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NASCAR - Saison 2009

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BeitragVerfasst am: 16.02.2009, 18:59 Antworten mit ZitatNach oben

Glücklicher Kenseth gewinnt im Daytona-Regen

16. Februar 2009

Matt Kenseth gewann ein regenverkürztes Daytona 500 vor Kevin Harvick
und A.J. Allmendinger - Massencrash eliminiert dominierenden Kyle Busch


Image
Ein glücklicher Matt Kenseth bejubelt seinen ersten Daytona-Sieg
© Ford


Das 51. Daytona 500 war ein Sprint-Cup-Saisonauftakt 2009, der zwar vieles bot, aber kein klassisches, dramatisches Superspeedway-Finale präsentierte. Der Grund: Zum vierten Mal in der Geschichte des "Great American Race" konnten wegen eines ausgiebigen Regenschauers nicht alle 200 Runden gefahren werden.

So lautete der etwas glückliche Sieger nach 152 Umläufen Matt Kenseth, der sich und seinem Teamchef Jack Roush damit den ersten Daytona-500-Sieg überhaupt schenkte. Für die Ford Motor Company war es zugleich der erste Daytona-Erfolg nach einer längeren Durststrecke - der letzte Ford-Sieger in Daytona hieß in der Saison 2000 Dale Jarrett.

2009 dominierte Kyle Busch in seinem Gibbs-Toyota über 88 der ersten 124 Runden das Geschehen klar, wurde dann jedoch durch den einzigen "Big One" des Abends unsanft aus dem Rennen genommen. Auslöser des Schlamassels war eine hoch kontroverse Kollision zwischen Red-Bull-Pilot Brian Vickers und NASCAR-Superstar Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet), der die tragische Figur des Abends war.

Massenkarambolage stellt Rangfolge auf den Kopf

Dieser Massencrash würfelte das Klassement natürlich komplett durcheinander, weshalb plötzlich einige Mitläufer ganz vorne auftauchten. Kurz darauf brach ein seit geraumer Zeit drohender Regenschauer los, der wiederum zu einer Roten Flagge, und später zum Rennabbruch führte.

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Die Entscheidung: Matt Kenseth
Zieht innen an Elliott Sadler vorbei
© xpb.cc


Just zu diesem Zeitpunkt hatte sich Matt Kenseth die Führung erkämpft, weil ihn der Childress-Chevrolet von Kevin Harvick von hinten kräftig anschob. In diesem Sog katapultierten sich auch A.J. Allmendinger (Petty-Dodge) und Clint Bowyer (Childress-Chevrolet) an einem unglücklichen Elliott Sadler (Petty-Dodge) vorbei.

Dessen Daytona-Motto konnte wiederum lauten: Wie gewonnen, so zerronnen, denn dem bis dato führenden Sadler fehlten angesichts der unmittelbar folgenden Gelben Flagge und des anschließenden Regenabbruchs nur wenige Sekunden zu einer faustdicken Überraschung.

Kyle Busch übernimmt Daytona-Kommando

Der Sunshine-State Florida zeigte sich am Rennsonntag nicht von seiner besten Seite. Am Morgen ergossen sich teilweise heftige Schauer über Daytona, die den Grip aus dem 2,5 Meilen Superspeedway wuschen. Kühle 12 Grad und ein grauer, wolkenverhangener Himmel zwang NASCAR dazu, in Runde 25 eine Competition Yellow anzuordnen.

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Start zum Daytona 500:
Dominator Kyle Busch (li.) nimmt schon Anlauf
© NASCAR


Bereits kurz nach dem Start hatte sich Kyle Busch die Führung erkämpft. Sein Gibbs-Toyota war in der Anfangsphase das klar beste Auto. Das zu diesem Zeitpunkt einzige Problem des 23-Jährigen: Er hatte beim Restart in Runde 30 mit Dale Earnhardt Jr., Jeff Gordon, Jimmie Johnson und Mark Martin das gesamte Hendrick-Dream-Team im Kofferraum sitzen.

Auch der von hinten gestartete Tony Stewart (8.; Stewart-Haas-Chevrolet) arbeitete sich in Windeseile nach vorne, und als die beiden Draft-Kameraden Earnhardt und Stewart nach 53 Runden Kyle Busch als Führenden ablösten, waren die über 200.000 Zuschauer im ausverkauften Rund natürlich begeistert.

Earnhardt mit Horror-Rennen

Doch die "Junior-Nation" hatte nur kurz Grund zum Jubel: Wenige Runden später erlitt Travis Kvapil (Yates-Ford) einen Reifenschaden, und Earnhardt Jr. verpasste in der folgenden Gelbphase seinen Boxenstall. Schon vor Wochenfrist im Budweiser Shootout hatte der Hendrick-Pilot Probleme in der Boxengasse, und musste sich nun auch im Daytona 500 zunächst weit hinten einordnen. Das sollte jedoch nicht der einzige Zwischenfall bleiben, in den der NASCAR-Superstar verwickelt war.

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Dale Earnhardt Jr. erwischte in
Daytona einen rabenschwarzen Tag
© Ford


Doch im Prinzip lief bis dato alles völlig normal. Nach etwa einem Renndrittel hatten sich die NASCAR-Topstars fast geschlossen vorne versammelt. Dauer-Spitzenreiter Kyle Busch wusste mit Denny Hamlin einen Gibbs-Teamkollegen an seiner Seite, und auch ein Ford-Trio bestehend aus Kenseth, Carl Edwards und Jamie McMurray etablierte sich in den Top 5.

Nach einer längeren Grünphase ohne besondere Vorkommnisse begannen in Runde 114 die Green-Flag-Stopps, eingeleitet von Jeff Gordon, Jimmie Johnson, Brian Vickers und Juan Pablo Montoya. Und damit wurde es nun turbulent.

Kampf um den Verbleib in der Führungsrunde

Denn als auch der Penske-Dodge von David Stremme mit einem geplatzten Hinterreifen an die Box kam, musste NASCAR eine Gelbe Flagge wegen Trümmerteilen auf der Strecke ziehen. Die Folge: Gordon, Johnson, Vickers und Montoya lagen plötzlich fast eine ganze Runde zurück.

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Brian Vickers und Dale Earnhardt Jr
rasselten später massiv aufeinander
© Red Bull


Gleiches galt für Dale Earnhardt Jr., der bei seinem Stopp nicht komplett in der dafür vorgeschriebenen Zone stand. Weil seine Crew den Hendrick-Chevy nicht richtig platzierte, sondern mit dem Service begann, wurde Earnhardt fast eine Runde lang in der Box zurück gehalten.

Damit kam es beim Restart zu einer äußerst heiklen Rennsituation: Montoya, Vickers und Earnhardt lagen zwar noch in der Führungsrunde, starteten aber direkt vor der eigentlichen Spitzengruppe um Kyle Busch. Somit war der Kampf um den so wichtigen Verbleib in der Führungsrunde voll entbrannt - und das hatte Konsequenzen.

Vickers gegen Earnhardt und der Massencrash

Montoya fuhr unbehelligt ganz vorne, Vickers blockte auf der Gegengerade den direkt hinter ihm fahrenden Earnhardt, der jedoch nicht unter die doppelt gezogene Gelbe Linie ausweichen konnte. Es kam wie es kommen musste: Vickers und Earnhardt rempelten gleich zweimal aneinander - und dies an der Spitze des gesamten Pulks!

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Matt Kenseth und seine Roush-Crew
bejubeln ihren ersten Daytona-Sieg
© xpb.cc


Vickers' Red-Bull-Toyota kam quer, erwischte erst Robby Gordon (Gordon-Toyota) und krachte dann in den chancenlosen Kyle Busch. Dahinter brach das natürlich das Chaos los: Der Reihe nach rodelten Buschs Teamkollege Denny Hamlin, die beiden Roush-Ford von Carl Edwards, Jamie McMurray, sowie Kurt Busch (Penske-Dodge) und Scott Speed im zweiten Red-Bull-Toyota durch das Infield.

Die Reihenfolge war nach diesem Chaos natürlich völlig durcheinander gewürfelt worden. Beim Restart in Runde 132 lagen nun plötzlich zwei Petty-Dodge von Elliott Sadler und Reed Sorenson an der Spitze. Dahinter folgten Kenseth, der die Massenkarambolage wie durch ein Wunder unbeschadet überstand, sowie Harvick und Allmendinger.

Rennen gegen den Regen

Parallel zu diesem völlig neuen Rennszenario drohte der Regen. Die Hendrick-Fraktion um Jeff Gordon und Mark Martin fuhr indes noch einmal an die Box, um sich frische Goodyear-Reifen aufziehen zu lassen. Offenbar hatte man dort eine ganz andere Wetterprognose vorliegen...

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Dann kam der große Regen doch noch –
Jeff Gordon und Mark Martin warten
© Ford


An der Spitze griff unterdessen Matt Kenseth erst den zweitplatzierten Sorenson an, und schnappte sich wenig später mit Harvicks Unterstützung auch den Daytona-Pechvogel Sadler. Der unmittelbar folgende Regenabbruch tat sein übriges.

Kenseth, der NASCAR-Champion des Jahres 2003, reihte sich damit nahtlos in diejenigen Piloten ein, die 2008 komplett sieglos geblieben waren, 2009 aber sehr erfolgreich begannen: Harvick gewann vor einer Woche das Budweiser-Shootout, Jeff Gordon siegte am Donnerstag in seinem Gatorade-Duel - und nun Kenseth.

Viele Überraschungen im Klassement

Der Massencrash und der wenige Runden später erfolgte Rennabbruch führte natürlich zu einem kunterbunt durcheinander gewürfelten Endklassement. David Ragan (Roush-Ford) wurde Sechster vor Michael Waltrip (Waltrip-Toyota) und Tony Stewart. Reed Sorenson rettete wenigstens noch einen neunten Platz vor Kurt Busch im Penske-Dodge.

Image
Champion Jimmie Johnson (o.) erwischte
als 31. einen mageren Saisonauftakt
© Ford


Die Favoriten fanden sich unter ferner liefen: Jeff Gordon wurde als bester der Hendrick-Flotte 13., einen Rang vor Juan Pablo Montoya (Earnhardt-Ganassi-Chevrolet). Titelkandidaten wie Carl Edwards (18.) oder Jimmie Johnson (31.) landeten noch weiter im geschlagenen Feld.

Dieses Resultat birgt aufgrund der Turbulenzen natürlich keinerlei Aussage über die wahren Kräfteverhältnisse der Sprint-Cup-Saison 2009. Darüber wird erst das kommende Wochenende näheren Aufschluss geben können, wenn die NASCAR in Kalifornien fährt: Das zweite Saisonrennen findet auf dem Zwei-Meilenoval von Fontana statt.

