Renault Freunde Hohe Acht Hier Spricht die Welt
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17.01.2009, 15:53 |
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Die Geschichte der WTCC (1)
2009 bestreitet die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC ihre fünfte Saison -
Ein Blick zurück auf die Entwicklung dieser Rennserie
Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC bestreitet 2009 ihre fünfte Saison
© xpb.cc
Nur drei Rennserien weltweit dürfen sich mit dem FIA-WM-Siegel des Automobil-Weltverbandes schmücken. Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC komplettiert dabei das Trio um Formel 1 und Rallye-WM WRC. Seit 2005 engagieren sich bis zu 30 Piloten in den actionreichen Sprintrennen rund um den Globus - die WTCC erfreut sich seither stetig ansteigender Beliebtheit. In 50 Tagen beginnt im brasilianischen Curitiba die fünfte Saison dieser Rennserie - 'Motorsport-Total.com' zeigt auf, wie alles begann...
Im Jahr 1987 schrieb der Automobil-Weltverband FIA erstmals eine Weltmeisterschaft für Tourenwagen aus. Hervorgegangen war diese neue Rennserie aus der Europameisterschaft, welche zu einem weltweiten Wettbewerb aufgewertet wurde. Von März bis November 1987 wurden insgesamt elf Rennen ausgetragen, wobei die Teilnehmer in insgesamt drei Kategorien an den Start gingen, die sich an der Größe des Fahrzeug-Hubraums orientierten.
Die erste Tourenwagen-Weltmeisterschaft - 1987
Die meisten Wertungsläufe wurden über eine Distanz von 500 Kilometern ausgetragen, Ausnahmen bildeten die 24 Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien) sowie das 1.000-Kilometer-Rennen in Bathurst (Australien). WM-Punkte wurden anhand des Schemas 20-15-12-10-8-6-4-3-2-1 verteilt, wobei nicht alle Teilnehmer punkteberechtigt waren. Weil sowohl das Gesamtergebnis eines Rennens wie auch die jeweiligen Platzierungen in den einzelnen Kategorien mit Punkten belohnt wurden, konnte ein Fahrer pro Rennwochenende maximal 40 WM-Zähler einfahren.
Ähnlich wie bei heutigen Langstreckenpokalen, so teilten sich bei der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 1987 mehrere Fahrer ein Renncockpit. Am Start waren einige berühmte Namen wie Ivan Capelli, Johnny Cecotto, Jacques Lafitte, Ricardo Patrese, Emanuele Pirro und Roland Ratzenberger, die für namhafte Hersteller wie Alfa Romeo, BMW, Ford und Maserati fuhren. Die einzigen aktuellen WTCC-Piloten, die bereits bei der Erstausgabe einer Tourenwagen-WM dabei waren, sind Nicola Larini (Chevrolet) und Gabriele Tarquini (SEAT).
Bernd Schneider und Klaus Ludwig waren 1987 in der Tourenwagen-WM unterwegs
© xpb.cc
Auch aus deutscher Sicht gab es eine rege Beteiligung: Armin Hahne, Klaus Ludwig, Klaus Niedzwiedz, Markus Oestreich, Bernd Schneider und Winfrid Vogt waren allesamt in dieser neugeschaffenen Rennserie unterwegs - Ludwig und Niedzwiedz (beide Ford) teilten sich am Jahresende den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Mit 269 gesammelten Punkten war der Italiener Roberto Ravaglia (BMW) nur um einen Hauch besser und wurde Weltmeister. Bereits nach einer Saison wurde die Rennserie wieder eingestellt.
Bereits Mitte der 1990er-Jahre gab es erneute Bestrebungen, wieder eine Weltmeisterschaft für Tourenwagen ins Leben zu rufen. Zunächst allerdings kam es nicht zu einer Neuauflage - stattdessen wurden von 1993 bis 1995 Einzelevents unter dem Titel "World Touring Car Cup" veranstaltet. 1993 siegte Paul Radisch (Australien) in Monza auf Ford und ließ der Konkurrenz auch 1994 in Donington keine Chance. Frank Biela (Deutschland) holte sich auf Audi 1995 den Titel in Paul Ricard. Zu einem Cup-Rennen auf dem A1-Ring (Österreich), das für 1996 geplant war, kam es nie.
Das Comeback der Tourenwagen-Weltmeisterschaft - 2005
Im Hintergrund liefen schon die Vorbereitungen zu einer neuen Rennserie: Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft DTM erfreute sich nicht nur in Deutschland immer größerer Beliebtheit und wurde 1996 von der International Touring Car Championship (ITC) abgelöst, aus der später eine offizielle Weltmeisterschaft hervorgehen sollte. Allerdings explodierten bereits im Premierenjahr die Kosten derart, dass diese Pläne wieder ad acta gelegt werden mussten.
Am 30. Juni 2004 entschied sich der Automobil-Weltverband FIA schließlich dazu, einen Neuanfang zu wagen: Die äußerst populäre European Touring Car Championship ETCC erwies sich als hervorragende Basis, um die neue Rennserie entsprechend zu etablieren. Die ohnehin schon internationalen Veranstaltungsorte der ETCC wurden größtenteils übernommen, neu in den Kalender für 2005 traten dagegen Puebla (Mexiko), Istanbul (Türkei), Macao (China) und Oschersleben (Deutschland), das den Hockenheimring ersetzte.
Alfa Romeo, BMW, Chevrolet - die WTCC bot schon 2005 spektakulären Motorsport
© xpb.cc
Bis zu 32 Fahrer hatten sich für die inzwischen in ihrer vierten Saison befindliche ETCC eingeschrieben, als sie 2004 zum vorerst letzten Mal ausgetragen werden sollte. Die Palette an teilnehmenden Automobilherstellern war entsprechend groß: Mit Alfa Romeo, BMW, Ford, Honda, SEAT und Peugeot waren schon die meisten Protagonisten vorhanden, die sich wenig später auch im Rahmen der World Touring Car Championships WTCC auf den Rennstrecken messen sollten. Chevrolet entschied sich 2005 zum Einstieg.
Der Wochenendablauf der ETCC wurde für die WTCC entsprechend adaptiert. So finden am Samstag erst zwei 30-minütige Freie Trainingssitzungen statt, ehe am Nachmittag die ebenfalls halbstündige Qualifikation folgt. Am Sonntag werden nach dem 15-minütigen Warmup zwei Sprintrennen über jeweils 50 Kilometer ausgetragen. Die Pause zwischen den WM-Läufen variiert je nach Austragungsort, beträgt aber mindestens 15 Minuten. Die ersten acht Fahrer des ersten Rennens starten im zweiten Lauf in umgekehrter Reihenfolge.
Das Punkteschema lautet 10-8-6-5-4-3-2-1 und wird auf beide Sprintrennen angewendet. Alle Starter sind grundsätzlich punkteberechtigt, wobei zwischen Werksfahrern und Privatiers unterschieden wird. Die Teilnehmer an der Independents' Trophy werden getrennt gewertet und erhalten entsprechend ihrer internen Reihenfolge ebenfalls Punkte nach dem Schlüssel 10-8-6-5-4-3-2-1. Einzig beim Saisonfinale in Macao werden die Punkte für die Privatfahrer verdoppelt. Zusätzlich verteilte der Automobil-Weltverband FIA bis 2008 "Success Ballast" - 2009 kommt ein neues System zum Einsatz.
Quelle: Motorsport-Total.com ; Autor : Stefan Ziegler |
Zuletzt bearbeitet von Opa am 18.01.2009, 11:32, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am:
17.01.2009, 16:22 |
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WTCC-Testauftakt in Portugal
Die neue Saison hat begonnen: Die drei BMW Länderteams und auch die Chevrolet-Werksmannschaft testen ab heute in Portimão
Back on the Track: Chevrolet schickt 2009 den brandneuen Cruze ins Rennen
© Chevrolet
Pünktlich zum Jahresbeginn kehrt auch die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC aus der Winterpause auf die Rennstrecken Europas zurück. Den Auftakt machen die Werksteams von BMW und Chevrolet in Portimão, SEAT schickt seine Rennwagen in wenigen Tagen zum ersten Mal in diesem Jahr um den Kurs in Estoril. Den Teams bleibt allerdings nur wenig Vorbereitungszeit, denn die Fahrzeuge müssen noch Ende Januar verpackt und Richtung Brasilien verschifft werden.
Von Donnerstag bis Samstag (15. bis 17. Januar 2009) nistet sich BMW in Portugal ein und ist mit dem kompletten 2009er-Aufgebot vor Ort: Der ehemalige Weltmeister Andy Priaulx greift für das BMW Team UK ins Lenkrad, Jörg Müller und Augusto Farfus sammeln Testkilometer für das BMW Team Germany. Alessandro Zanardi und Neuzugang Sergio Hernández werden für das BMW Team Italy-Spain die Entwicklungsarbeit durchführen.
Es wird ferner erwartet, dass auch Chevrolet nach Portimão fahren wird - schließlich bringt die Truppe um Teammanager Eric Nève in dieser Saison einen komplett neuen Rennwagen an den WTCC-Start. Der neue Cruze soll in Portugal weiter optimiert und renntauglich gemacht werden, ehe das jüngste Geschoss aus dem Hause Chevrolet am 8. März 2009 seine Rennpremiere in Curitiba feiern wird.
Neue Farben: Privatier-Weltmeister Sergio Hernández startet 2009 für BMW
© xpb.cc
Auf dieses Datum bereiten sich auch die spanischen Titelverteidiger von SEAT vor, die ab Sonntag (18. Januar 2009) in den Testbetrieb eingreifen werden. Die Wahl der Iberer fiel auf das ebenfalls in Portugal gelegene Estoril, das schon im vergangenen Jahr der Schauplatz von zwei WM-Läufen gewesen ist. Im Gegensatz zu BMW und Chevrolet hat SEAT sein Fahreraufgebot noch nicht bekannt gegeben.
