnis Tribut zollen. Alle drei Piloten sind an diesem Rennwochenende erstmals in Puebla unterwegs, zeigten im Vergleich zur Testsession vom Freitag aber schon einige Fortschritte auf. Den Klassensieg werden in Mexiko aller Voraussicht nach allerdings andere unter sich ausmachen...

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BeitragVerfasst am: 22.03.2009, 11:07 Antworten mit ZitatNach oben

Pole-Position in Puebla - BMW schlägt zurück

22. März 2009 - 03:37 Uhr

Augusto Farfus und Andy Priaulx verschafften BMW in Mexiko ein dringend
benötigtes Erfolgserlebnis - Solide Qualifikationsbilanz bei den Münchenern


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Augusto Farfus und Andy Priaulx holten für BMW die erste Startreihe in Mexiko © xpb.cc

BMW hat sich mit einem exzellenten Teamergebnis in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) zurückgemeldet. Auf dem "Autódromo Miguel E. Abed" von Puebla sicherte sich Augusto Farfus vom BMW Team Germany mit einer Zeit von 1:37.682 Minuten im zweiten Abschnitt des Qualifyings die Pole-Position für das dritte Saisonrennen. BMW Team UK Pilot Andy Priaulx war nur 0,045 Sekunden langsamer als sein Markenkollege und eroberte als Zweiter ebenfalls einen Platz in der ersten Startreihe.

Fünf BMW Piloten gelang auf der 3,240 Kilometer langen Strecke der Sprung in die Top 10. Farfus' Teamkollege Jörg Müller kam auf den siebten Platz, BMW Privatfahrer Félix Porteiro wurde für das Proteam Achter. Auch Sergio Hernández vom BMW Team Italy-Spain fuhr als Zehnter zum ersten Mal in dieser Saison unter die besten Zehn. Einzig sein Teamkollege Alessandro Zanardi verpasste als Zwölfter den Sprung in Q2.

"Dieses Ergebnis war nach den schwierigen Rennen in Brasilien nicht zu erwarten", kommentierte Farfus die siebte Pole-Position seiner WTCC-Karriere. "Aber wir haben hart gearbeitet und uns fest vorgenommen, hier in Puebla Punkte sammeln. Von der Pole-Position ist dieses Ziel nun etwas einfacher zu erreichen", gab der Brasilianer zu Protokoll. "Ich werde versuchen, auch im Rennen am Sonntag an der Spitze zu bleiben."

"Allerdings dürfte das nicht leicht werden", hielt Farfus fest und merkte an: "Es ist schön, in Andy Priaulx einen weiteren BMW Fahrer neben mir zu wissen. Mein Dank gilt unserem gesamten Team." Bereits im ersten Qualifying-Abschnitt hatte Farfus angedeutet, dass es für ihn weit nach vorn gehen würde. Ihm genügte eine Ausfahrt, um in 1:37.981 Minuten die bis dato schnellste Zeit des Wochenendes zu fahren und die Führung zu übernehmen.

Gemeinsam mit Priaulx, Müller, Hernández und Porteiro rückte er souverän ins Top-10-Qualifying vor. Dort konnten sich alle BMW Piloten bis auf Hernández noch einmal steigern. Während Farfus bereits zu Beginn der zehnminütigen Session die Bestzeit fuhr, griff Priaulx erst zur Halbzeit ins Geschehen ein und kam bis auf einen Wimpernschlag an den 25-Jährigen heran. "Dieses Resultat haben wir gebraucht", meinte Priaulx anschließend.

"Der Saisonstart in Curitiba war eine Enttäuschung, umso schöner ist es nun, in der ersten Reihe zu stehen. Das Grip-Niveau ist hier in diesem Jahr deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Das kommt uns entgegen. Nicht umsonst waren wir heute über drei Sekunden schneller als im Qualifying 2008", so der Ex-Champion. Die BMW Länderteams befinden sich nun in einer viel versprechenden Ausgangsposition, um ihre Bilanz in Puebla aufzubessern...

Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 22.03.2009, 21:48 Antworten mit ZitatNach oben

Rydell gewinnt spannenden ersten Lauf in Mexiko

von St 22. März 2009 - 19:51 Uhr

SEAT-Pilot Rickard Rydell hat das aufregende erste Rennen in Puebla für
sich entschieden - Augusto Farfus und Andy Priaulx für BMW auf den Plätzen


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Rickard Rydell landete im ersten Rennen in Mexiko einen spektakulären Erfolg...© xpb.cc

Real Cars, Real Racing: Was sich viele Fans im Vorfeld dieser Saison gewünscht hatten, wurde im ersten Rennen in Mexiko wahr - BMW und SEAT bewegten sich auf dem "Autódromo Miguel E. Abed" auf Augenhöhe und boten einen wirklich spektakulären ersten WM-Lauf. Während schon unmittelbar vor dem fliegenden Start die Spannung greifbar war, explodierten die Akteure gleich in Kurve eins. Rickard Rydell (SEAT) schob sich mit einem tollen Manöver in Front und schnappte sich auch den Sieg.

Erstens kommt es anders, zweitens als alle Beteiligten an der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) gedacht hatten: Weder BMW noch SEAT konnten sich im ersten Rennen des Tages entscheidend von der Konkurrenz absetzen - die Folge war ein äußerst enger und umkämpfter erster WM-Lauf in Puebla, an dessen Ende die meisten Akteure zufrieden sein konnten. SEAT holte den Sieg, BMW zwei Podien und Chevrolet landete mit dem Cruze endlich in den Punkten.

Rydell überholt das BMW Duo und geht in Führung

Genauso turbulent wie der weitere Rennverlauf, gestaltete sich in Puebla schon der Start. Farfus und Priaulx kamen als Führende auf die Zielgerade und das Feld raste weit aufgefächert auf die erste Kurve zu. Während die beiden BMW Piloten sichtlich mit der gelben SEAT-Front in ihren Rückspiegeln beschäftigt waren, nutzte Rydell die Gunst der Stunde und kassierte beide BMW Fahrer auf der Außenbahn. Der SEAT-Pilot bog haarscharf als Erster in Kurve eins ein.