Daytona 500
NASCAR Sprint-Cup
Rennergebnis


Pos. Nr. Fahrer Auto- Team
1-- 17- M. Kenseth- Ford- Roush
2-- 29- K. Harvick- Chevrolet- Richard Childress
3-- 44- A. Allmendinger- Dodge- RPM
4-- 33- C. Bowyer- Chevrolet- Richard Childress
5-- 19- E. Sadler- Dodge- RPM
6-- 6-- D. Ragan- Ford- Roush
7-- 55- M. Waltrip- Toyota- MWR
8-- 14- T. Stewart- Chevrolet- SHR
9-- 43- R. Sorenson- Dodge- RPM
10- 2-- K. Busch- Dodge- Penske
11- 1-- M. Truex Jun.- Chevrolet- EGR
12- 00- D. Reutimann- Toyota- MWR
13- 24- J. Gordon- Chevrolet- Hendrick
14- 42- J. Montoya- Chevrolet- EGR
15- 07- C. Mears- Chevrolet- Richard Childress
16- 5-- M. Martin- Chevrolet- Hendrick
17- 47- M. Ambrose- Toyota- JTG
18- 99- C. Edwards- Ford- Roush
19- 34- J. Andretti- Chevrolet- EGR
20- 16- G. Biffle- Ford- Roush
21- 78- R. Smith- Chevrolet- Furniture Row
22- 96- B. Labonte- Ford- Robert Yates
23- 21- B. Elliott- Ford- Wood
24- 9-- K. Kahne- Dodge- RPM
25- 66- T. Labonte- Toyota- Prism
26- 36- S. Riggs- Toyota- TBR
27- 11- D. Hamlin- Toyota- Gibbs
28- 88- D. Earnhardt Jun.- Chevrolet- Hendrick
29- 31- J. Burton- Chevrolet- Richard Childress
30- 8-- A. Almirola- Chevrolet- EGR
31- 48- J. Johnson- Chevrolet- Hendrick
32- 77- S. Hornish Jun.- Dodge- Penske
33- 12- D. Stremme- Dodge- Penske
34- 7-- R. Gordon- Toyota- RGR
35- 82- S. Speed- Toyota- Red Bull
36- 39- R. Newman- Chevrolet- SHR
37- 98- P. Menard- Ford- Robert Yates
38- 26- J. McMurray- Ford- Roush
39- 83- B. Vickers- Toyota- Red Bull
40- 41- J. Mayfield- Toyota- Mayfield
41- 18- K. Busch- Toyota- Gibbs
42- 28- T. Kvapil- Ford- Robert Yates
43- 20- J. Logano- Toyota- Gibbs

Quelle: Motorsport-Total.com / Pete Fink
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BeitragVerfasst am: 18.02.2009, 17:56 Antworten mit ZitatNach oben

NASCAR-Vorschau: Fontana - einmal quer durch Amerika

18. Februar 2009

Der NASCAR-Tross zieht binnen einer Woche von Daytona an die Westküste
zum Auto Club Speedway in Fontana - 48 Sprint-Cup-Fahrzeuge gemeldet


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NASCAR-Rennen-Nummer zwei: Start zum Auto Club 500 im kalifornischen Fontana
© NASCAR


Der Saisonhöhepunkt einer Sportart ist für gewöhnlich dessen Finale. Nicht so in der NASCAR. Dort startet eine Sprint-Cup-Saison mit dem "Great American Race", dem Daytona 500. Fahrer, Teams, Fans, Medien - der Rummel in Daytona ist immens, und auch 2009 saßen wieder 16 Millionen Amerikaner vor den TV-Bildschirmen.

Wenn das Daytona 500 also die mit Abstand populärste Motorsportveranstaltung der USA ist, dann hat natürlich NASCAR-Saisonrennen Nummer zwei nur eine Woche später ein Riesenproblem. Viele Fans in den Südstaaten sind nach den Speedweeks von Daytona müde, was NASCAR aber in jedem Fall vermeiden will, sind halbleere Tribünen.

Daher unternimmt der NASCAR-Tross direkt nach Daytona einen 4.000-Kilometer-Trip an die Westküste. Seit der Saison 2005 hat sich der Auto Club Speedway in Fontana dieser schwierigen Herausforderung gestellt. Das Zwei-Meilenoval liegt etwa 70 Kilometer östlich von Los Angeles im San Bernadino County.

Statt grillenden Campern mit Barbecue und Dosenbier also eine Woche später nun glitzernde Hollywood-Stars. Selbst Gouverneur Arnold Schwarzenegger schwang in Fontana bereits einmal die Startflagge. Und von wegen reiner Südstaatensport - der US-Bundesstaat Kalifornien hat bereits über 100 NASCAR-Rennen ausgerichtet.

Roger Penske, Greg Moore und Fontana

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Tragödie: Der unvergessene Greg Moore (mi.)
starb 1999 in Fontana © Ford


Zwei der traditionellsten Strecken, der Ontario Motor Speedway und der Riverside International Raceway, liegen in unmittelbarer Nähe zu Fontana. Gebaut wurde der Speedway übrigens von Roger Penske, der auch bereits das Schwesteroval in Michigan errichtet hatte. Historisch gesehen kann Fontana mit seinen knapp 200.000 Einwohnern ansonsten nur von sich behaupten, dass angeblich die Hells Angels just hier gegründet wurden.

Anfang 1997 wurde der California Speedway schließlich eröffnet. Am 22. Juni 1997 war es passenderweise der Kalifornier Jeff Gordon, der das damals California 500 genannte Debütrennen für sich entscheiden konnte. Seit dem Jahr 2004 werden in Fontana zwei Cup-Rennen pro Saison ausgetragen.

Internationale Bekanntheit erhielt der Auto-Club-Speedway jedoch aus äußerst tragischen Gründen, die nichts mit der NASCAR zu tun hatten. Denn am 31. Oktober 1999 verlor Greg Moore beim CART-Saisonfinale in Runde neun die Kontrolle über seinen Players-Forsythe, und crashte mit über 300 Stundenkilometern in eine der Betonmauern im Innenbereich des Ovals.

Moore zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Der damals 24-jährige Kanadier galt als eines der größten Talente im US-Motorsport und hatte für die Saison 2000 bereits einen Vertrag mit Roger Penske unterschrieben. Seinen Platz nahm damals Helio Castroneves ein.

Daytona-Sieger Kenseth und Roush traditionell stark

Image
Aufgepasst auf Matt Kenseth:
Der Daytona-Sieger ist auch in Fontana stark
© Ford


Wenn die Statistik ein Indiz liefern kann, dann sollten die Wettbegeisterten ihr Geld auf das Roush-Fenway-Team setzen. Die Ford-Brigade gewann das Auto Club 500 mit Greg Biffle (2005), zweimal mit dem frischgebackenen Daytona-Sieger Matt Kenseth (2006, 2007) und zuletzt mit Carl Edwards (2008) viermal in Folge.

Doch natürlich will auch die California-Fraktion um Jeff Gordon und Jimmie Johnson (jeweils dreimalige Fontana-Sieger) ein Wörtchen mitsprechen. Jeff Gordon beschreibt Fontana: "Ursprünglich war es eine Strecke mit nur einer guten Spur, aber in den letzten Rennen war es möglich, zu dritt oder gar zu viert nebeneinander durch die Kurven zu fahren. Das ist, was wir Fahrer sehen wollen, es gibt uns die Möglichkeit nach Linien zu suchen, die unserem Auto liegen."

Neben Gordon und Johnson tragen noch eine Reihe weitere gebürtige Kalifornier in Fontana ihr Heimrennen aus: Kevin Harvick und Casey Mears (beide Childress-Chevrolet), Robby Gordon (Gordon-Toyota), A.J. Allmendinger (Petty-Dodge) und Rückkehrer David Gilliland, der in Fontana den TRG-Toyota mit der Startnummer 71 übernehmen soll.

Die beiden Busch-Brüder Kurt und Kyle standen hier ebenfalls schon in der Victory Lane, wobei Kyle Busch mit seinem Sieg im September 2005 nach wie der jüngste Cup-Sieger aller Zeiten ist. Dazu gewannen aus der aktuellen Entry-List noch Mark Martin (1998), Jeremy Mayfield (2000) und Elliott Sadler (2004) je einmal in Fontana.

48 Autos gemeldet

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Dale Earnhardt Jr. ist in Fontana bisher
noch ohne einen einzigen Sieg
© Hendrick


Auffällig ist: Es fehlen prominente Namen, wie etwa Dale Earnhardt Jr. oder auch Tony Stewart in den Siegerlisten. Und: Wer am Sonntag gewinnen will, der sollte die Pole Position besser vermeiden, denn noch nie konnte der Trainingsschnellste auf dem Auto Club Speedway auch das Rennen für sich entscheiden.

Ihr Saisondebüt 2009 feiern neben Gilliland noch zwei altbekannte Namen: Sterling Marlin löst Brad Keselowski im Phoenix-Chevrolet ab und Dave Blaney versucht den Prism-Toyota ins Feld zu bringen, der in Daytona noch von Ex-Champion Terry Labonte gefahren wurde. Bei Blackjack Racing setzt man auf die Dienste von David Starr, nachdem in Daytona nur Kelly Bires die notwendige Superspeedwaylizenz besaß.

Durch den Regenabbruch in Daytona und das Testverbot über den Winter sind in der NASCAR die aktuellen Kräfteverhältnisse nach wie vor nicht klar. Das Auto Club 500 wird in dieser Frage einen ersten Aufschluss liefern können.In der Nacht von Freitag auf Samstag versuchen also 48 Sprint-Cup-Piloten einen der 43 Startplätze zu ergattern, wenn die Qualifikation von Fontana ansteht.

Am Samstagabend starten dann erst die Camping-World-Trucks und später die Nationwide-Serie, bevor dann in der Nacht von Sonntag auf Montag kurz nach Mitternacht die Startflagge zum Auto Club 500, dem zweiten von 36 Sprint-Cup-Punkterennen der Saison 2009 fallen wird.

Die Entry-List von Fontana:

01. 00 David Reutimann (Waltrip-Toyota)
02. 1 Martin Truex Jr.(Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
03. 2 Kurt Busch (Penske-Dodge)
04. 5 Mark Martin (Hendrick-Chevrolet)
05. 6 David Ragan (Roush-Ford)
06. 07 Casey Mears (Childress-Chevrolet)
07. 7 Robby Gordon (Gordon-Toyota)
08. 8 Aric Almirola (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
09. 09 Sterling Marlin (Phoenix-Chevrolet)
10. 9 Kasey Kahne (Petty-Dodge)
11. 11 Denny Hamlin (Gibbs-Toyota)
12. 12 David Stremme (Penske-Dodge)
13. 14 Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet)
14. 16 Greg Biffle (Roush-Ford)
15. 17 Matt Kenseth (Roush-Ford)
16. 18 Kyle Busch (Gibbs-Toyota)
17. 19 Elliott Sadler (Petty-Dodge)
18. 20 Joey Logano (Gibbs-Toyota)
19. 24 Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet)
20. 26 Jamie McMurray (Roush-Ford)
21. 28 Travis Kvapil (Yates-Ford)
22. 29 Kevin Harvick (Childress-Chevrolet)
23. 31 Jeff Burton (Childress-Chevrolet)
24. 33 Clint Bowyer (Childress-Chevrolet)
25. 34 John Andretti (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
26. 36 Scott Riggs (Baldwin-Toyota)
27. 37 Tony Raines (Front-Row-Chevrolet)
28. 39 Ryan Newman (Stewart/Haas-Chevrolet)
29. 41 Jeremy Mayfield (Mayfield-Toyota)
30. 42 Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
31. 43 Reed Sorenson (Petty-Dodge)
32. 44 A.J. Allmendinger (Petty-Dodge)
33. 47 Marcos Ambrose (JTG/Waltrip-Toyota)
34. 48 Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet)
35. 51 David Starr (Blackjack-Dodge)
36. 55 Michael Waltrip (Waltrip-Toyota)
37. 64 Geoff Bodine (Gunselman-Toyota)
38. 66 Dave Blaney (Prism-Toyota)
39. 71 David Gilliland (TRG-Toyota)
40. 73 Mike Garvey (Haefele-Dodge)
41. 77 Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
42. 82 Scott Speed (Red-Bull-Toyota)
43. 83 Brian Vickers (Red-Bull-Toyota)
44. 87 Joe Nemechek (Nemco-Toyota)
45. 88 Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet)
46. 96 Bobby Labonte (Yates-Ford)
47. 98 Paul Menard (Yates-Ford)
48. 99 Carl Edwards (Roush-Ford)

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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 17:01 Antworten mit ZitatNach oben

Fontana-Finale: Kenseth ringt Jeff Gordon nieder

23. Februar 2009

Matt Kenseth hielt dem Druck von Jeff Gordon stand und gewann in Fontana
sein zweites Rennen in Folge - Kyle Busch Dritter, Juan Pablo Montoya 11.


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Jack Roush und Matt Kenseth konnten zum zweiten Mal in einer Woche jubeln © NASCAR

Erst zum vierten Mal in der NASCAR-Geschichte gewann der Sieger des Daytona 500 auch das Rennen am darauf folgenden Wochenende: Matt Kenseth (Roush-Ford) und Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet) lieferten sich in den letzten 35 Runden des Auto Club 500 in Fontana ein packendes Duell, in dem Kenseth die Oberhand über den vierfachen NASCAR-Champion behalten konnte.