Randnotiz: Das Chevrolet-Team aus der Schwedischen Tourenwagen-Meisterschaft STCC ist in Portimão ebenfalls vor Ort. Im Gegensatz zur WTCC-Mannschaft vertrauen die Skandinavier allerdings weiterhin auf den altbewährten Lacetti. Zudem werden in der STCC ab 2009 Yokohama-Reifen eingesetzt und zwei Sprintrennen statt einem kurzen Lauf gefahren - Gründe genug also, um sich einige Tipps von der WTCC-Crew geben zu lassen...
Quelle: Motorsport-Total.com ; Autor : Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
18.01.2009, 11:26 |
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Die Geschichte der WTCC (2)
2009 bestreitet die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC ihre fünfte Saison -
Motorsport-Total.com' blickt zurück auf die ersten Meisterschaftsjahre
Vier ereignisreiche Jahre liegen bereits hinter den Tourenwagen-Cracks der WTCC
© xpb.cc
Nur drei Rennserien weltweit dürfen sich mit dem FIA-WM-Siegel des Automobil-Weltverbandes schmücken. Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC komplettiert dabei das Trio um Formel 1 und Rallye-WM WRC. Seit 2005 engagieren sich bis zu 30 Piloten in den actionreichen Sprintrennen rund um den Globus - die WTCC erfreut sich seither stetig ansteigender Beliebtheit. Sieben Wochen vor dem Start in die neue Saison lässt 'Motorsport-Total.com' die vier vergangenen Saisons der WTCC Revue passieren.
Von 2005 bis 2007 wurden den Zuschauern äußerst spannende Rennen geboten - doch am Jahresende gab es stets nur zwei große Sieger: Andy Priaulx und BMW hielten sich erst erfolgreich Alfa Romeo und später SEAT vom Hals, ehe 2008 die große Wende im Kräfteverhältnis eintrat: Dank TDI-Power und einem starken Teamwork stürzten Yvan Muller und SEAT die amtierenden Champions vom Thron und eroberten beide WM-Titel.
2005 - Andy Priaulx ist die neue Nummer eins
Alfa Romeo gegen BMW lautete das große Duell in der ersten Saison der neugeschaffenen WTCC. Dirk Müller (BMW) startete mit hervorragenden Leistungen ins Jahr, siegte zum Auftakt in Monza und ließ in Imola und Spa-Francorchamps noch zwei weitere Triumphe folgen. Andy Priaulx (BMW) robbte sich gegen Ende der Saison an seinen Markenkollegen heran und machte mit den Plätzen eins und zwei in Oschersleben entscheidend an Boden gut. Der Dritte im Bunde war Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo), der insgesamt vier Saisonsiege verbuchen konnte.
Alfa-Pilot James Thompson führt das WTCC-Feld in Oschersleben um den Kurs
© xpb.cc
Beim letzten Rennwochenende in Macao kam es schließlich zum großen Titelshowdown zwischen Müller (86 Punkte), Priaulx (85) und Giovanardi (81). Gleich bei der ersten Auflage der Tourenwagen-WM in ihrer heutigen Form mussten also die beiden letzten WM-Läufe im Kalender die Entscheidung bringen. Während Priaulx sich in beiden Rennen schadlos hielt und jeweils als Zweiter über die Ziellinie fuhr, verfehlten Müller und Giovanardi die Punkteränge und somit den Titel. Andy Priaulx war erster Tourenwagen-Weltmeister der Neuzeit.
In der Privatierwertung zeigte der Deutsche Marc Hennerici auf Wiechers-Sport die beste Gesamtleistung und sicherte sich am Saisonende mit fünf Siegen und fünf weiteren Podestplätzen den WM-Titel in der Independents' Trophy. Deutlich abgeschlagen auf den Plätzen folgten Giuseppe Cirò (Italien) und der Niederländer Tom Coronel, die für Proteam Motorsport und GR Asia ins Lenkrad griffen. Während Cirò vor allem durch konstante Ergebnisse Punkte sammelte, bestach Coronel schon 2005 durch fünf Rennerfolge.
2006 - Endspiel in Macao: Priaulx zum Zweiten
Als frischgebackener Weltmeister kam Priaulx nach Monza, wo er die zweite WTCC-Saison mit einem Sieg im ersten Rennen begann. Schnell kristallisierte sich heraus, dass auch 2006 mit dem Briten zu rechnen sein würde. Drei weitere Siege ließ der BMW Fahrer folgen, bis er mit 59 Punkten punktgleich mit Jörg Müller (Deutschland) in Macao vorstellig wurde. Somit hatten erneut zwei BMW Piloten gute Chancen auf den Titel, doch Alfa Romeo-Fahrer Augusto Farfus (Brasilien) lag an der Spitze des Klassements.
Macao 2006: Jörg Müller gewinnt den WM-Lauf, Andy Priaulx Titel Nummer zwei
© xpb.cc
Mit 60 WM-Punkten auf seinem Konto hatte Farfus die beste Ausgangsposition für die beiden abschließenden Sprintrennen des Jahres. Seine drei Saisonsiege standen ebenfalls drei Erfolgen von Müller gegenüber - doch Priaulx landete im ersten Rennen den vorentscheidenden Treffer und gewann Lauf eins, während Farfus und Müller nicht über die Ränge fünf und sechs hinauskamen. Im zweiten Rennen punktete Farfus überhaupt nicht, aber Müller holte zehn Zähler. Weil Priaulx Fünfter wurde, verteidigte er seinen Titel knapp.
"Major Tom" Coronel sollte auch in der zweiten Saison der Tourenwagen-WM eine Hauptrolle im Privatfahrer-Feld spielen: Zehn Saisonsiege und acht weitere Podestränge bedeuteten am Jahresende 178 Punkte und den überlegenen Sieg in seiner Kategorie - sein Rennstall GR Asia behielt schlussendlich auch in der Teamwertung die Oberhand. Das Proteam-Duo um Luca Rangoni und Stefano D'Aste (beide Italien) brachte es zusammen auf fünf Siege und die WM-Plätze zwei und drei.
2007 - Mullers Panne beschert Priaulx den Titel
Auch bei der dritten Auflage der Tourenwagen-WM reisten wieder zahlreiche Titelanwärter nach Macao - die Hauptrollen sollten allerdings die Vertreter dreier Marken spielen: James Thompson (Großbritannien) griff für Alfa Romeo nach dem WM-Titel, Yvan Muller (Frankreich) ging für SEAT zu Werke und Titelverteidiger Priaulx fuhr einmal mehr im BMW. Während sich Thompson nur noch Außenseiterchancen einräumen durfte, spielte sich das große Duell an der Spitze zwischen Priaulx und Muller ab - bis das Pech einen der beiden Kontrahenten aus dem Rennen warf.
Geschichtsträchtiger Kurs: Start frei! zu den WM-Rennen im italienischen Monza
© xpb.cc
Muller hatte in seinem SEAT das Heft in Macao fest in der Hand und lag in Lauf eins souverän an der Spitze. Die Benzinpumpe seines Motors hielt den Belastungen aber nicht mehr Stand und ging eine Runde vor Rennende in die Knie. Muller fiel aus und konnte aufgrund des Schadens an seinem Fahrzeug auch in Lauf zwei nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Davon profitierte Priaulx, der sich mit P8 im ersten Rennen die Pole-Position für das zweite Rennen sicherte. Den Sieg ließ der Brite folgen - und den dritten WM-Titel nach 2005 und 2006.
Im Vorjahr noch Dritter, 2007 ganz vorne: D'Aste und Wiechers-Sport waren in dieser Saison das Maß aller Dinge in der Independents' Trophy - wenn auch nur knapp, denn Rangoni verpasste den Titel am Ende hauchdünn mit zwei Zählern. Mit Pierre-Yves Corthals (Belgien) machte erstmals ein SEAT-Privatier Ansprüche auf Toppositionen in der Meisterschaft geltend, mit Sergio Hernández (Spanien) klopfte ein aufstrebender Youngster an die Türen der routinierten Fahrer im Privatier-Feld - und holte sich P4.
2008 - Das Jahr der Revanche für Yvan Muller
2008 sollten schließlich andere Farben dominieren. SEAT schickte Vizeweltmeister Muller und seine Teamkollegen mit Dieselmotoren in die insgesamt 24 Rennen des Jahres und war somit der Konkurrenz vermeintlich um eine Nasenlänge voraus. Frontrunner bei Chevrolet war in diesem Jahr Rob Huff (Großbritannien), der das Tempo der Spitzenreiter gegen Ende der Saison allerdings nicht mehr mitgehen konnte. Auch Titelverteidiger Priaulx musste bereits beim vorletzten Rennen des Jahres alle Hoffnungen begraben.
Gabriele Tarquini und Yvan Muller duellierten sich 2008 um den WM-Titel
© SEAT
Mit einer Nullnummer in Okayama wurde schließlich auch Gabriele Tarquini (SEAT) zum Außenseiter degradiert und reiste mit einem Rückstand von 14 Punkten auf WM-Leader Muller nach Macao - wo wieder einmal die Entscheidung fallen musste. Schon im ersten Rennen machte Muller alles klar und sicherte sich ein Jahr nach der großen Enttäuschung den Fahrertitel in der Tourenwagen-WM. Schlussendlich behielt Muller mit 26 Punkten Vorspung deutlich die Oberhand - und wurde erster Champion mit Dieselmotor.
Nach einer guten Debütsaison 2007 ließ Hernández 2008 den Titel in der Independents' Trophy folgen. Proteam-Kollege D'Aste schied nach einer kontroversen Strafe auf eigenen Wunsch aus dem Titelkampf aus, wodurch Debütant Franz Engstler (Deutschland) mit einem sensationellen Sieg beim letzten Saisonrennen in Macao noch den zweiten WM-Platz der Privatfahrer eroberte und D'Aste auf P3 verwies. Corthals kam - ohne in Okayama und Macao überhaupt anzutreten - am Jahresende auf Rang vier.