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Augusto Farfus fiel zurück auf P2 und eröffnete sofort die Hatz auf Rickard Rydell © xpb.cc

Damit waren die Rollen für ein spannendes Rennen vergeben: Rydell war fortan der Gejagte und hinter dem Schweden mit der Startnummer drei braute sich einiges zusammen. Schon in Kurve eins konnten sich einige Privatiers nicht über die Vorfahrt einigen und sorgten für Kleinholz, wobei George Tanev (BMW) und Marin Colak (SEAT) schon früh die Segel streichen mussten. Das restliche Starterfeld hielt sich einigermaßen schadlos, Lackaustausch gab es aber allerorts.

In der Reihenfolge Rydell, Farfus, Gabriele Tarquini (SEAT), Priaulx, Jörg Müller (BMW), Yvan Muller (SEAT), Tiago Monteiro (SEAT), Sergio Hernández (BMW), Nicola Larini (Chevrolet) und Jordi Gené (SEAT) pflügte das Feld um den Kurs, doch die Positionen sollten schon bald erneut zur Disposition stehen. Erst mogelte sich Weltmeister Muller an Müller und Priaulx vorbei, dann gerieten Müller und Monteiro kräftig aneinander und trugen ihr Duell zuletzt gar auf der Wiese aus.

Müller und Priaulx mit starken Manövern

Für Monteiro war dies der Auftakt zu einem schwierigen Rennen, das der Portugiese nur auf dem elften Rang beenden sollte. Monteiro hatte sich an Müller vorbeiquetschen wollen - doch der Deutsche spielte überhaupt nicht mit, knallte die Tür zu und blieb am Gas. Das Resultat: Beide Rivalen rutschten von der Piste, rodelten durch die Wiese und verloren einiges an Boden, was Monteiro unmittelbar im Anschluss zum Verhängnis werden sollte. Der ehemalige Formel-1-Fahrer leistete sich prompt einen Dreher.

Wie auf Kommando stürzte sich das Feld auf die beiden Streithähne, was die Reihenfolge in Mexiko einmal mehr kräftig durcheinander wirbelte. Vorne schlug Priaulx mutig zurück und zog an Muller vorbei, während Chevrolet-Fahrer Rob Huff seinen Cruze mit deutlichen Kampfspuren und kaputtem Vorderreifen in Schleichfahrt zurück an die Boxen zu retten suchte. Indes drehte auch Müller wieder auf und ließ auf dem 3,240 Kilometer kurzen Kurs eine schnellste Runde nach der anderen folgen.

In Runde 7 krallte sich der Deutsche SEAT-Pilot Gené und wuchtete seinen 320si mit einem spektakulären Manöver am Leon seines Kontrahenten vorbei, Markenkollege Priaulx hatte es gleichzeitig auf Tarquini abgesehen. Die beiden Streithähne verbindet spätestens seit Oschersleben 2008 eine innige "Freundschaft", die Priaulx durch ein kurzes Anklopfen und etwas Drängeln erneut zu besiegeln schien. Tarquini kam kurz quer - und BMW Fahrer Priaulx schlüpfte durch.

Rydell behält die Oberhand

Während mit Alain Menu (Chevrolet) auch ein weiterer Cruze-Pilot in Schwierigkeiten geriet, blieb Nicola Larini voll am Gas und pilotierte sein Dienstfahrzeug sicher und ungefährdet in die Top 8. Doch vor dem Italiener waren die Plätze nach wie vor heiß umkämpft. Müller und Priaulx hatten noch keineswegs genug und auch Farfus witterte in der Schlussphase des ersten Laufs in Puebla noch einmal Morgenluft. Stoßstange an Stoßstange fegten Rydell und Farfus über die Zielgerade.

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Jörg Müller zeigte wieder eine couragierte Fahrt und wurde mit Platz fünf belohnt © xpb.cc

Gegen den schwedischen SEAT-Fahrer war allerdings kein Kraut gewachsen, sodass ein beherzt kämpfender Farfus sich zum Schluss sogar noch Markenkollege Priaulx vom Hals halten musste, der zu den beiden Duellanten aufgeschlossen hatte. Nachdem auch Müller sich noch an Tarquini vorbeigedrückt hatte, legte sich der Staub in Mexiko und die Positionen an der Spitze waren endgültig bezogen. Rydell brachte nach 16 Runden einen sicheren, wenn auch umkämpften Sieg ins Ziel.

Farfus und Priaulx stiegen mit dem SEAT-Fahrer auf das Podium, wo viele seltsame Melodien, aber keine Hymnen aus den Lautsprechern ertönten. Weltmeister Muller beendete ein unauffälliges Rennen auf Rang vier vor Müller, Tarquini und Gené. Larini landete abschließend auf dem achten Rang und bescherte Chevrolet im dritten Saisonlauf den ersten WM-Punkt sowie die Pole-Position für das zweite Rennen. Hernández und Félix Porteiro (BMW) komplettierten die Top 10.

Porteiro mit starker Leistung zum Privatier-Sieg

Letzterer sicherte sich damit einmal mehr den Klassensieg bei den Privatfahrern, war aber überraschend nach dem Start in die Bredouille geraten. Im Gerangel der ersten Kurve hatte der Spanier viele Plätze verloren und musste sich erst wieder vom hinteren Mittelfeld nach vorne durchkämpfen. Dort stellten sich dem schnellen Proteam-Piloten vor allem Stefano D'Aste (BMW) und Franz Engstler (BMW) in den Weg, die letztendlich hinter Porteiro auf den Plätzen landeten.

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Félix Porteiro ließ auch in Mexiko nichts anbrennen und fuhr zum dritten Sieg © xpb.cc

Überraschenderweise konnte Tom Coronel (SEAT) das Tempo seiner Privatier-Kollegen nicht ganz mitgehen und musste sich letztendlich mit dem vierten Trophy-Rang vor Teamkamerad Tom Boardman begnügen. Die Schlusslichter im ersten Rennen bildeten unmittelbar im Anschluss die drei Lada-Piloten, welche sich zum Teil einige schöne Duelle mit den Fahrern der Independents' Trophy geliefert hatten. Jaap van Lagen beendete den Lauf als bester Lada-Vertreter auf Rang 17.