Es war ein enger Zweikampf. Kenseth musste alle Register seines Könnens ziehen, denn auf den Long Runs hatte Gordon eigentlich das minimal bessere Auto. Nur kam der Hendrick-Pilot mit einem leicht untersteuerndem Fahrzeug nie in eine unmittelbare Schlagdistanz, um ein entscheidendes Überholmanöver gegen den Roush-Ford platzieren zu können.

So gewann Kenseth das zweite Saisonrennen einerseits an der Box, denn seine Roush-Mannschaft brachte ihn nach nahezu jedem Service als Ersten wieder auf die Strecke, was sich im letzten Green-Flag-Run auszahlen sollte. Die zweite Erfolgszutat war natürlich die fehlerfreie Fahrt des 36-jährigen NASCAR-Champions der Saison 2003 unter dem massiven Druck Gordons.

Eigentlich hätte das Fontana-Finale ein waschechter Dreikampf werden können, denn mit Greg Biffle lag über weite Strecken noch ein zweiter Roush-Ford klar auf Siegeskurs. Biffle beging jedoch beim letzten Stopp einen entscheidenden Fehler, als er in seiner Box direkt auf dem Druckschlauch eines Schlagschraubers zum Stehen kam.

Biffle der Fontana-Pechvogel

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Riesenpech: Greg Biffle verlor sein
Fontana-Rennen an der Box © NASCAR


Seine Crew musste den Ford Fusion erst von dem Schlauch herunter schieben, weshalb Biffle an der Box von Platz drei auf Rang elf zurück fiel. In den letzten 35 Runden fuhr sich der Gesamtdritte der vergangenen Sprint-Cup-Saison noch auf Platz vier nach vorne, was unterstreicht, wie schnell das Biffle-Auto in Fontana eigentlich unterwegs war.

So bekam Kyle Busch im besten Gibbs-Toyota einen dritten Platz auf dem Silbertablett serviert. Der in Kalifornien giftgrün lackierte Camry mit der Startnummer 18 zeigte sich jedoch 500 Meilen als nicht in der Lage, den Kontrahenten Kenseth, Gordon oder auch Biffle ernsthaft Paroli bieten zu können.

Die Familie Busch hatte jedoch noch weiteren Grund zum Feiern, denn auch Kyles älterer Bruder Kurt fuhr als Fünfter in die Top 5. Der blaue Penske-Dodge von Kurt Busch zeigte sich grundsolide, denn der NASCAR-Champion des Jahres 2004 hielt sich 250 Runden lang konstant in Schlagdistanz zur Spitze auf.

Ähnliches gilt für die Plätze sechs bis acht: Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), Carl Edwards (Roush-Ford) und Tony Stewart (Stewart-Haas-Chevrolet) hatten jedoch zu keinem Zeitpunkt des Auto Club 500 eine ernsthafte Siegchance, fuhren aber jeweils ein vorzeigbares Ergebnis nach Hause.

Johnson enttäuscht - Montoya solide

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Jimmie Johnson dominierte den Rennbeginn
von Fontana klar © NASCAR


Anders liegt der Fall bei Jimmie Johnson. Dessen letztlich neunter Platz kann nicht zufriedenstellen, denn der amtierende NASCAR-Champion bestimmte das erste Renndrittel nahezu im Alleingang. Doch einmal aus der Spitzenposition in die Spitzengruppe zurückgefallen, verlor dessen Hendrick-Chevrolet zusehends an Performance.

Zehnter wurde Polesetter Brian Vickers im besten Red-Bull-Toyota, der sich nach seinem Motorenwechsel im Rennverlauf schnell von ganz hinten zunächst ins Mittelfeld kämpfen konnte. Als das Rennen gegen Halbzeit eine fast 100 Runden lange Grünphase sah, flog Vickers zunächst aus der Führungsrunde.

Ein "Lucky Dog" beförderte seinen Red-Bull-Toyota anschließend wieder zurück, und Vickers konnte in den letzten 35 Runden sogar noch Juan Pablo Montoya niederhalten. Der Kolumbianer in Diensten von Earnhardt-Ganassi-Racing zeigte sich in Fontana zwar extrem konstant, am Ende jedoch einen kleinen Tick zu langsam.

Möglicherweise lag die vornehme Zurückhaltung Montoyas an den zahlreichen Motorenschäden, die die Chevrolet-Teams erlitten. Das schnelle Zwei-Meilenoval in Kalifornien besitzt das Image einer Motoren mordenden Strecke, und es traf in erster Linie die Chevrolets.

Kenseth und Gordon wiedererstarkt

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Nach Fontana ist klar: Mit Jeff Gordon
ist 2009 wieder zu rechnen © Hendrick


Mit Hendrick und Childress-Earnhardt besitzt der Sprint-Cup zwei Motorenschmieden aus dem General-Motors-Lager, und beide verzeichneten prominente Verluste. Im Fall Hendrick lauteten die Opfer Dale Earnhardt Jr. (39.) und Mark Martin (40.), bei Childress-Earnhardt erwischte es Kevin Harvick (38.) und Aric Almirola (35.).

So wurde aus einem zunächst zähen Fontana-Rennen, das insgesamt viermal wegen einiger Regentropfen unterbrochen werden musste, am Ende doch noch ein ansehnliches Sprint-Cup-Event. Eine der positiven Nachrichten lautete: Nach dem "Daytona 380" vor Wochenfrist sahen die Zuschauer in Fontana ein Auto Club 500 über alle 250 geplanten Runden.

Dazu sind mit Doppelsieger Matt Kenseth und dem ebenfalls wieder erstarkten Jeff Gordon zwei neue Titelaspiranten erwachsen, die dem vor Saisonbeginn erklärten Favoritentrio Johnson, Edwards und Kyle Busch vermutlich kräftig einheizen können - und werden.

Zudem gab Fontana eine erste Andeutung der aktuellen Sprint-Cup-Kräfteverhältnisse: Wenig überraschend spielen dabei die Teams von Roush und Hendrick die beiden Hauptrollen, das Gibbs-Team um Kyle Busch scheint die dritte Geige darzustellen. Nächste Woche in Las Vegas wird weiteres Licht ins Performance-Dunkel kommen, denn dann steht das erste 1,5 Meilenoval der Saison 2009 ins Haus.

Ergebnis: Auto Club 500 (Fontana)
NASCAR Sprint-Cup


Pos.- Nr.- Fahrer- Auto- Team
1-- 17- M. Kenseth- Ford- Roush
2-- 24- J. Gordon- Chevrolet- Hendrick
3-- 18- K. Busch- Toyota- Gibbs
4-- 16- G. Biffle- Ford- Roush
5-- 2-- K. Busch- Dodge- Penske
6-- 11- D. Hamlin- Toyota- Gibbs
7-- 99- C. Edwards- Ford- Roush
8-- 14- T. Stewart- Chevrolet- SHR
9-- 48- J. Johnson- Chevrolet- Hendrick
10- 83- B. Vickers- Toyota- Red Bull
11- 42- J. Montoya- Chevrolet- EGR
12- 9-- K. Kahne- Dodge- RPM
13- 12- D. Stremme- Dodge- Penske
14- 00- D. Reutimann- Toyota- MWR
15- 55- M. Waltrip- Toyota- MWR
16- 26- J. McMurray- Ford- Roush
17- 6-- D. Ragan- Ford- Roush
18- 28- T. Kvapil- Ford- Robert Yates
19- 33- C. Bowyer- Chevrolet- Richard Childress
20- 96- B. Labonte- Ford- Robert Yates
21- 47- M. Ambrose- Toyota- JTG
22- 43- R. Sorenson- Dodge- RPM
23- 77- S. Hornish Jun.- Dodge- Penske
24- 07- C. Mears- Chevrolet- Richard Childress
25- 19- E. Sadler- Dodge- RPM
26- 20- J. Logano- Toyota- Gibbs
27- 1-- M. Truex Jun.- Chevrolet- EGR
28- 39- R. Newman- Chevrolet- SHR
29- 44- A. Allmendinger- Dodge- RPM
30- 7-- R. Gordon- Toyota- RGR
31- 34- J. Andretti- Chevrolet- EGR
32- 31- J. Burton- Chevrolet- Richard Childress
33- 71- D. Gilliland- Chevrolet- TRG
34- 41- J. Mayfield- Toyota- Mayfield
35- 8-- A. Almirola- Chevrolet- EGR
36- 36- S. Riggs- Toyota- TBR
37- 98- P. Menard- Ford- Robert Yates
38- 29- K. Harvick- Chevrolet- Richard Childress
39- 88- D. Earnhardt Jun.- Chevrolet- Hendrick
40- 5-- M. Martin- Chevrolet- Hendrick
41- 82- S. Speed- Toyota- Red Bull
42- 66- D. Blaney- Toyota- Prism
43- 87- J. Nemechek- Toyota- Nemco

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NASCAR-Vorschau: Viva Las Vegas!

Nach Kalifornien rollt der NASCAR-Tross nun in die "Sin City": Beim Shelby 427
steht am Sonntag die jährliche Stippvisite in Las Vegas vor der Türe


25. Februar 2009

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Einmal im Jahr fährt die NASCAR auch in der Spielermetropole Las Vegas © NASCAR

Jetzt wird es ernst. Nach dem Restrictor-Plate-Event auf dem Superspeedway von Daytona und dem Zwei-Meilenoval in Fontana winkt am kommenden Wochenende klassische NASCAR-Hausmannskost: Mit dem Shelby 427 auf dem Las Vegas Motor Speedway steht das erste superschnelle 1,5 Meilenoval der neuen Saison ins Haus.

Auf diesen Intermediate-Ovalen werden circa 70 Prozent des jährlichen NASCAR-Geschehens ausgetragen. Ein dort gut funktionierendes Auto ist also die halbe Miete, wenn es darum geht, sich in den ersten 26 Saisonrennen für den Chase - die NASCAR-Playoffs - zu qualifizieren.

Doch auch im Chase ist ein perfektes Intermediate-CoT unabdingbar, denn wenn der Champion des Jahres 2009 ausgefahren werden wird, dann müssen die zwölf dafür in Frage kommenden Kandidaten in den letzten zehn Saisonrennen viermal (Kansas, Charlotte, Texas und Homestead) ein 1,5 Meilenoval bezwingen.

Für zwei dieser potenziellen Kandidaten ist der erste und einzige Las-Vegas-Auftritt des Jahres etwas ganz besonderes, denn in der Wüste von Nevada treten zwei prominente Lokalmatadoren an: Kurt Busch (Penske-Dodge) und sein kleiner Bruder Kyle Busch (Joe-Gibbs-Toyota).

Die Busch-Brüder kommen nach Hause

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Seit der Saison 2005 fahren die Gebrüder Busch
gemeinsam im Sprint Cup © NASCAR


Das Brüderpaar wuchs in Las Vegas auf. Kurt erinnert sich: "Meine Familie stammt ursprünglich aus den Vorstädten von Chicago, und als sie Anfang der 1970er-Jahre hierher kamen, war eigentlich gar nichts da. Vegas war eine kleine Tankstelle, irgendwo zwischen Salt Lake City und Los Angeles. Aber da ich die Stadt wachsen sah und ich beobachten konnte, wie sie sich zu einer Spielermetropole entwickelte, und jetzt, wo sie die Hauptstadt des weltweiten Entertainments ist, muss ich sagen: Ich kenne nichts anderes!"

Bekanntermaßen ist Las Vegas die am schnellsten wachsende Stadt der Welt - kann der Sunset Strip mit seinen ganzen Entertainment-Burgen überhaupt einen Heimatbegriff vermitteln? Ja, behauptet Busch und schildert, wie er mit seinen Kumpels früher in einem uralten VW-Käfer den Strip auf- und abgefahren ist: Weil es einfach das war, was man "als Heranwachsender dort tun musste".