Die Champions 2005-2008
Fahrer-Weltmeister:
2005 - Andy Priaulx (Großbritannien), BMW Team UK, BMW 320i
2006 - Andy Priaulx (Großbritannien), BMW Team UK, BMW 320si
2007 - Andy Priaulx (Großbritannien), BMW Team UK, BMW 320si
2008 - Yvan Muller (Frankreich), SEAT Sport, SEAT Leon TDI
Konstrukteurs-Weltmeister:
2005 - BMW (BMW 320i)
2006 - BMW (BMW 320si)
2007 - BMW (BMW 320si)
2008 - SEAT (SEAT Leon TDI)
Independents' Trophy Fahrer:
2005 - Marc Hennerici (Deutschland), Wiechers-Sport, BMW 320i
2006 - Tom Coronel (Niederlande), GR Asia, SEAT Toledo/Leon
2007 - Stefano D'Aste (Italien), Proteam Motorsport, BMW 320si
2008 - Sergio Hernández (Spanien), Proteam Motorsport, BMW 320si
Independents' Trophy Teams:
2005 - Proteam Motorsport (BMW 320i)
2006 - GR Asia (SEAT Toledo/Leon)
2007 - Proteam Motorsport (BMW 320si)
2008 - Proteam Motorsport (BMW 320si)
Quelle: Motorsport-Total.com ; Autor : Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
18.01.2009, 21:30 |
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Schlechtes Wetter beim Test in Portimão
Bei durchwachsenen Bedingungen absolvierten einige WTCC-Teams die ersten Testfahrten des Jahres - Sergio Hernández erstmals im Werks BMW
Die ersten Testfahrten des Jahres wurden bei bescheidenem Wetter absolviert
© xpb.cc
Eigentlich zieht es die Rennställe in der Winterpause auf die iberische Halbinsel, weil die Wetterbedingungen dort für gewöhnlich einen ordentlichen Testbetrieb erlauben. An einen solchen war für die Teams der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC in Portimão allerdings kaum zu denken, denn Regen und eine feuchte Rennstrecke schränkten die Versuchsfahrten ein. Zudem musste der Test von drei auf zwei Tage verkürzt werden, da die Formel 1 schon in den Startlöchern stand...
Bei BMW kamen sämtliche Fahrer zum Einsatz, darunter auch Neuzugang Sergio Hernández. Der Privatier-Weltmeister von 2008 musste sich bei seiner ersten Ausfahrt als Werkspilot aber mit einem Vorjahreswagen zufrieden geben - übrigens genauso wie der ehemalige Champion Andy Priaulx, der für das BMW Team UK ins Lenkrad griff. Hernández' Teamkollege beim BMW Team Italy-Spain, Alessandro Zanardi, saß hingegen in einem Neuwagen.
Auch die beiden BMW Team Germany Fahrer Augusto Farfus und Jörg Müller konnten sich schon einmal mit ihren neuen Arbeitsgeräten vertraut machen - doch noch fahren die 320si nicht in ihrer endgültigen 2009er-Spezifikation, wie BMW Motorsport Projektmanager Friedhelm Nohl gegenüber 'Autosport.nl' bestätigte: "Die Autos befinden sich noch nicht in ihrem letztendlichen Zustand."
Für die drei Länderteams der Münchener ging es in Portimão ohnehin nur um grundlegende Vorbereitungen. "Wir haben uns auf das Setup und Basiseinstellungen konzentriert", meinte Nohl. Auf diese Bereiche dürfte sich auch Chevrolet-Pilot Rob Huff gestürzt haben, der in Portugal wieder im Cruze ausrückte und weitere Erfahrungsdaten mit dem neuen Rennwagen sammelte.
Erstmals für ihre neuen Teams unterwegs: Sergio Hernández und Stefano D'Aste
© xpb.cc
Während sich noch zwei Chevrolet-Teams aus der Britischen und Schwedischen Tourenwagen-Meisterschaften zum Testfeld gesellten, gab der Italiener Stefano D'Aste sein Comeback bei Wiechers-Sport. Nach einjähriger Abstinenz kehrt der ehemalige Privatfahrer-Champion zum deutschen Rennstall zurück, mit dem ihm 2007 der Titelgewinn in der Independents' Trophy gelungen war.
Das zweite Wiechers-Cockpit übernahm in Portugal Colin Turkington, der schon in Brands Hatch 2007 für reichlich Aufregung gesorgt hatte. Wie unsere Kollegen von 'Autosport.nl' berichten, hat der Brite in Portimão auf Wunsch von WTCC-Reifenpartner Yokohama am Test teilgenommen - der allerdings zumeist auf nasser Piste stattfinden musste. Erst am Samstagnachmittag wurde es wieder trocken.
Weil die Formel 1 sich in der kommenden Woche auf der neuen Rennstrecke eingemietet hat, mussten die WTCC-Teams bereits einen Tag früher als geplant ihre Sachen packen und die Heimreise antreten. Chevrolet bleibt aber in Portugal und wird gemeinsam mit der SEAT-Truppe in der kommenden Woche in Estoril ausrücken. BMW testet wieder Anfang Februar im spanischen Valencia.
Quelle: Motorsport-Total.com; Autor: Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
02.02.2009, 18:31 |
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Grüne Welle: Die WTCC als Vorbild
2009 hält Biosprit Einzug, womit die WTCC im Motorsport eine Vorbildfunktion einnimmt -
"Make Cars Green" als Zugpferd der FIA
Die FIA setzt sich sehr für ihre
Kampagne "Make Cars Green" ein
© FIA
Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) wird ab 2009 als eine der ersten Meisterschaften überhaupt mit Biobenzin fahren. Der Automobilweltverband hat dieser Initiative seinen uneingeschränkten Support bereits zugesichert. Parallel zu bleifreiem Benzin und Diesel wurde schon 2008 auf Bioethanol gesetzt, doch in dieser Saison wird die Meisterschaft ausschließlich auf Biosprit abfahren. Das italienische Unternehmen Panta erhielt dafür kürzlich den Zuschlag und wird exklusiver Spritlieferant.
"Aufgrund der engen Verwandtschaft zwischen den Tourenwagen und ihren Pendants auf der Straße sehen wir in der WTCC die logische Plattform, um Biosprit in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken", erklärte KSO-Geschäftsführer Jacques Behar. "Alternative Benzintechnologien werden in der Zukunft des Motorsports eine entscheidende Rolle spielen und es ist unser großes Ziel, dabei eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Diese Einstellung bereitet dem Automobilweltverband und dessen Präsidenten Max Mosley freilich große Freude, schließlich hat sich die FIA Umweltschutz und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. "Make Cars Green" ist eine internationale Kampagne des Automobilweltverbandes, welche das Ziel hat, den Einfluss des Motorsports auf die Umwelt zu reduzieren - schon 2008 beteiligte sich die WTCC rege an diesem Programm.
"Es ist unglaublich zufrieden stellend, dass so viele Teilnehmer am Motorsport auch die FIA-Kampagne unterstützen, um den Rennsport künftig nachhaltiger zu gestalten", meinte Mosley. "Dieser Support wird unserer Mission sehr zum Vorteil gereichen, um ein weltweites und umweltfreundliches Mobilitätsnetzwerk zu errichten."
Make Cars Green:
Die FIA setzt auf grünen und
verantwortungsvollen Rennsport
© FIA
Aber wie genau sieht eigentlich der WTCC-Beitrag zu diesem Projekt aus? Alle WTCC-Rennwagen müssen mit einem homologierten Katalysator ausgestattet sein, der die Abgase zu jeder Zeit filtert. Die Fahrzeuge dürfen ausschließlich bleifreies Benzin tanken, das vom jeweiligen Serienausrüster gestellt wird - ab 2009 zeichnet Panta für diese Aufgabe verantwortlich. Das Geräuschniveau der Autos darf in keinem Fall die Marke von 110 Dezibel bei 6.000 Umdrehungen pro Minute übersteigen.
Spezielle Regeln ermöglichen es Dieselfahrzeugen, an der Meisterschaft teilzunehmen. Das Format des Rennwochenendes limitiert hingegen die Zeit auf der Rennstrecke. So gibt es lediglich drei 30-minütige Trainings- und Qualifikationssitzungen, denen zwei 50 Kilometer lange Sprintrennen nachfolgen. Das Wochenende wird über zwei Tage abgehalten und begrenzt auf diese Weise nicht nur die Kosten sondern auch den Einfluss auf die Umwelt.
Quelle : Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
05.02.2009, 18:35 |
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BMW, Chevrolet und SEAT beim Test in Valencia
Die drei Werksteams von BMW, Chevrolet und SEAT sind in dieser Woche
erneut auf der Teststrecke unterwegs - BMW präsentiert neue Lackierung
Alessandro Zanardi saß in Valencia einmal mehr im 2009er-Modell des BMW 320si
© fiawtcc.com
Nachdem die drei großen Werksteams der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC vor wenigen Tagen bereits in Portugal testeten, stand in dieser Woche der Circuit Ricardo Tormo im spanischen Valencia auf dem Testprogramm. Mit BMW, Chevrolet und SEAT waren die drei Topteams vor Ort und absolvierten weitere Proberunden mit ihren Fahrzeugen. Als einzige Werksmannschaft glänzte die russische Lada-Mannschaft durch Abwesenheit, als BMW in Valencia mit neuer Lackierung ausrückte.
Die Münchener waren wieder mit zwei verschiedenen Auto-Generationen vor Ort und ließen ihre Stammpiloten sowohl mit dem 2008er-Modell als auch mit dem für 2009 adaptierten BMW 320si auf die Strecke gehen. Neben Ex-Champion Andy Priaulx griffen auch die beiden BMW Team Germany Fahrer Augusto Farfus und Jörg Müller ins Lenkrad, für das BMW Team Italy-Spain waren Alessandro Zanardi und Neuzugang Sergio Hernández vor Ort aktiv.