Knapp dahinter kam Kirill Ladygin als 18. und Letzter ins Ziel, Teamchef Viktor Shapovalov hatte seinen 110 wenige Runden vor Schluss mit technischen Problemen in der Boxengasse abstellen müssen. Die restlichen Positionen gingen an die beiden unglücklich agierenden Chevrolet-Fahrer Menu und Huff, die ihre Cruze-Fahrzeuge beide nicht ins Ziel hatten retten können. Doch wenigstens steht für Lauf zwei ein Chevrolet auf der Pole-Position...

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BeitragVerfasst am: 23.03.2009, 12:07 Antworten mit ZitatNach oben

Muller siegt in Lauf zwei - Tarquini räumt Müller ab!

22. März 2009 - 23:21 Uhr

Yvan Muller hat das zweite Rennen in Mexiko für sich entschieden -
Jörg Müller der tragische Held in Puebla - Alessandro Zanardi wird Sechster


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Weltmeister Yvan Muller holte sich in Mexiko seinen zweiten Saisonsieg für SEAT © xpb.cc

Weniger spektakulär, dafür umso aufregender präsentierten sich die Protagonisten der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) im zweiten WM-Lauf des Tages. Erneut bewegten sich BMW und SEAT auf einem Niveau, was für einen engen Rennverlauf und jede Menge spannende Szenen sorgte. Weltmeister Yvan Muller (SEAT) behielt nach 16 Runden knapp die Oberhand vor Andy Priaulx (BMW) und Rickard Rydell (SEAT). Jörg Müller (BMW) wurde von Gabriele Tarquini (SEAT) ins Aus befördert.

Es war der Aufreger schlechthin - und wieder einmal war Gabriele Tarquini daran nicht ganz unbeteiligt. Der Italiener legte sich im zweiten Rennen in Mexiko mit BMW Team Germany Pilot Jörg Müller an und räumte den Deutschen kurzerhand von der Bahn. Besonders bitter für Müller, der in der Anfangsphase auf Rang zwei gelegen und beste Chancen auf den Sieg im zweiten Lauf gehabt hatte. Nach einem heftigen Rempler war aber Schluss - Müller rodelte ins Aus und reihte sich an P20 wieder ein.

Müller kann seinen Rennspeed nicht umsetzen

Dadurch wurde Müller zweifelsohne zum tragischen Held dieses Rennwochenendes - der 39-Jährige unterstrich mit dem schnellsten Umlauf im Rennen, was für ihn in Puebla möglich gewesen wäre: der Rennsieg im zweiten Lauf lag durchaus in Reichweite. Somit wurde Müller - wie schon durch einen frühen Crash in Curitiba - in der Frühphase des Rennens um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Dass er wieder einmal zu den schnellsten Fahrern des Wochenendes zählte, dürfte Müller nur bedingt aufheitern.

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Jörg Müller wurde von Gabriele Tarquini um wichtige WM-Punkte für BMW gebracht © xpb.cc

Wenig Freude hatte auch Pole-Sitter Nicola Larini (Chevrolet). Der Cruze-Fahrer erwischte einen denkbar schlechten stehenden Start und kam quasi kaum vom Fleck, weshalb sein Rennwagen schon vor der ersten Kurve weit zurückgereicht wurde. Jordi Gené (SEAT), Tarquini, Müller und Muller ergriffen diese Gelegenheit sofort beim Schopfe und schossen am Italiener vorbei, der im zweiten Lauf schlichtweg ohne Chance war und die Konkurrenz ohne Gegenwehr ziehen lassen musste.

Vor allem BMW Pilot Müller machte in den ersten Runden ordentlich Druck, ging an Tarquini vorbei und eröffnete die Hatz auf Leader Gené, der dem Druck des Deutschen wahrscheinlich früher oder später nicht mehr standgehalten hätte. Während Weltmeister Muller und Vizechampion Tarquini ihre eigene kleine Schlacht austrugen, rückte Müller seinem spanischen Rivalen immer deutlicher auf die Pelle und legte sich den SEAT-Fahrer in Runde vier zurecht, kam aber noch nicht vorbei.

Tarquini erst mit Rempler, dann mit Abflug

Tarquini, der das teaminterne Duell gegen Muller zwischenzeitlich für sich entschieden hatte, machte dem BMW Team Germany Piloten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und trat in bester Rambomanier auf den Plan. Bei einem leichten Anklopfen wollte es der Italiener nicht belassen und so fand sich Müller nur Sekundenbruchteile später auf der grünen Wiese wieder. Erst an 20. Position und damit fast am Ende des Feldes reihte sich Müller wieder ein - der Sieg war futsch.

Doch auch Übeltäter Tarquini sollte seine Fahrt nicht lange ungestört fortsetzen können. Der ehemalige Formel-1-Fahrer feuerte seinen SEAT in Runde sieben ins Grüne und konnte den Rennwagen nur mit viel Mühe wieder unter Kontrolle und zurück auf Kurs bringen. Auch für ihn war das Podium in Puebla nun in weite Ferne gerückt. Dafür hatten nun andere die Aufgabe übernommen, an der Spitze für ordentlich Action zu sorgen: Muller war schon unterwegs...

Nur einen Umlauf später ging bei Gené auf P1 einiges in die Hose, denn der Spanier ließ die Tür nicht nur für Weltmeister Muller einen Tick zu weit auf, sondern auch für Verfolger Priaulx. Der BMW Team UK Pilot lachte sich angesichts dieser missglückten Teamtaktik nur ins Fäustchen und drückte sich unmittelbar nach Muller ebenfalls an einem verdatterten Gené vorbei, der in der Folge noch weiter zurückfallen sollte. Wenig später ging auch Teamkollege Rydell am 38-Jährigen vorbei.