"Für andere Leute mag es die Hauptstraße der USA sein, aber für uns war es einfach der Las-Vegas-Strip, und meine Kumpels und ich hingen aus den Fenstern und aus dem Schiebedach", grinst der Penske-Pilot. "Es war einfach das Normalste auf der Welt für uns. Vielleicht hatten wir etwas mehr Neonlicht um uns herum, aber das war es dann auch."

Kurt Busch weiß, wie die "Sin City" funktioniert: "Entweder verschlingt es dich oder du arbeitest wie ein Wahnsinniger." Und dies sei auch genau die Mentalität, die er später auf die Rennstrecke mit hinübergenommen habe. Einfach zu versuchen, "in einer großen Stadt oben zu schwimmen".

Kenseth, die Dritte?

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Kein Zweifel: Matt Kenseth ist in der
NASCAR der Mann der Stunde © Ford


Der NASCAR-Champion des Jahres 2004 kommt nach den Plätzen zehn (Daytona) und fünf (Fontana) als Gesamtdritter nach Hause. Bruder Kyle war als unschuldiges Crash-Opfer ohne Zweifel der große Daytona-Pechvogel (41.), und rangiert nach seinem dritten Platz von Fontana in der Gesamtwertung auf Position 18.

Doch der Top-Favorit im erst zwölften Las-Vegas-Rennen muss natürlich Matt Kenseth heißen. Noch niemals in der 60-jährigen NASCAR-Historie gelang es einem Piloten, die ersten drei Saisonrennen zu gewinnen. Diese Statistik ist am Wochenende in Gefahr, denn der Roush-Pilot ist ganz klar der Mann der Stunde. Vorsicht: 2003 und 2004 hat Kenseth bereits zweimal in Las Vegas gewinnen können.

Überhaupt hat die Ford-Flotte von Jack Roush Las Vegas ziemlich fest im Griff: Mark Martin gewann 1998 die Premierenausgabe, ihm folgte zweimal Jeff Burton. Der Vorjahressieger lautet Carl Edwards, der seinen Erfolg 2008 trotz der dubiosen Geschichte um die Öltankabdeckung zumindest in der Statistik behalten durfte.

Allerdings birgt das Sprint-Cup-Feld einen Namen, der im Spielerparadies drei Jahre in Folge ungeschlagen war: Jimmie Johnson gewann mit seinem Hendrick-Chevrolet die Rennen der Jahre 2005, 2006 und 2007, und auch sein wiedererstarkter Teamkollege Jeff Gordon behielt 2001 einmal die Oberhand.

Earnhardt "on the bubble"

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Dale Earnhardt Jr. erwischte einen
grottenschlechten Start in die neue Saison © xpb.cc


Problematisch begann die neue Saison hingegen für einen anderen prominenten Hendrick-Piloten: Dale Earnhardt Jr. steht nach einem Crash in Daytona und einem Defekt in Fontana in der aktuellen Ownerwertung gerade einmal auf Platz 35. Der NASCAR-Superstar muss in Las Vegas also dringend ein solides Resultat einfahren - im Vorjahr belegte er hinter Edwards Platz zwei.

Platz 35 der Ownerwertung ist bekanntlich der letzte noch garantierte Startplatz, aber Earnhardt hat Glück: Erst nach dem fünften Saisonrennen in Bristol wird die aktuelle Ownerwertung herangezogen. Bis dahin gilt noch der Endstand der Saison 2008.

Das Spielerparadies in der Wüste von Nevada zieht 40 Millionen Besucher pro Jahr an, für die - sehr zuschauerfreundlich - etwa 125.000 permanente und bezahlbare Hotelbetten zur Verfügung stehen. 137.000 Zuschauer fasst der Las Vegas Motor Speedway, doch zusammen mit dem Infield werden etwa 165.000 Menschen für das Shelby 427 erwartet.

Eröffnet werden die NASCAR-Festivitäten übrigens bereits am Donnerstag, wenn etwa 50 Teamtrucks den südlich gelegenen Sunset Strip im Rahmen einer "Hauler-Parade" entlangdonnern werden, bevor sie sich dann in Richtung Las Vegas Boulevard verabschieden, an dessen nördlichem Ende der Las Vegas Motor Speedway liegt.

Die Qualifikation: 43 aus 51

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Max Papis vertritt am Las-Vegas-Wochenende
die Farben Europas © NASCAR


Insgesamt 51 Sprint-Cup-Piloten werden am Freitag versuchen, das 43-köpfige Feld zu erreichen. Vor Regenwetter braucht sich keiner zu fürchten: Noch nie wurde in der Wüste von Nevada eine Qualifikation wegen nasser Strecke abgesagt. Auch für das Wochenende sieht der Wetterbericht wieder gut aus.

Der Italiener Max Papis wird zum ersten Mal in der neuen Saison versuchen, seinen Germain-Toyota mit der Startnummer 13 ins Feld zu bringen. Brad Keselowski tritt in einem fünften Hendrick-Chevrolet mit der Startnummer 25 an, während Regan Smith nach seiner Fontana-Pause wieder im Furniture-Row-Chevrolet sitzen wird.

Mit Dexter Bean setzt das Blackjack-Team im dritten Saisonrennen auf den dritten Piloten, nachdem zuvor Kelly Bires und David Starr erfolglos ihr Glück versuchen konnten. Mit Tony Stewart (Stewart-Haas-Chevrolet) steht wie in Fontana nur ein einziger Ex-Champion als Fahrer Nummer 36 sicher im Feld.

Das Qualifying zum Shelby 427 beginnt in der Nacht von Freitag auf Samstag um 0:40 Uhr. Am Samstagabend steigt dann ab 21:30 Uhr zunächst das Sam's Town 300, das Nationwide-Event, bevor am Sonntag das Shelby 427 freigegeben wird. Starttermin ist ebenfalls gegen 21:30 Uhr.

Die Entry-List von Las Vegas:

01. 00 David Reutimann (Waltrip-Toyota)
02. 1 Martin Truex Jr.(Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
03. 2 Kurt Busch (Penske-Dodge)
04. 5 Mark Martin (Hendrick-Chevrolet)
05. 6 David Ragan (Roush-Ford)
06. 07 Casey Mears (Childress-Chevrolet)
07. 7 Robby Gordon (Gordon-Toyota)
08. 8 Aric Almirola (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
09. 09 Sterling Marlin (Phoenix-Chevrolet)
10. 9 Kasey Kahne (Petty-Dodge)
11. 11 Denny Hamlin (Gibbs-Toyota)
12. 12 David Stremme (Penske-Dodge)
13. 13 Max Papis (Germain-Toyota)
14. 14 Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet)
15. 16 Greg Biffle (Roush-Ford)
16. 17 Matt Kenseth (Roush-Ford)
17. 18 Kyle Busch (Gibbs-Toyota)
18. 19 Elliott Sadler (Petty-Dodge)
19. 20 Joey Logano (Gibbs-Toyota)
20. 24 Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet)
21. 25 Brad Keselwoski (Hendrick-Chevrolet)
22. 26 Jamie McMurray (Roush-Ford)
23. 28 Travis Kvapil (Yates-Ford)
24. 29 Kevin Harvick (Childress-Chevrolet)
25. 31 Jeff Burton (Childress-Chevrolet)
26. 33 Clint Bowyer (Childress-Chevrolet)
27. 34 John Andretti (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
28. 36 Scott Riggs (Baldwin-Toyota)
29. 37 Tony Raines (Front-Row-Chevrolet)
30. 39 Ryan Newman (Stewart/Haas-Chevrolet)
31. 41 Jeremy Mayfield (Mayfield-Toyota)
32. 42 Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet)
33. 43 Reed Sorenson (Petty-Dodge)
34. 44 A.J. Allmendinger (Petty-Dodge)
35. 47 Marcos Ambrose (JTG/Waltrip-Toyota)
36. 48 Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet)
37. 51 Dexter Bean (Blackjack-Dodge)
38. 55 Michael Waltrip (Waltrip-Toyota)
39. 64 Geoff Bodine (Gunselman-Toyota)
40. 66 Dave Blaney (Prism-Toyota)
41. 71 David Gilliland (TRG-Toyota)
42. 73 Mike Garvey (HandS-Dodge)
43. 77 Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
44. 78 Regan Smith (Furniture-Row-Chevrolet)
45. 82 Scott Speed (Red-Bull-Toyota)
46. 83 Brian Vickers (Red-Bull-Toyota)
47. 87 Joe Nemechek (Nemco-Toyota)
48. 88 Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet)
49. 96 Bobby Labonte (Yates-Ford)
50. 98 Paul Menard (Yates-Ford)
51. 99 Carl Edwards (Roush-Ford)

Quelle: Motorsport-Total.com - Pete Fink
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BeitragVerfasst am: 27.02.2009, 10:17 Antworten mit ZitatNach oben

NASCAR-Trucks in Las Vegas

26. Februar 2009

Mehrere zehntausend Zuschauer waren in Las Vegas bereits am Donnerstag auf den Beinen,
um die Trucks der Sprint-Cup-Teams auf dem "Strip" zu sehen


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Knapp 50 NASCAR-Trucks donnerten den Las-Vegas-Boulevard entlang
© PF/MST


Vor mehreren zehntausend Zuschauern begann das Sprint-Cup-Wochenende von Las Vegas mit einer traditionellen Truck-Parade, an der sich fast 50 Teamtrucks beteiligten. Unter dem Jubel der NASCAR-Fans bildeten die Hauler auf dem berühmten Las-Vegas-Boulevard einen mehrere hundert Meter langen Konvoi, bevor sie in Richtung des nördlich gelegenen Las Vegas Motor Speedway entschwanden.

Bei besten Wetterbedingungen um die 20 Grad Celsius wird in Las Vegas ein - im wahrsten Sinne des Wortes - heißes Wochenende erwartet: Die Spielermetropole in der Wüste von Nevada ist trotz 125.000 Hotelbetten nahezu ausgebucht. Allerdings ist die einzige Zufahrtsstraße zum Speedway mit mehreren Baustellen geplastert.

"Das wird hier ein echtes Tollhaus", erklärte ein Sprecher der Las Vegas Highway Patrol angesichts der 165.000 erwarteten Zuschauer am Rennsonntag. Von der akuten Finanzkrise ist also nur wenig zu bemerken: "Für Las Vegas ist jedes Event wichtig", unterstrich Julian Dugas, der Sportmarketingchef der Kommune. "Große Events wie das NASCAR-Wochenende sind da in schwierigen Zeiten umso willkommener."

Quelle:Motorsport-Total.com / Pete Fink
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BeitragVerfasst am: 27.02.2009, 22:26 Antworten mit ZitatNach oben

Also ich find es ja echt enorm wie gut unser Opa uns mit den Info´s rund um den Motorsport versorgt

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BeitragVerfasst am: 28.02.2009, 09:49 Antworten mit ZitatNach oben

Gebt rechtzeitig Bescheid, bevor der Server überquillt.... big_hihi.gif
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BeitragVerfasst am: 28.02.2009, 09:54 Antworten mit ZitatNach oben

Las Vegas: "Busch-Brothers" in Startreihe eins

28. Februar 2009

Die Qualifikation zum Shelby 427 brachte eine NASCAR-Premiere: Kyle und Kurt Busch
fuhren in Startreihe eins - Polesetter am Sonntag ist aber Jimmie Johnson


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Kyle Busch holte sich beim Heimrennen von Las Vegas die Pole Position © NASCAR

Seltsames geschah in der Sprint-Cup-Qualifikation von Las Vegas: Kyle Busch (Gibbs-Toyota; 29,033 Sekunden) drehte im Einzelzeitfahren zum Shelby 427 zwar die schnellste Runde, muss nach seinem Motorwechsel aus dem Freien Training das Rennen am Sonntag jedoch von ganz hinten aufnehmen.

Es ist eine Parallelität der Ereignisse aus der Vorwoche, als der damalige Fontana-Polesetter Brian Vickers (Red-Bull-Toyota; 18.) nach einem Triebwerkswechsel ebenfalls in die letzte Startreihe verbannt wurde. Der Unterschied: Im Fall Kyle Busch war dieser Umstand schon vor dem Qualifying bekannt.