Erstmals zeigten die BMW Länderteams dabei, in welcher Farbgebung die drei Teams und ihre Piloten in der anstehenden WTCC-Saison unterwegs sein werden. Große Überraschungen blieben allerdings aus, denn nach wie vor ist weiß die klassische Grundfarbe bei BMW. Modifiziert wurden augenscheinlich lediglich die jeweiligen Länderflaggen, die sich von Motorhaube über Rückspiegel bis hin zum Heck der fünf Werkswagen ziehen.
© fiawtcc.com
Nicola Larini und Alain Menu gingen hingegen bereits zum wiederholten Male mit dem neuen Cruze auf die Strecke, dem Chevrolet 2009 einen anderen Farblook verliehen hat. Die beiden langjährigen Stammfahrer trieben das Entwicklungsprogramm in Valencia weiter voran und bescherten der Chevrolet-Crew viele wichtige Daten zum neuen Rennwagen, der beim ersten Rennwochenende in Curitiba seine Premiere feiern wird.
© fiawtcc.com
Weltmeister Yvan Muller und seine Teamkollegen Jordi Gené, Rickard Rydell und Gabriele Tarquini griffen für Titelverteidiger SEAT ins Lenkrad und testeten in Spanien ihre für die neue Saison upgedateten Leon-Rennautos. Während der zwei Testtage auf dem Circuit Ricardo Tormo ging es den Spaniern dabei hauptsächlich um Setuparbeit und die Implementierung der neuen technischen Regeln bei den gelben Diesel-Flitzern.
"Wir haben in Valencia das Ziel verfolgt, unsere Autos an die neuen Regeln für die Saison 2009 anzupassen", meinte SEAT-Teamchef Jaime Puig. "Aktuell gilt unser Hauptaugenmerk der Zuverlässigkeit. Da wollen wir das Maximum herausholen." Viele Testchancen verbleiben allerdings nicht mehr, denn in etwa fünf Wochen beginnt schon die neue Saison - SEAT testet daher schon in der kommenden Woche in Barcelona.
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
09.02.2009, 15:48 |
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Saison 2009: Biosprit hält Einzug
09. Februar 2009 - 14:53 Uhr
Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC setzt in dieser Saison auf Biosprit
der zweiten Generation - zehnprozentiger Ethanol-Anteil in Benzin und Diesel
Das Starterfeld der Tourenwagen-WM
wird ab 2009 von Panta mit Sprit beliefert
© xpb.cc
Die Tourenwagen-WM wird auch in diesem Jahr eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz im Motorsport einnehmen und geht dazu neue Wege: 2009 setzt die Rennserie erstmals auf den Biosprit des italienischen Treibstofflieferanten Panta. Im Rahmen der Wintertestfahrten in Portimão und Valencia konnten sich die Teams der WTCC erstmals mit dem neuen Sprit auseinander setzen, der ab dieser Saison verbindlich zum Einsatz kommen wird. Dabei unterscheidet sich das Gemisch stark von seinem Vorgänger.
Doch den Rennställen ist es offenbar gelungen, einen blitzsauberen Start mit dem neuen Treibstoff hinzulegen, wie Luca Perani von Panta bestätigte: "Wir sind sehr zufrieden, denn die Teams sind nicht auf Probleme gestoßen", erklärte der Italiener und ging anschließend näher auf die Sprit-Spezifikation ein, welche in diesem Rennjahr sowohl für Benziner als auch Dieselfahrzeuge zum Einsatz kommen wird
Panta wird den Protagonisten der WTCC beide Spritarten zur Verfügung stellen, wobei der Anteil von Bio-Ethanol der zweiten Generation bei zehn Prozent liegen wird - daher auch die Bezeichnung "E10". Die restlichen 90 Prozent des Treibstoffs bestehen wieder aus herkömmlichem, bleifreiem Sprit. Mit dieser Mischung möchte man vor allem umweltfreundlicher agieren.
"Wir haben den E10-Sprit gewählt, denn wir mussten einen guten Kompromiss zwischen dem Reduzieren der Emissionen und dem Erhalten der gegenwärtigen Fahrzeuge finden. Biotreibstoff greift die Tanks mehr an - auch Leitungen und Einspritzdüsen werden dadurch mehr in Anspruch genommen", sagte Perani. "Je höher der Anteil ist, umso mehr muss daran verändert werden."
Der neue E10-Treibstoff soll dabei helfen,
den Spritverbrauch der WTCC zu senken
© xpb.cc
"Beim E10-Sprit brauchen die jetzigen Rennwagen allerdings keine Änderungen", meinte Perani und ergänzte: "Ethanol enthält Sauerstoff. Das hilft dem regulären Treibstoff, sauberer und besser zu verbrennen. Durch die Nutzung von E10-Biosprit geht der Benzinverbrauch um etwa 6,3 Prozent zurück und außerdem werden dadurch schädliche Emissionen drastisch verringert."
Bei einem Gesamt-Spritverbrauch von bis zu 70.000 Litern pro Jahr gehört die Tourenwagen-WM zu den sparsamten Rennserien weltweit - und hat sich mit ihrem Gesamtkonzept zum Ziel gesetzt, möglichst umweltfreundlich zu agieren. Kurze Sprintrennen über jeweils 50 Kilometer sowie in ihrer Lautstärke begrenzte Motoren sollen den Umwelteinfluss möglichst gering halten.
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler
Biotreibstoff greift die Tanks mehr an - auch Leitungen und Einspritzdüsen werden dadurch mehr in Anspruch genommen", sagte Perani. "Je höher der Anteil ist, umso mehr muss daran verändert werden."
Aha, hätte mich schon gewundert, wenn das so einfach wäre.
Aber die Rennboliden haben ja eh andere Tanks, Leitungen und Einspritzdüsen,
welche mit denen der Serienfertigung nicht zu vergleichen sind..... |
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Opa
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Beiträge: 508
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Verfasst am:
24.02.2009, 09:39 |
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FIA veröffentlicht Starterliste - 26 Rennwagen in der WTCC
Februar 2009
Die Starterliste für die Tourenwagen-WM 2009 steht fest -
Champion Yvan Muller mit Startnummer eins - Campos mit einem Fahrzeug gemeldet
Fünf Marken, 26 Fahrzeuge: Die WTCC weist 2009 ein gut gefülltes Starterfeld auf
Zoom © xpb.cc
Knapp zwei Wochen vor dem Saisonauftakt zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC 2009 ist das Starterfeld komplett. Bis zum Meldeschluss am 15. Februar haben sich insgesamt 26 Akteure fest eingeschrieben. Große Überraschungen blieben dabei aus - einzig die Nennung des Wagens mit der Startnummer 15 wirft Fragen auf, handelt es sich dabei doch um einen Honda Accord des Campos-Teams. Doch erst in den vergangenen Tagen wurde klar, dass der Rennstall noch kein Auto erworben hat.
Wenige Tage vor Saisonstart steht also lediglich fest, dass sich Campos zumindest einen festen Startplatz im WTCC-Feld gesichert hat. Ob der Spanier Antonio García dann auch tatsächlich in einem ehemaligen N.Technology-Rennwagen in der Startaufstellung auftauchen wird, muss vorerst dahingestellt bleiben. In der offiziellen Meldeliste der FIA ist daher aufgeführt, dass ein Start des Teams noch nicht verbindlich vermerkt wurde.
Die meisten WTCC-Akteure werden allerdings schon in Brasilien mit dabei sein, wo am 8. März 2009 die beiden ersten Sprintrennen des Jahres ausgetragen werden. Dort wird Weltmeister Yvan Muller (SEAT) erstmals mit der "1" im Rennbetrieb zu Werke gehen, der ehemalige Champion Andy Priaulx (BMW) geht mit der "6" ins Rennen. Vizemeister Gabriele Tarquini (SEAT) trägt die "2", der WM-Dritte Rob Huff (Chevrolet) fährt 2009 die "11" spazieren.
Die deutschen Farben werden in der Tourenwagen-WM auch in dieser Saison durch Jörg Müller und Franz Engstler (beide BMW) vertreten. Während Müller einmal mehr für das BMW Team Germany ins Lenkrad greift und mit der "7" unterwegs sein wird, nimmt Engstler im privat eingesetzten BMW 320si und der Startnummer "25" Kurs auf den Titel in der Privatierwertung.
Mit Tom Boardman, Marin Colak (beide SEAT), Kristian Poulsen und George Tanev (beide BMW) haben gleich vier ehemalige Gaststarter den Sprung in die Stammfahrerriege geschafft und werden 2009 voraussichtlich alle 24 Sprintrennen des WM-Kalenders bestreiten. García, 2005 für das BMW Team Italy-Spain am Start, wird mit Campos offenbar ein Comeback wagen.