Muller und Priaulx streiten sich um den Sieg

Somit kam es ab der zweiten Rennhälfte zum großen Showdown zwischen Muller auf P1 und Priaulx auf P2. Die beiden Champions boten einmal mehr Rennsport vom Feinsten und belauerten sich auf den letzten Rennkilometern gegenseitig. Während Muller auf den Geraden stets etwas davonziehen konnte, war Priaulx auf der Bremse und im kurvigen Infield immer etwas besser unterwegs - trotz des geringen Abstands konnte der Brite allerdings kein Angriffsmanöver platzieren.

Hinter dem Führungsduo kam es aber sehr wohl zu größeren Positionsverschiebungen. Larini und sein Chevrolet konnten zu keiner Zeit Schritt halten und wurden folgerichtig immer weiter durchgereicht. Nachdem sich Tiago Monteiro (SEAT) schon zu Beginn verabschiedet hatte und Müller nun auch nicht mehr an der Spitze unterwegs war, hatten sich Sergio Hernández (BMW) und Alessandro Zanardi (BMW) heimlich, still und leise ebenfalls nach vorne gemogelt.

Das BMW Team Italy-Spain Duo schnappte sich den glücklosen Gené und schnupfte auch Tarquini auf, der nach seinem Ausrutscher nicht mehr in den alten Trott zurückfand und das Rennen auf dem achten Platz beenden musste. Trotz einer couragierten Fahrt von Priaulx war auch das Ergebnis an der Spitze bereits vor der Zieldurchfahrt in Stein gemeißelt und Muller siegte in Mexiko vor Priaulx und Teamkollege Rydell. Farfus erreichte für BMW Rang vier, Hernandez und Zanardi folgten auf P5 und P6.

Porteiro mit Saisonerfolg Nummer vier

Während Gené und Tarquini auf den Rängen sieben und acht die Punkteränge beschlossen, entschied Félix Porteiro (BMW) in Puebla auch das vierte Rennen in der Independents' Trophy für sich. Der Proteam-Fahrer hatte die Konkurrenz wieder einmal deutlich düpiert und seinen schärfsten Verfolger Franz Engstler (BMW) um einige Sekunden distanziert. Tom Coronel (SEAT) sicherte sich den dritten Rang bei den Privatfahrern vor Wiechers-Pilot Stefano D'Aste (BMW).

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Die drei Lada-Piloten waren auch in Mexiko das erwartete Schlusslicht im WTCC-Feld © xpb.cc

Jaap van Lagen (Lada) bescherte seiner Mannschaft einen 17. Rang, die drei Chevrolet-Piloten Larini, Alain Menu und Rob Huff kamen abschließend nicht über die Plätze zehn, zwölf und 14 hinaus. Viktor Shapovalov und Kirill Ladygin (beide Lada) bildeten wenig überraschend die Schlusslichter des Klassements, das im Ziel nach 50 Rennkilometern 20 Rennwagen umfasste. Ausgefallen waren unter anderem Marin Colak (SEAT), Kristian Poulsen (BMW) und Monteiro.

Die Gesamtwertung ist auch nach den beiden mexikanischen Rennen fest in SEAT-Hand. Yvan Muller und Rickard Rydell teilen sich mit jeweils 30 Punkten die Führung in der Meisterschaft, bester BMW Pilot ist nun Augusto Farfus mit 20 Zählern. Satte 31 Punkte gab's für SEAT in der Teamwertung, wo die Spanier ebenfalls deutlich vorne liegen. Die Privatfahrerwertung wird dagegen deutlich von Félix Porteiro dominiert, der sich in diesem Jahr anschickt, die routinierten Privatiers im Feld in die Schranken zu verweisen...

WM-Stand
WTCC 2009
Fahrerwertung


P. Fahrer Pkt.
1. Y. Muller 30 15 15
2. R. Rydell 30 14 16
3. A. Farfus 20 7 13
4. G. Tarquini 18 15 3
5. J. Gené 18 14 4
6. A. Priaulx 16 2 14
7. J. Müller 8 4 4
8. S. Hernandez 7 3 4
9. F. Porteiro 4 3 1
10. A. Zanardi 3 0 3
11. T. Coronel 1 1 0
11. N. Larini 1 0 1

Herstellerwertung

P. Hersteller Pkt.
1. SEAT 67 36 31
2. BMW 49 22 27
3. Chevrolet 20 9 11
4. Lada 18 10 8

Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 08:03 Antworten mit ZitatNach oben

Vorschau: WTCC in Marrakesch

29. April 2009 - 09:06 Uhr

'Motorsport-Total.com' blickt voraus auf das dritte Rennwochenende in Marokko
und die beiden WM-Läufe in Marrakesch - WTCC-Premiere in Afrika


Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ist zurück aus ihrer fast sechswöchigen Rennpause. Doch zum Auftakt der Europasaison weist der Rennkalender der beliebten Rennserie eine Überraschung auf: Nicht etwa auf europäischem Boden werden die WM-Läufe fünf und sechs ausgetragen, sondern in Marokko! So ist die WTCC die erste Weltmeisterschaft der FIA, die seit über 15 Jahren ein Rennen auf dem afrikanischen Kontinent ausrichtet - in der Millionenstadt Marrakesch.

Die "Perle des Südens" - nach Casablanca und der Hauptstadt Rabat die größte Stadt Marokkos - ist erstmals Gastgeber einer Rennsport-Veranstaltung und verfügt neben einem brandneuen Stadtkurs auch über diverse touristische Highlights. Vor knapp 1.000 Jahren gegründet, wurde der historische Stadtkern von Marrakesch 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt und zeichnet sich nicht zuletzt durch seine einmalige Kulisse aus.

Marrakesch begrüßt die Tourenwagen-WM in Afrika
Am Fuße des zumeist schneebedeckten Atlas-Gebirges gelegen, weist Marrakesch viele historische Bauwerke auf, welche das Stadtbild beleben und alljährlich viele ausländische Besucher anlocken. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten zählen die Koutoubia-Moschee aus dem zwölften Jahrhundert, die bekannten Menara-Gärten sowie die "Djemaa el Fna" - wörtlich übersetzt: "der Platz der Geköpften" - im Stadtzentrum.