"Ich wusste nicht, was ich erwarten konnte", sagte der einigermaßen überraschte 23-jährige Lokalmatador, der seine Pole Position in der NASCAR-Statistik jedoch behalten kann. Diese Statistik ist seit Las Vegas um eine Anekdote reicher, denn die erste Startreihe bleibt im Familienbesitz.

Der Grund: Kyles älterer Bruder Kurt drehte als Zweiter in seinem Penske-Dodge eine Runde von 29,078 Sekunden. Die beiden Lokalmatadoren standen in ihren vier gemeinsamen Sprint-Cup-Jahren noch niemals zusammen ganz vorne im Feld, und auch in den 60 NASCAR-Jahren zuvor gelang dieses noch keinem einzigen aktiven Brüderpaar in deren Heimrennen.

Johnson Dritter - Mark Martin als Geheimtip?

Dritter wurde NASCAR-Champion Jimmie Johnson (29,081 Sekunden), der sich anschließend "ziemlich zufrieden" gab. Der Grund: Der Hendrick-Pilot wird das Feld ins Shelby 427 führen, weil durch die Strafversetzung von Kyle Busch die innere Linie geschlossen eine Position nach vorne rutscht.

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Jimmie Johnson und Chad Knaus waren
mit Platz drei nicht unzufrieden © NASCAR


Johnson war in der Qualifikation auch der einzige aus dem Hendrick-Dream-Team, der sich ganz vorne platzieren konnte. Dies gelang auch dem Schnellstes aus dem Freien Training nicht, Johnsons Teamkollege Mark Martin. "Wir haben noch nichts erreicht, keine Qualifikation und kein Rennen", warnte Martin nach dem ersten Freien Training - und er sollte Recht behalten.

Denn für die Qualifikation zog der 50-Jährige beim Einzelzeitfahren die ungünstige Startnummer eins. Das Resultat lautete 29,140 Sekunden und nur Platz 8. Für viele in der NASCAR-Garage zählt Martin am Sonntag jedoch zu den Geheimfavoriten, weil der 50-jährige NASCAR-Routinier in Diensten von Rick Hendrick in der Spielermetropole bereits einige herausragende Vorstellungen abgegeben hatte.

Enges Mittelfeld

Dale Earnhardt Jr. und Jeff Gordon hingegen kamen im Einzelzeitfahren nicht ohne Probleme durch ihre jeweils erste, und unter normalen Umständen auch immer schnellere von zwei Runden. Sie belegten am Ende abgeschlagen die Plätze 28 und 31. Platz vier und fünf ging an zwei starke Waltrip-Toyotas von David Reutimann und Marcos Ambrose.

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Auch David Reutimann musste vor der
Qualifikation den Motor tauschen © NASCAR


Allerdings mussten auch Reutimann und Ambrose wie Polesetter Kyle Busch ihren Toyota-Motor wechseln. Gleiches gilt für die beiden Red Bulls von Brian Vickers und Scott Speed. Hat Toyota in Las Vegas ein Motorenproblem? Juan Pablo Montoya (EGR-Chevrolet) kann dies herzlich egal sein. Der Kolumbianer fuhr auf einen durchschnittlichen 23. Startplatz.

Vorzeitig abreisen müssen folgende Piloten: Travis Kvapil (Yates-Ford), Dave Blaney (Prism-Toyota), Mike Garvey (H&S-Dodge), Jeremy Mayfield (Mayfield-Toyota), Sterling Marlin (Phoenix-Dodge), Scott Riggs (Baldwin-Toyota), Tony Raines (Front-Row-Chevroelt) und Dexter Bean.

Sprint-Cup-Rookie Bean lieferte mit einem verzweifelten Versuch in Turn 4 den einzigen wirklichen Aufreger der Qualifikation von Las Vegas: Nach einem Quersteher blieb Bean voll im Gas, und schleuderte in seinem Blackjack-Dodge in 31,077 Sekunden über die Ziellinie.

Quelle : Motorsport-Total.com / Pete Fink
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BeitragVerfasst am: 01.03.2009, 10:12 Antworten mit ZitatNach oben

Las Vegas: Biffle überlebt Nationwide-Schlachtfest

01.März 2009

Greg Biffle gewann in Las Vegas ein chaotisches Nationwide-Rennen vor Carl Edwards und
Brian Vickers - 18 von 43 Fahrzeugen mit Totalschaden


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In Las Vegas krachte es nicht nur zwischen Kyle Busch und Scott Speed © Red Bull

Möchte man das Sams Town 300 von Las Vegas beschreiben, dann passt am besten folgender Ausdruck: Das dritte Nationwide-Saisonrennen 2009 war ein Schlachtfest, das scheinbar niemand gewinnen wollte. Gleich reihenweise schlitterten die jeweils Führenden mehr oder weniger heftig von der Bahn des 1,5 Meilenovals - und am Ende gewann Greg Biffle.

Natürlich gehörte dazu eine Riesenportion Glück, denn der Roush-Pilot fiel in einem äußerst turbulenten Rennverlauf zuvor gleich zweimal aus der Führungsrunde. Erst wegen eines Vergehens in der Boxengasse, und als Biffle sich über den "Lucky Dog" wieder in Schlagdistanz gebracht hatte, ging ihm 54 Runden vor dem Ende auf der Gegengeraden der Sprit aus.

Doch als es zum Schluss passenderweise zu einem Green-White-Chequered-Finale über zwei Runden kam, lag Biffle tatsächlich wieder in Front. Beim letzten Restart ging dem Roush-Ford mit der Startnummer 16 dann erneut für einen Sekundenbruchteil das Benzin aus, "aber ich habe das Auto unten gehalten und so kam der Benzindruck zurück", erklärte Biffle nach dem Rennen.

So wehrte der 38-Jährige den finalen Angriff seines Roush-Teamkollegen Carl Edwards ab, der Biffle noch in der Victory Lane artig gratulierte. 76 Nationwide-Rennen hatte der Las-Vegas-Sieger kein Nationwide-Event mehr gewinnen können. Edwards wiederum konnte das Chaos zuvor Recht sein, denn mit seinem zweiten Platz übernahm er die Nationwide-Gesamtführung.

Kyle Busch räumt Scott Speed ab

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Carl Edwards gratuliert seinem Roush-Teamkollegen Greg Biffle © NASCAR

Der Hauptgrund dafür lag an einem frühen Crash von Titelkonkurrent Kyle Busch (Gibbs-Toyota), der dabei Polesetter Scott Speed im von Red Bull finanzierten Toyota von Michael Waltrip Racing abräumte. Kyle Busch verlor im Führungskampf gegen Kevin Harvick (Harvick-Chevrolet) sein Auto in Turn 4.

Dahinter kam Speed angeschossen und hatte keinerlei Chance mehr für ein Ausweichmanöver. "Mein Fehler", gestand Kyle Busch unmittelbar nach dem Unfall. "Ich habe mein Auto einfach verloren." Auch Speed war trotz des frühen Ausfalls nicht böse auf den Lokalmatador: "Ich war zum falschen Zeitpunkt an der falschen Stelle. Es war ein normaler Rennunfall."

In der Folge sah ein bärenstarker Harvick wie ein potenzieller Siegeskandidat aus, doch die Crashorgie ging auch am Jubilar nicht vorbei: Jeff Burton drehte sich direkt vor der Kühlerhaube Harvicks - Pech für den Kalifornier, der vor genau zehn Jahren in Las Vegas seine Ehefrau Delana heiratete, und sich damit nun ein anderes Hochzeitstagsgeschenk überlegen muss.

Dann ging es Schlag auf Schlag weiter: Denny Hamlin übernahm kurzzeitig die Spitze, wurde kurz danach jedoch gleich zweimal in Folge wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse erwischt, und fiel zurück. Der nächste Führende hieß Brian Vickers, der an seinem Braun-Toyota beim Reifenwechsel eine lose Radmutter erwischte. Durchfahrtsstrafe.

18 von 43 Autos waren Schrott

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Greg Biffle (mi.) hielt sich in Las Vegas bei einigen Restarts schadlos © Ford

Der nächste Raceleader, den es 30 Runden vor dem Ende erwischte, war David Ragan, der seinen Roush-Ford in Turn 4 versenkte. Nun kam die Gelbe Flagge, und nachdem sich in diesem ganzen Tohuwabohu der Wüstenstaub über Las Vegas wieder verzogen hatte, lag Biffle vorne.

Nach 209 anstatt der geplanten 300 Runden belegten die beiden Braun-Teamkollegen Brian Vickers und Jason Leffler die Plätze drei und vier vor einem mit seinem Fahrzeug hadernden Dale Earnhardt Jr. Ingesamt lagen am Ende eines turbulenten NASCAR-Tages noch zehn Autos in der Führungsrunde, 18 der 43 gestarteten Fahrzeuge waren schrottreif.

Nach insgesamt zwölf Gelbphasen brachte es eines der zahlreichen Opfer auf den Punkt: "Das ist ja unglaublich", sagte Mike Bliss, der am Ende die Verlängerung auslöste, weil er heftig mit Denny Hamlin kollidierte. "Ich möchte jetzt einfach nur noch nach Hause."

Das Resultat aus Las Vegas:

01. Greg Biffle (Ford) - 209 Runden
02. Carl Edwards (Ford) - 209
03. Brian Vickers (Toyota) - 209
04. Jason Leffler (Toyota) - 209
05. Dale Earnhardt Jr. (Chevrolet) - 209
06. Michael McDowell (Toyota) - 209
07. Brendan Gaughan (Chevrolet) - 209
08. Justin Allgaier (Dodge) - 209
09. Scott Lagasse Jr. (Toyota) - 209
10. Jeff Burton (Chevrolet) - 209

21. Denny Hamlin (Toyota) - 196
26. David Ragan (Ford) - 169
27. Brad Keselowski (Chevrolet) - 165
29. Kevin Harvick (Chevrolet) - 146
39. Kyle Busch (Toyota) - 21
40. Scott Speed (Toyota) – 21

Die Top 10 der Nationwide-Gesamtwertung:

01. Carl Edwards 515 Punkte
02. Brian Vickers 467
03. Greg Biffle 416
04. Brendan Gaughan 407
05. Kyle Busch 406
06. David Ragan 387
07. Kevin Harvick 386
08. Jason Leffler 354
09. Jason Keller 343
10. Michael McDowell 326

Quelle: Motorsport-Total.com / Pete Fink

Das Schönste am NASCAR sind und bleiben die Crashorgien......
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BeitragVerfasst am: 02.03.2009, 12:27 Antworten mit ZitatNach oben

Heimsieg in Las Vegas: Kyle Busch triumphiert in "Sin City"

02. März 2009

Ein überzeugender Kyle Busch gewann in Las Vegas sein Heimrennen vor
Clint Bowyer und Jeff Burton - Jimmie Johnson im Pech, Montoya mit Crash


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Sieger Kyle Busch küßt den Asphalt seiner Heimstrecke in Las Vegas © NASCAR

Auch zu Hause in Las Vegas ist NASCAR-Bösewicht Kyle Busch nicht unumstritten. Bei der Fahrervorstellung vor dem Shelby 427 wurde der 23-jährige Gibbs-Pilot von den vielen, von außerhalb angereisten NASCAR-Fans noch gnadenlos ausgepfiffen, auf der Strecke gab er jedoch die passende Antwort: Er siegte am Ende in überzeugender Manier in dem Oval, auf dem er einst das NASCAR-Einmaleins gelernt hatte.

Es war ein doppelt süßer Heimsieg. Eigentlich hätte der Lokalmatador von der Pole Position aus ins Rennen gehen sollen, war aber gezwungen, aufgrund eines Motorenwechsels von ganz hinten zu starten. Das bedeutete: Busch musste sich sukzessive durchs Feld arbeiten, tauchte zur Rennhalbzeit in den Top 10 auf, und war im Finale nicht zu schlagen.