Das WTCC-Starterfeld 2009 in der Übersicht:
01 Yvan Muller (Frankreich), SEAT
02 Gabriele Tarquini (Italien), SEAT
03 Rickard Rydell (Schweden), SEAT
04 Jordi Gené (Spanien), SEAT
05 Tiago Monteiro (Portugal), SEAT
06 Andy Priaulx (Großbritannien), BMW
07 Jörg Müller (Deutschland), BMW
08 Augusto Farfus (Brasilien), BMW
09 Alessandro Zanardi (Italien), BMW
10 Sergio Hernández (Spanien), BMW
11 Robert Huff (Großbritannien), Chevrolet *
12 Alain Menu (Schweiz), Chevrolet *
14 Nicola Larini (Italien), Chevrolet *
15 Antonio García (Spanien), Honda **
18 Jaap van Lagen (Niederlande), Lada
19 Kirill Ladygin (Russland), Lada
20 Viktor Shapovalov (Russland), Lada
21 Tom Coronel (Niederlande), SEAT
22 Tom Boardman (Großbritannien), SEAT
23 Félix Porteiro (Spanien), BMW
24 George Tanev (Bulgarien), BMW
25 Franz Engstler (Deutschland), BMW
26 Kristian Poulsen (Dänemark), BMW
27 Stefano D'Aste (Italien), BMW
28 Marin Colak (Kroatien), SEAT
29 Diverse Gaststarter, SEAT ***
* Homologation des Fahrzeugs steht noch aus
** Startberechtigung noch nicht verbindlich
*** ab Marrakesch (3. Rennwochenende)
Quelle : Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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03.03.2009, 15:24 |
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Theissen: "Wir sind gut vorbereitet"
3. März 2009
Die drei BMW Länderteams starten zuversichtlich in die neue WTCC-Saison
und wollen die beiden WM-Titel in diesem Jahr zurückerobern
Die WTCC-Saison wirft ihren Schatten voraus: BMW möchte wieder an die Spitze © xpb.cc
Seit der Neuauflage der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC im Jahr 2005 hat BMW am Jahresende stets die Titelträger gestellt - einzig in der vergangenen Saison schlug SEAT den Münchenern ein Schnippchen und stieß sowohl BMW als auch Andy Priaulx vom WM-Thron. Dementsprechend haben sich die Länderteams und BMW Motorsport Direktor Mario Theissen zum Ziel gesetzt, 2009 zurückzuschlagen und die WTCC-Titel in dieser Saison einmal mehr nach München zu holen.
"Natürlich hoffe ich, dass wir in beiden Klassements am Ende der Saison ganz oben stehen", sagte Theissen wenige Tage vor dem Saisonauftakt in Curitiba. "Ergebnisse lassen sich im Motorsport allerdings nicht planen, man kann lediglich an seiner eigenen Performance arbeiten. Das haben wir im Winter getan", berichtete der BMW Motorsport Direktor.
Theissen rechnet fest damit, dass BMW in dieser Saison wieder zu den Frontrunnern der Tourenwagen-WM zählen wird. "Es dürfte wieder ein enges Duell zwischen SEAT und uns werden, und auch Chevrolet ist ein ernstzunehmender Gegner", erklärte der 56-Jährige und merkte abschließend an: "Wir sind in jedem Fall gut vorbereitet."
Mit Andy Priaulx (BMW Team UK), Jörg Müller und Augusto Farfus (beide BMW Team Germany) sowie Alessandro Zanardi und Sergio Hernández (beide BMW Team Italy-Spain) schickt BMW erneut ein schlagkräftiges Quintett ins WM-Rennen. Vor allem der ehemalige Titelträger Priaulx erhofft sich ein starkes Comeback nach der über dreimonatigen Winterpause.
BMW Fahrer Augusto Farfus startet 2009 in seine dritte Saison für die Münchener © xpb.cc
"Ich freue mich jedes Jahr sehr, wieder nach Curitiba zu kommen. Die Strecke ist interessant und anspruchsvoll", meinte Priaulx, dem auch die brasilianische Stadt sehr gefällt. "BMW hat dort in der Vergangenheit immer gute Ergebnisse erreicht. Jeder wünscht sich, gut in die Saison zu starten. Deshalb werde auch ich alles daran setzen, ein gutes Auftaktwochenende zu haben."
Ebenfalls Feuer und Flamme für den Saisonauftakt ist Farfus, der in Südamerika ein echtes Heimspiel absolvieren kann: "Curitiba ist meine Heimatstadt. Deshalb macht es natürlich immer wieder große Freude, dorthin zurückzukehren", gab der 25-Jährige unmittelbar vor dem ersten Rennwochenende des WTCC-Jahres zu Protokoll. Gleichzeitig verspürt man als Lokalmatador einen besonderen Druck."
"Insgesamt überwiegt aber das positive Gefühl, die vielen tausend Menschen auf der Tribüne wie einen Mann hinter sich zu wissen", sagte der BMW Team Germany Pilot - in den Vorjahren pilgerten stets über 35.000 Fans an die Rennstrecke, die als eine der modernsten in ganz Brasilien gilt. Farfus abschließend: "Ich hoffe, dass wir 2009 mit dem richtigen Schwung in die Saison starten werden."
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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04.03.2009, 16:00 |
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Vorschau: WTCC in Curitiba
4. März 2009
Ein Blickt voraus auf den Saisonauftakt in Brasilien und die beiden Sprintrennen in Curitiba -
24 Fahrzeuge gemeldet
Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC ist zurück aus der Winterpause! © xpb.cc
Die Winterpause ist endlich vorbei und die Teams der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC stehen einmal mehr an der Schwelle zu einer neuen Saison. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, so gastiert die WTCC auch beim Saisonauftakt 2009 im brasilianischen Curitiba. In der Heimat von Augusto Farfus (BMW) haben sich seit 2006 schon viele spektakuläre Rennen zugetragen und auch in dieser Saison scheint für Spannung gesorgt zu sein: 24 Fahrer haben für Curitiba gemeldet - es kann losgehen...
Bereits zum vierten Mal schlägt die Tourenwagen-WM ihre Zelte in Brasilien auf - dieses Mal mit dem Porsche-GT3-Cup im Schlepptau. Gastgeber ist wieder die 1,7 Millionen Einwohner messende Großstadt Curitiba, welche im Bundesstaat Paraná im Süden des südamerikanischen Landes liegt. 1693 von portugiesischen Kolonialisten gegründet, zählt Curitiba heute zu den modernsten Städten Brasiliens und besticht vor allem durch ein äußerst fortschrittliches Verkehrssystem.
2 Sprintrennen - 45.000 begeisterte Fans
Dies kommt nicht zuletzt den zahlreichen Fans zugute, die alljährlich an die Rennstrecke pilgern, um die Piloten der WTCC bei ihren ersten Ausfahrten der neuen Saison zu beobachten. Auch in diesem Jahr ist das "Autódromo Internacional de Curitiba" wieder die erste Anlaufstelle für die Tourenwagen-WM. Die 1965 erbaute und in den 1990er-Jahren umfangreich renovierte Piste zählt mit 3,695 Kilometern Länge zu den kürzeren Kursen im Rennkalender.
Im vergangenen Jahr fuhr SEAT der Konkurrenz
in Curitiba auf und davon © xpb.cc
Für viele Fahrer ungewohnt, wird die Rennstrecke in Curitiba gegen den Uhrzeigersinn befahren und weist dementsprechend mehr Rechts- als Linkskurven auf. 14 Mal müssen die Piloten den Kurs in jedem der beiden Sprintrennen umrunden. Entscheidend für einen schnellen Umlauf sind einerseits die lange Zielgerade, die Schikane "Esse de Baixa" sowie andererseits die schwer einzusehenden Kurven im winkligen Infield.
In den Vorjahren kamen bis zu 45.000 Zuschauer an die Strecke, um ihren Lokalmatador Farfus zum Sieg zu peitschen. 2007 gelang dem 25-Jährigen dieses Kunststück auf Anhieb - in seinem erst zweiten Rennen für BMW holte der Brasilianer gleich seinen ersten Sieg für die Münchener. Neben Farfus haben sich auch noch fünf weitere Fahrer in die Siegerlisten in Curitiba eingetragen - mehr als einen Rennerfolg hat aber niemand auf dem Konto.
24-köpfiges Fahrerfeld zum Saisonauftakt
Jordi Gené (SEAT) und Andy Priaulx (BMW) waren beim ersten Auftritt der Tourenwagen-WM in Brasilien erfolgreich, Jörg Müller (BMW) und Farfus zeichneten hingegen 2007 für einen BMW Team Germany Doppelschlag verantwortlich. Im vergangenen Jahr legten die späteren WM-Konkurrenten Yvan Muller und Gabriele Tarquini (beide SEAT) mit jeweils einem Sieg den Grundstein für eine äußerst erfolgreiche Saison für ihren spanischen Arbeitgeber.
Titelverteidiger Yvan Muller trägt in Curitiba
erstmals die "1" und neue SEAT-Farben © SEAT
24 Fahrer haben am Wochenende allerdings wieder Gelegenheit dazu, ihre persönliche Bilanz in Curitiba entscheidend auszubauen. Mit dabei sind einmal mehr die hochkarätig besetzten Werksteams von BMW, Chevrolet und SEAT, doch verzeichnet das Rennwochenende in Brasilien gleich einige Debüts: Erstmals engagiert sich mit Lada ein russischer Hersteller werksseitig in der WTCC und setzt drei Rennwagen ein.
Während die Russen auf das bewährte 110-Modell setzen, bringt Chevrolet erstmals den neuen Cruze an den Start. Die Mannschaft um Teamchef Eric Nève erhofft sich vom neuen Renner nicht zuletzt eine Chance im Titelkampf gegen BMW und SEAT, die weiterhin mit dem 320si und dem Leon TDI unterwegs sind. Die beiden großen Konkurrenten des Vorjahres warten lediglich mit einigen optischen Veränderungen auf und haben ihre Lackierung etwas aufgefrischt.
Jörg Müller und Franz Engstler vertreten die deutschen Farben
Ein weiteres Debüt verzeichnet der Privatier-Weltmeister von 2008, Sergio Hernández. Der Spanier erhielt den zweiten Drive beim BMW Team Italy-Spain und steigt somit in die Reihe der werksunterstützten Piloten auf. Sein Vorgänger im BMW Cockpit, Félix Porteiro, geht in Curitiba erstmals für das italienische Proteam in der Privatfahrerwertung an den Start. Dort geben auch Tom Boardman, Marin Colak und George Tanev ihr Stammfahrer-Debüt.
Félix Porteiro tritt ab sofort für das Proteam
in der Independents' Trophy der WTCC an © xpb.cc
Die drei ehemaligen Gaststarter bekommen 2009 die Chance, sich in allen 24 Sprintrennen der Saison auf WM-Niveau präsentieren zu können. Während Boardman und Colak unmittelbar aus der SEAT-Nachwuchsförderung entspringen, handelt es sich beim Bulgaren Tanev um einen Quereinsteiger, der beim Proteam an der Seite von Porteiro zu einem künftigen Privatier-Frontrunner herangezogen werden soll.