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Real Cars, Real Racing: Extra für die WTCC gab's einen neuen Straßenbelag © xpb.cc

Kurze Wege bieten die örtlichen Gegebenheiten den Protagonisten der Tourenwagen-WM, liegt der Ménara International Airport doch nur wenige Kilometer vor den diversen Toren von Marrakesch - und auch die neue Rennstrecke ist nur einen Steinwurf entfernt von den Rollbahnen des Flughafens, der jährlich etwa 3,1 Millionen Reisende in seinen An- und Abflughallen begrüßen kann - was übrigens fast dem doppelten Wert von 2004 entspricht.

So kommt es nicht von ungefähr, dass sich die WTCC ausgerechnet Marrakesch als neuen Austragungsort für ein Rennwochenende ausgesucht hat. Die boomende Großstadt hat prompt tief in die Finanztaschen gegriffen und für umgerechnet 25 Millionen einen modernen Straßenkurs errichtet, der seinen Pendants in Amerika, Asien und Europa in nichts nachstehen soll. Damit ist alles bereit für das WM-Comeback von Afrika.

Marokkos zweite WM-Premiere nach 1958

Bereits 1958 war Marokko Gastgeber für ein Rennsportevent der Superlative, konnten die Einwohner von Casablanca im Vorort Ain Diab doch die Formel 1 zum Saisonfinale willkommen heißen. Das Rennen auf der 7,7 Kilometer langen Piste wurde allerdings vom tragischen Unfall von Vanwall-Pilot Stuart Lewis-Evans überschattet, dessen Wagen nach einem Dreher Feuer fing. Der britische Rennfahrer erlag wenige Tage später seinen schweren Verletzungen.

Nur vier Jahre darauf kehrte die Formel 1 nach Afrika zurück und spulte in den folgenden Jahrzehnten ihre (unregelmäßigen) Runden in Südafrika ab. Nach Stirling Moss 1958 trug sich Rennfahrer-Idol Jim Clark 1962 in die Siegerliste von Afrika ein, die 1993 von "Professor" Alain Prost beschlossen wurde. Nach dem Grand Prix in Kyalami sollte es 16 Jahre dauern, bis wieder eine Rennserie mit WM-Status auf dem afrikanischen Kontinent vorstellig werden würde.

Am 3. Mai 2009 ist es schließlich soweit - und wieder ist Marokko der Schauplatz für eine waschechte Premiere. Bei erwarteten 30 Grad Celsius Lufttemperatur werden die Fahrer und Teams der WTCC die WM-Läufe fünf und sechs austragen und stehen dabei unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. persönlich. Als offizieller Partner für die Veranstaltung konnte 'Eurosport' das Fremdenverkehrsamt von Marokko gewinnen.

BMW mit neuer Front, Chevrolet mit neuem Unterboden

Weitaus wichtiger ist aber: Der Circuit de Marrakech wurde rechtzeitig zum Rennen fertig gestellt und stellt die Piloten vor eine 4,624 Kilometer lange Herausforderung: Lange Geraden, enge Schikanen und eine Parabolica-Kurve sollen für jede Menge Fahraction und spannende Duelle sorgen - doch erst einmal ist lernen angesagt, denn noch ist der Kurs ein komplett unbeschriebenes Blatt. Das sieht auch BMW Team Germany Teammanager Charly Lamm nicht anders.

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Alles neu macht der Mai: BMW mit neuer Front, Chevrolet mit neuem Unterboden © xpb.cc

Zwar könne man sich anhand der Streckenkarte ein erstes Bild verschaffen und versuchen, ein mögliches Setup zu antizipieren, doch "eine endgültige Bestandsaufnahme wird erst beim Freitagstest vor dem Rennen erfolgen", erläuterte Lamm gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Ohnehin steht man bei den Münchenern vor einem kleinen Neuanfang, rücken die drei BMW Länderteams doch in Marokko erstmals in der neuen "Facelift"-Version mit neuer Frontpartie aus.

Während die Titelverteidiger von SEAT ihren León bei einigen Testfahrten in Magny-Cours und Portimão weiter verbessern konnten, setzt Chevrolet beim neuen Cruze in Marrakesch auf einen modifizierten Unterboden und ein optimiertes Fahrzeugsetup. Lada - seit 2009 das vierte Werksteam der Tourenwagen-WM - bestreitet in Afrika eines der letzten Rennwochenenden mit dem 110, der ab Portugal durch das Priora-Modell ersetzt wird.

Große Neuerungen: Kompensationsgewicht & HD

24 Rennwagen wies das Starterfeld schon zum Saisonauftakt in Übersee auf, beim Straßenrennen in der "Roten Stadt" werden jedoch 26 Piloten ins Lenkrad greifen. SEAT bringt mit Mehdi Bennani einen jungen Lokalmatador an den Start, der mit der Benziner-Konfiguration des León für erhöhtes Interesse der einheimischen Motorsportfans sorgen soll. Das italienische Proteam setzt für den Italiener Vito Postiglione einen dritten BMW Privatrenner ein.

Damit sind die Neuerungen für die dritte WTCC-Station des Jahres aber noch nicht vollständig abgehandelt, denn erstmals 2009 tritt in Marrakesch das Kompensationsgewicht in Kraft, wonach BMW und SEAT mit 40 Kilogramm Extraballast unterwegs sein werden. Chevrolet und Lada dürfen abspecken, wie auch sämtliche Privatautos von BMW und SEAT. Dadurch erhofft sich die FIA ein noch besser ausgeglichenes WM-Starterfeld.

Und damit die Akteure auf dem marokkanischen Asphalt auch so richtig gut in Szene gesetzt werden, beginnt exklusiv-Berichterstatter 'Eurosport' beim ersten Afrika-Rennen der Tourenwagen-WM mit der Produktion von TV-Bildern in High Definition (HD). Durch dieses Verfahren soll das Geschehen auf der neuen Rennstrecke noch besser in die TV-Haushalte transportiert werden - man darf also durchaus gespannt sein auf die Premiere in Marrakesch...