Das entscheidende Manöver geschah 18 Runden vor dem Ende: Das Childress-Duo Jeff Burton und Clint Bowyer hatte sich nach einem Restart ein wenig vom Feld absetzen können. Lediglich Kyle Busch blieb den beiden Spitzenreitern dicht auf den Fersen. Binnen zweier Runden schnupfte er erst Burton, dann Bowyer - und war danach nicht mehr einzuholen.

Der Shooting-Star der Saison 2008 verfügte in der Schlussphase über das eindeutig schnellste Auto, und konnte besonders bei den Restarts nach den zahlreichen gelben Flaggen viel Boden gutmachen. So überquerte der Gibbs-Pilot die Ziellinie relativ ungefährdet, und feierte anschließend ausgelassen seinen Heimtriumph.

Kenseths Rekordangriff scheiterte

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Für Matt Kenseth war in Las Vegas
nach sechs Runden alles vorbei © xpb.cc


So mühelos dieser Sieg am Ende aussah, so hart musste er 285 Runden lang erkämpft werden. Insgesamt 14 Mal rückte das Safety-Car aus - ein neuer Rekord in Las Vegas. Auf diese Weise wollte ein flüssiger Rennfluss über weite Strecken nicht zustande kommen, und die Teams mussten pausenlos auf neue Rennsituationen reagieren.

Eine Ausnahme bildete dabei der bisherige Gesamtführende. Nach seinen beiden Triumphen in den zwei Eröffnungsrennen von Daytona und Fontana waren viele Augen auf Matt Kenseth (Roush-Ford) gerichtet. Noch nie ist es einem Fahrer gelungen, die ersten drei NASCAR-Rennen einer Saison zu gewinnen - und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Der Angriff der Nummer 17 war aber noch schneller beendet, als es sich Kenseth (43.) hätte träumen lassen.

Nach nur wenigen Rennrunden signalisierte sein Ford-Motor Rauchzeichen. Es sollte nicht das letzte technische Aus eines Roush-Fahrzeugs an diesem Tag bleiben, denn wenig später musste sich David Ragan (42.) qualmend verabschieden, und in der vorletzten Runde bekam Vorjahressieger Carl Edwards (17.) Probleme. Das Rennen, in dem Ford in den vergangenen Jahren stets so stark war, entwickelte sich diesmal zu einem Debakel.

Hendrick: Patzer am laufenden Band

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Jimmie Johnson und Jeff Gordon - schnell,
aber noch mit Fehlern © NASCAR


Doch nicht nur die Marke mit dem blauen Oval war betroffen, auch die anderen Hersteller hatten Motorenprobleme zu beklagen: Bei Chevrolet erwischte es wieder Mark Martin (Hendrick; 40.), der nach seinem technischen Ausfall in Fontana eigentlich gerne einmal wieder die Ziellinie gesehen hätte. Lokalmatador Nummer zwei, Kurt Busch (Penske-Dodge; 22.), verschwand nach starkem Beginn aufgrund von Schwächeleien seines Triebwerks im Mittelfeld.

Zuvor konnte der ältere Bruder des Siegers kleinere Glanzpunkte setzen, als er einem zunächst entschlossen führenden Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) halbwegs folgen konnte. Doch auch Johnson und seine favorisierte Hendrick-Mannschaft konnten sich in "Sin City" nicht mit Ruhm bekleckern.

Dale Earnhardt Jr. (10.) patzte erneut bei den Boxenstopps, und verlor aufgrund Speedings in der Boxengasse eine Runde. Diese durfte er sich nach einem Lucky Dog wieder zurückholen. Danach arbeitete sich "Junior" wieder nach vorne, und schloss das Rennen als ein durchwachsener Zehnter ab, der mit der Entscheidung jedoch nie etwas zu tun hatte.

Johnson zeigte eine zu Fontana nicht unähnliche Form: In der ersten Hälfte fast unbezwingbar, doch einmal im Verkehr feststeckend, verflog der Zauber. Zudem schlichen sich einige, für den amtierenden Champion ungewöhnliche Fehler ein: Der Chevy mit der Nummer 48 schoss in einer vorentscheidenden Boxenphase an seinen Mechanikern vorbei und musste zurückgeschoben werden. Kurz vor Schluss drehte sich Johnson zu allem Übel auch noch, und wurde bis auf Rang 24 zurückgeworfen.

Childress mit Comeback-Rennen

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Jeff Gordon gelang in Las Vegas ein
bärenstarkes Erfolgscomeback © xpb


Superstar Jeff Gordon blieb ebenfalls nicht unbefleckt. Der Kalifornier verfehlte bei der Anfahrt zu seiner Crew die Boxeneinfahrt, und musste sich mit qualmenden Reifen wieder auf der Strecke einfädeln. Nur eine Kurve später zerriß es seinem Chevy das linke Vorderrad samt Kotflügel. Das harte Bremsmanöver Gordons am Boxeneingang forderte seinen Tribut.

Es handelte sich übrigens um die gleiche Gelbphase in Runde 221, in der auch Johnsons Mißgeschik geschah. An der Box wurde der Gordon-Chevy notdürftig mit Tape geflickt, am Ende reichte es sogar noch zu Platz sechs. Roush dezimiert, Hendrick in Problemen - so konnten andere Teams die Glanzlichter von Las Vegas setzen.

Etwa die beiden Childress-Piloten Bowyer und Burton, die durch geschicktes Pokern in Punkto Strategie nach vorne gespült wurden. Bowyer rasselte zuvor in Runde 99 mit Juan Pablo Montoya (31.) zusammen, was dem schnellen Kolumbianer ein gutes Las-Vegas-Resultat kostete. Denn im Gegensatz zu Bowyer musste Montoya mit verbogenem Frontsplitter danach mehrere Male Reparaturstopps einlegen und verlor so sukzessive an Boden.

Ähnliches positives gelang NASCAR-Altmeister Bobby Labonte (Yates-Ford), der sehr zur Freude seines Teams einen ausgezeichneten fünften Rang verbuchen konnte. Noch besser erging es David Reutimann, der in seinem Waltrip-Toyota ein unauffälliges, aber bärenstarkes Rennen als Vierter beendete.

Großer Jubel nach Kyle-Busch-Heimsieg

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Kurt Busch umarmt seinen Bruder Kyle Busch
nach dessen Heimsieg © NASCAR


Auch Brian Vickers (Red-Bull-Toyota) gehörte zu den Fahrern, die in Las Vegas bei den Boxenstopps alles auf eine Karte setzten. Dies war nötig geworden, weil der Camry mit der Startnummer 83 unter hartnäckigen Elektrikproblemen litt. Vickers bezwang jedoch im Zielsprint Jamie McMurray (Roush-Ford), und wurde guter Achter.

Der König von Las Vegas hieß am Rennsonntag aber Kyle Busch. Das Fazit aus der Spielermetropole lauetete also: Das erste Rennen auf einem 1,5-Meilen-Oval ist absolviert, und wer heute stark war, mit dem wird für den Rest des Jahres in jedem Fall zu rechnen sein.

In diesen Kreis gehört Kyle Busch ganz sicher. Das Childress-Team feierte nach harzigem Saisonstart ein starkes Comeback, während sich Hendrick und Roush mit einigen ungewohnten Kleinigkeiten herumschlagen. Kommende Woche steht sofort das nächste schnelle 1,5 Meilenoval von Atlanta auf dem Programm.

Quelle: Motorsport-Total.com / Pete Fink & David Pergler


Ergebnis
Shelbys 427 (Las Vegas)
NASCAR Sprint-Cup


Pos. Nr. Fahrer Auto Team
1-- K. Busch- Toyota- Gibbs
2-- C. Bowyer- Chevrolet- Richard Childress
3-- J. Burton- Chevrolet- Richard Childress
4-- D. Reutimann- Toyota- MWR
5-- B. Labonte- Ford- Robert Yates
6-- J. Gordon- Chevrolet- Hendrick
7-- G. Biffle- Ford- Roush
8-- B. Vickers- Toyota- Red Bull
9-- J. McMurray- Ford- Roush
10- D. Earnhardt Jun.- Chevrolet- Hendrick
11- K. Kahne- Dodge RPM-
12- K. Harvick- Chevrolet- Richard Childress
13- J. Logano- Toyota Gibbs-
14- D. Gilliland- Chevrolet- TRG
15- R. Gordon- Toyota RGR-
16- S. Hornish Jun.- Dodge- Penske
17- C. Edwards- Ford- Roush
18- D. Stremme- Dodge- Penske
19- R. Smith- Chevrolet- Furniture Row
20- M. Ambrose- Toyota- JTG
21- S. Speed- Toyota- Red Bull
22- D. Hamlin- Toyota- Gibbs
23- K. Busch- Dodge- Penske
24- J. Johnson-Chevrolet- Hendrick
25- R. Newman- Chevrolet- SHR
26- T. Stewart- Chevrolet- SHR
27- M. Waltrip- Toyota- MWR
28- J. Andretti- Chevrolet- EGR
29- E. Sadler- Dodge- RPM
30- C. Mears- Chevrolet- Richard Childress
31- J. Montoya- Chevrolet- EGR
32- M. Truex Jun.- Chevrolet- EGR
33- A. Allmendinger- Dodge- RPM
34- R. Sorenson- Dodge- RPM
35- P. Menard- Ford- Robert Yates
36- M. Papis- Toyota- Germain
37- T. Bodine- Toyota- Gunselman
38- B. Keselowski- Chevrolet- Hendrick
39- A. Almirola- Chevrolet- EGR
40- M. Martin- Chevrolet- Hendrick
41- J. Nemechek- Toyota- Nemco
42- D. Ragan- Ford- Roush
43- M. Kenseth- Ford- Roush


Gesamtwertung
NASCAR Sprint-Cup 2009
Fahrerwertung


Pos. Fahrer
1. Jeff Gordon
2. Clint Bowyer
3. Matt Kenseth
4. Greg Biffle
5. David Reutimann
6. Kyle Busch
7. Kurt Busch
8. Tony Stewart
9. Carl Edwards
10. Bobby Labonte
11. Kevin Harvick
12. Michael Waltrip
13. Kasey Kahne
14. Denny Hamlin
15. Juan Pablo Montoya
16. Elliott Sadler
17. Brian Vickers
18. Jeff Burton
19. Jimmie Johnson
20. Marcos Ambrose
21. A.J. Allmendinger
22. Jamie McMurray
23. David Stremme
24. David Ragan
25. Reed Sorenson
26. Martin Truex Jun.
27. Casey Mears
28. Sam Hornish Jun.
29. Dale Earnhardt Jun.
30. John Andretti
31. Robby Gordon
32. Joey Logano
33. Ryan Newman
34. Mark Martin
35. Regan Smith
36. Scott Speed
37. David Gilliland
38. Aric Almirola
39. Paul Menard
40. Travis Kvapil
41. Scott Riggs
42. Jeremy Mayfield
43. Bill Elliott
44. Terry Labonte
45. Joe Nemechek
46. Max Papis
47. Todd Bodine
48. Brad Keselowski
49. Dave Blaney
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BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 09:13 Antworten mit ZitatNach oben

nee nee mach weiter ich finde das recht interessant!

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BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 10:50 Antworten mit ZitatNach oben

Neuer Tabellenleader Jeff Gordon

02. März 2009

Jeff Gordon schmiss seine Siegchancen in Las Vegas eigenhändig weg,
trotzdem sicherte sich der Kalifornier Platz sechs und damit die Führung im Cup


Image
Jeff Gordon konnte viele Runden lang führen und ist jetzt Tabellenleader © xpb.cc

Für Jeff Gordon war das Shelby 427 ein Rennen mit Höhen und Tiefen. Zwar hatte sich der vierfache Champion durch einen für einen Mann mit seiner Erfahrung ungewöhnlichen Fehler selbst um den Sieg gebracht, ein sechster Platz sowie die guten Resultate der beiden Eröffnungsrennen bescherten ihm am Schluss aber sogar die Tabellenführung.