Deutschland wird in Curitiba einmal mehr durch BMW Team Germany Pilot Jörg Müller vertreten, der in Brasilien den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen will. Der zweite deutsche Fahrer im Feld, Franz Engstler beginnt das neue WTCC-Jahr ebenfalls mit viel Elan - konnte er mit dem Dänen Kristian Poulsen doch eine große Verstärkung für sein Privatteam verpflichten. Für das deutsche Wiechers-Team greift Stefano D'Aste ins Lenkrad.
Fakten zum Rennwochenende in Brasilien:
Die Sieger in Curitiba 2006-2008:
2006: Jordi Gené (SEAT), Andy Priaulx (BMW)
2007: Jörg Müller (BMW), Augusto Farfus (BMW)
2008: Yvan Muller (SEAT), Gabriele Tarquini (SEAT)
Rundenrekorde:
Qualifikation: 1:24.295 Minuten (Yvan Muller, SEAT, 2008)
Rennen: 1:24.959 Minuten (Augusto Farfus, BMW, 2008)
Der Zeitplan in der Übersicht (MEZ):
Freitag, 6. März 2009
19:00-19:30 Uhr - Testsession
Samstag, 7. März 2009
13:00-13:30 Uhr - 1. Freies Training
16:30-17:30 Uhr - 2. Freies Training
20:00-20:20 Uhr - Qualifikation Q1
20:25-20:35 Uhr - Qualifikation Q2
Sonntag, 8. März 2009
13:30-13:45 Uhr - Warmup
17:00-17:35 Uhr - Rennen 1
20:00-20:35 Uhr - Rennen 2
TV-Tipp:
Der Sportsender 'Eurosport' überträgt sowohl die Qualifikation als auch das Warmup und die beiden Sprintrennen. Am Samstag wird das Qualifying ab 23:15 Uhr zeitversetzt auf 'Eurosport' ausgestrahlt, das Warmup am Sonntag kann ab 13:30 Uhr live auf 'Eurosport 2' verfolgt werden. Dort ist ab 16:45 Uhr auch das erste der beiden Sprintrennen live zu sehen, welches ab 19:00 Uhr auch noch einmal auf 'Eurosport' übertragen wird. Wiederum live berichtet 'Eurosport' zum Abschluss ab 20:00 Uhr vom zweiten WM-Lauf in Curitiba.
Quelle: Motorsport-Total.com / Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
06.03.2009, 21:19 |
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Testsession: Erste Bestzeit der Saison geht an Tarquini
6. März 2009
Gabriele Tarquini hat das erste Kräftemessen in Curitiba für sich entschieden -
Jörg Müller solider Dritter - Chevrolet Cruze im vorderen Mittelfeld
Gabriele Tarquini fuhr in der Testsession von Curitiba die Bestzeit im SEAT-TDI © xpb.cc
Die ersten 30 Trainingsminuten der neuen Saison zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) sind absolviert - und die Testeinheit am Freitag hatte es so richtig in sich. Zunächst schienen sich die Hersteller in Curitiba noch gegenseitig zu belauern, erst in den Schlussminuten purzelten die Rundenzeiten. Nach einer aufregenden halben Stunde auf dem "Autódromo Internacional de Curitiba" drehte Gabriele Tarquini (SEAT) in 1:25.497 Minuten den schnellsten Umlauf und holte sich Platz eins.
Die Testsession auf der 3,695 Kilometer langen Rennstrecke im Süden Brasiliens gab einen ersten Aufschluss darauf, was die Fahrer und Teams der WTCC an diesem ersten Rennwochenende des Jahres erwarten könnte. Wie prognostiziert, fanden sich schon unmittelbar nach Trainingsbeginn die üblichen Verdächtigen an der Spitze der Zeitentabelle ein: BMW und SEAT. Chevrolet tat sich mit dem neuen Cruze zunächst sichtlich schwer, Lada kam beim Werksdebüt gar über Plätze im Hinterfeld nicht hinaus.
SEAT mit starken Testauftritt
Den besten Eindruck hinterließen auf weiten Strecken der 30-minütigen Session einmal mehr die fünf TDI-Fahrzeuge von SEAT, die vor allem im zweiten Abschnitt der Einheit das Tempo diktierten und nacheinander zur Bestzeit fuhren. Standesgemäß hatte Weltmeister Yvan Muller das Training eröffnet und wenig später in 1:26.577 Minuten die erste Richtzeit gesetzt, die aber nicht allzu lange Bestand hatte. Bis auf Jordi Gené sollten es ihm seine SEAT-Teamkollegen alle gleichtun.
Muller, bis wenige Minuten vor Trainingsende souverän in Front, musste in den Schlusssekunden der ersten Trainingseinheit noch Federn lassen und wurde bis auf den fünften Rang zurückgereicht. Vollkommen aus dem Nichts war Markenkollege Tiago Monteiro aufgetaucht und hatte in 1:26.055 Minuten einen deutlichen neuen Bestwert markiert. Rickard Rydell rückte wenig später in 1:25.866 Minuten seinerseits auf den ersten Platz vor und blieb als erster Pilot des Tages unter 86 Sekunden.
Am Ende war es allerdings Tarquini vorbehalten, für die erste Bestzeit des Jahres zu sorgen. Der Italiener - im Vorjahr noch Vizeweltmeister hinter Teamkollege Muller - schraubte die Rundenzeit in Curitiba in den letzten Sekunden noch auf 1:25.497 Minuten herunter. Daran sollte sich die versammelte Konkurrenz letztendlich die Zähne ausbeißen - aber nur knapp. Vor allem BMW leistete den fünf SEAT-Piloten zum Auftakt der Tourenwagen-WM erbitterten Widerstand.
BMW Piloten mit schnellen Zeiten zum Schluss
Die Münchener hatten mit BMW Team Germany Pilot Jörg Müller schon nach wenigen Minuten eine Bestzeit gesetzt, ehe die SEAT-Armada eindrucksvoll zurückschlagen konnte und den einzigen deutschen Werkspiloten wieder von der Spitze verdrängte. In der Folge taten sich bei BMW neben Müller vor allem Lokalmatador Augusto Farfus sowie Ex-Champion Andy Priaulx durch schnelle Zeiten hervor - an das Niveau der SEAT-Diesel sollten aber auch sie zunächst nicht herankommen.
In den turbulenten Schlussminuten nutzte Farfus die Gunst der Stunde und fuhr in 1:25.554 Minuten ganz nach vorne, Teamkollege Müller schoss unmittelbar darauf mit nur einer Tausendstelsekunde Rückstand ebenfalls über die Ziellinie. Nur Tarquini sollte sich noch einmal entscheidend verbessern können und nahm den beiden BMW Team Germany Fahrern im letzten Umlauf ein halbes Zehntel ab - die Abstände in Curitiba waren einmal mehr gering bis äußerst marginal.
Bei BMW schien lediglich das Italy-Spain Duo um Alessandro Zanardi und Sergio Hernández nicht so richtig in Schwung zu kommen. Die beiden Südländer konnten von Beginn an nicht mit ihren Markenkollegen mithalten und hielten sich zumeist im Mittelfeld auf - mehr als die Plätze 13 und 14 waren abschließend nicht drin. Hernández musste sich gar seinem Vorgänger bei BMW Team Italy-Spain geschlagen geben: Neu-Privatier Félix Porteiro belegte in der Testsession den ausgezeichneten elften Rang.
Chevrolet Cruze mit solidem Debüt
Damit hatte der Spanier das Kunststück geschafft, vor einem der neuen Chevrolet Cruze zu landen. Alain Menu, Nicola Larini und Rob Huff hatten sich während der 30-minütigen Session redlich bemüht, konnten das Tempo der Spitzengruppe um BMW und SEAT aber nicht mitgehen und mussten sich abschließend mit Rängen am unteren Ende der Top 10 begnügen. Doch die Ergebnisse der drei Cruze-Fahrer dürften Teammanager Eric Nève dennoch zufrieden stellen - die Basis stimmt durchaus.
In 1:26.301 Minuten war Larini um den Kurs gerast und hatte sich damit einen Rückstand von 0,8 Sekunden auf Leader Tarquini eingehandelt, was angesichts der kurzen Entwicklungsphase des Cruze als Erfolg gewertet werden darf. Etwas weniger erfreulich war hingegen die Lage beim neuen Lada-Werksteam. Die Russen gingen zwar auch in diesem Jahr couragiert zu Werke, konnten mit ihrer Konkurrenz um BMW, Chevrolet und SEAT aber nicht mithalten und handelten sich viel Rückstand ein.
Doch auch hier muss gelten: Die Grundlagen sind erst einmal geschaffen, denn mehr als eine erste Orientierung möchte Lada am ersten Rennwochenende des Jahres ohnehin nicht erhalten. Insofern schlugen sich die Russen mit ihren drei Fahrern Jaap van Lagen (17.), Kirill Ladygin (21.) und Viktor Shapovalov (22.) durchaus achtbar - zumal die drei Piloten noch immer im modifizierten Vorjahresfahrzeug unterwegs waren. Nichtsdestotrotz überraschten nicht zuletzt die Privatfahrer mit schnellen Zeiten.
Félix Porteiro schnellster Privatier
Während Porteiro mir Rang elf eine deutliche Duftmarke im brasilianischen Asphalt hinterließ, machten auch der ehemalige Privatier-Champion Stefano D'Aste (BMW) sowie der Deutsche Franz Engstler (BMW) ihre Ansprüche auf eine Vormachtsstellung in der Independents' Trophy deutlich. Einzig Tom Coronel (SEAT) blieb einen Beweis seiner Schnelligkeit schuldig: Der Niederländer hatte eine defekte Benzinpumpe zu beklagen und konnte keine gezeitete Runde fahren.