Fakten zum Rennwochenende in Marokko:

Der Circuit de Marrakech ist neu im Rennkalender. Die Strecke wird erstmals befahren.

Länge: 4,624 Kilometer
Distanz: Zwei Rennen à 11 Runden

Der Zeitplan in der Übersicht (MESZ):

Freitag, 1. Mai 2009
17:00-17:30 Uhr - Testsession

Samstag, 2. Mai 2009
11:00-11:30 Uhr - 1. Freies Training
14:00-14:30 Uhr - 2. Freies Training
17:00-17:30 Uhr - Qualifikation Q1
17:35-17:50 Uhr - Qualifikation Q2

Sonntag, 3. Mai 2009
12:00-12:15 Uhr - Warmup
15:00-15:30 Uhr - Rennen 1
16:15-16:45 Uhr - Rennen 2

TV-Tipp:

Der Sportsender 'Eurosport' berichtet erneut live und exklusiv vom dritten Rennwochenende des Jahres. Am Samstag kann die Qualifikation ab 17 Uhr auf 'Eurosport 2' verfolgt werden, das Warmup am Sonntagmorgen wird ab 12 Uhr auf 'Eurosport' ausgestrahlt. Das erste Rennen auf dem Circuit de Marrakech folgt um 14.45 Uhr, ehe direkt im Anschluss ab 15.45 Uhr auch der zweite WM-Lauf live auf 'Eurosport' zu sehen ist. Am Dienstag folgt dann die Nachbetrachtung im WTCC Magazin auf 'Eurosport', das um 23 Uhr zu einem halbstündigen Wochenendrückblick einlädt.

Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler
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BeitragVerfasst am: 03.05.2009, 16:59 Antworten mit ZitatNach oben

Larini mit 1. WTCC-Sieg!

03. Mai 2009 - 16:51 Uhr

Nicola Larini beschert Chevrolet Sieg Nummer zwei in Marrakesch -
Jörg Müller einmal mehr im Pech - Privatier Franz Engstler wird starker Achter


Image
Stellte den Cruze ganz nach vorne: Nicola Larini holte sich seinen ersten WM-Sieg © xpb.cc

Wehe wenn sie losgelassen: Der zweite Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) war an Spannung und turbulenten Manövern kaum mehr zu überbieten. Chevrolet-Pilot Nicola Larini landete in Marokko seinen längst überfälligen ersten Rennsieg und verschaffte dem Cruze den zweiten Tageserfolg. BMW Team Germany Pilot Jörg Müller verpasste den "Zehner" und wurde Vierter, Franz Engstler (BMW) holte sich P8 und den Sieg bei den Privatfahrern vor Mehdi Bennani auf Platz zehn.

Es hätte das Happyend für BMW werden können, doch den Münchenern war in Marrakesch das Glück einfach nicht hold: Müller jagte zunächst vorneweg, konnte die Meute allerdings nicht allzu lange auf Distanz halten und musste sich den immer stärker werdenden Angriffen von Larini widersetzen. So kam es am Ende von Runde acht zum Unvermeidlichen: Müller rutschte in die Bande - und die Verfolger schlugen gnadenlos zu.

Müller mächtig unter Druck...

Doch auch schon zuvor hatte es auf dem Circuit de Marrakech ein munteres Hauen und Stechen gegeben. Vorbei war die Zurückhaltung aus dem ersten WM-Lauf in Afrika, denn nu ging es ordentlich zur Sache. Wie durch ein Wunder fädelte sich das komplette Feld einwandfrei in die erste Kurve ein - Rickard Rydell (SEAT) und Alessandro Zanardi (BMW) schauten dabei allerdings schon zu: Ihre Rennwagen waren nicht mehr zu reparieren.

Während an der Spitze der Kampf um die Positionen tobte, schalteten sich die Piloten im Hinterfeld gleich gegenseitig aus. Jordi Gené (SEAT) war am Start stehengeblieben, Kristian Poulsen (BMW), George Tanev (BMW) und Sergio Hernández (BMW) strandeten allesamt schon in Runde eins. Für die umfangreichen Aufräumarbeiten schickte die Rennleitung wieder das Safety-Car auf die Strecke, das zwei Runden lang für Ruhe im Feld sorgte.

Für den Führenden eine sehr willkommene Atempause, machte sich Larini im Rückspiegel des BMW doch immer deutlicher bemerkbar. In der Reihenfolge Müller, Larini, Alain Menu (Chevrolet), Yvan Muller (SEAT), Gabriele Tarquini (SEAT), Rob Huff (Chevrolet), Augusto Farfus (BMW) und Andy Priaulx (BMW) wurde das Feld in Runde vier wieder auf die Reihe geschickt - und in Umlauf acht zwängte sich Larini endlich am Deutschen vorbei in Front.

Larini mit Premierenerfolg

Müller geriet eingangs von Start und Ziel gar derart aus dem Rhythmus, dass auch noch Muller und Huff - inzwischen an Tarquini vorbei - in die Lücke stießen und den BMW Piloten auf P4 verweisen. In der Folge gab es noch einige enge Scharmützel, große Positionsverschiebungen waren allerdings Mangelware. So brachte Larini nach einem auf 13 Runden verlängerten Rennen den zweiten Chevrolet-Sieg des Tages über die Ziellinie.

Muller (+ 1,399) folgte auf P2, Huff (+ 1,778) holte sich nach dem Erfolg im ersten WM-Lauf noch ein weiteres Podium und belegte Rang drei. Dahinter erst der wieder einmal unglücklich agierende Müller (+ 2,728), der immerhin noch Tarquini (+ 3,068), Farfus (+ 3,991) und Tiago Monteiro (SEAT; + 4,907) hinter sich lassen konnte, welche die Top 7 in Marrakesch komplettierten. Dahinter - wie schon in der Qualifikation - eine faustdicke Überraschung.