Diese ist im Chase-Zeitalter zwar zur Makulatur verkommen, trotzdem ist Position eins immer der Platz, auf dem jeder Pilot gerne stehen würde. Gordon hat bewiesen, dass sein Chevy mit der Nummer 24 schnell genug ist, um im weiteren Saisonverlauf die erste Geige zu spielen, sofern der Kalifornier eigene Fehler abstellt.

Während der entscheidenden Boxenphase war Gordon an der Boxengasseneinfahrt vorbeigerauscht und musste dermaßen hart in die Eisen steigen, dass es ihm den linken Vorderradreifen zerriss. Bei der Gelegenheit wurde der Kotflügel des Wagens zerfetzt. Abgeklebt mir Tape erreichte der 37-Jährige aber noch auf Platz sechs das Ziel.

Gordon ist zuversichtlicher, als 2008

"Es war ein ereignisreiches Rennen, so viel steht fest. Wir hatten ein unglaubliches Auto und es hat sehr viel Spaß gemacht, mit Jimmie (Johnson; Anm. d. Red.) um die Führung zu kämpfen. Ich habe gerade die Boxengasse angepeilt und sah die Jungs hinter mir. Ich bemerkte, wie sie mir näher kamen, also wollte ich zwischen uns ein wenig Sicherheitsabstand setzen."

Doch damit schoss Gordon über das Ziel hinaus: "Meine Vorderräder blockierten und ich verpasste die Einfahrt. Dann platzte der linke Vorderradreifen. Wir hatten aber Glück im Unglück, dass es dadurch eine Caution gab. Ich weiß, das dies einigen Jungs sehr wehgetan hat."

Aber mit Mitleid kann man als Rennfahrer keine Zeit verschwenden, vor allem nicht dann, wenn es um die Führung der Meisterschaft geht: "Das ist natürlich toll. Es war ein großartiger Start in die Saison und ich bin stolz auf das Team." Und vor allem: "Ich habe endlich das Gefühl, dass wir ein Auto haben, mit dem man gewinnen kann. Das ist ein großer Unterschied zum Vorjahr."

Quelle: Motorsport-Total.com / David Pergler
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BeitragVerfasst am: 07.03.2009, 10:10 Antworten mit ZitatNach oben

Atlanta: Historische Pole für "Oldie" Martin

7. März 2009

Als 50-Jähriger sicherte sich Mark Martin die Pole-Position
für das Kobalt Tools 500 in Atlanta - Juan Pablo Montoya auf Platz vier


Image
50 Jahre jung und noch kein bisschen müde: NASCAR-Urgestein Mark Martin © xpb.cc

Mit einem historischen Ergebnis endete gestern Nacht das Sprint-Cup-Qualifying zum Kobalt Tools 500 auf dem Atlanta Motor Speedway: Mark Martin, stattliche 50 Jahre alt, stellte seinen Hendrick-Chevrolet auf der Pole-Position ab - neben Harry Gant (54) als erst zweiter NASCAR-Fahrer über 50 in der Geschichte der populären US-Rennserie!

Martin hatte schon im Freien Training Bestzeit erzielt und war im Qualifying mit einer Bestzeit von 29,640 Sekunden (187,045 mph) unantastbar. "Alle haben seine Zeit gesehen und gedacht: 'Das packe ich nie - nicht einmal annähernd!'", zollte beispielsweise Kurt Busch (Penske-Dodge) seinem Kontrahenten Respekt. Dabei musste sich auch Busch keineswegs für sein Abschneiden verstecken: Mit Platz zwei sicherte er sich eine hervorragende Ausgangsposition.

Große Freude beim "Oldie" des Abends

Doch Martin war der Mann des Abends: "Ich fühle mich wieder wie ein Rookie", grinste der Altstar nach seiner ersten Pole-Position seit 2001 in Richmond. "Ich hatte eigentlich kein gutes Bauchgefühl, aber umso cooler ist es, diese Pole aus dem Hut zu zaubern! Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Für Sonntag hat das noch keine Auswirkungen, aber es ist klasse, einmal vorne zu sein, wenn es zählt. Jetzt wollen wir auch gewinnen!"

Dritter wurde mit Jamie McMurray (Roush-Ford) ein weiterer Routinier; Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet) sicherte sich Rang vier. Der Kolumbianer wäre in Atlanta, wo den Startplätzen eine recht hohe Bedeutung zukommt, am liebsten auf die Pole-Position gefahren, verlor aber 0,133 Sekunden auf die überragende Zeit von Martin. Auf den zweiten Platz von Busch fehlten ihm lediglich 25 Tausendstelsekunden.

"Das Auto war schnell genug für die Pole, aber aus Kurve vier heraus wurde die Front beim Beschleunigen unruhig", seufzte Montoya, der dennoch sein bestes Qualifying seit Texas 2007 nach Hause brachte. "Ich stand nur halb auf dem Gas, wo alle anderen schon voll drauf waren. Das hat nicht geholfen. Es ist aber klasse, die Fortschritte von Earnhardt/Ganassi an diesem Wochenende beobachten zu können."

Johnson auf Platz sieben

Greg Biffle (Roush-Ford), Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), Champion Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) und Joe Nemecheck (Nemco-Toyota) komplettierten die ersten vier Startreihen. Vorjahressieger Kyle Busch (Gibbs-Toyota) wurde Neunter. Superstar Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet) landete auf Position 16 und klassierte sich damit unmittelbar vor Red-Bull-Toyota-Hoffnung Brian Vickers.

Glück hatte Youngster Joey Logano (Gibbs-Toyota), der als 42. nur dank der Owner-Points ins Starterfeld rutschte. Der 43. und letzte Platz ging an Mike Bliss (Phoenix-Chevrolet), der kurzfristig das Cockpit von Sterling Marlin übernommen hatte. Zu hoch war die Qualifikationshürde für Todd Bodine (Germain-Toyota), Scott Riggs (TBR-Toyota), Jeremy Mayfiel (Mayfield-Toyota) und Geoff Bodine (Gunselman-Toyota).

Kobalt Tools 500 (Atlanta)
NASCAR Sprint-Cup
Startaufstellung


Pos. Fahrer Auto Team
1-- M. Martin- Chevrolet- Hendrick
2-- K. Busch- Dodge- Penske
3-- J. McMurray- Ford- Roush
4-- J. Montoya- Chevrolet- EGR
5-- G. Biffle- Ford- Roush
6-- D. Hamlin- Toyota- Gibbs
7-- J. Johnson- Chevrolet- Hendrick
8-- J. Nemechek- Toyota- Nemco
9-- K. Busch- Toyota- Gibbs
10- K. Harvick- Chevrolet- Richard Childress
11- T. Stewart- Chevrolet- SHR
12- R. Newman- Chevrolet- SHR
13- K. Kahne- Dodge- RPM
14- E. Sadler- Dodge- RPM
15- J. Burton- Chevrolet- Richard Childress
16- J. Gordon- Chevrolet- Hendrick
17- B. Vickers- Toyota- Red Bull
18- D. Reutimann- Toyota- MWR
19- R. Gordon- Toyota- RGR
20- D. Earnhardt Jun.- Chevrolet- Hendrick
21- C. Bowyer- Chevrolet- Richard Childress
22- T. Kvapil- Ford- Robert Yates
23- M. Truex Jun.- Chevrolet- EGR
24- M. Waltrip- Toyota- MWR
25- C. Mears- Chevrolet- Richard Childress
26- S. Speed- Toyota- Red Bull
27- D. Blaney- Toyota- Prism
28- D. Stremme- Dodge- Penske
29- C. Edwards- Ford- Roush
30- M. Kenseth- Ford- Roush
31- D. Gilliland- Chevrolet- TRG
32- R. Sorenson- Dodge- RPM
33- P. Menard- Ford- Robert Yates
34- M. Ambrose- Toyota- JTG
35- B. Elliott- Ford- Wood
36- S. Hornish Jun.- Dodge- Penske
37- A. Almirola- Chevrolet- EGR
38- A. Allmendinger- Dodge- RPM
39- D. Ragan- Ford- Roush
40- B. Labonte- Ford- Robert Yates
41- J. Andretti- Chevrolet- EGR
42- J. Logano- Toyota- Gibbs
43- M. Bliss- Chevrolet- Phoenix
DNQ- T. Bodine- Toyota- Germain
DNQ- S. Riggs- Toyota- TBR
DNQ- J. Mayfield- Toyota- Mayfield
DNQ- G. Bodine- Toyota- Gunselman

Quelle: Motorsport-Total.com - Chritian Nimmervoll
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BeitragVerfasst am: 08.03.2009, 11:28 Antworten mit ZitatNach oben

Atlanta: Edwards in "Happy Hour" vorne

8. März 2009 - 03:11 Uhr

Der 2009 noch sieglose NASCAR-Vizechampion Carl Edwards drehte in der Happy Hour
von Atlanta die schnellste Runde - Martin Truex mit Nierensteinen


Image
Vizemeister Carl Edwards wartet 2009 noch auf seinen ersten Sprint-Cup-Sieg © Ford

Carl Edwards war in seinem Roush-Ford mit der Startnummer 99 der schnellste der 43 Piloten, die am Samstagabend das Abschlusstraining zum Kobalt Tools 500 auf dem Atlanta Motor Speedway in Angriff nahmen. Der 29-jährige NASCAR-Vizechampion drehte seine beste Runde dabei in 30,882 Sekunden.

Diese Zeit fuhr Edwards bereits in der zweiten seiner insgesamt 56 gezeiteten Umläufe, und war damit um 0,126 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Kasey Kahne (Petty-Dodge). Als bester Toyota-Pilot kam Denny Hamlin (Gibbs; 31,024 Sekunden) auf Platz drei.

Erneut stark präsentierte sich Kurt Busch im blauen Penske, der nach Startplatz zwei in der Qualifikation im Abschlusstraining zum vierten Lauf der Sprint-Cup-Serie in 31,031 Sekunden als Vierter gewertet wurde. Die Plätze fünf und sechs belegte das Roush-Duo Jamie McMurray und Greg Biffle, der im wegen Nebels verkürzten Vormittagstraining noch die Bestzeit hielt.

Polesetter Mark Martin landete hinter seinem Hendrick-Teamkollegen Jeff Gordon auf Rang neun. Las-Vegas-Sieger Kyle Busch (Gibbs-Toyota), der am Abend in Atlanta auch das Rennen der Truck-Serie gewann, wurde in der "Happy Hour" Zwölfter.

Eine kleine Schrecksekunde erlebte das Earnhardt-Ganassi-Team: Martin Truex Jr. (15.; 31,318) klagte über Schmerzen in der Bauchgegend, und musste sich mit Verdacht auf Nierensteinen behandeln lassen. Truex will am Sonntagabend jedoch auf alle Fälle das Kobalt Tools 500 in Angriff nehmen. Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya landete als 25. nur im Mittelfeld.

Quelle: Motorsport-Total.com - von Pete Fink
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BeitragVerfasst am: 09.03.2009, 16:59 Antworten mit ZitatNach oben

Busch-Festival 2009: Nach Kyle dominiert Kurt in Atlanta

8. März 2009

Kurt Busch war in Atlanta der klar dominierende NASCAR-Pilot und gewann
in der Verlängerung vor Jeff Gordon und Carl Edwards - Montoya blass


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Dominator Kurt Busch hatte in der Victory Lane von Atlanta allen Grund zum Feiern © NASCAR

Die Gebrüder Busch sorgen in der NASCAR für Furore. Vor Wochenfrist in Las Vegas gewann Kyle Busch das Shelby 427, nun war ein anderes Familienmitglied an der Reihe: Kurt Busch dominierte das Kobalt Tools 500 auf dem Atlanta Motor Speedway, und siegte im vierten Sprint-Cup-Saisonrennen vor Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet) und Carl Edwards (Roush-Ford). Wie beeindruckend der Arbeitsnachweis des Penske-Piloten wirklich war, verdeutlichen die nackten Zahlen: Nicht weniger als 234 der insgesamt 330 Runden lag Kurt Busch in Front.