Anders die drei Debütanten Marin Colak (SEAT), George Tanev (BMW) und Tom Boardman (SEAT). Im Vorjahr noch als Gaststarter aktiv, versuchten sich die drei Rennfahrer nun erstmals als Vollzeit-WTCC-Piloten und landeten prompt im Hinterfeld. Mit drei Sekunden Rückstand zog sich Colak (18.) noch am besten aus der Rookie-Affäre, Tanev und Boardman folgten im Zehntelabstand auf den weiteren Plätzen. Engstler-Teamkollege Kristian Poulsen war im Übrigen ebenfalls nur für eine Runde auf der Strecke - technische Probleme.
Auf selbiger hatte sich nach 30 Trainingsminuten Gabriele Tarquini (SEAT) vor Augusto Farfus und Jörg Müller (beide BMW) durchgesetzt. Andy Priaulx (BMW), Yvan Muller, Rickard Rydell, Tiago Monteiro, Jordi Gené (alle SEAT), Nicola Larini und Alain Menu (beide Chevrolet) komplettierten die Top 10 der Testsession. Félix Porteiro (BMW) überraschte als Elfter vor Rob Huff (Chevrolet), Alessandro Zanardi und Sergio Hernández sowie Stefano D'Aste und Franz Engstler (alle BMW) auf den weiteren Plätzen.
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
06.03.2009, 22:54 |
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Tarquini stapelt tief: "Erst einmal abwarten"
6. März 2009
SEAT-Pilot Gabriele Tarquini markierte in der Testsession von Curitiba die erste Bestzeit
der neuen Saison, wollte das aber nicht überbewerten
Gabriele Tarquini wünscht sich eine ähnlich erfolgreiche WM-Saison wie 2008 © xpb.cc
Und am Ende steht wieder ein SEAT-TDI ganz vorne - wer hätte das gedacht? Die SEAT-Fahrer offenbar nicht, schließlich hatte sich das Quintett in den vergangenen Wochen immer wieder über die Einbremsung ihres Dieselmotors beschwert. In den ersten 30 Trainingsminuten schienen die fünf SEAT-Fahrer allerdings nicht sonderlich gehemmt, fuhren die Piloten um Vizechampion Gabriele Tarquini doch allesamt in die Top 8. Dieses Ergebnis besitzt aber kaum Aussagekraft, meint der Italiener.
"Es ging erst einmal darum, wieder ein Gefühl fürs Auto zu bekommen", sagte Tarquini nach der Trainingssitzung gegenüber 'Autosport.com'. "Es ist noch viel zu früh, um sich über die Performance zu unterhalten. Wir müssen erst einmal die Qualifikation abwarten und vielleicht sogar die beiden Rennen", stellte der 47-Jährige in den Raum. Zur Erinnerung: 2008 hatte SEAT die ersten vier Rennen des Jahres gewonnen...
Doch davon will man im Lager der Spanier nichts mehr wissen. Bei SEAT trauert man seit Wochen den 18 PS hinterher, die man im Rahmen der Einbremsung durch die FIA verloren haben will. "Uns ist bewusst, dass wir im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der neuen Regeln etwas an Power eingebüßt haben", unterstreicht Tarquini - freilich konnte durch gezielte Optimierung des Pakets einiges wieder wettgemacht werden.
Das volle Potential werden die Iberer aber womöglich erst am Sonntag entfalten. "Wir werden in den Rennen möglicherweise nicht ganz so schnell unterwegs sein, wie im abschließenden Zeittraining", meinte Tarquini abschließend. "Mit dem Start bin ich schon einmal recht zufrieden. Im vergangenen Jahr hatte ich eine richtig gute Saison und war ständig unter den Frontrunnern. Ich hoffe sehr, dass ich das in diesem Jahr wiederholen kann."
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
07.03.2009, 14:24 |
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SEAT dominiert erstes Freies Training in Curitiba
7. März 2009
Das SEAT-Quintett belegte in der ersten Trainingssitzung in Curitiba geschlossen die Ränge
eins bis fünf - Schwerer Unfall von Kirill Ladygin
Weltmeister Yvan Muller ließ in Curitiba nichts anbrennen und fuhr zur Bestzeit © xpb.cc
Titelverteidiger Yvan Muller hat im ersten Freien Training den Faden für SEAT weitergesponnnen und in 1:24.808 Minuten eine neue Wochenend-Bestzeit aufgestellt. Der Franzose setzte sich nach 30 Minuten knapp vor seinen Teamkollegen Rickard Rydell, Tiago Monteiro, Jordi Gené und Gabriele Tarquini durch. Erst dahinter folgte die versammelte Konkurrenz um BMW Lokalmatador Augusto Farfus und BMW Team Germany Teamkollege Jörg Müller. Überschattet wurde das Training von einem Crash.
Nach knapp 20 absolvierten Trainingsminuten verlor Lada-Pilot Kirill Ladygin die Kontrolle über sein 110-Fahrzeug und kam eingangs der langen Zielgerade des "Autódromo Internacional de Curitiba" von der Piste ab. Der Russe landete mit seinem Fahrzeug in der Streckenbegrenzung, wodurch die Rennleitung dazu gezwungen war, die Session für einige Minuten komplett zu stoppen. Ladygin überstand seinen schweren Abflug augenscheinlich unverletzt.
Muller führt SEAT zur fünffachen Trainingsbestzeit
Überhaupt hatten die Lada-Piloten auch zum Trainingsauftakt am Samstag einen schweren Stand im Starterfeld der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC). Jaap van Lagen kam als 20. nicht über eine Rundenzeit von 1:26.936 Minuten hinaus, seine beiden Teamkollegen Ladygin und Viktor Shapovalov klassierten sich mit über einer Sekunde Rückstand auf den Niederländer nur auf den beiden letzten Rängen in der Trainingswertung.
Anders SEAT: Die fünf TDI der Iberer lieferten im ersten Freien Training der neuen Saison eine beeindruckende Performance ab und sicherten sich im Formationsflug die Positionen eins bis fünf. Während zunächst Monteiro (3.) und Gené (4.) für die Bestwerte an der Tabellenspitze verantwortlich zeichneten, griff Muller erst zur Trainingshälfte ernsthaft in die Zeitenjagd ein und sorgte mit 1:24.808 für eine absolute Bestzeit.
Teamkollege Rydell (2.) war allerdings unmittelbar davor der erste WTCC-Pilot an diesem Wochenende, der eine Runde unter 85 Sekunden absolviert hatte. Bemerkenswert an der fünfköpfigen SEAT-Spitze war einmal mehr die große Ausgeglichenheit zwischen den Fahrzeugen des Teams: So lagen zwischen Muller auf P1 und Tarquini auf P5 gerade einmal 0,234 Sekunden - ein Wimpernschlag auf einer Strecke von 3,695 Kilometern Länge.
Farfus und Müller für BMW weit vorne
Wieder einmal schnellster BMW war Lokalmatador Farfus. Der Brasilianer registrierte eine Rundenzeit von 1:25.069 Minuten und holte einen sechsten Rang - mehr war nicht drin für die Münchener, die im Trainingsverlauf nie bis an die Spitze hatten vordringen können. Hinter Farfus klassierte sich Müller auf dem siebten Rang, BMW Team Italy-Spain Neuling Sergio Hernández begeisterte mit einem ausgezeichneten achten Rang in Curitiba.
Weniger gut aus der Affäre zogen sich Ex-Champion Andy Priaulx (17.) und Routinier Alessandro Zanardi (16.). Während Priaulx aufgrund eines Problems nur zwei Umläufe zurücklegen und daher nur bedingt in das Trainingsgeschehen eingreifen konnte, kam Zanardi selbst nach 15 Runden in Curitiba nicht über eine Zeit von 1:26.012 Minuten und einer Platzierung im hinteren Mittelfeld hinaus - die beiden BMW Piloten lagen über 1,2 Sekunden zurück.
Das Chevrolet-Trio um Nicola Larini (10.), Alain Menu (11.) und Rob Huff (15.) bestätigte den Eindruck aus der Testsession vom Freitag, indem sie ihre Chevrolet Cruze im Mittelfeld platzierten. Speerspitze der Neuwagen-Fahrer war erneut Larini, der den 3,695 Kilometer langen Kurs in 1:25.572 Minuten umrundet hatte und nur knapp in die Top 10 gerutscht war. Bislang - so scheint es - liegt Chevrolet noch etwas hinter BMW und SEAT zurück.
Porteiro wieder bester Privatier
Von einer ganz anderen Seite präsentierte sich hingegen einmal mehr Neu-Privatier Félix Porteiro (9.). Der Proteam-Pilot steuerte seinen BMW schon kurz nach Trainingsbeginn in die Gruppe der SEAT-Verfolger und konnte seine gute Leistung vom Freitagstest auch im ersten Freien Training am Samstag bestätigen. 1:25.510 Minuten bedeuteten unterm Strich den neunten Platz und die Bestzeit in der Independents' Trophy.
Damit rückt sich der junge Spanier langsam aber sicher in eine Favoritenrolle bei den Privatfahrern. Doch die Konkurrenz ließ in Curitiba freilich nicht lange auf sich warten: Mit Tom Coronel (SEAT, 12.), Franz Engstler (BMW, 13.) und Stefano D'Aste (BMW, 14.) klassierten sich gleich drei Titelkandidaten in unmittelbarer Nachbarschaft Porteiros - für Spannung im ersten Qualifying der neuen Saison dürfte also gesorgt sein.
Die Schlussränge bei den Privatiers gingen hingegen wieder an die WTCC-Neulinge. Der Kroate Marin Colak (SEAT, 18.) verwies Sunred-Pilot Tom Boardman (SEAT, 19.) sowie Kristian Poulsen (BMW, 21.) und George Tanev (BMW, 22.) auf die weiteren Plätze. Vor allem Engstler-Teamkollege Poulsen tat sich zu Trainingsbeginn schwer, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Der Däne hatte den gestrigen Test aufgrund von Technikproblemen verpasst.