Der deutsche Privatier Franz Engstler (BMW) nutzte die Patzer der Favoriten und brachte einen hervorragenden achten Platz ins Ziel. Der Allgäuer krönte mit seinem zweiten WTCC-Erfolg ein fast perfektes Rennwochenende, ließ er der Privatfahrer-Pole doch damit auch einen Klassensieg folgen. Unmittelbar hinter dem BMW Fahrer reihten sich Tom Coronel (SEAT) und Lokalmatador Mehdi Bennani (SEAT) ein, der wieder ein starkes Rennen gefahren war.

Marokko/Marrakesch
FIA WTCC
Rennen 1


Pos.- Fahrer- Auto- Typ
1-- R. Huff- Chevrolet- Cruze
2-- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
3-- J. Gené SEAT- Leon- TDI
4-- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
5-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
6-- N. Larini- Chevrolet- Cruze
7-- A. Menu- Chevrolet- Cruze
8-- J. Müller- BMW- 320si
9-- M. Bennani- Seat- Leon
10- A. Priaulx- BMW- 320si
11- F. Engstler- BMW- 320si
12- A. Farfus- BMW- 320si
13- F. Porteiro- BMW- 320si
14- S. Hernandez- BMW- 320si
15- M. Colak- SEAT- Leon
16- S. D'Aste- BMW- 320si
17- K. Ladygin- Lada- 110
18- V. Postiglione- BMW- 320si
19- G. Tanev- BMW- 320si
20- J. van Lagen- Lada- 110
21- T. Coronel- SEAT- Leon
22- V. Shapovalov- Lada- 110
23- K. Poulsen- BMW- 320si
24- A. Zanardi- BMW- 320si
25- R. Rydell- SEAT- Leon TDI

Marokko/Marrakesch
FIA WTCC
Rennen 2


Pos.- Fahrer- Auto- Typ
1-- N. Larini- Chevrolet- Cruze
2-- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
3-- R. Huff- Chevrolet- Cruze
4-- J. Müller- BMW- 320si
5-- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
6-- A. Farfus- BMW- 320si
7-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
8-- F. Engstler- BMW- 320si
9-- T. Coronel- SEAT- Leon
10- M. Bennani- Seat- Leon
11- F. Porteiro- BMW- 320si
12- K. Ladygin- Lada- 110
13- M. Colak- SEAT- Leon
14- S. D'Aste- BMW- 320si
15- J. van Lagen- Lada- 110
16- A. Priaulx- BMW- 320si
17- A. Menu- Chevrolet- Cruze
18- V. Shapovalov- Lada- 110
19- V. Postiglione- BMW- 320si
20- S. Hernandez- BMW- 320si
21- G. Tanev- BMW- 320si
22- K. Poulsen- BMW- 320si
23- J. Gené SEAT- Leon- TDI

WM-Stand
WTCC 2009
Fahrerwertung


P. Fahrer- Pkt.
1. Y. Muller- 43
2. G. Tarquini- 31
3. R. Rydell- 30
4. J. Gené- 24
5. A. Farfus- 23
6. R. Huff- 16
7. A. Priaulx- 16
8. N. Larini- 14
9. J. Müller- 14
10. T. Monteiro- 8
11. S. Hernandez- 7
12. F. Porteiro- 3
12. A. Zanardi- 3
13. A. Menu- 2
14. T. Coronel- 1
14. F. Engstler- 1

Herstellerwertung

P. Hersteller- Pkt.
1. SEAT- 93
2. BMW- 64
3. Chevrolet- 51
4. Lada- 24

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BeitragVerfasst am: 17.05.2009, 18:02 Antworten mit ZitatNach oben

Wieder Chevrolet: Menu holt sich den Chaos-Sieg in Pau!

17. Mai 2009 - 16:10 Uhr

Cruze-Pilot Alain Menu raste in Frankreich zu seinem ersten Sieg 2009 und
sorgte für den vierten Chevrolet-Sieg in Folge - Franz Engstler unbelohnt


Image
Alain Menu holte in den Straßen von Pau für Chevrolet den vierten Sieg in Folge © xpb.cc

Nicht immer sind im Rennsport die Erstplatzierten auch die wahren Sieger. In Pau kam Alain Menu für Chevrolet zwar als Erster über die Ziellinie, hatte aber bereits nach wenigen Rennmetern einen starken Konkurrenten um den Sieg verloren. Privatfahrer Franz Engstler hatte die großen Hauptdarsteller der Szene schon in Lauf eins düpiert und schickte sich an, im zweiten Rennen nachzulegen. Zu einem Happyend für das Engstler-Team sollte es aber letztlich doch nicht kommen.

Der zweite WM-Lauf in Frankreich wurde von kuriosen Szenen überschattet. Der tragische Held im Tumult der ersten Kurven war zweifelsfrei Privatier Engstler, der erst den Start souverän für sich entschieden hatte und sofort in Führung gegangen war. Aufgrund diverser Rennunfälle schickte die Rennleitung in Runde zwei das Safety-Car auf die Strecke - ohne Vorwarnung! Engstler schoss um die Ecke und hatte keine Chance. Das "Sicherheitsauto" hatte ihm komplett den Weg versperrt.

Franz Engstler stolpert über das Safety-Car

So kam es unweigerlich zu einer überaus heftigen Kollision, wobei Engstler auf einen sprichwörtlichen Schlag um sämtliche Früchte seiner bis dato ausgezeichneten Arbeit gebracht wurde. Wäre das Safety-Car nicht blindlings auf die Strecke gefahren und statt die Ideallinie zu kreuzen auf der rechten Innenbahn, dieser unwirkliche Zwischenfall hätte vermieden werden können. Die Beteiligten um Privatier Engstler blieben augenscheinlich unverletzt - doch der Ausfall schmerzte sehr.

Angesichts des Dramas an der Spitze folgte daraufhin die einzig richtige Entscheidung: Rennabbruch. Jetzt galt es, die Überreste der ersten Runde aufzusammeln. BMW Pilot Jörg Müller hatte sich mit Markenkollege Andy Priaulx angelegt, was beide Fahrzeuge nicht schadlos überstanden haben. Während Müllers linke Frontachse total hinüber war, kam Priaulx plötzlich ohne Heckschürzen daher - auch Félix Porteiro, Sergio Hernández (beide BMW) und Tom Boardman (SEAT) hatten Verluste zu beklagen.