Am Ende eines, aufgrund dieser Dominanz, über weite Strecken langatmigen Rennens wurde es jedoch noch einmal richtig eng, denn ein Reifenplatzer von Toyota-Pilot Robby Gordon sorgte in Runde 322 für die elfte und letzte Gelbphase von Atlanta. Busch-Verfolger Edwards pokerte, und ließ sich an der Box als einziger Spitzenmann nur zwei neue Reifen aufziehen, wodurch er sich von Platz vier aus plötzlich in Front schob.

Eine Green-White-Chequered-Verlängerung umfasst in der NASCAR zwei allerletzte Rennrunden, denn kein Sprint-Cup-Event soll unter Gelber Flagge beendet werden. Doch der nun auf Platz zwei liegende Atlanta-Dominator Kurt Busch fackelte beim Restart nicht lange, und überholte Edwards bereits in den ersten beiden Kurven.

Damit war die endgültige und auch verdiente Entscheidung gefallen, weil sich Jeff Gordon dahinter einen ganzen Umlauf länger mit Edwards auseinandersetzen musste. Zwar schob sich auch der Hendrick-Pilot auf seinen vier neuen Reifen noch am Roush-Ford mit der Startnummer 99 vorbei, doch vorne war Kurt Busch schon auf und davon.

Kurt Busch pflügt durch das Feld

Image
Kurt Busch bestimmte in Atlanta von Beginn an deutlich die Schlagzahl © NASCAR

Der große Leidtragende dieser letzten Gelbphase war Brian Vickers (Red-Bull-Toyota), der sich in den Runden zuvor als der härteste Busch-Konkurrent herauskristallisiert hatte. Vickers konnte den blauen Penske-Dodge sogar unter Druck setzen, verlor an der Box jedoch viel Boden, und sah die Zielflagge hinter dem Childress-Chevrolet von Kevin Harvick nur als Fünfter.

Es war ein Jubiläumsrennen unter traumhaften Frühlingsbedingungen von knapp über 20 Grad. Zum 100. Mal machte der NASCAR-Tross Station im Herzen Georgias, und Atlanta sah eine nicht alltägliche Anfangsphase. Nach nicht einmal einem Renndrittel befanden sich nur noch zehn (!) der 43 gestarteten Fahrzeuge in der Lead-Lap.

Das hatte zwei wesentliche Gründe: Zum einen ging Kurt Busch von Beginn an dermaßen überlegen zu Werke, dass er nach 66 der 325 Runden bereits fast die Hälfte des Feldes überrrundet hatte. Als dann bei einem Green-Flag-Stopp von Marcos Ambrose (JTG-Toyota) einer seiner Reifen quer über die Boxengasse in Richtung Strecke kullerte, löste NASCAR eine Gelbphase aus.

Diese wiederum erwischte einige der verbliebenen Top-Leute, die just zu diesem Zeitpunkt gerade ihren Tank- und Reifenservice erledigten. Die Konsequenz: Außer Leader Busch blieben nur noch Carl Edwards, Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Clint Bowyer, Denny Hamlin, Martin Truex Jr., Mark Martin, Brian Vickers und Dale Earnhardt Jr. in der Führungsrunde.

Montoya blass - Jeff Gordon nicht gut genug

Image
Ungewohntes Silber: Für Jeff Gordon reichte es nur zum zweiten Platz © xpb.cc

Sieben weitere Piloten lagen eine Runde zurück, der Rest hatte bereits zwei Umläufe Rückstand. Darunter befand sich auch Juan Pablo Montoya (Earnhardt-Ganassi-Chevrolet; 27.), der zu diesem frühen Zeitpunkt bereits von Startplatz vier aus weit zurückgefallen war. Der Grund: Massive Handlingsprobleme, Montoya spielte in Atlanta nie eine Rolle.

Durch einige Gelbphasen gegen Rennmitte erhielt das Zehnerpack in der Führungsrunde Gesellschaft von Kasey Kahne (Petty-Dodge), Matt Kenseth (Roush-Ford), Kevin Harvick, Jeff Burton (beide Childress-Chevrolet) und Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet), die jedoch nie in den Kampf ganz vorne an der Spitze eingreifen konnten.

Die große Frage lautete nun, wer dem bis dato unwiderstehlichen Kurt Busch die Stirn bieten könnte, und die Antwort lag zumindest in der Theorie nahe: Hendrick Motorsports war in diesem Spitzenpaket mit all seinen vier Chevrolet Impalas vertreten. Doch während Johnson (9.) und Earnhardt (11.) dauerhaft mit ihrem Handling haderten, entpuppte sich vor allem Jeff Gordon als der Aufmüpfige, der den Penske-Dodge zunehmend unter Druck setzte.

Das hatte Konsequenzen, denn prompt touchierte in der Schlitterpartie von Atlanta auch Kurt Busch zweimal kurz hintereinander die Streckenbegrenzung. Während sich Polesetter und Saisonpechvogel Martin (31.) mit einem Reifenschaden nach hinten verabschiedete, schob sich dessen Teamkollege Jeff Gordon nach dem folgenden Service an der blauen Startnummer 12 sogar vorbei.

Das Finale sieht Vickers im Pech

Image
Brian Vickers fuhr stark, Juan Pablo Montoya enttäuschte auf ganzer Linie © Red Bull

Doch dies sollte nur ein temporäres Ereignis sein: 74 Runden vor dem Ende hatte ein entschlossener Kurt Busch die Atlanta-Hackordnung wiederhergestellt. Aber kaum war Gordon in seine Schranken verwiesen, erwuchs Penske ein neuer Konkurrent. Brian Vickers hatte seinen Red-Bull-Toyota im Rennverlauf so anpassen lassen, dass der 25-Jährige im Finale von Atlanta Kurt Busch tatsächlich gefährlich werden konnte.

In den letzten 30 Runden rubbelte Vickers Sekundenbruchteil um Sekundenbruchteil von der 1,3 Sekunden Führung des älteren Busch-Bruders ab. Doch als Vickers den Rückstand auf Busch bereits halbiert hatte, geschah kurz darauf der Reifenplatzer von Robby Gordon.

Ob es der Red-Bull-Toyota ohne diese letzte Gelbphase in den verbleibenden Runden zum ersten Sprint-Cup-Sieg geschafft hätte, ist nach den folgenden Ereignissen natürlich Makulatur. Aber: Vickers schnuppert am ersten Sprint-Cup-Erfolg von Red Bull, den nur noch Kleinigkeiten verhindern, und ist in dieser Form in jedem Fall ein ernsthafter Chase-Kandidat.

Kurt Busch nun Gesamtdritter

Image
Gegen Kurt Busch war auch im Finale von Atlanta kein Kraut gewachsen © NASCAR

Gleiches gilt natürlich auch für Kurt Busch, dessen Penske-Mannschaft das neue R6F8-Triebwerk der so gebeutelten Dodge-Fraktion bereits seit Spätsommer 2008 weiterentwickelte, und nun offenbar zur absoluten Rennreife gebracht hat.

In der Gesamtwertung machte der Atlanta-Sieger natürlich einen Riesensatz, und rangiert nunmehr auf Position drei. Die Führung behielt Jeff Gordon (634 Punkte) vor Clint Bowyer (Childress-Chevrolet), der beim Kobalt Tools 500 guter Sechster wurde.

Montoya (408 Punkte; 21.) hingegen büsste nach seinem zweiten blassen Resultat in Folge wertvolle Plätze ein. Der Kolumbianer muss aufpassen, dass sein großes Saisonziel, der NASCAR-Chase, nicht bereits frühzeitig in unerreichbare Nähe rückt. Nach einer Rennpause am kommenden Wochenende folgen dann zwei NASCAR-Klassiker, die beiden Short-Tracks von Bristol und Martinsville.

Kobalt Tools 500 (Atlanta)
NASCAR Sprint-Cup
Rennen


Pos. Nr. Fahrer Auto Team
1-- 2-- K. Busch- Dodge- Penske
2-- 24- J. Gordon- Chevrolet- Hendrick
3-- 99- C. Edwards- Ford- Roush
4-- 29- K. Harvick- Chevrolet- Richard Childress
5-- 83- B. Vickers- Toyota- Red Bull
6-- 33- C. Bowyer- Chevrolet- Richard Childress
7-- 9-- K. Kahne- Dodge- RPM
8-- 14- T. Stewart- Chevrolet- SHR
9-- 48- J. Johnson- Chevrolet- Hendrick
10- 1-- M. Truex Jun.- Chevrolet- EGR
11- 88- D. Earnhardt Jun.- Chevrolet- Hendrick
12- 17- M. Kenseth- Ford- Roush
13- 11- D. Hamlin- Toyota- Gibbs
14- 31- J. Burton- Chevrolet- Richard Childress
15- 26- J. McMurray- Ford- Roush
16- 07- C. Mears- Chevrolet- Richard Childress
17- 44- A. Allmendinger- Dodge- RPM
18- 18- K. Busch- Toyota- Gibbs
19- 6-- D. Ragan- Ford- Roush
20- 19- E. Sadler- Dodge- RPM
21- 8-- A. Almirola- Chevrolet- EGR
22- 39- R. Newman- Chevrolet- SHR
23- 12- D. Stremme- Dodge- Penske
24- 71- D. Gilliland- Chevrolet- TRG
25- 55- M. Waltrip- Toyota- MWR
26- 7-- R. Gordon- Toyota- RGR
27- 42- J. Montoya- Chevrolet- EGR
28- 98- P. Menard- Ford- Robert Yates
29- 34- J. Andretti- Chevrolet- EGR
30- 20- J. Logano- Toyota- Gibbs
31- 5-- M. Martin- Chevrolet- Hendrick
32- 00- D. Reutimann- Toyota- MWR
33- 43- R. Sorenson- Dodge- RPM
34- 16- G. Biffle- Ford- Roush
35- 82- S. Speed- Toyota- Red Bull
36- 21- B. Elliott- Ford- Wood
37- 77- S. Hornish Jun.- Dodge- Penske
38- 47- M. Ambrose- Toyota- JTG
39- 87- J. Nemechek- Toyota- Nemco
40- 96- B. Labonte- Ford- Robert Yates
41- 66- D. Blaney- Toyota- Prism
42- 28- T. Kvapil- Ford- Robert Yates
43- 09- M. Bliss- Chevrolet- Phoenix

Gesamtwertung
NASCAR Sprint-Cup 2009

Fahrerwertung

P. Fahrer Pkt.
1. Jeff Gordon - 634
2. Clint Bowyer - 591
3. Kurt Busch - 588
4. Carl Edwards - 547
5. Matt Kenseth - 546
6. Tony Stewart - 521
7. Kyle Busch - 514
8. Kevin Harvick - 511
9. Kasey Kahne - 484
10. Greg Biffle - 480
11. Brian Vickers - 477
12. David Reutimann - 475
13. Jimmie Johnson - 457
14. Denny Hamlin - 456
15. Jeff Burton - 437
16. Michael Waltrip - 434
17. Elliott Sadler - 427
18. Jamie McMurray - 423
19. Martin Truex Jun. - 423
20. A.J. Allmendinger - 417
21. Juan Pablo Montoya - 408
22. David Ragan - 405
23. Bobby Labonte - 403
24. Dale Earnhardt Jun. - 397
25. Casey Mears - 396
26. David Stremme - 396
27. Reed Sorenson - 360
28. Marcos Ambrose - 361
29. Robby Gordon - 342
30. John Andretti - 336
31. Sam Hornish Jun. - 328
32. Ryan Newman - 324
33. Joey Logano - 321
34. Mark Martin - 286
35. Aric Almirola - 277
36. David Gilliland - 276
37. Scott Speed - 256
38. Paul Menard - 238
39. Regan Smith - 206
40. Travis Kvapil - 183
41. Bill Elliott - 149
42. Scott Riggs - 143
43. Joe Nemechek - 125
44. Jeremy Mayfield - 104
45. Terry Labonte - 91
46. Dave Blaney - 77
47. Max Papis - 55
48. Todd Bodine - 52
49. Brad Keselowski - 49
50. Mike Bliss - 34

Quelle: Motorsport-Total.com - Pete Fink
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