Erfreulich aus Sicht der Veranstalter dürfte aber sein, dass sich gleich 18 Fahrzeuge (!) innerhalb von nur 1,5 Sekunden platzieren konnten, was wieder einmal auf die große Ausgeglichenheit des WTCC-Starterfeldes hindeutet. Einzig das neue Lada-Werksteam sowie die neuen Stammfahrer in der Privatierwertung scheinen das gute Tempo der Spitze noch nicht mitgehen zu können. Doch noch verbleiben 30 Trainingsminuten in Curitiba...
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
07.03.2009, 17:20 |
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Müller im zweiten Freien Training an der Spitze
7. März 2009
BMW Pilot Jörg Müller durchbrach die bisherige SEAT-Dominanz in Brasilien -
Yvan Muller wieder stark - Félix Porteiro als Geheimfavorit?
Jörg Müller holte im zweiten Freien Training die erste Bestzeit für BMW 2009
Zoom © xpb.cc
BMW Team Germany Pilot Jörg Müller hat die Generalprobe vor der Qualifikation in Curitiba für sich entschieden. Der 39-Jährige Routinier setzte sich im zweiten Freien Training mit 1:25.463 Minuten gegen seine Konkurrenten durch - die Zeiten vom Vormittag konnte das Feld allerdings nicht mehr bestätigen. Auch die äußerlichen Bedingungen am "Autodromo Internacional de Curitiba" hatten sich verändert - statt Sonnenschein gab's im zweiten Freien Training über weite Strecken nur einen bewölkten Himmel.
Hinter Müller klassierten sich Titelverteidiger Yvan Muller (SEAT), Andy Priaulx (BMW), Augusto Farfus (BMW), Rickard Rydell (SEAT), Gabriele Tarquini (SEAT), Alain Menu (Chevrolet) und Tiago Monteiro (SEAT) in den Top 8. Félix Porteiro (BMW) überraschte als bester Privatier einmal mehr mit dem neunten Rang im zweiten Freien Training - Franz Engstler (BMW) belegte nach 30 Minuten Platz 18.
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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Verfasst am:
07.03.2009, 22:28 |
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Curitiba: SEAT mit fünffach-Pole!
7. März 2009
Paukenschlag zum Saisonauftakt: Yvan Muller führte die SEAT-Armada in Curitiba
zur fünffach-Pole - BMW und Chevrolet abgeschlagen auf den Plätzen
Daumen hoch! Yvan Muller präsentierte sich in der Qualifikation einfach weltmeisterlich © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Yvan Muller und das spanische SEAT-Team haben die Qualifikation in Brasilien dominiert. Zum ersten Mal war ein Zeittraining der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) in einem zweigeteilten Modus ausgetragen worden - und der erste Sieger dieses neuen Systems ist zugleich der Titelverteidiger. Mit einer Rekordrunde von 1:24.196 Minuten sicherte sich der französische Weltmeister die erste Pole-Position des Jahres - und das vor seinen vier Teamkollegen. Jörg Müller (BMW) wurde Best of the Rest.
Es kam, wie es kommen musste: 16 Werksautos der Marken BMW, Chevrolet, Lada und SEAT stritten sich im ersten Qualifikationsabschnitt um den Einzug in die Runde der besten zehn Piloten - und sechs WTCC-Protagonisten mussten leer ausgehen. Während das neue Lada-Team mit der Entscheidung an der Spitze nichts zu tun hatte, verbuchte SEAT einen Erfolg auf ganzer Linie: Yvan Muller schnappte sich die erste Pole-Position des Jahres vor seinen vier Teamkollegen.
SEAT feiert den totalen Triumph im Qualifying
Schon in Q1 hatte sich herauskristallisiert, was wenig später in zweiten Abschnitt Wirklichkeit werden sollte - SEAT war in Curitiba nicht zu schlagen. Muller fuhr im entscheidenden Top-10-Finale scheinbar mühelos auf Startplatz eins und strich quasi im Vorbeifahren in 1:24.196 Minuten noch einen neuen Rundenrekord ein. Doch damit freilich noch nicht genug: Dem amtierenden Weltmeister standen seine Teamkollegen nur in Punkto Rundenzeit ein bisschen nach.
Jörg Müller und seine BMW Kollegen hatten gegen SEAT überhaupt keine Chance © xpb.cc
Jordi Gené wird am Sonntag ebenfalls aus der ersten Reihe ins Rennen starten, Gabriele Tarquini kam abschließend auf Rang drei. Tiago Monteiro klassierte sich als Vierter und Rickard Rydell beschloss das überaus dominante SEAT-Quintett in Curitiba, das sich innerhalb von lediglich 0,290 Sekunden bewegte. Erst 1,5 Zehntelsekunden dahinter dann der erste Verfolger: BMW Team Germany Pilot Jörg Müller, der sich einen Rückstand von 0,441 Sekunden eingehandelt hatte.
Die Liste der Geschlagenen vervollständigten Müller-Teamkollege und Lokalmatador Augusto Farfus (BMW), Alain Menu (Chevrolet), Nicola Larini (Chevrolet) sowie Andy Priaulx (BMW) auf den Plätzen sieben bis zehn. Und auch diese Gruppe sollte sich in einem engen Zeitfenster bewegen: Die beiden Chevrolet-Fahrer und ihre BMW Konkurrenten waren am Ende des zweiten Qualifikations-Abschnitts nur durch drei Zehntelsekunden voneinander getrennt - genau wie das Spitzenquintett.
Was war geschehen? Während Muller und seine SEAT-Teamkollegen schon frühzeitig eine Zeit vorgelegt hatten, gingen die BMW Fahrer und Larini einen anderen Weg - der aber nicht von Erfolg gekrönt war. Das Quartett spekulierte auf einen einzigen späten Run, wohingegen SEAT seine Piloten gleich zweimal auf die Piste schickte. Müller kam zwar zwischenzeitlich bis auf P2 nach vorne, wurde aber zum Schluss wieder bis auf P6 zurückgereicht. SEAT hatte alles richtig gemacht.
Turbulenter Auftakt in das erste zweigeteilte Qualifying
Schon der Beginn des ersten Qualifikations-Trainings der neuen Saison sollte einige aufregende Szenen bereithalten. Zunächst sorgte Chevrolet für eine kleine Sensation, als die drei Piloten Larini, Menu und Rob Huff nach vier Minuten die ersten drei Positionen im Klassement belegten. Dieses Ergebnis sollte auch eine Weile bestand haben, musste die Session doch schon nach wenigen Minuten komplett unterbrochen werden: Kristian Poulsen war verunglückt.
Engstler-Neuzugang Kristian Poulsen konnte sein frühes Quali-Aus kaum fassen © xpb.cc
Der dänische Privatier im Team von Franz Engstler verlor seinen Wagen eingangs der Zielgeraden und krachte frontal in die Streckenbegrenzung - einen ähnlichen Unfall hatte schon Lada-Fahrer Kirill Ladygin im Freien Training fabriziert. Der Russe sollte im weiteren Verlauf des ersten Qualifikations-Abschnitt zwar keine tragende Rolle spielen, leistete sich unter Grünen Flaggen aber noch einmal einen Fahrfehler und drehte sich acht Minuten vor Schluss von der Strecke.
So galt es angesichts dieser aufregenden Startminuten einen kühlen Kopf zu bewahren und das perfekte Timing für eine schnelle Runde zu erwischen. Dies gelang den SEAT-Piloten unter Führung von Muller freilich am besten, schließlich zogen die Spanier geschlossen in den zweiten Teil der Qualifikation ein. Während Chevrolet zwei Drittel des Autokontingentes in Q2 hinüberretten konnte, hatte BMW mit Sergio Hernández (11.) und Alessandro Zanardi (14.) zwei Verluste zu beklagen.
Porteiro erster Privatier-Tabellenführer 2009
Huff kam im dritten Chevrolet Cruze nicht über den 13. Rang hinaus, die drei Lada-Pioniere waren einmal mehr im hinteren Teil des Feldes zu finden. Jaap van Lagen (20.) bestätigte dabei erneut, dass er seine beiden Teamkollegen Ladygin (23.) und Viktor Shapovalov (24.) souverän im Griff hat - was schon der gesamte Wochenendverlauf veranschaulich gemacht hatte. Lada kann somit keine Sensation bejubeln, wird aber sicherlich jede Menge wichtiger Erfahrungen gesammelt haben.
Vier Strahlemänner nach dem Qualifying: Gené, Muller, Tarquini und Porteiro © xpb.cc
Die erste "Buchung" der noch jungen WTCC-Saison konnte hingegen Privatier Félix Porteiro vornehmen. Der Spanier hatte zwar als Zwölfter den Cut knapp verpasst - BMW Team Italy-Spain Fahrer Hernández scheiterte als Elfter um 0,036 Sekunden -, darf sich aber über den ersten Trophy-Punkt des Jahres freuen: Seit dieser Saison erhalten die Pole-Sitter der Privatfahrerwertung bei jedem Rennwochenende einen Zusatzpunkt für die Gesamtwertung, die Porteiro nun anführt.
Platz zwei in der Startaufstellung der Independents' Trophy ging an den Deutschen Franz Engstler (BMW), der mit 1,673 Sekunden Rückstand auf die Spitze den 15. Rang belegte. Für eine kleine Überraschung sorgte Tom Boardman (SEAT, 16.), der mit Stefano D'Aste (BMW, 17.) und Tom Coronel (SEAT, 18.) zwei ehemalige Privatier-Champions hinter sich lassen konnte. Marin Colak (SEAT, 19.), George Tanev (BMW, 21.) und der unglücklich agierende Poulsen (BMW, 22.) komplettierten die Trophy-Wertung.
Quelle: Motorsport-Total.com - Stefan Ziegler |
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