Schon auf der kurzen Gegengeraden hatte Porteiro Hernández attackiert und seinen spanischen Landsmann kurzerhand umgedreht. Hernández rutschte in die Banden und war raus, Porteiro setzte seine Fahrt ohne Frontschürzen fort. Boardman schaffte hingegen noch einige Kurven, ehe er sich mit seinem Rennwagen in die Leitplanken verabschiedete. Die Konkurrenz gab sich alles Mühe, einen Crash zu vermeiden - leider agierte das Safety-Car wenig später weitaus weniger umsichtig.

Neustart in Pau

So war vorerst wieder Schluss in Pau - nach einer halbstündigen Pause ging's wieder auf die Reise. Menu raste vorneweg und Porteiro übernahm P2. Dahinter schossen Augusto Farfus (BMW), Priaulx, Gabriele Tarquini (SEAT), Yvan Muller (SEAT) und Rickard Rydell (SEAT) dahin - bis Porteiro für seine Aktion gegen Hernández mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde und zur langsamen Fahrt durch die Boxengasse ausscheren musste.

Der SEAT-Friede war allerdings schnell vorbei, denn Alessandro Zanardi (BMW) mischte das Trio mächtig auf und sorgte für einige schöne Überholmanöver. Gleichzeitig saß Farfus Menu im Nacken und Priaulx machte Jagd auf Huff - die Chevrolet-Fahrzeuge sollten sich aber sehr schnell als uneinnehmbare Festungen entpuppen, deren Silhouette sich den BMW Piloten nach vielen aufregenden Runden sicherlich in die Netzhaut eingebrannt haben dürfte.

Als die Piloten die letzte Runde in Angriff nahmen, plötzlich wieder Rote Flaggen: Eric Cayrolle (SEAT) und Nicola Larini (Chevrolet) waren im Kampf um P8 und den letzten WM-Punkt des Tages kollektiv in die Banden gerauscht und hatten die Fahrbahn mit zahlreichen Bruchstücken übersät. Ein Neustart kam nicht mehr in Frage - und auch das Safety-Car blieb dieses Mal in der Garage. So sauste Menu letztendlich kampflos als Sieger über Start und Ziel.

...und wieder siegt der Cruze

Nach 18 Runden war also Schluss in Pau und ein ereignisreiches und denkwürdiges Rennwochenende fand seinen Abschluss. Farfus holte erneut den zweiten Platz und Huff kam als Dritter - wie schon in Marrakesch - ins Ziel. Dahinter reihten sich Priaulx, Zanardi, Tarquini und Muller ein, wodurch SEAT nun doch noch einige Punkte abgreifen konnte. Der achte Platz ging allerdings ironischerweise an einen Piloten, der den Rennabbruch mitverschuldet hatte.

Der französische Gaststarter Cayrolle bescherte seinem Sunred-Team bei seinem ersten Auftritt in der Tourenwagen-WM prompt einen Rennerfolg in der Independents' Trophy und holte obendrein noch einen Zähler für die Gesamtwertung. Der Däne Kristian Poulsen sorgte mit P2 bei den Privatiers wenigstens noch für ein gutes Ergebnis für das in Frankreich arg gebeutelte Engstler-Team, dem in Pau der Griff nach den WTCC-Sternen verwehrt geblieben ist.

Frankreich/Pau
FIA WTCC
Rennen 1


Pos.- Fahrer- Auto- Typ
1--- R. Huff- Chevrolet- Cruze
2--- A. Farfus- BMW- 320si
3--- J. Müller- BMW- 320si
4--- A. Priaulx- BMW- 320si
5--- S. Hernandez- BMW- 320si
6--- F. Porteiro- BMW- 320si
7--- F. Engstler- BMW- 320si
8--- A. Menu- Chevrolet- Cruze
9--- T. Coronel- SEAT- Leon
10-- T. Boardman- SEAT- Leon
11-- E. Cayrolle- SEAT- Leon
12-- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
13-- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
14-- R. Rydell- SEAT- Leon TDI
15-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
16-- K. Poulsen- BMW- 320si
17-- J. Gené SEAT- Leon- TDI
18-- V. Shapovalov- Lada- 110
19-- M. Bennani- Seat- Leon
20-- M. Colak- SEAT- Leon
DNF- J. van Lagen- Lada- 110
DNF- S. D'Aste- BMW- 320si
DNF- A. Zanardi- BMW- 320si
DNF- L. Cazenave- BMW- 320si
DNF- N. Larini- Chevrolet- Cruze
DNF- K. Ladygin- Lada- 110

Frankreich/Pau
FIA WTCC
Rennen 2


Pos.- Fahrer- Auto- Typ
1--- A. Menu- Chevrolet- Cruze
2--- A. Farfus- BMW- 320si
3--- R. Huff- Chevrolet- Cruze
4--- A. Priaulx- BMW- 320si
5--- A. Zanardi- BMW- 320si
6--- G. Tarquini- SEAT- Leon TDI
7--- Y. Muller- SEAT- Leon TDI
8--- E. Cayrolle- SEAT- Leon
9--- N. Larini- Chevrolet- Cruze
10-- K. Poulsen- BMW- 320si
11-- T. Monteiro- SEAT- Leon TDI
12-- J. Gené SEAT- Leon- TDI
13-- J. van Lagen- Lada- 110
14-- L. Cazenave- BMW- 320si
15-- V. Shapovalov- Lada- 110
16-- M. Colak- SEAT- Leon
17-- F. Porteiro- BMW- 320si
18-- J. Müller- BMW- 320si
DNF- T. Coronel- SEAT- Leon
DNF- M. Bennani- Seat- Leon
DNF- R. Rydell- SEAT- Leon TDI
DNF- K. Ladygin- Lada- 110
DNF- F. Engstler- BMW- 320si
DNF- T. Boardman- SEAT- Leon
DNF- S. Hernandez- BMW- 320si

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